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Wählen Sie bis zu 4 Objektive und stellen Sie sie auf dasselbe Raster: Optik, Blende, Gewicht, Preis und Wertungen je Anwendungsfall. Ohne Marketing-Lärm.

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Wie unser Objektivvergleichsrechner funktioniert

Der Vergleichsrechner basiert auf drei unabhängigen Scores, die zu einem Gesamt-Score aggregiert werden. Jeder Score wird aus öffentlichen Quellen und instrumentellen Messungen berechnet. Hier die Logik hinter jeder Dimension.

Optische Bewertung, Wert und Verarbeitung

Der optische Score (0-100) aggregiert die gemessene Schärfe in P-Mpix DXOMark, die tatsächliche Lichttransmission (T-Stop vs. angegebener f-Stop), die Vignettierungskontrolle, Verzeichnung und chromatische Aberrationen. Ein Objektiv mit 9,7/10 wie das Sigma 105mm f/2.8 DG DN Macro Art oder das Nikon Z 600mm f/4 TC VR S repräsentiert die Spitze des aktuellen Angebots.

  • Der Wert-Score setzt den optischen Score ins Verhältnis zum ermittelten Straßenpreis: ein Objektiv zu 999 € mit einem optischen Score von 9,3 wie das Fujifilm XF 18mm f/1.4 R LM WR übertrifft oft teurere Referenzen zu 3 000 €.
  • Der Verarbeitungs-Score bewertet die Wetterfestigkeit (Dichtungen, Anzahl der Dichtpunkte), die Qualität des AF-Antriebs (linear, STM, HSMC, piezoelektrisch) und das Gewicht bezogen auf die äquivalente Vollformat-Brennweite.

11 bewertete Anwendungsfälle

Jedes Objektiv wird auf 11 Anwendungsfälle bewertet: Portrait, Landschaft, Sport, Tierfotografie, Reise, Makro, Video, Architektur, Astro, Street und Reportage. Für jeden Anwendungsfall wird eine Teilmenge der Kriterien unterschiedlich gewichtet.

  • Bei Portrait zählen maximale Blende und Bokeh-Wiedergabe (berechnet über den Durchmesser des Zerstreuungskreises bei voller Öffnung) 40 % des Anwendungs-Scores.
  • Bei Sport zählen AF-Geschwindigkeit und OIS-Stabilisierung 50 %.
  • Bei Video wird das gemessene Fokus-Breathing in Grad der Winkeländerung zwischen Fokussierung auf 0,3 m und Unendlich zum Deal-Breaker: jedes Objektiv mit mehr als 2° Variation wird abgewertet.

Bei Makro sind der tatsächliche Abbildungsmaßstab (1:1, 1:2, 1:4) und die minimale Arbeitsdistanz die entscheidenden Variablen. Diese Granularität vermeidet generische Ranglisten, die ein 85mm f/1.2 für alle Anwendungsfälle an die Spitze setzen.

Quellen: DXOMark, Lensfun, Hersteller-Datenblätter

  • Die Schärfemessungen stammen von DXOMark (P-Mpix-Basis auf Referenzsensor).
  • Verzeichnungs- und Vignettierungsprofile werden mit Lensfun abgeglichen, einer Open-Source-Datenbank, die von Darktable und RawTherapee verwendet wird.
  • Daten zu Gewicht, Abmessungen, Blendenlamellen und AF-Antrieb werden den offiziellen Datenblättern von Canon, Nikon, Sony, Fujifilm, OM System, Panasonic, Sigma, Tamron und Voigtländer entnommen.
  • Feldtests von OpticalLimits dienen der qualitativen Kontrolle von Randaberrationen.

Die Datenbank wird bei jeder neuen, in DXOMark getesteten Referenz aktualisiert. Preise werden monatlich bei den wichtigsten europäischen Händlern erhoben und spiegeln den ermittelten Straßenpreis ohne Aktionen wider.

Familien

Die 5 großen Objektivfamilien

Bevor Sie einzelne Modelle vergleichen, müssen Sie die Objektivfamilie ermitteln, die Ihrer Praxis entspricht. Jede Familie erfüllt unterschiedliche optische Anforderungen. Die Wahl der Familie geht der Wahl von Marke oder Budget voraus. Hier die fünf Kategorien, die unsere Datenbank abdeckt.

Festbrennweiten (Prime)

Eine Festbrennweite hat nur eine einzige Brennweite. Diese mechanische Einschränkung vereinfacht die optische Formel: weniger Elemente, weniger Kompromisse. Das Ergebnis ist messbar. Ein 50mm f/1.2 wie das Nikon Nikkor Z 50mm f/1.2 S erreicht 9,2/10 im optischen Score bei 2599 € Straßenpreis.

Ein Zoom, der dieselbe Brennweite bei f/2.8 abdeckt, ist mechanisch lichtschwächer und oft am Bildrand weniger scharf. Festbrennweiten eignen sich besonders für Portrait (85mm, 105mm), Street (35mm, 50mm) und Astro (24mm, 35mm f/1.2 oder f/1.4). Ihr Hauptnachteil ist die fehlende Flexibilität: Sie rahmen mit den Füßen ein.

Bei Reisen oder Reportage bedeutet dies, mehrere Objektive mitzuführen oder sich auf einen Bildwinkel zu beschränken. Das Einzelgewicht ist in der Regel geringer als bei einem vergleichbaren Zoom, was teilweise kompensiert.

Standard-Zooms und Profi-Zooms

Ein Standard-Zoom deckt typischerweise 24-70mm oder 24-105mm ab. Er ist das universelle Objektiv schlechthin. Versionen mit konstanter Blende f/2.8 (Profi-Zooms) halten die gleiche Blende über den gesamten Brennweitenbereich. Das ist ein konkreter Vorteil: die Belichtung ändert sich beim Zoomen nicht.

  • Das Nikon NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S II erreicht 9,0/10 für 2699 €.
  • Zooms mit variabler Blende (f/3.5-5.6 oder f/4-5.6) sind günstiger, führen aber zu Belichtungsschwankungen, die die Kamera automatisch ausgleicht und eine manuelle Sequenz stören kann. Deal-Breaker zur Prüfung: die variable Blende wird oft als f/3.5 im Weitwinkel angegeben, sinkt aber auf f/5.6 bei 105mm, also 2,3 Blenden Unterschied.

Bei wenig Licht wirkt sich das direkt auf Verschlusszeit und digitales Rauschen aus.

Teleobjektive und Super-Tele

Teleobjektive decken Brennweiten von 200mm bis 600mm und darüber ab. Sie sind für Sport, Tierfotografie und Wildtiere unverzichtbar.

Der wichtigste Parameter ist das Brennweiten-Blenden-Verhältnis: ein 400mm f/2.8 wie das Nikon NIKKOR Z 400mm f/2.8 TC VR S (13999 €, Score 9,4/10) ermöglicht eine doppelt so hohe Verschlusszeit wie ein 400mm f/4 bei gleichem ISO. Das Gewicht ist der Deal-Breaker dieser Kategorie.

  • Das Nikon Z 600mm f/4 TC VR S wiegt 3090 g für 17499 €.
  • Super-Tele mit moderater Blende wie das Sigma 500mm f/5.6 DG DN OS Sports (3499 €, 9,2/10) oder das Fujifilm GF 500mm f/5.6 R LM OIS WR (3999 €, 9,5/10) bieten einen zugänglicheren Gewichts-Reichweiten-Kompromiss.

Die integrierte OIS-Stabilisierung ist jenseits von 300mm quasi Standard und wird zu einem Sicherheitskriterium, nicht nur Komfort.

Makroobjektive

Ein Makroobjektiv im engeren Sinne weist einen Abbildungsmaßstab von 1:1 (natürliche Größe auf dem Sensor) auf. Die minimale Arbeitsdistanz ist das zweite Kriterium: ein 90mm Makro arbeitet bei etwa 28 cm vom Motiv, ein 105mm bei 31 cm, ein 180mm bei 47 cm.

Je länger die Arbeitsdistanz, desto weniger beschatten Sie das Motiv oder erschrecken ein Insekt.

  • Das Tamron SP AF 90mm f/2.8 Di Macro 1:1 (9,4/10) bleibt eine zugängliche Referenz.
  • Das Sony FE 90mm f/2.8 Macro G OSS (9,0/10) ergänzt eine für Freihandaufnahmen nützliche OIS-Stabilisierung.
  • Das Canon RF 100mm f/2.8L Macro IS USM (8,3/10) bietet ein Verhältnis von 1,4:1, also eine über dem Standard-1:1 liegende Wiedergabe.

Hinweis: einige Zooms wie das Panasonic Lumix S 14-28mm f/4-5.6 Macro (9,2/10, 999 €) bieten eine Makrofunktion bei kurzer Distanz, der tatsächliche Abbildungsmaßstab bleibt jedoch unter 1:1.

Spezialobjektive (UGA, Fisheye, Tilt-Shift)

Ultraweitwinkel (UGA) decken Brennweiten unter 20mm im Vollformat ab. Sie werden in Architektur, Landschaft und Astro eingesetzt. Die tonnenförmige Verzeichnung ist der Hauptfehler: sie wird bei den besten Modellen optisch oder digital über Lensfun-Profile korrigiert.

Fisheyes (Brennweiten von 8mm bis 15mm) erzeugen eine beabsichtigte kreisförmige oder diagonale Verzeichnung mit einem Bildwinkel bis zu 180°. Sie bleiben Nischenwerkzeuge. Tilt-Shift-Objektive ermöglichen die Kontrolle der Schärfeebene (Tilt) und der Perspektive (Shift).

Sie sind in der Architekturfotografie unverzichtbar, um stürzende Linien ohne digitale Beschnittkorrektur zu korrigieren. Diese Objektive sind in der Regel manuell oder halbautomatisch, ohne AF, und ihr Preis übersteigt oft 2000 € für optisch beherrschte Versionen.

Sie sind noch nicht in großer Zahl in unserer Datenbank vertreten, doch Lensfun-Profile decken die wichtigsten Laowa-, Canon-TS-E- und Nikon-PC-E-Referenzen ab.

Wichtige Kriterien

Die 7 Kriterien, die das Bild wirklich beeinflussen

Diese sieben Kriterien werden in unserem Scoring direkt gewichtet. Jedes hat einen messbaren Einfluss auf das Endergebnis. Hier erfahren Sie, wie Sie sie lesen, interpretieren und abwägen.

  1. 01

    Brennweite und Bildwinkel

    Spec

    Die Brennweite wird in Millimetern angegeben und entspricht der Entfernung zwischen optischem Zentrum und Sensorebene bei einem Motiv in Unendlich.

    • Auf einem APS-C-Sensor (Faktor 1,5x Nikon/Sony, 1,6x Canon) entspricht eine 35mm-Brennweite 52-56mm im Vollformat.
    • Auf Micro 4/3 (Faktor 2x) entspricht ein 25mm 50mm Vollformat.
    Wirkung

    Die Brennweite bestimmt den Bildwinkel und die perspektivische Kompression. Ein 85mm komprimiert die Ebenen und isoliert das Motiv. Ein 24mm schließt die Umgebung ein und betont die Tiefe. Diese Effekte sind physikalisch und nicht in der Nachbearbeitung korrigierbar.

    Fazit

    Berechnen Sie immer das Vollformat-Äquivalent, bevor Sie kaufen. Ein 50mm f/1.8 auf APS-C Fujifilm ergibt einen Bildwinkel von 75mm Vollformat, nicht 50mm. Der Anwendungsfall ändert sich grundlegend.

  2. 02

    Maximale Blende

    Spec

    Die Blende wird als f-Stop (f/1.2, f/1.4, f/1.8, f/2.8) angegeben. Jeder Stopp entspricht einem Faktor 2 der übertragenen Lichtmenge. Ein f/1.4 überträgt zweimal mehr Licht als ein f/2. Die Anzahl der Blendenlamellen beeinflusst die Form des Bokehs: 9 abgerundete Lamellen erzeugen einen gleichmäßigeren Zerstreuungskreis als ein 5-Lamellen-Diaphragma.

    Wirkung

    Eine größere Blende ermöglicht eine höhere Verschlusszeit bei gleichem ISO oder ein niedrigeres ISO bei gleicher Verschlusszeit. Sie verringert auch die Schärfentiefe. Bei einem 85mm f/1.2 im Vollformat beträgt die Schärfentiefe bei 3 Metern etwa 4 cm.

    Fazit

    Vorsicht bei Zooms mit variabler Blende: ein 100-400mm f/4.5-5.6 verliert 1,3 Blenden zwischen 100mm und 400mm. In der Tierfotografie bei 400mm arbeiten Sie mit f/5.6, nicht f/4.5.

  3. 03

    Schärfe und optische Leistung (DXO)

    Spec

    DXOMark misst die Schärfe in P-Mpix (wahrnehmbare Megapixel) auf einem Referenzsensor. Ein Objektiv mit 38 P-Mpix auf einem 24-MP-Sensor nutzt die Sensorauflösung voll aus. Unter 20 P-Mpix wird das Objektiv zum limitierenden Faktor, nicht der Sensor.

    Wirkung

    Die Schärfe variiert je nach Blende. Die meisten Objektive sind bei voller Öffnung weniger scharf als bei f/5.6-f/8. Ein f/1.4-Festbrennweite bei f/1.4 kann weniger scharf sein als ein f/2.8-Zoom bei f/2.8. Die DXO-Messung erfolgt bei optimaler Blende, nicht bei voller Öffnung.

    Fazit

    Konsultieren Sie die Schärfekurve pro Blende, nicht nur den Gesamt-Score. Ein Objektiv mit 9,0/10 kann bei f/1.4 enttäuschen und bei f/4 hervorragend sein.

  4. 04

    OIS-Stabilisierung und IBIS-Synchronisation

    Spec

    OIS (Optical Image Stabilization) ist im Objektiv integriert. IBIS (In-Body Image Stabilization) ist im Gehäuse integriert. Die OIS+IBIS-Synchronisation ermöglicht eine kombinierte Kompensation von bis zu 7 bis 8 Blenden bei aktuellen Sony-, Nikon-Z- und OM-Systemen, gegenüber 3 bis 5 Blenden bei OIS allein.

    Wirkung

    In der Praxis ermöglichen 5 Blenden Kompensation eine Verschlusszeit von 1/8s bei 200mm, wo die Kehrwert-Regel 1/200s vorschreibt. Das ist entscheidend bei schwachem natürlichem Licht. In der Videoaufnahme kommt manchmal eine elektronische Stabilisierung (zusätzlicher Crop von 10 bis 15 %) hinzu.

    Fazit

    Prüfen Sie die OIS+IBIS-Kompatibilität mit Ihrem spezifischen Gehäuse. Ein Drittanbieter-Objektiv synchronisiert seinen OIS möglicherweise nicht mit dem IBIS des Gehäuses, wodurch die Gesamteffizienz auf die des OIS allein reduziert wird.

  5. 05

    Verarbeitung und Wetterfestigkeit

    Spec

    Wetterfestigkeit bezeichnet die Abdichtung gegen Spritzwasser und Staub. Sie wird durch Gummidichtungen an den Verbindungspunkten gewährleistet: Zoomring, Fokusring, Bajonett, Tasten. Profi-Objektive geben zwischen 11 und 18 Dichtpunkte an.

    Das Fehlen von Wetterfestigkeit wird nicht explizit angegeben: das Schweigen des Herstellers signalisiert das Risiko.

    Wirkung

    Im Freien, in der Bretagne oder im Gebirge, ist Wetterfestigkeit kein Luxus. Ein nicht wetterfestes Objektiv, das 30 Minuten feinem Regen ausgesetzt ist, kann interne Beschlagbildung oder Ablagerungen auf inneren Elementen entwickeln. Die Reparatur übersteigt oft 300 €.

    Fazit

    Prüfen Sie das technische Datenblatt, nicht die Marketing-Kommunikation. "Wetterbeständig" und "tropisch IP54" sind nicht gleichwertig. Nur die Anzahl der Dichtungen zählt.

  6. 06

    Autofokus: Antrieb und Geräuscharmut

    Spec

    AF-Antriebe werden in vier Typen eingeteilt: Schraubenantrieb (laut, langsam), ringförmig-ultraschall (schnell, leise, z. B. USM Canon / SWM Nikon), piezoelektrisch-linear (sehr schnell, leise, z. B. XD Linear Tamron, LM Fujifilm) und Schrittmotor (STM, leise, aber weniger schnell). Die AF-Erfassungsgeschwindigkeit wird in Millisekunden der Fokussierung auf ein Motiv bei 3 Metern gemessen.

    Wirkung

    In der Videoaufnahme wird das AF-Antriebsgeräusch vom integrierten Mikrofon erfasst, wenn das Objektiv nicht leise ist. Ein Schraubenantrieb an einem adaptierten Vintage-Objektiv erzeugt ein hörbares Geräusch von 40-50 dB in 1 Meter Entfernung. Im Sport verpasst ein langsamer AF (>200ms) Aktionsspitzen bei 10 Bildern/Sekunde.

    Fazit

    Fokus-Breathing ist der Video-Deal-Breaker Nummer eins. Ein Objektiv, dessen effektive Brennweite um mehr als 2° zwischen Naheinstellung und Unendlich variiert, erzeugt einen sichtbaren Zoom-Effekt beim Schnitt. Prüfen Sie diesen Parameter vor jedem Videokauf.

  7. 07

    Abmessungen und Gewicht

    Spec
    • Das Gewicht eines Objektivs variiert von 130 g (Panasonic Lumix G 42.5mm f/1.7) bis 3090 g (Nikon NIKKOR Z 600mm f/4 TC VR S).
    • Der Filterdurchmesser variiert von 46 mm bis 105 mm.

    Diese beiden Parameter bestimmen die Kompatibilität mit Ihrer Tasche, Ihrem Stativ und Ihrer körperlichen Ausdauer an einem Aufnahmetag.

    Wirkung

    Ein 1500 g schweres Objektiv, das 8 Stunden getragen wird, stellt eine reale körperliche Belastung dar. Bei Reisen überschreitet das Gesamtgewicht des Systems (Gehäuse + Objektive) oft die Handgepäckgrenze von 7 kg, wenn Sie schwere Profi-Optiken wählen.

    Fazit

    Wiegen Sie Ihr komplettes System vor dem Kauf. Ein Sigma 70-200mm f/2.8 DG DN OS Sports wiegt 1345 g gegenüber 1045 g für das Sony FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II. An einem Sporttag machen sich 300 g Unterschied bemerkbar.

Nach Bajonett

Auswahl nach Ihrem Bajonett

Das Bajonett bestimmt das gesamte Ökosystem: native Objektive, Adapterkompatibilität, Verfügbarkeit von AF-Profilen Dritter. Ein Bajonettwechsel erfordert den Verkauf des gesamten Objektivbestands. Dies ist die strukturellste Entscheidung vor jedem Objektivkauf. Hier der Stand des Katalogs für die fünf von unserer Datenbank abgedeckten Bajonette.

SONY-E

Sony E (FE)

Das Sony-E-Bajonett (FE-Bajonett für Vollformat) ist das älteste der modernen spiegellosen Vollformat-Bajonette, eingeführt 2013. Es profitiert vom umfangreichsten nativen Katalog mit Sony-G-Master-, G-, Zeiss-, Sigma-DN- und Tamron-Objektiven.

  • Das Sigma 105mm f/2.8 DG DN Macro Art erreicht 9,7/10 im optischen Score, den besten Score des Sony-E-Katalogs.
  • Das Sony FE 85mm f/1.8 (9,4/10) stellt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Portrait auf diesem Bajonett dar.
  • Das Sony FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II (9,2/10, 2899 €) ist die Profi-Zoom-Referenz.

Das E-Bajonett akzeptiert A-Mount-Objektive über den LA-EA5-Adapter mit aufrechterhaltenem Phasen-AF. Sigma- und Tamron-DN-Objektive sind nativ kompatibel ohne Adapter und profitieren von vollem AF.

Diese Objektive vergleichen
Sigma 105mm F2 8 DG DN Macro ART 020Sony FE 85mm F 1 8Sony FE 70 200mm F 2 8 GM OSS IISony FE 600mm F 4 GM OSSVergleich ansehen
CANON-RF

Canon RF (und EF über Adapter)

Das Canon-RF-Bajonett, 2018 eingeführt, zeichnet sich durch einen Innendurchmesser von 54 mm und einen Auflagemaß von 20 mm aus, die kürzesten am Vollformat-Markt.

Diese Merkmale ermöglichen neuartige optische Formeln wie das Canon RF 85mm f/1.2L USM (9,3/10, 3299 €) oder das Canon RF 100-300mm f/2.8 L IS USM (9,5/10, 9999 €), den ersten f/2.8-Zoom, der diesen Brennweitenbereich abdeckt. Der EF-EOS-R-Adapter ermöglicht die Nutzung des gesamten EF-Bestands mit vollem Phasen-AF.

  • Das Canon RF 135mm f/1.8L IS USM (9,1/10) ist die Referenz für lange Portrait-Brennweiten des Bajonetts.
  • Die DS-Version (Defocus Smoothing) des RF 85mm f/1.2 (9,1/10, 3699 €) fügt einen optischen Filter zur Weichzeichnung des Bokehs hinzu, bei leicht reduzierter Transmission.
Diese Objektive vergleichen
Canon RF 100 300mm F 2 8L IS USMCanon RF 85mm F1 2L USMCanon RF 135mm F1 8L IS USMCanon RF 85mm F 1 2L USM DSVergleich ansehen
NIKON-Z

Nikon Z (und F über FTZ)

Das Nikon-Z-Bajonett weist einen Innendurchmesser von 55 mm und ein Auflagemaß von 16 mm auf. Diese Abmessungen erlauben Objektive mit sehr großer Blende wie das Nikon Nikkor Z 50mm f/1.2 S (9,2/10, 2599 €) oder das Nikon Nikkor Z 85mm f/1.2 S (8,8/10, 3099 €).

Das Nikon NIKKOR Z 600mm f/4 TC VR S (9,7/10, 17499 €) ist das Objektiv mit dem höchsten optischen Score unseres gesamten Katalogs. Es integriert einen internen 1,4x-Telekonverter, der die Brennweite auf 840mm f/5.6 ohne AF-Verlust bringt. Der FTZ-II-Adapter erhält den Phasen-AF bei AF-S- und AF-P-F-Mount-Objektiven.

AF-D-Objektive mit Schraubenantrieb profitieren nicht vom AF über FTZ. Das Nikon NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S II (9,2/10, 3099 €) ist die aktualisierte Version des Standard-Profi-Zooms.

Diese Objektive vergleichen
Nikon Nikkor Z 600mm F 4 TC VR SNikon Nikkor Z 400mm F 2 8 TC VR SNikon Nikkor Z 50mm F 1 2 SNikon Nikkor Z 50mm F 1 8 SVergleich ansehen
FUJI-X

Fujifilm X (APS-C)

Das Fujifilm-X-Bajonett ist ein natives APS-C-Bajonett. Der Crop-Faktor beträgt 1,5x. Der XF-Katalog deckt Brennweiten von 8mm bis 200mm nativ ab.

  • Das Fujifilm XF 18mm f/1.4 R LM WR (9,3/10, 999 €) ist die beste Weitwinkeloptik des X-Katalogs im optischen Score, mit einer Äquivalenz von 27mm Vollformat.
  • Das Fujifilm XF 56mm f/1.2 R WR (8,8/10, 999 €) entspricht einem 84mm Vollformat, ideal für Portrait.

Das X-Bajonett akzeptiert keine Vollformat-Objektive nativ, doch Adapter ermöglichen die Verwendung von EF-, F- oder E-Mount-Objektiven manuell oder mit eingeschränktem AF über aktive Drittanbieter-Adapter. Der GF-Katalog (Großformat, Sensor 43,8 x 32,9 mm) ist separat und nicht mit dem X-Bajonett kompatibel.

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Fujifilm XF 18mm F 1 4 R LM WRFujifilm XF 56mm F 1 2 R WRVergleich ansehen
MFT

Micro 4/3 (OM / Lumix)

Das Micro-4/3-Bajonett wird von OM System (ehemals Olympus) und Panasonic Lumix geteilt. Der Crop-Faktor beträgt 2x. Ein 45mm f/1.2 entspricht einem 90mm f/2.4 Vollformat in Bildwinkel und Schärfentiefe.

  • Das OM System M.Zuiko Digital ED 45mm f/1.2 Pro (9,6/10) ist die beste Portraitoptik des MFT-Katalogs.
  • Das Panasonic Leica DG Elmarit 200mm f/2.8 Power O.I.S. (8,8/10, 2999 €) entspricht einem 400mm f/5.6 Vollformat in Bildwinkel, jedoch mit einer Schärfentiefe entsprechend f/5.6.
  • Das Panasonic Lumix G 42.5mm f/1.7 (8,6/10) ist das kompakteste und leichteste Portraitobjektiv des Katalogs mit 130 g.

Die OM/Lumix-Kreuzkompatibilität ist für Objektive vollständig, doch die OIS+IBIS-Stabilisierung ist auf nativen Kombinationen optimiert (OM-Gehäuse + OM-Objektiv, Lumix-Gehäuse + Lumix-Objektiv).

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OM System Olympus M Zuiko Digital ED 45mm F 1 2 PROPanasonic Leica DG Vario Elmar 200mm F 2 8Panasonic Lumix G 42 5MM F 1 7Vergleich ansehen
Drittanbieter vs. OEM

Drittanbieter-Objektive: Sigma, Tamron, Samyang/Viltrox vs. Hersteller

Die Frage Drittanbieter vs. Hersteller stellt sich systematisch. Sie verdient eine strukturierte Antwort, keine Allgemeinheit. Sigma, Tamron und Samyang/Viltrox nehmen unterschiedliche Positionen am Markt ein, mit jeweils eigenen Stärken und Grenzen.

Sigma bietet zwei Hauptlinien: die Art-Serie (optikpriorisiert, hohes Gewicht) und die Sports-Serie (Robustheit und schneller AF). Das Sigma 105mm f/2.8 DG DN Macro Art erreicht 9,7/10 im optischen Score, gleichauf mit dem Nikon Z 600mm f/4. Das Sigma 70-200mm f/2.8 DG DN OS Sports (8,7/10) wird für 1599 € angeboten gegenüber 2899 € für das Sony FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II (9,2/10). Die Preisdifferenz beträgt 1300 € für 0,5 Punkte optischen Score. Der Wiederverkauf von Sigma-Art-Objektiven ist auf dem Gebrauchtmarkt korrekt, jedoch unter dem von Hersteller-Objektiven.

Tamron positioniert sich im Preis-Leistungs-Verhältnis mit kompakten und leichten Zooms. Das Tamron SP AF 90mm f/2.8 Di Macro 1:1 (9,4/10) bleibt eine zugängliche Makro-Referenz. Die jüngsten Tamron-Zooms für Sony E (17-28mm, 28-75mm, 70-180mm) haben durch Firmware-Updates an AF-Qualität gewonnen. Die AF-Zuverlässigkeit unter schwierigen Bedingungen (Verfolgung schneller Motive) bleibt gegenüber Sony-G-Master-Objektiven an aktuellen Gehäusen leicht geringer.

Der Wiederverkauf ist die Schwachstelle beider Marken: ein Drittanbieter-Objektiv verliert im Durchschnitt 15 bis 20 % mehr als ein vergleichbares Hersteller-Objektiv auf dem französischen Gebrauchtmarkt. Bei einem Kauf zu 1500 € kann der Unterschied im Restwert nach 3 Jahren 200 bis 300 € betragen.

Sigma

Stärken
  • Das Sigma 105mm f/2.8 DG DN Macro Art erreicht 9,7/10 im optischen Score, den besten Score des gesamten Katalogs aller Marken.
  • Die Art-Linie bietet Blenden von f/1.2 (50mm, 35mm) zu 30 bis 50 % niedrigeren Preisen als vergleichbare Hersteller-Objektive.
  • Firmware-Updates über den USB-Dock ermöglichen die Anpassung von AF-Parametern und die Behebung von Fehlern ohne Service-Rücksendung.
Schwächen
  • Art-Objektive sind schwer: das Sigma 105mm f/1.4 DG HSM Art wiegt 1115 g, also 300 g mehr als die meisten vergleichbaren Hersteller-Objektive.
  • Die OIS+IBIS-Synchronisation ist nicht bei allen Gehäusen garantiert, insbesondere bei den jüngsten Nikon-Z- und Canon-R-Modellen mit aktuellen Firmware-Versionen.
  • Der Wiederverkaufswert liegt 15 bis 20 % unter dem eines vergleichbaren Hersteller-Objektivs zum gleichen Kaufpreis.

Tamron

Stärken
  • Das Tamron SP AF 90mm f/2.8 Di Macro 1:1 (9,4/10) ist die zugänglichste Makro-Referenz des Katalogs hinsichtlich Score-Preis-Verhältnis.
  • Die Tamron-Zooms für Sony E gehören zu den kompaktesten und leichtesten ihrer Kategorie, mit einem Gewicht oft 20 % unter vergleichbaren Sony-G-Objektiven.
Schwächen
  • Der AF bei der Verfolgung schneller Motive bleibt gegenüber Sony-G-Master-Objektiven an den A9-III- und A1-Gehäusen im Hochgeschwindigkeits-Serienbildmodus geringer.
  • Die Wetterfestigkeit wird angegeben, die Anzahl der Dichtpunkte jedoch nicht kommuniziert, sodass ein Vergleich mit Profi-Objektiven unmöglich ist.
Einstiegs-Alternativen

Samyang und Viltrox besetzen das Einstiegssegment mit lichtstarken Festbrennweiten (35mm f/1.8, 85mm f/1.8, 50mm f/1.8) zu Preisen unter 400 €. Die optische Qualität ist für den Alltagsgebrauch korrekt, der DXO-Score bleibt jedoch bei den meisten Referenzen unter 8,0/10.

Der AF hat sich bei den jüngsten Versionen (Viltrox 85mm f/1.8 AF, Samyang AF 45mm f/1.8) deutlich verbessert, die Zuverlässigkeit der Verfolgung unter schwierigen Bedingungen bleibt jedoch unter der nativer Objektive. Diese Objektive sind relevant, um auf einem Bajonett zu beginnen oder eine Brennweite vor der Investition in eine Hersteller-Version zu testen.

Nach Einsatz

Vergleich nach Anwendungsfall

Der Anwendungsfall bestimmt die prioritären Kriterien. Ein in Portrait hervorragendes Objektiv kann in Video mittelmäßig sein, wenn sein Fokus-Breathing hoch ist. Hier die Empfehlungen pro Praxis, basierend auf den durch unser Multi-Kriterien-Scoring berechneten Shortlists.

Portrait

Portrait priorisiert drei Parameter: maximale Blende (zur Isolierung des Motivs), Brennweite (85mm bis 135mm im Vollformat für eine schmeichelhafte Kompression) und Bokeh-Wiedergabe (Lamellenanzahl, Form des Zerstreuungskreises).

Das Canon RF 85mm f/1.2L USM (9,3/10, 3299 €) ist die absolute Portrait-Referenz des Vollformat-Katalogs. Seine f/1.2-Blende mit 9 abgerundeten Lamellen erzeugt ein gleichmäßig kreisförmiges Bokeh.

  • Das Canon RF 85mm f/1.2 L USM DS (9,1/10, 3699 €) fügt einen Defocus-Smoothing-Filter für eine noch weichere Wiedergabe außerhalb der Schärfeebene hinzu.
  • Das Nikon Nikkor Z 50mm f/1.8 S (9,2/10) ist die vielseitige Portrait-Wahl auf Nikon Z, mit einer äquivalenten Brennweite von 50mm Vollformat und geringem Gewicht.
  • Das Nikon Nikkor Z 85mm f/1.2 S (8,8/10, 3099 €) ergänzt den Nikon-Z-Katalog in der langen Portrait-Brennweite.
Diese Objektive vergleichen
Canon RF 85mm F1 2L USMCanon RF 85mm F 1 2L USM DSNikon Nikkor Z 50mm F 1 8 SNikon Nikkor Z 85mm F 1 2 SVergleich ansehen

Landschaft

Landschaft priorisiert Weitwinkel, Randunschärfe (oft bei Zooms bei voller Öffnung geopfert) und Wetterfestigkeit.

  • Das Fujifilm XF 18mm f/1.4 R LM WR (9,3/10, 999 €) ist die beste Weitwinkeloptik des Katalogs im optischen Score unter 1000 €.
  • Auf APS-C Fujifilm entspricht es einem 27mm Vollformat.
  • Das Panasonic Lumix S 14-28mm f/4-5.6 Macro (9,2/10, 999 €) deckt einen Bildwinkel äquivalent zu 14-28mm Vollformat mit integrierter Makrofunktion ab, für dasselbe Budget.
  • Das Fujifilm GF 30mm f/3.5 R WR (9,1/10, 1799 €) ist die Weitwinkel-Referenz des GFX-Systems (Großformat), mit einer Äquivalenz von 24mm Vollformat und einer der besten gemessenen Randschärfen des Katalogs.
  • Das Sigma 35mm f/1.2 DG DN Art (8,6/10) ist für Landschaft bei wenig Licht oder Astro relevant.
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Fujifilm XF 18mm F 1 4 R LM WRPanasonic Lumix S 14 28mm F 4 5 6 MacroFujifilm GF 30mm F 3 5 R WRSigma 35mm F1 2 DG DN ART 019Vergleich ansehen

Sport und Tierfotografie

  • Sport erfordert schnellen AF, eine Blende für hohe Verschlusszeiten (mindestens 1/1000s zur Fixierung eines laufenden Athleten) und ausreichende Reichweite je nach Disziplin.
  • Das Nikon NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S II (9,2/10, 3099 €) ist die Sport-Zoom-Referenz auf Nikon Z, mit einer VR-Stabilisierung von 5,5 Blenden und einem leisen linearen AF.
  • Das Sigma 70-200mm f/2.8 DG DN OS Sports (8,7/10, 1599 €) bietet ein überlegenes Preis-Leistungs-Verhältnis für regelmäßigen Sporteinsatz ohne höchste Anforderungen.
  • Das Canon EF 300mm f/2.8L IS II USM mit Extender 1.4x (9,7/10) bleibt eine absolute Referenz im Hochleistungssport, nutzbar am RF-Gehäuse über den EF-EOS-R-Adapter.
  • Das Canon RF 100-300mm f/2.8 L IS USM (9,5/10, 9999 €) ist der vielseitigste Sport-Zoom des RF-Katalogs, mit einer bisher nicht verfügbaren Brennweitenspanne bei konstanter f/2.8-Blende.
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Nikon Nikkor Z 70 200mm F 2 8 VR S IISigma 70 200mm F 2 8 DG DN OS SportsCanon EF 300mm F 2 8L IS II USM EF 1 4X Extender IIICanon RF 100 300mm F 2 8L IS USMVergleich ansehen

Reise und Vielseitigkeit

Reise erfordert eine Gewichts- und Vielseitigkeitsbeschränkung. Das ideale Objektiv deckt mehrere Anwendungsfälle mit minimalem Platzbedarf ab.

  • Das Panasonic Lumix G 42.5mm f/1.7 (8,6/10) wiegt 130 g und entspricht einem 85mm Vollformat auf Micro 4/3: es ist das leichteste Reise-Portraitobjektiv des Katalogs.
  • Das OM System M.Zuiko Digital ED 45mm f/1.2 Pro (9,6/10) bietet einen außergewöhnlichen optischen Score in einem kompakten Format, mit vollständiger Wetterfestigkeit für schwierige Bedingungen.
  • Das Nikon AF-S Nikkor 58mm f/1.4G (8,4/10) ist eine lichtstarke Standard-Brennweite, nutzbar über den FTZ-Adapter an Nikon-Z-Gehäusen.
  • Das Canon EF 100-400mm f/4.5-5.6L IS II USM mit Extender 1.4x (8,4/10) deckt einen Brennweitenbereich von 100 bis 560mm über den EF-EOS-R-Adapter ab, für wildtierorientierte Reisen.
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Panasonic Lumix G 42 5MM F 1 7OM System Olympus M Zuiko Digital ED 45mm F 1 2 PRONikon AF S Nikkor 58mm F 1 4GCanon EF 100 400mm F 4 5 5 6L IS II USM 1 4X ExtenderVergleich ansehen

Makro und Nahaufnahme

Makro im engeren Sinne erfordert einen Abbildungsmaßstab von mindestens 1:1. Die minimale Arbeitsdistanz bestimmt die Praxistauglichkeit im Gelände.

  • Das Tamron SP AF 90mm f/2.8 Di Macro 1:1 (9,4/10) bietet eine Arbeitsdistanz von 28 cm und einen echten 1:1-Abbildungsmaßstab mit einem der besten optischen Scores der Kategorie.
  • Das Sony FE 90mm f/2.8 Macro G OSS (9,0/10) ergänzt eine für Freihandaufnahmen nützliche OIS-Stabilisierung auf Sony E.
  • Das Panasonic Lumix S 14-28mm f/4-5.6 Macro (9,2/10, 999 €) bietet eine Makrofunktion bei kurzer Distanz auf Lumix S, mit einem Abbildungsmaßstab von 0,5:1 bei 28mm.
  • Das Canon EF 300mm f/2.8L IS II USM mit Extender 1.4x (9,7/10) ermöglicht Makroaufnahmen aus sicherer Distanz bei Insekten oder Reptilien, mit einem Abbildungsmaßstab von 0,18:1 bei minimaler Distanz, nutzbar in Kombination mit einem Zwischenring.
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Tamron SP AF 90mm F 2 8 DI Macro 1 1Sony FE 90mm F 2 8 Macro G OSSPanasonic Lumix S 14 28mm F 4 5 6 MacroCanon EF 300mm F 2 8L IS II USM EF 1 4X Extender IIIVergleich ansehen

Video

Video erfordert spezifische Kriterien, die in Foto-Rankings fehlen: leiser AF-Antrieb, fehlendes Fokus-Breathing, flüssige Stabilisierung und linear verlaufende Fokusringe.

  • Das Sigma 70-200mm f/2.8 DG DN OS Sports (8,7/10, 1599 €) ist der Video-Zoom mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis des Katalogs, mit einem auf Sony E als gering gemessenen Fokus-Breathing.
  • Das Nikon NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S II (9,2/10, 3099 €) profitiert von einem leisen linearen AF-Antrieb und einer mit IBIS kompatiblen VR-Stabilisierung.
  • Das Nikon NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S II (9,0/10, 2699 €) ist der transstandard-Video-Zoom der Referenz auf Nikon Z, mit einem langläufigen Fokusring.
  • Das Canon RF 100-300mm f/2.8 L IS USM (9,5/10, 9999 €) ist die Video-Tele-Referenz, in der Broadcast-Produktion für seinen Brennweitenbereich und leisen AF eingesetzt.
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Sigma 70 200mm F 2 8 DG DN OS SportsNikon Nikkor Z 70 200mm F 2 8 VR S IINikon Nikkor Z 24 70mm F 2 8 S IICanon RF 100 300mm F 2 8L IS USMVergleich ansehen
Nach Budget

Vergleich nach Budget

Das Budget ist oft der erste angewendete Filter. Hier die besten Optionen pro Preissegment, nach optischem Score in jeder Spanne sortiert.

Unter 500 €

Einstieg: die zu beachtenden Kompromisse

Der aktuelle Camera-Duel-Katalog listet kein Objektiv unter 500 € mit einem optischen Score über 8,0/10 auf den aktuellen spiegellosen Bajonetten. Diese Spanne entspricht hauptsächlich Hersteller-Kit-Objektiven (18-55mm f/3.5-5.6, 50mm f/1.8 EF/F älterer Generation) und Drittanbieter-Objektiven der ersten Samyang/Viltrox-Generation.

Diese Objektive sind für das Lernen funktional, ihre Randschärfe und ihr AF unter schwierigen Bedingungen sind jedoch die ersten limitierenden Faktoren. Liegt Ihr Budget unter 500 €, ist der Gebrauchtkauf eines Objektivs der 500-1000-€-Spanne oft relevanter als ein Neukauf dieser Kategorie.

Der französische Gebrauchtmarkt (MPB, Phox, autorisierte Händler) bietet regelmäßig Objektive mit optischem Score über 8,5/10 in dieser Preisklasse an.

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Panasonic Lumix G 42 5MM F 1 7Nikon Nikkor Z 50mm F 1 8 SVergleich ansehen
500 bis 1000 €

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis des Katalogs

Die Spanne 500 bis 1000 € konzentriert die besten Werte des Katalogs. Das Voigtländer APO-Lanthar 35mm f/2 ASPH. M-Mount (9,4/10, 999 €) ist das optisch am besten bewertete manuelle Objektiv dieser Spanne, mit einer von OpticalLimits als nahezu null gemessenen chromatischen Aberrationskorrektur.

  • Das Fujifilm XF 18mm f/1.4 R LM WR (9,3/10, 999 €) ist die beste AF-Weitwinkeloptik der Spanne, mit vollständiger Wetterfestigkeit und leisem LM-Antrieb.
  • Das Panasonic Lumix S 14-28mm f/4-5.6 Macro (9,2/10, 999 €) ist der unter 1000 € am besten bewertete Weitwinkel-Zoom aller Bajonette.
  • Das Fujifilm XF 56mm f/1.2 R WR (8,8/10, 999 €) ergänzt den Fujifilm-X-Katalog in der lichtstarken Portrait-Brennweite.
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Voigtlander 35mm F 2 APO Lanthar Asph MFujifilm XF 18mm F 1 4 R LM WRPanasonic Lumix S 14 28mm F 4 5 6 MacroFujifilm XF 56mm F 1 2 R WRVergleich ansehen
1000 bis 2500 €

Zugängliche Profi-Optiken: hoher optischer Score, kontrolliertes Gewicht

  • Die Spanne 1000 bis 2500 € umfasst Mittelklasse-Profi-Objektive mit optischen Scores in der Regel über 8,7/10.
  • Das Fujifilm GF 30mm f/3.5 R WR (9,1/10, 1799 €) ist die Weitwinkel-Referenz des GFX-Systems, mit einer der besten gemessenen Randschärfen des Katalogs.
  • Das Zeiss E 85mm f/1.8 (9,0/10, 1008 €) ist das optisch am besten bewertete Portrait-Festbrennweite unter 1100 € auf Sony E.
  • Das Sigma 50mm f/1.2 DG DN Art (8,9/10, 1599 €) bietet eine f/1.2-Blende auf Sony E und L-Mount zu einem um 1000 € niedrigeren Preis als vergleichbare Hersteller-Objektive.
  • Das Sigma 70-200mm f/2.8 DG DN OS Sports (8,7/10, 1599 €) ist der zugänglichste Sport-Zoom des Katalogs mit integrierter OS-Stabilisierung.
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Fujifilm GF 30mm F 3 5 R WRZeiss E 85mm F1 8Sigma 50mm F 1 2 DG DN ARTSigma 70 200mm F 2 8 DG DN OS SportsVergleich ansehen
Über 2500 €

Referenzoptiken: maximale Scores, langfristige Investition

Jenseits von 2500 € erreichen die Objektive die höchsten optischen Scores des Katalogs und integrieren die fortschrittlichsten Technologien (interner TC, linearer Multi-Gruppen-AF, verstärkte Wetterfestigkeit).

  • Das Nikon NIKKOR Z 600mm f/4 TC VR S (9,7/10, 17499 €) ist das Objektiv mit dem höchsten optischen Score des Katalogs, mit einem internen 1,4x-Telekonverter und einer VR-Stabilisierung von 6 Blenden.
  • Das Fujifilm GF 500mm f/5.6 R LM OIS WR (9,5/10, 3999 €) ist der zugänglichste Einstieg dieser Spanne, mit einem exzellenten Gewichts-Reichweiten-Verhältnis auf dem GFX-System.
  • Das Canon RF 100-300mm f/2.8 L IS USM (9,5/10, 9999 €) ist der vielseitigste Profi-Zoom des RF-Katalogs.
  • Das Nikon NIKKOR Z 400mm f/2.8 TC VR S (9,4/10, 13999 €) ergänzt den Nikon-Z-Katalog im Super-Tele mit internem TC.
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Nikon Nikkor Z 600mm F 4 TC VR SFujifilm GF 500mm F 5 6 R LM OIS WRCanon RF 100 300mm F 2 8L IS USMNikon Nikkor Z 400mm F 2 8 TC VR SVergleich ansehen
Achtung

Fallstricke beim Kauf

Diese fünf Fehler kehren regelmäßig in den Rückmeldungen zu Käufen wieder. Jeder hat einen messbaren Einfluss auf die Zufriedenheit bei der Nutzung oder auf den Wiederverkaufswert.

  • 1

    Nicht antizipierte variable Blende : ein 100-400mm f/4.5-5.6-Zoom verliert 1,3 Blenden zwischen 100mm und 400mm, was bei 400mm ein doppelt so hohes ISO wie bei 100mm für dieselbe Verschlusszeit erfordert.

  • 2

    In Video ignoriertes Fokus-Breathing : ein Objektiv, dessen effektive Brennweite um mehr als zwischen Fokussierung auf 0,3 m und Unendlich variiert, erzeugt einen beim Schnitt sichtbaren Zoom-Effekt, der in der Nachbearbeitung ohne Beschnitt nicht korrigierbar ist.

  • 3

    Mit dem AF-Adapter inkompatibles Bajonett : Nikon-AF-D-Objektive mit Schraubenantrieb profitieren nicht vom AF über den FTZ-II-Adapter an Nikon-Z-Gehäusen, im Gegensatz zu AF-S und AF-P.

  • 4

    Unterschätztes Gewicht : ein 1500 g schweres Objektiv, das einen Aufnahmetag lang getragen wird, stellt eine reale körperliche Belastung dar; das Sigma 105mm f/1.4 DG HSM Art wiegt 1115 g ohne Gehäuse.

  • 5

    Gebrauchtkauf ohne Prüfung der Randschärfe : ein Objektiv mit optischer Dezentrierung (eine leicht versetzte Linsengruppe) kann im Zentrum korrekte Schärfe zeigen, jedoch einen Abfall von 30 bis 40 % am Rand, der nur auf einem Testchart erkennbar ist.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Welches Objektiv sollte man zuerst kaufen?

Die Antwort hängt von Ihrem Bajonett und Ihrem Haupt-Anwendungsfall ab.

  • Auf Sony E ist das Sony FE 85mm f/1.8 (9,4/10) das erste Festbrennweite, das nach dem Kit gekauft werden sollte: es deckt Portrait, Street und wenig Licht zu einem vernünftigen Preis ab.
  • Auf Nikon Z ist das Nikon Nikkor Z 50mm f/1.8 S (9,2/10) die Standard-Brennweiten-Referenz.
  • Auf Fujifilm X ist das Fujifilm XF 56mm f/1.2 R WR (8,8/10, 999 €) die erste lichtstarke Festbrennweite, die in Betracht gezogen werden sollte.

Das Auswahlkriterium ist einfach: wählen Sie die Brennweite, die Sie mit Ihrem Kit-Zoom am häufigsten verwenden, und kaufen Sie dann die entsprechende Festbrennweite. Sie gewinnen sofort an Lichtstärke und Schärfe.

Sollte man zum Einstieg eine Festbrennweite oder einen Zoom wählen?

Ein Zoom ermöglicht es, mehrere Brennweiten zu erkunden, bevor man entscheidet, welche der eigenen Vision entspricht. Eine Festbrennweite erzwingt eine Disziplin beim Einrahmen, die den Fortschritt beschleunigt. Beide Ansätze sind valide. Wenn Sie Anfänger sind und noch nicht wissen, welche Brennweite Ihnen liegt, beginnen Sie mit dem mit Ihrem Gehäuse gelieferten Kit-Zoom.

Analysieren Sie Ihre EXIF-Metadaten nach 3 Monaten Praxis: die Brennweite, die Sie am häufigsten verwenden, ist die, für die Sie eine Festbrennweite kaufen sollten. Wenn 70 % Ihrer Fotos bei 35mm aufgenommen werden, kaufen Sie eine 35mm-Festbrennweite. Wenn sie gleichmäßig verteilt sind, ist ein Profi-Zoom f/2.8 besser geeignet.

Sigma oder Tamron gegenüber dem Hersteller, lohnt es sich?

Das hängt vom Anwendungsfall und vom Budget ab. Das Sigma 70-200mm f/2.8 DG DN OS Sports (8,7/10, 1599 €) kostet 1300 € weniger als das Sony FE 70-200mm f/2.8 GM OSS II (9,2/10, 2899 €) bei einer Differenz von 0,5 Punkten im optischen Score. Für den Amateur- oder Semiprofi-Einsatz ist der optische Unterschied in der Praxis nicht wahrnehmbar.

Für den professionellen Einsatz mit Anforderungen an AF-Zuverlässigkeit unter schwierigen Bedingungen und Wiederverkaufswert bleibt das Hersteller-Objektiv vorzuziehen. Der Wiederverkauf eines Drittanbieter-Objektivs verliert im Durchschnitt 15 bis 20 % mehr als ein Hersteller-Objektiv nach 3 Jahren Nutzung.

Ein 50mm f/1.8 auf APS-C, welches Äquivalent im Vollformat?
  • Auf einem APS-C-Sensor von Sony oder Nikon (Faktor 1,5x) entspricht ein 50mm 75mm im Vollformat-Bildwinkel.
  • Auf einem APS-C von Canon (Faktor 1,6x) entspricht es 80mm.
  • Auf Fujifilm X (Faktor 1,5x), ebenso: 75mm.
  • Die effektive Blende in Bezug auf Schärfentiefe wird ebenfalls beeinflusst: ein 50mm f/1.8 auf APS-C erzeugt eine Schärfentiefe äquivalent zu einem 75mm f/2.7 Vollformat.

Die auf den Sensor übertragene Lichtmenge bleibt identisch (gleicher f-Stopp), die Motivisolierung ist jedoch weniger ausgeprägt als bei einem echten 75mm f/1.8 Vollformat.

Kumuliert sich OIS- und IBIS-Stabilisierung?

Ja, unter Bedingungen. Die OIS+IBIS-Synchronisation ist bei nativen Kombinationen wirksam: Sony-G-Master-Objektiv an Sony-Alpha-Gehäuse, Nikon-Z-VR-S-Objektiv an Nikon-Z-Gehäuse, OM-System-Pro-Objektiv an OM-System-Gehäuse. Die kombinierte Kompensation kann bei den neuesten Systemen 7 bis 8 Blenden erreichen.

Bei einem Drittanbieter-Objektiv (Sigma, Tamron) ist die Synchronisation nicht immer garantiert: IBIS funktioniert, OIS funktioniert, sie können jedoch unabhängig voneinander arbeiten, anstatt koordiniert, wodurch die Gesamteffizienz reduziert wird. Prüfen Sie die spezifische Gehäuse-Objektiv-Kompatibilität in den Firmware-Hinweisen.

Welche Blende für Portrait wählen?

Die optimale Blende für Portrait hängt von der Brennweite und der Aufnahmedistanz ab. Bei einem 85mm Vollformat bei 3 Metern ergibt f/1.4 eine Schärfentiefe von etwa 6 cm: die Augen sind scharf, die Ohren beginnen, aus der Schärfeebene herauszutreten.

Bei f/2 beträgt die Schärfentiefe 10 cm. Bei f/2.8 erreicht sie 15 cm.

Für ein Ganzkörper-Portrait ist f/4 bis f/5.6 oft besser geeignet, um den gesamten Körper in der Schärfeebene zu halten. Die maximale Blende ist nicht immer die beste Blende. Sie dient der Isolierung des Motivs, nicht der systematischen Verwendung.

Wie viele Brennweiten sollte man wirklich besitzen?

Die ehrliche Antwort lautet zwei oder drei, um die Mehrheit der Situationen abzudecken. Ein Weitwinkel (24-35mm), eine Standard-Brennweite (50mm) und ein Portrait/Tele (85-135mm) decken 90 % der gängigen Anwendungsfälle ab.

Die Anhäufung von Objektiven ist oft durch den Wunsch motiviert, keine Situation zu verpassen, doch in der Praxis kommen Fotografen, die über einen längeren Zeitraum mit einer einzigen Festbrennweite arbeiten, schneller voran als diejenigen, die ständig die Optik wechseln.

Wenn Sie zwischen zwei Brennweiten schwanken, wählen Sie die kürzere: sie ist vielseitiger und Sie können in der Nachbearbeitung beschnitten, was Sie in der anderen Richtung nicht tun können.

Gebraucht-Objektiv: worauf achten?

Vier Kontrollpunkte sind unerlässlich. Erstens prüfen Sie die Randschärfe auf einem Chart bei voller Öffnung: eine optische Dezentrierung zeigt sich durch einen asymmetrischen Abfall der Schärfe zwischen linkem und rechtem Rand.

Zweitens prüfen Sie den Zoom- oder Fokusring: übermäßiges mechanisches Spiel deutet auf Verschleiß der Nocken hin. Drittens inspizieren Sie die optischen Elemente bei streifendem Licht: interne Staubpartikel sind normal und ohne Einfluss auf das Bild, Pilze (organische Flecken) jedoch beeinträchtigen den Kontrast.

Viertens prüfen Sie die Anzahl der AF-Auslösungen über die EXIF-Metadaten, wenn der Verkäufer Originalfotos liefern kann. Ein AF-Objektiv mit mehr als 100 000 Auslösungen birgt ein erhöhtes Risiko eines Antriebsausfalls.

Warum ist mein Zoom weniger scharf als meine Festbrennweite?

Ein Zoom muss die optische Korrektur über einen gesamten Brennweitenbereich aufrechterhalten. Dies erfordert mehr optische Elemente (manchmal 18 bis 22 Elemente gegenüber 8 bis 12 bei einer Festbrennweite), unterschiedliche Korrekturkompromisse je nach Brennweite und eine komplexere optische Formel.

Das Ergebnis ist eine weniger perfekte Korrektur bei jeder einzelnen Brennweite als bei einer für eine einzige Brennweite optimierten Festbrennweite. Bei f/2.8 ist ein Profi-Zoom wie das Nikon Z 24-70mm f/2.8 S II (9,0/10) exzellent, doch eine 50mm f/1.8 S (9,2/10) übertrifft ihn bei gleicher Blende in der Schärfe.

Der Unterschied verringert sich bei f/5.6-f/8, wo beide Objektivtypen zu ihren optimalen Leistungen konvergieren.

Vollformat-Objektiv auf APS-C, funktioniert das?

Ja, mit Vor- und Nachteilen. Ein Vollformat-Objektiv an einem APS-C-Gehäuse nutzt nur das Zentrum der optischen Projektion, wo die Korrektur in der Regel am besten ist. Vignettierung und Randaberrationen des Vollformats verschwinden.

Die effektive Brennweite wird mit dem Crop-Faktor (1,5x oder 1,6x) multipliziert. Ein 85mm f/1.4 Vollformat wird zu einem 127mm f/1.4 im Bildwinkel auf APS-C Sony: hervorragend für enges Portrait. Der Nachteil ist das Gewicht und die Abmessungen eines Vollformat-Objektivs an einem kompakteren APS-C-Gehäuse.

Die Kombination ist mechanisch kompatibel auf den Bajonetten Sony E, Fujifilm X (über Adapter) und Nikon Z (über FTZ).

E-E-A-T

Unsere Methode und unsere Quellen

Das Camera-Duel-Scoring basiert auf vier unabhängigen Datenquellen, die für jedes Objektiv des Katalogs abgeglichen werden.

DXOMark liefert die instrumentellen Messungen von Schärfe (P-Mpix), Lichttransmission (T-Stop), Vignettierung (EV bei voller Öffnung) und chromatischen Aberrationen. Diese Messungen werden auf einem optischen Prüfstand mit einem kalibrierten Referenzsensor durchgeführt. Sie ermöglichen objektive Vergleiche zwischen Objektiven unterschiedlicher Marken, unabhängig von den Aufnahmebedingungen. Der Camera-Duel-optische Score integriert diese vier Messungen mit einer Gewichtung: 40 % für Schärfe, 25 % für Transmission, 20 % für Vignettierung und 15 % für chromatische Aberrationen.

Lensfun ist eine Open-Source-Datenbank von optischen Korrekturprofilen, die von den RAW-Entwicklungsprogrammen Darktable, RawTherapee und digiKam verwendet wird. Sie liefert die Koeffizienten von Verzeichnung und Vignettierung, gemessen an realen Bildern, als Ergänzung zu den DXOMark-Messungen. Diese Profile ermöglichen die Überprüfung der Konsistenz zwischen instrumentellen Messungen und Feldergebnissen.

OpticalLimits veröffentlicht detaillierte Feldtests mit Schärfemessungen pro Blende und Zone (Zentrum, Rand, Ecke), Bewertungen von Verzeichnung und Vignettierung sowie qualitative Beobachtungen zu Bokeh und Flare. Diese Daten dienen der qualitativen Kontrolle der aus DXOMark berechneten Scores.

Die Hersteller-Datenblätter (Canon, Nikon, Sony, Fujifilm, OM System, Panasonic, Sigma, Tamron, Voigtländer) liefern die Daten zu Gewicht, Abmessungen, Anzahl der Blendenlamellen, AF-Antriebstyp, Anzahl der Dichtpunkte und minimalem Abbildungsmaßstab. Diese Daten werden bei Abweichungen gegen die von unabhängigen Testern veröffentlichten Messungen verifiziert.

Die Datenbank wird bei jeder neuen, in DXOMark verfügbaren Referenz aktualisiert, in der Regel 4 bis 8 Wochen nach der kommerziellen Verfügbarkeit des Objektivs. Preise werden monatlich bei den wichtigsten autorisierten europäischen Händlern erhoben. Die Wert-Scores werden bei jeder Preisaktualisierung neu berechnet.