
OM System
OM-1 Mark II
2024

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OM-5 Mark II
2024
OM System OM-1 Mark II vs OM-5 Mark II: Welches rechtfertigt seinen Preis im Jahr 2026?
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OM System OM-1 Mark II

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OM System OM-5 Mark II

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Das Urteil in Kürze
Der OM-1 Mark II dominiert in fast allen technischen Aspekten; der OM-5 Mark II behauptet sich nur, wenn Gewicht und Budget absolute Einschränkungen darstellen.
Die beiden Gehäuse teilen sich dieselbe Micro-Four-Thirds-Bajonett, denselben Jahrgang 2024 und dieselbe Auflösung von 20,4 Megapixel. Auf dem Papier wirkt der Vergleich eng. In der Praxis ist er es nicht.
Der OM-1 Mark II ist das Flaggschiff von OM System. Er verfügt über einen stacked CMOS-Sensor, eine elektronische Serienbildgeschwindigkeit von 120 fps, einen AF mit 1 053 Punkten und eine Stabilisierung von 8,5 Blendenstufen. Der Einführungspreis liegt bei 2 399 USD. Es handelt sich um ein Gehäuse für Fotografen, die keine Kompromisse bei der Leistung eingehen möchten.
Der OM-5 Mark II positioniert sich im Mittelklasse-Segment. Er basiert auf einem konventionellen CMOS-Sensor, einer elektronischen Serienbildgeschwindigkeit von maximal 30 fps und einem AF mit 121 Punkten. Der Einführungspreis beträgt 1 199 USD, also genau die Hälfte. Er richtet sich an Reise- und Straßenfotografen, die Wert auf Diskretion und Leichtigkeit legen, mit 418 Gramm auf der Waage.
Der Abstand von 1 200 USD zwischen den beiden Gehäusen ist die erste Zahl, die man im Kopf behalten sollte. Dieses Duell ist kein Vergleich zwischen Gleichen: Es geht um die Hierarchie innerhalb der Baureihe. Was Sie hier lesen, ist die Analyse dessen, was Sie auf jeder Preisebene tatsächlich erwerben, und wann der Unterschied sich lohnt oder nicht.
Stärken im Vergleich
— Wo jede Kamera glänzt
OM System
OM-1 Mark II
Top-Vorteile
- 1053AF-Felder8,7× vs OM System OM-5 Mark II
- 102 400Erweiterte ISO max4× vs OM System OM-5 Mark II
- 120 fpsSerienbild elektronisch4× vs OM System OM-5 Mark II
- 240 fpsMax. Bilder/s (Video)2× vs OM System OM-5 Mark II
OM System
OM-5 Mark II
Top-Vorteile
- 418 gGewicht+43 % vs OM System OM-1 Mark II
- 237 Mb/sMax. Bitrate+17 % vs OM System OM-1 Mark II
Detaillierter Vergleich
— Runde für Runde, die acht Kategorien
Sensor
Autofokus
Geschwindigkeit & Serienbild
Video
Bildstabilisierung
Verarbeitung
Ergonomie & Bildschirm
Anschlüsse & Akku
Detaillierte Analyse
— Stärken, Kompromisse und ideales Profil
OM System OM-1 Mark II: was sie kann, wo sie Abstriche macht
Der stacked CMOS-Sensor des OM-1 Mark II ist das Herzstück der Kamera. Die Stacked-Technologie ermöglicht eine deutlich schnellere Sensor-Auslesung als bei einem konventionellen CMOS. Das direkte Ergebnis: eine elektronische Serienbildgeschwindigkeit von 120 fps ohne störendes Rolling-Shutter und ein RAW-Puffer von 213 Bildern. Für Sport oder Tierfotografie ist dies eine Leistung, die der OM-5 Mark II schlichtweg nicht erreichen kann.
Der AF folgt derselben Logik. Mit 1 053 Punkten gegenüber 121 beim OM-5 Mark II ist die Erkennungsdichte unvergleichbar. Die Erkennung bei schwachem Licht reicht bis -8 EV, gegenüber -2 EV beim günstigeren Modell. Die Tiererkennung ist vorhanden, was beim OM-5 Mark II nicht der Fall ist. Diese drei Punkte zusammen machen den OM-1 Mark II zu einem glaubwürdigen Werkzeug für Wildtiere und Sport, wo der OM-5 Mark II versagt.
Es gibt auch Abstriche. Das Gehäuse wiegt 599 Gramm, also 181 Gramm mehr als der OM-5 Mark II. Das ist bei einem ganzen Wandertag spürbar. Der EVF zeigt 5,76 Millionen Punkte mit einer Vergrößerung von 0,83x, was eine echte Stärke darstellt. Doch der Preis von 2 399 USD wirft eine berechtigte Frage auf: Rechtfertigen die Einsatzgebiete die Investition?
Die Stärken im Überblick:
- 120 fps elektronische Serienbildgeschwindigkeit mit Puffer für 213 RAW-Bilder.
- AF mit 1 053 Punkten, Tiererkennung, Schwachlichtgrenze bei -8 EV.
- IBIS mit 8,5 Blendenstufen und zwei SD-UHS-II-Slots.
- CIPA-Akkulaufzeit von 520 Aufnahmen gegenüber 310 beim OM-5 Mark II.
Der OM-1 Mark II ist ein Gehäuse ohne technische Schwachstellen in seiner MFT-Baureihe.
Für wen
Der OM-1 Mark II richtet sich an Fotografen, die mehrere Disziplinen ausüben und nicht zwischen Gehäusen wechseln möchten. Der Reisefotograf, der auch Wildtiere oder Sportreportagen aufnimmt, findet hier echte Vielseitigkeit. Der hybride Videofilmer schätzt die Proxy-Aufzeichnung, die externe ProRes-RAW-Unterstützung, die H.265-Profile und die 4:2:2-Unterabtastung. Der Hochzeitsfotograf profitiert vom doppelten SD-UHS-II-Slot als Sicherheitsnetz und von der 120-fps-Serie, um keinen Moment zu verpassen. Es ist auch ein Gehäuse für schwierige Bedingungen: tropentaugliche Abdichtung, IBIS mit 8,5 Blendenstufen für lange Freihandbelichtungen, native ISO ab 80.
OM System OM-5 Mark II: was sie kann, wo sie Abstriche macht
Der OM-5 Mark II baut seine Identität auf zwei Argumenten auf: Gewicht und Preis. Mit 418 Gramm ist er das leichteste tropentaugliche Gehäuse der OM-System-Baureihe. Für einen Reise- oder Straßenfotografen, der mehrere Stunden täglich läuft, ist dieser Unterschied von 181 Gramm gegenüber dem OM-1 Mark II konkret und spürbar.
Der konventionelle CMOS-Sensor teilt sich dieselbe Auflösung von 20,4 Megapixel mit dem OM-1 Mark II. Doch die Grenzen zeigen sich schnell. Die minimale native ISO liegt bei 200, gegenüber 80 beim OM-1 Mark II. Es gibt keine ISO-Erweiterung über 25 600 hinaus. Die Dynamikbereich ist in den verfügbaren verifizierten Quellen nicht angegeben, sodass ein direkter Vergleich nicht möglich ist. Die elektronische Serienbildgeschwindigkeit ist auf 30 fps begrenzt, und der RAW-Puffer ist öffentlich nicht dokumentiert.
Der AF mit 121 Punkten deckt 100 % des Sensors ab, doch die Dichte bleibt gering. Die Tiererkennung fehlt. Die Schwachlichtgrenze endet bei -2 EV, also sechs Blendenstufen über dem OM-1 Mark II. Für Straßenfotografie bei Tageslicht oder Reisen unter normalen Bedingungen reicht das aus. Für Wildtiere oder Sport ist es unzureichend.
Die einzugehenden Abstriche:
- Einzelner SD-UHS-II-Slot, Deal-Breaker für Profis.
- Elektronische Serienbildgeschwindigkeit nur 30 fps, ohne dokumentierten Puffer.
- EVF mit 2,36 Millionen Punkten und Vergrößerung 0,69x, deutlich schwächer.
- CIPA-Akkulaufzeit von 310 Aufnahmen, also 210 weniger als beim OM-1 Mark II.
Der OM-5 Mark II ist ein ehrliches Gehäuse innerhalb seiner Grenzen. Es erhebt keinen Anspruch, mit dem OM-1 Mark II in der Leistung zu konkurrieren. Es bietet einen anderen Kompromiss.
Für wen
Der OM-5 Mark II eignet sich für den leichten Reisefotografen, der hauptsächlich Landschaft, Straße und Dokumentarfotografie unter normalen Bedingungen aufnimmt. Er passt auch zu Fotografen, die von einem schwereren System wechseln und das Gesamtgewicht ihres Kits reduzieren möchten, ohne auf Tropentauglichkeit zu verzichten. Zu 1 199 USD stellt er einen vernünftigen Einstieg in das Micro-Four-Thirds-Ökosystem von OM System dar, mit Zugriff auf alle Objektive der Bajonett. Er ist nicht für Wildtiere, Sport oder professionelle Hochzeitsfotografie geeignet, wo der einzelne Slot und der begrenzte AF zu echten Hindernissen werden.
Unser Fazit
Welche kaufen, und warum
Der OM-1 Mark II gewinnt sieben der acht Runden dieses Vergleichs. Der OM-5 Mark II gewinnt nur einen Punkt: das Gewicht, mit 418 Gramm gegenüber 599 Gramm. Dieses Ergebnis spiegelt die Realität eines Duells zwischen zwei deutlich unterschiedlichen Preisklassen wider.
Die Deal-Breaker des OM-5 Mark II sind klar. Der einzelne Kartenslot ist für jeden professionellen oder semiprofessionellen Einsatz untragbar. Der AF mit 121 Punkten bei einer Schwachlichtgrenze von -2 EV und das Fehlen der Tiererkennung schließen Sport, Wildtiere und Hochzeiten bei schwierigem Licht aus. Die Akkulaufzeit von 310 Aufnahmen erfordert bereits bei einem vollen Tag Ersatzakkus.
Deal-Breaker und vergleichbare Vorteile:
- OM-1 Mark II: Doppelter SD-UHS-II-Slot, AF bei -8 EV, 120 fps Serie, Puffer für 213 RAW-Bilder.
- OM-5 Mark II: Einzelner Slot, AF bei -2 EV, 30 fps Serie, Puffer nicht dokumentiert.
- Der Preisunterschied beträgt 1 200 USD zum Einführungspreis, also genau den Preis des OM-5 Mark II.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis verdient eine nuancierte Betrachtung. Zu 2 399 USD ist der OM-1 Mark II teuer. Doch auf dem Gebrauchtmarkt im Jahr 2026 sind die ersten OM-1-Generationen (2022) zu deutlich niedrigeren Preisen erhältlich und teilen einen großen Teil des technischen Erbguts. Wenn das Budget die Hauptbeschränkung ist, lohnt sich diese Option vor einem Rückgriff auf den OM-5 Mark II.
Das Urteil ist eindeutig: Wählen Sie den OM-1 Mark II, wenn Sie den Preis verkraften können. Der Unterschied von 1 200 USD kauft einen stacked Sensor, einen AF, der sechs Blendenstufen empfindlicher ist, eine viermal schnellere Serienbildgeschwindigkeit und einen doppelten Slot. Das ist für einen aktiven Fotografen kein Luxus, sondern ein funktionaler Unterschied. Der OM-5 Mark II ergibt nur dann Sinn, wenn das Gewicht eine absolute Einschränkung darstellt und die Einsatzgebiete streng auf Reise- und Straßenfotografie bei Tageslicht beschränkt sind.
Häufige Fragen
Vor dem Kauf — was wir oft gefragt werden
Rechtfertigt sich der Abstand von 1 200 USD zwischen den beiden Gehäusen wirklich?
Ja, wenn Ihre Einsatzgebiete über normale Reisefotografie hinausgehen. Der OM-1 Mark II bringt einen stacked CMOS-Sensor, eine elektronische Serienbildgeschwindigkeit von 120 fps gegenüber 30 fps, einen AF mit 1 053 Punkten gegenüber 121, eine Schwachlichtgrenze von -8 EV gegenüber -2 EV, einen doppelten SD-UHS-II-Slot und eine Akkulaufzeit von 520 Aufnahmen gegenüber 310. Wenn Sie ausschließlich Straße und Landschaft bei Tageslicht fotografieren, ist der Abstand schwer zu rechtfertigen. In allen anderen Fällen lohnt er sich.
Welches Gehäuse wählen Sie für Hochzeitsfotografie?
Den OM-1 Mark II ohne Zögern. Der doppelte SD-UHS-II-Slot ist eine Voraussetzung für jeden Profi: Der Verlust einer Karte bei einer Hochzeit ist ein nicht wiedergutzumachender Fehler. Die 120-fps-Serie und der AF mit 1 053 Punkten sowie menschlicher Augenerkennung garantieren eine zuverlässige Schärfe auf entscheidende Momente bei schwierigem Licht. Der OM-5 Mark II mit seinem einzelnen Slot und dem auf -2 EV begrenzten AF ist für diesen Einsatz nicht geeignet.
Reicht der OM-5 Mark II für Reisefotografie aus?
Für die Mehrheit der Reisefotografen ja. Die Tropentauglichkeit ist bei beiden Gehäusen vorhanden. Der IBIS mit 7,5 Blendenstufen deckt die Anforderungen in Innenräumen oder bei schwachem Umgebungslicht weitgehend ab. Die 418 Gramm sind ein echter Vorteil bei mehrtägigen Wanderungen. Die Grenze zeigt sich, sobald die Reise Wildtiere oder Sport einschließt: Der AF mit 121 Punkten und die Grenze bei -2 EV reichen dann nicht mehr aus. Für urbane oder Landschaftsreisen ist der OM-5 Mark II eine stimmige Wahl.
Welches Gehäuse wird in ein paar Jahren besser altern?
Der OM-1 Mark II. Der stacked CMOS-Sensor bleibt eine überlegene Technologie hinsichtlich Auslesegeschwindigkeit und Schwachlichtleistung. Die 120-fps-Serie mit Puffer für 213 RAW-Bilder und der doppelte SD-UHS-II-Slot sind Merkmale, die ihre Relevanz über die Zeit behalten. Der OM-5 Mark II mit konventionellem CMOS-Sensor und einzelnem Slot wird gegenüber der Konkurrenzentwicklung stärker veralten. Das Micro-Four-Thirds-Ökosystem ist ausgereift und stabil, was beide Gehäuse optisch schützt.
Holt die Video-Performance des OM-5 Mark II zu der des OM-1 Mark II auf?
Teilweise. Der OM-5 Mark II zeigt eine maximale Videodatenrate von 237 Mb/s gegenüber 202 Mb/s beim OM-1 Mark II, was sein einziger messbarer Vorteil in der Videoaufnahme ist. Doch der OM-1 Mark II bietet Proxy-Aufzeichnung, externe ProRes-RAW-Unterstützung, den H.265-Codec, All-I- und Long-GOP-Modi sowie interne 4:2:2-Unterabtastung. Der OM-5 Mark II beschränkt sich auf H.264 in IPB. Für ernsthaften Videoeinsatz bleibt der OM-1 Mark II deutlich überlegen, trotz der leicht niedrigeren Datenrate.