challenger A
Sony α6700

Sony

α6700

2023

VS
challenger B
Sony α7C II

Sony

α7C II

2023

Sony α6700 vs. Sony α7C II: APS-C-Allrounder oder kompaktes Vollformat – welches verdient Ihr Budget?

Visuelle Übersicht

In 5 Sekunden lesbar

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6,4/ 10
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Sony

α6700

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Sony

α7C II

Sony α6700Sony α7C II

Das Urteil in Kürze

Die α6700 ist die rationale Wahl für Video und Mobilität; die α7C II setzt sich durch, sobald schlechtes Licht und Stabilisierung vor dem Preis stehen.

Sony hat diese beiden Gehäuse 2023 lanciert, in einem Abstand von wenigen Monaten. Beide teilen den E-Mount, denselben Sucher 2,36 M-Punkte, denselben variowinkeligen Touchscreen und identische Wetterabdichtung. Auf dem Papier wirkt die Familie eng verwandt. Tatsächlich spiegelt der Preisunterschied von 802 USD beim Launch (1 398 USD gegenüber 2 200 USD) einen echten philosophischen Unterschied wider.

Die α6700 ist das ausgereifteste APS-C-Gehäuse, das Sony bisher produziert hat. Sie erbt den BIONZ-XR-Prozessor und die KI-Motiverkennung der α7 IV und α7R V in einem Gehäuse von 493 g. Sie richtet sich an Reisefotografen, mobile Videografen und Kreative, die ein kompaktes Werkzeug wollen, ohne auf Leistung zu verzichten.

Die α7C II ist ein anderes Konzept. Ihr Vollformatsensor mit 33 Megapixeln, 11,7 EV Dynamikumfang und 7 Stufen IBIS positioniert sie als vielseitigen Hybrid für Porträt, anspruchsvolle Reisen und Video bei schwierigem Licht. Ihr Format bleibt der α6700 verblüffend ähnlich, was den Vergleich auf den ersten Blick erschwert.

Dieser Vergleich beantwortet vier konkrete Fragen: Rechtfertigt der Vollformatsensor den Preisaufschlag? Ist der Video-Vorsprung der α6700 entscheidend? Welches Gehäuse hält in der Dunkelheit besser durch? Und welches altert besser in dem expandierenden Sony-E-Ökosystem?

Stärken im Vergleich

Wo jede Kamera glänzt

Sony

α6700

Top-Vorteile

  • 120 fpsMax. Bilder/s (Video)2× vs Sony α7C II
  • 59RAW-Puffer+34 % vs Sony α7C II
  • 11 fpsSerienbild mechanisch+10 % vs Sony α7C II
  • 11 fpsSerienbild elektronisch+10 % vs Sony α7C II

Sony

α7C II

Top-Vorteile

  • 204 800Erweiterte ISO max2× vs Sony α6700
  • 51 200Native ISO max1,6× vs Sony α6700
  • 33 MPMegapixel+27 % vs Sony α6700
  • 7 stopsIBIS-Wirkung+40 % vs Sony α6700

Video- Tests

Ausführliche Tests

Sony α6700

Sony a6700 Review: The New Value Champion!

Gerald Undone · 12 min

Sony α7C II

Detaillierter Vergleich

Runde für Runde, die acht Kategorien

Runde 1

Sensor

Sieger: Sony α7C II
SpezifikationSony α6700Sony α7C II
Sensorformat
APS-C
Full Frame
Sensortyp
BSI-CMOS
BSI-CMOS
Megapixel
26 MP
33 MP
Sensorgröße
23 × 15.5 mm
35.6 × 23.8 mm
Native ISO min
100
100
Native ISO max
32 000
51 200
Erweiterte ISO max
102 400
204 800
Dynamikumfang (EV)
11 EV
11.7 EV
Runde 2

Autofokus

Sieger: Sony α7C II
SpezifikationSony α6700Sony α7C II
AF-Felder
759
759
AF-Abdeckung
94 %
94 %
Augen-AF (Mensch)
Oui
Oui
Augen-AF (Tier)
Oui
Oui
AF Schwachlicht (EV)
-3 EV
-4 EV
Runde 3

Geschwindigkeit & Serienbild

Sieger: Sony α6700
SpezifikationSony α6700Sony α7C II
Serienbild mechanisch
11 fps
10 fps
Serienbild elektronisch
11 fps
10 fps
RAW-Puffer
59
44
Max. Verschlusszeit
1/8000
1/8000
Runde 4

Video

Sieger: Sony α6700
SpezifikationSony α6700Sony α7C II
Max. Videoauflösung
4K
4K
Max. Bilder/s (Video)
120 fps
60 fps
Max. Bitrate
600 Mb/s
600 Mb/s
Video-Codecs
XAVC HS, XAVC S, XAVC S-I, H.265, H.264
XAVC HS, XAVC S, XAVC S-I, H.265, H.264
Aufnahmemodi
All-I, Long-GOP
All-I, Long-GOP
Chroma-Subsampling
4:2:0, 4:2:2
4:2:0, 4:2:2
Farbtiefe
10-bit
10-bit
Log-Profil
Oui
Oui
Log-Profile
S-Log3, S-Cinetone, HLG
S-Log3, S-Cinetone, HLG
Internes RAW
Non
Non
Externes RAW
4K-Crop
Oversampling
Oui
Oui
Open Gate
Non
Non
Anamorphes Desqueeze
1.3x
1.3x, 2.0x
LUT-Unterstützung
user LUTs, in-camera LUT preview
user LUTs, in-camera LUT preview
Monitoring-Tools
waveform, histogram, zebras
waveform, vectorscope, histogram, zebras
Aktive Kühlung
Non
Non
Unbegrenzte Aufnahme
Oui
Oui
Dual Native ISO
Non
Non
Proxy-Aufnahme
Oui
Oui
XLR-Eingang
Non
Non
32-Bit-Float-Audio
Non
Non
Genlock + Timecode
Non
Non
Runde 5

Bildstabilisierung

Sieger: Sony α7C II
SpezifikationSony α6700Sony α7C II
Sensor-Bildstabilisator
Oui
Oui
IBIS-Wirkung
5 stops
7 stops
Runde 6

Verarbeitung

SpezifikationSony α6700Sony α7C II
Wetterschutz
Oui
Oui
Zwei Kartenfächer
Non
Non
Kartentypen
SD UHS-II
SD UHS-II
Runde 7

Ergonomie & Bildschirm

Sieger: Sony α6700
SpezifikationSony α6700Sony α7C II
Gewicht
493 g
514 g
Abmessungen
122.0 x 69.0 x 75.1
124.0 x 71.1 x 63.4
Suchertyp
EVF
EVF
Sucherauflösung
2.36 M dots
2.36 M dots
Suchervergrößerung
0.7×
0.7×
Bildschirmgröße
3″
3″
Bildschirmauflösung
1.04 M dots
1.04 M dots
Bildschirm-Mechanik
vari-angle
vari-angle
Touchscreen
Oui
Oui
Runde 8

Anschlüsse & Akku

Sieger: Sony α6700
SpezifikationSony α6700Sony α7C II
Akkulaufzeit (CIPA)
570 clichés
560 clichés
USB-Typ
USB-C 3.2 Gen1 (5 Gbps)
USB-C 3.2 Gen1 (5 Gbps)
HDMI-Typ
Micro (Type D)
Micro (Type D)
WLAN
Oui
Oui
Bluetooth
Oui
Oui

Detaillierte Analyse

Stärken, Kompromisse und ideales Profil

Sony α6700: was sie kann, wo sie Abstriche macht

Die α6700 trägt einen BSI-CMOS-APS-C-Sensor mit 26 Megapixeln und 11 EV Dynamikumfang (gemessen bei 100 ISO). Das reicht für A2-Ausdrucke und aggressives Recken in der Nachbearbeitung. Die Pixeldichte auf 23 x 15,5 mm sorgt für eine effektive Brennweitenverlängerung von 1,5x, nützlich für Wildlife oder Sport mit günstigen Objektiven.

Bei der Geschwindigkeit macht die α6700 den Unterschied:

  • 11 fps mechanisch und elektronisch in Serie gegenüber 10 fps bei der α7C II.
  • RAW-Buffer von 59 Bildern gegenüber 44 beim Rivalen.
  • 4K-Video mit 120 fps nativ ohne Crop, gegenüber maximal 60 fps bei der α7C II.

Diese Kombination aus Serie, Buffer und Hochgeschwindigkeitsvideo ist das wahre Argument der α6700. 4K/120p erlaubt x5-Zeitlupe im Schnitt ohne Interpolation. Eine Spezifikation, die die α7C II nicht erreichen kann und die allein den APS-C-Wahl für Slow-Motion-Videografen rechtfertigt.

Die Kompromisse sind real. Der IBIS liegt bei 5 Stufen gegenüber 7 bei der α7C II. Praktisch spürt man das freihändig unter 1/15 s. Der native ISO-Maximum stoppt bei 32 000 (erweiterbar auf 102 400), eine Stufe unter der α7C II. Der AF bei schlechten Licht bis -3 EV gegenüber -4 EV. Keiner dieser Punkte ist ein Ausschlusskriterium für den Tag oder kontrolliertes Licht, aber sie wiegen, sobald die Bedingungen kippen.

Ein weiterer Punkt: Nur ein SD-UHS-II-Kartenslot. Das ist ein No-Go für Profis, die Redundanz bei Hochzeiten oder Reportagen brauchen. Die α7C II hat denselben Makel, also kein Differenzierungsmerkmal, aber es muss im Kopf bleiben.

Für wen

Die α6700 passt zum Reisefotografen, der ein leichtes Gehäuse (493 g) sucht, das Foto und Video ohne große Kompromisse abdeckt. Sie eignet sich auch für den freien Videografen, der 4K/120 fps für Zeitlupe nutzt, oder den Content-Creator, der unterwegs mit begrenztem Budget dreht. In der Foto ist sie ideal für Porträtisten bei natürlichem Licht und Street-Fotografen, die Diskretion über Low-Light-Performance stellen. Sie ist nicht für Profi-Reportagen mit Doppelslot oder sehr dunkle Umgebungen gemacht, wo die α7C II überlegen ist.

Sony α7C II: was sie kann, wo sie Abstriche macht

Die α7C II basiert auf einem BSI-CMOS-Vollformatsensor mit 33 Megapixeln und 11,7 EV Dynamikumfang (bei 100 ISO). Der 0,7 EV-Vorsprung in der Dynamik gegenüber der α6700 wirkt gering, bedeutet aber bessere Recovery in den Lichtern aus RAW. Die Sensorfläche (35,6 x 23,8 mm) erzeugt bei gleicher Brennweite und Blende stärkeren Bokeh, ein konkretes Plus für Porträts.

Die Stärken der α7C II konzentrieren sich auf drei Specs:

  • Native ISO-Maximum 51 200 gegenüber 32 000 der α6700, eine Stufe mehr vor Erweiterung.
  • IBIS 7 Stufen gegenüber 5 Stufen, spürbar freihändig unter 1/15 s.
  • Low-Light-AF bis -4 EV gegenüber -3 EV, nützlich in unbeleuchteten Innenräumen.

Diese drei Vorteile zielen auf einen Einsatz: Fotografie bei Lichtmangel. Bei nächtlichen Reisen, dunklen Hochzeitssälen oder Ambiance-Porträts bietet die α7C II eine Sicherheitsreserve, die die α6700 nicht liefern kann.

Die Kompromisse sind ebenfalls real. Serie max. 10 fps mit 44 RAW-Bildern Buffer gegenüber 11 fps und 59 Bildern bei der α6700. Video bis 60 fps in 4K, kein natives x5-Slow-Motion. Das Gewicht von 514 g ist etwas höher, und das Gehäuse dünner (63,4 mm Tiefe gegenüber 75,1 mm), was mit großen Objektiven die Handhabung weniger natürlich macht.

Das Vollformat-Objektiv-Ökosystem von Sony ist reif und dicht. Ein langfristiger Vorteil, auch wenn native E-APS-C-Objektive den Alltag abdecken.

Für wen

Die α7C II richtet sich an Fotografen, die Bildqualität bei schlechten Licht an erste Stelle setzen. Sie passt zum Porträtisten bei natürlichem oder Ambiance-Licht, zum Hochzeitsfotografen, der solo ohne Kartenredundanz arbeitet (der einzelne Slot bleibt eine geteilte Limit), und zum Reisenden, der nachts oder bei Kunstlicht fotografiert. Der IBIS mit 7 Stufen macht sie auch robust für Langzeitbelichtung freihändig. In Video deckt sie Alltagsbedarf bis 4K/60 fps ab, ist aber falsch, wenn Hochgeschwindigkeits-Zeitlupe zentral im Workflow ist.

Unser Fazit

Welche kaufen, und warum

Der Zweikampf reduziert sich auf zwei direkte Fragen. Fotografieren Sie viel bei schlechten Licht oder in dunklen Innenräumen? Machen Sie Slow-Motion-Video? Je nach Antwort ist die Wahl klar.

Für Video und Mobilität ist die α6700 der bessere Kauf. Ihr natives 4K/120 fps ohne Crop ist eine Spezifikation, die die α7C II nicht hat. Ihr RAW-Buffer von 59 Bildern und 11 fps Serie machen sie reaktiver. Zu 1 398 USD Launchpreis bietet sie ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis in der Sony-Gamme. 2026 findet man sie gebraucht oft um 900 bis 1 000 USD, was die Attraktivität steigert.

Für Foto bei schwierigem Licht setzt sich die α7C II durch. ISO nativ 51 200, IBIS 7 Stufen und AF -4 EV bilden ein stimmiges Trio für Ambiance-Porträt, nächtliche Reisen und Saalhochzeiten. Der 11,7 EV Dynamikumfang gibt Extra-Margin in RAW. Diese Vorteile rechtfertigen den Preisaufschlag, wenn Ihre Praxis darauf zentriert ist.

Die gemeinsamen Deal-Breaker der beiden Gehäuse:

  • Einzelner Kartenslot: Keines eignet sich für Profis mit Redundanz-Anspruch.
  • HDMI Micro Type D: Zerbrechlicher Anschluss, zu schützen bei intensivem Videoeinsatz.
  • Kein interner RAW: Beide teilen diese Limit für Cinema-Video.

Langfristig teilen beide den E-Mount und profitieren von gleichen Firmware-Updates und Objektivkatalog. Die α7C II hat einen leichten Strukturvorteil durch Vollformat, das besser Wert hält und volle Auflösung bei G-Master-Objektiven entfaltet.

Meine persönliche Meinung aus Praxis in Reisen und harten Bedingungen: Wenn Sie noch zögern, kaufen Sie die α6700 und stecken die 802 USD Differenz in ein Objektiv. Ein 16mm f/1.4 oder 70-350mm G bringt mehr als Vollformat in den meisten Fällen. Die α7C II wird erst dann die beste Wahl, wenn Sie regelmäßig unter EV 3 oder weniger fotografieren und 7 Stufen IBIS einen bewiesenen Bedarf deckt.

Häufige Fragen

Vor dem Kauf — was wir oft gefragt werden

  • Welches für die Hochzeit?

    Die α7C II ist besser für Hochzeiten geeignet. Ihr IBIS 7 Stufen und ISO nativ 51 200 erlauben Arbeit in dunklen Sälen ohne Erweiterung. Der AF bei -4 EV ist zuverlässiger bei Kerzen- oder gedimmtem Projektorlicht. Beide teilen jedoch einen einzelnen Kartenslot, ein Deal-Breaker für Profi-Hochzeitsfotografen mit Echtzeit-Redundanz. Als Profi ersetzt keines ein Doppelslot-Gehäuse wie α7 IV oder α7R V.

  • Lohnt sich der 802-USD-Unterschied?

    Nur, wenn Ihre Praxis die Vollformat-Vorteile nutzt. Die α7C II bringt 7 EV IBIS statt 5, ISO nativ 51 200 statt 32 000 und 0,7 EV mehr Dynamik. Bei Foto hauptsächlich bei natürlichem oder kontrolliertem Licht bleiben diese Vorteile theoretisch. Dann bietet die α6700 zu 1 398 USD besseres Video (4K/120 fps) und größeren Buffer (59 Bilder). Der Preisunterschied deckt ein Extra-Objektiv oder Ersatzakku.

  • Ist das 4K/120 fps der α6700 praktisch nützlich?

    Ja, bei Slow-Motion-Schnitt. Natives 4K/120 fps ohne Crop erlaubt x5-Zeitlupe bei 24 fps in der Postproduktion, ohne Verlust an Bild oder Software-Interpolation. Die α7C II stoppt bei 60 fps 4K für max. x2,5-Zeitlupe. Für Videografen mit regelmäßigen Slow-Motion-Plänen ist das ein entscheidender Vorteil der α6700. Für hybride Fotografen mit gelegentlichem Video vernachlässigbar.

  • Welches altert besser im Sony-E-Ökosystem?

    Die α7C II hält ihren Wiederverkaufswert besser. Vollformat ist die Referenz im Sony-E-Ökosystem, G-Master-Objektive darauf optimiert. Die α6700 ist das beste Sony APS-C bisher, aber native APS-C-Objektive sind in High-End weniger. Firmware-Updates gab's bei beiden seit 2023 regelmäßig. Kein direkter Nachfolger angekündigt zum Redaktionsschluss.

  • Reicht die α6700 für Profi-Porträt?

    Ja, bei kontrolliertem Licht. 26 Megapixel und 11 EV Dynamik reichen für Großformat-Druck und intensive Retusche. Bei natürlichem Licht oder Studio mit Blitz ist der Abstand zur α7C II minimal. Die α7C II gewinnt bei Ambiance- oder schwachem Naturlicht durch ISO 51 200 nativ und 7 Stufen IBIS. Bokeh ist auf Vollformat bei gleicher Blende prononcierter, ein subjektives, aber reales Kriterium für manche Porträtisten.