DJI Osmo Pocket 4P: Doppeloptik und 10-bit D-Log2 für die Pro-Version
DJI präsentiert den Osmo Pocket 4P in Cannes: zwei Objektive, 1-Zoll-Sensor und 10-bit D-Log2-Aufzeichnung auf einem Drei-Achsen-Gimbal.

DJI hat den Osmo Pocket 4P am 14. Mai 2026 beim Festival de Cannes in Frankreich offiziell vorgestellt. Die stabilisierte Taschenkamera führt erstmals ein Zwei-Objektiv-System in der Pocket-Reihe ein: einen 1-Zoll-Hauptsensor und ein 3-fach-Teleobjektiv mit einem Äquivalent von 60 mm.
Weder ein Preis noch ein Verfügbarkeitsdatum wurden bislang kommuniziert.
Der Osmo Pocket 4P erscheint weniger als einen Monat nach dem Launch des Osmo Pocket 4, der im April 2026 auf den Markt kam. DJI verfolgt eine zweistufige Strategie: zuerst eine Consumer-Version, dann eine Pro-Variante. Der Drei-Achsen-Gimbal, das drehbare 2-Zoll-Touchscreen-Display und der vierpolige Anschluss auf der Rückseite werden vom Standardmodell übernommen.
Die Positionierung richtet sich ausdrücklich an Dokumentarfilmer und unabhängige Filmemacher, eine Stufe über der üblichen Zielgruppe der Reihe aus Content-Creatorn. DJI nennt seine Plattformen Ronin und Inspire als technische Referenzen für dieses Produkt. Um diese Positionierung mit anderen kompakten Kameras auf dem Markt zu vergleichen, besuchen Sie unseren Vergleich.
Données
Wichtigste Spezifikationen
- 1-Zoll-Hauptsensor, laut Hersteller identisch mit dem des Osmo Pocket 4, im Test zu verifizieren.
- 3-fach-Teleobjektiv mit einer Äquivalentbrennweite von etwa 60 mm, Sensor laut einer Quelle (Android Authority) mit 1/1,5 Zoll angegeben, bei der offiziellen Ankündigung zu bestätigen.
- 10-bit D-Log2-Aufzeichnung, gegenüber dem Standard-D-Log des Osmo Pocket 4, für anspruchsvollere Farbkorrektur-Workflows.
- 4K-Video bis zu 120 i/s am Hauptobjektiv, gemäß den bekannten Spezifikationen der Pocket-4-Plattform.
- Drei-Achsen-Gimbal beibehalten, Gehäuse identisch mit dem Osmo Pocket 4 (144,2 x 44,4 x 33,5 mm, 190,5 g in der Standardversion).
Notre lecture
Spec → impact → verdict
Der Wechsel zu 10-bit D-Log2 ist der eigentliche Bruch gegenüber dem Osmo Pocket 4: Er eröffnet in der Postproduktion einen größeren Spielraum bei der Farbkorrektur, wo Standard-D-Log bei kontrastreichen Bedingungen an seine Grenzen stößt. Das 3-fach-Teleobjektiv mit etwa 60 mm schließt eine echte Lücke in der Reihe, die bisher auf einen digitalen 2-fach-Crop beschränkt war. Die Sensorspezifikationen des Teleobjektivs und die tatsächlich gemessene Dynamik müssen noch in einem unabhängigen Test überprüft werden. Dieses Produkt ist für mobile Videofilmer interessant, die an der fehlenden optischen Zoomstufe und dem eingeschränkten Farbkorrektur-Workflow der Pocket 4 gescheitert sind; für alle, die weder D-Log2 noch eine längere Brennweite benötigen, rechtfertigt es keinen Umstieg.