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Test · Leica · 2024

Test Leica D-Lux 8: Der Premium-Kompakt im Vergleich zu seinen Grenzen

Der D-Lux 8 richtet sich an Fotografen, die einen diskreten Kompakt mit sorgfältiger Ergonomie wünschen und den Leica-Aufpreis akzeptieren, ohne technische Spitzenleistungen zum Preis zu erwarten.

5.8/ 10
Leica D-Lux 8

Fazit

Zum Preis von 1 595 USD bietet der Leica D-Lux 8 einen MFT-Sensor mit 17 MP ohne IBIS, ohne Wetterschutz, ohne Log-Video und mit nur einem SD-Slot. Im Vergleich zum Canon PowerShot V1 zu 999 EUR mit Stacked-CMOS-Sensor, 30 fps elektronisch, 5 Blendenstufen IBIS und 4K/120p in 10 Bit hält der D-Lux 8 technisch nicht mit. Das Gehäuse rechtfertigt sich allein durch Design, Verarbeitung, analoge Bedienung und den Markenreiz von Leica. Das sind reale Kriterien, rechtfertigen aber keinen Aufpreis von 596 USD für Fotografen, die Bildleistung priorisieren. Der Gebrauchtmarkt ist hier besonders relevant: Ein D-Lux 7 liegt zwischen 700 und 900 EUR und teilt dieselbe Optik und denselben Sensor. Der rationale Käufer muss diesen Unterschied nüchtern abwägen.

5.8Note / 10

Stärken

  • Verarbeitung und analoge Ergonomie für einen Kompakt unübertroffen
  • Vario-Summilux-Objektiv f/1.7-2.8 lichtstark über den gesamten Brennweitenbereich
  • Elektronische Serienbildfunktion 11 fps mit kontinuierlichem AF, nutzbar in Street und Reportage
  • OLED-EVF mit 2 360 000 Punkten und 0,74x Vergrößerung, selten in dieser Klasse
  • Touchscreen 3 Zoll mit 1 843 200 Punkten, hervorragende Lesbarkeit
  • Akku-Laufzeit 390 Auslösungen CIPA, angemessen für einen Reisekompakt

Schwächen

  • Völliges Fehlen von IBIS: Deal-Breaker bei wenig Licht mit langer Brennweite
  • Kein Wetterschutz bei einem Reisekompakt zu 1 595 USD
  • Video limitiert: H.264 8 Bit, kein Log, keine unbegrenzte Aufnahme
  • Nur ein SD-Kartenslot: Keine Redundanz möglich
  • Nur 49 AF-Punkte, keine Tieraugenerkennung
  • MFT-Sensor 17 MP ohne nennenswerte Weiterentwicklung gegenüber dem D-Lux 7

Für wen?

  • Street- und Reisefotografen, die Diskretion, Design und analoge Ergonomie über reine Leistung stellen
  • Besitzer eines Leica-M- oder Q-Systems, die ein zweites kompaktes Gehäuse im gleichen Markenumfeld suchen
  • Fotografen, die hauptsächlich bei gutem Licht arbeiten und weder IBIS noch fortgeschrittenes Video benötigen
  • Sammler oder Liebhaber schöner Objekte, die den Leica-Aufpreis bewusst akzeptieren

Im Video

PetaPixel · 12 min 56

Leica D-Lux 8 Review: Hello Again, Old Friend!

Vorstellung: Ein Premium-Kompakt auf veralteter technischer Basis

Der D-Lux 8 erscheint 2024 als direkter Nachfolger des D-Lux 7. Er behält dieselbe Formel bei: einen Micro-Four-Thirds-Sensor in Premium-Verarbeitung mit lichtstarkem Leica-Objektiv.

Der Leica D-Lux 8 setzt die Reihe von Expert-Kompaktkameras mit MFT-Sensor fort, die Leica seit mehreren Generationen anbietet. Die Verwandtschaft mit der Panasonic LX100 II ist bekannt: gleicher 17-MP-MFT-Sensor mit 17,3 x 13 mm, gleiche Grundarchitektur. Leica ergänzt die eigene Farbverarbeitung, die Bedienoberfläche, das Vario-Summilux-Objektiv 24-75 mm äquivalent f/1.7-2.8 und eine Metallverarbeitung, die einen Teil des Aufpreises rechtfertigt. Der Einführungspreis beträgt 1 595 USD und positioniert die Kamera in einem Segment mit harter technischer Konkurrenz.

Leistung nach Anwendung Leica D-Lux 8

Nutzungsscores des Leica D-Lux 8: Stärken in Street und Reise, strukturelle Schwächen bei Video und Sport.

Die zentrale Frage lautet: Was hat Leica gegenüber dem D-Lux 7 verändert? Die ehrliche Antwort lautet: technisch wenig. Sensor und Objektiv sind identisch. Die Ergonomie wurde leicht verfeinert, die Oberfläche aktualisiert und die Konnektivität mit USB-C 3.1 Gen 1 modernisiert. Es handelt sich um ein Generations-Update, keine Neukonstruktion. Für Besitzer eines D-Lux 7 lohnt sich der Wechsel nicht. Für Erstkäufer im Leica-Kompaktbereich ist der D-Lux 8 der günstigste Einstieg der Marke, doch bei 1 595 USD muss der Begriff „zugänglich“ relativiert werden.

Wichtigste Foto-Daten
SensorMFT
Sensorgröße17.3 × 13 mm
Auflösung17 MP
SensortypCMOS
Native ISO-Bereich100 – 25000
Erweiterte ISObis zu 25000
Bildstabilisierung (IBIS)Nein
AF-Felder49
Augenerkennung (Mensch / Tier)Ja / Nein
Mechanische Serie7 fps
Elektronische Serie11 fps
Max. Verschlusszeit1/16000

Ergonomie und Design: Der unbestrittene Stärkebereich

In diesem Bereich enttäuscht der D-Lux 8 nicht. Handhabung, Materialqualität und Logik der physischen Bedienelemente entsprechen dem erwarteten Niveau.

Bauweise und Handhabung

Das Gehäuse wiegt 397 g bei Abmessungen von 130 x 69 x 62 mm. Es ist schwerer und größer als ein Ricoh GR IV (262 g) oder eine Sony ZV-1F (256 g), doch der Unterschied wird durch die Metallbauweise und das integrierte Zoomobjektiv begründet. In der Hand wirkt der D-Lux 8 massiv und solide. Die manuellen Einstellräder (Blende am Objektivring, Zeit am oberen Rad) ermöglichen direkten Zugriff auf Belichtungsparameter ohne Menüs. Diese analoge Philosophie spricht Fotografen an, die Kameras mit dedizierten Bedienelementen gewohnt sind.

Phototrend hat zu Recht angemerkt, dass der D-Lux 8 „nicht so kompakt“ ist. Mit 130 mm Breite übertrifft er die Abmessungen eines Ricoh GR IV (109 mm) deutlich. Er passt nicht in eine normale Jackentasche. Es handelt sich um einen Kompakt im kommerziellen Sinne, nicht im Sinne täglicher Portabilität. Dieser Punkt sollte vor dem Kauf klar sein.

Sucher und Display

Der OLED-Sucher zeigt 2 360 000 Punkte mit einer Vergrößerung von 0,74x. Das ist eine seriöse Spezifikation für einen Kompakt: Die meisten Modelle dieser Klasse verfügen über keinen Sucher oder nur über elektronische Sucher geringerer Qualität. Die Vergrößerung 0,74x entspricht Einsteiger-Hybridkameras. Das rückwärtige Display misst 3 Zoll mit 1 843 200 Punkten. Es ist touchfähig, was die AF-Punktwahl erleichtert. Allerdings ist es fest: keine Schwenkbarkeit. Für Aufnahmen von unten oder oben ist das eine konkrete Einschränkung.

Bildqualität: Der MFT-Sensor unter der Lupe

Der 17-MP-MFT-Sensor ist das Herzstück des D-Lux 8. Er bestimmt Dynamikumfang, Hochiso-Verhalten und endgültige Auflösung. Die Zahlen sind bekannt, ebenso die Grenzen.

Auflösung und Dynamikumfang

Der CMOS-Sensor mit 17 MP und Format 17,3 x 13 mm liefert Dateien, die bis zu A3-Abzügen problemlos nutzbar sind. Die Pixeldichte bleibt vernünftig und hilft, Rauschen bei hohen ISO-Werten zu begrenzen. Keine DXOMark-Messung liegt speziell für den D-Lux 8 vor. Dynamikdaten werden daher hier nicht angegeben. Die Basis Panasonic LX100 II mit demselben Sensor wurde jedoch unabhängig gemessen; die Ergebnisse ordnen diesen Sensor als solide, aber nicht außergewöhnlich für ein MFT-Modell dieser Generation ein.

Der native ISO-Bereich reicht von 100 bis 25 000 ISO, ohne erweiterte Werte. Das ist ein ehrlicher nativer Bereich für einen MFT-Sensor. In der Praxis bleiben RAW-Dateien bis 6 400 ISO mit beherrschbarem Rauschen nachbearbeitbar. Ab 12 800 ISO wird die Verschlechterung sichtbar und Rauschreduktion notwendig. Das Fehlen von IBIS wirkt sich hier aus: Ohne Sensorstabilisierung müssen Verschlusszeiten ausreichend kurz sein, um Verwackeln zu vermeiden, was früher zu höheren ISO-Werten zwingt.

Farbwiedergabe und Monochrom-Modus

Die Leica-Farbverarbeitung ist ein reales Argument. Die Farbprofile des D-Lux 8 erzeugen JPEGs mit erkennbarer Signatur: kontrollierte warme Töne, ausgewogene Kontraste, angenehme Hautwiedergabe. Das ist nicht messbar, entspricht aber den Erwartungen an die Marke. Der Monochrom-Modus verdient besondere Erwähnung. Mehrere unabhängige Tests, darunter Phototrend, heben die Qualität der Schwarz-Weiß-JPEGs hervor. Die Leica-Monochrom-Verarbeitung erzeugt Dateien mit feinem Korn und ausgewogener Tonwertabstufung, die sich von generischen Profilen abhebt. Für Street-Fotografen mit Schwarz-Weiß-Fokus ist das ein konkretes Argument.

Das Vario-Summilux-Objektiv: Der differenzierende Vorteil

Das Objektiv 24-75 mm äquivalent mit maximaler Blende f/1.7 bei 24 mm und f/2.8 bei 75 mm ist die wahre Stärke des D-Lux 8. Eine Blende von f/1.7 bei einem Kompakt ist selten. Sie ermöglicht Arbeiten bei schwachem Umgebungslicht ohne übermäßige ISO-Erhöhung und erzeugt trotz MFT-Format einen wahrnehmbaren Hintergrundunschärfe. Die optische Qualität entspricht den Leica-Erwartungen: hohe zentrale Schärfe bereits bei offener Blende, gut korrigierte chromatische Aberrationen, Verzeichnung im JPEG durch automatische Korrektur beherrscht. In RAW ist bei Weitwinkel eine leichte Verzeichnung sichtbar und in der Nachbearbeitung korrigierbar.

Autofokus: Funktional, nicht herausragend

Das AF-System des D-Lux 8 deckt die Anforderungen von Street- und Reisefotografen ab. Es erhebt keinen Anspruch auf Modernität gegenüber aktuellen Hybridkameras.

Architektur und Sensorabdeckung

Der D-Lux 8 verfügt über 49 AF-Punkte. Das ist eine angemessene Abdeckung für einen Kompakt mit gitterförmiger Verteilung über nahezu den gesamten Sensor. Gesichts- und Augenerkennung für Menschen ist integriert und erleichtert Portrait und Street. Tieraugenerkennung fehlt. Für einen auf Reise und Street ausgerichteten Kompakt ist dieser Mangel akzeptabel: Die Hauptmotive sind Menschen.

Die Schärfe ist bei gutem Licht zufriedenstellend. Bei wenig Licht zeigt das System Grenzen: Die AF-Empfindlichkeit wird in den offiziellen Daten nicht angegeben, unabhängige Tests melden Unsicherheiten unter EV 3. Das ist für Street in der Stadt, wo Lichtverhältnisse meist ausreichend sind, nicht entscheidend. In dunklen Innenräumen oder bei Konzerten werden die Grenzen spürbar.

Menschenaugenerkennung: Was funktioniert, wo es abbricht

Die Augenerkennung arbeitet zuverlässig bei frontalen oder leichten Dreiviertelansichten. Sie bricht bei strengen Profilen und schnellen Bewegungen ab. Im Street, wo Motive oft in Bewegung und teilweise verdeckt sind, wechselt das System regelmäßig auf Gesichtserkennung und dann auf den zentralen AF-Punkt. Dieses Verhalten ist vorhersehbar und mit etwas Übung beherrschbar, bestätigt aber, dass der D-Lux 8 kein Sportreportage-Werkzeug ist.

Serienbild und Stabilisierung: Die Zahlen und ihre Grenzen

Die elektronische 11-fps-Serie wird als Vorteil angepriesen. Das Fehlen von IBIS ist der strukturelle Deal-Breaker des D-Lux 8.

Serienbildrate: Mechanisch versus elektronisch

Der D-Lux 8 erreicht 7 fps mechanisch und 11 fps elektronisch. Die maximale Verschlusszeit beträgt 1/16 000 s elektronisch und ermöglicht Arbeiten mit großer Blende bei Sonne ohne ND-Filter. In der Praxis ist die 11-fps-Serie für flüchtige Street-Ausdrücke oder entscheidende Reportage-Momente nutzbar. Sie ist nicht für Profi-Sport oder fliegendes Tierwild ausgelegt. Die Pufferdauer wird offiziell nicht angegeben. Unabhängige Tests melden einen Puffer, der bei unkomprimiertem RAW schnell voll ist und lange Serien begrenzt.

Fehlen von IBIS: Die konkrete Auswirkung

Das Fehlen einer Sensorstabilisierung ist der problematischste Punkt des D-Lux 8 zu diesem Preis. Ohne IBIS gilt die klassische Regel: mindestens 1/äquivalente Brennweite. Bei 75 mm äquivalent bedeutet das mindestens 1/80 s. Bei wenig Licht zwingt diese Einschränkung zu höheren ISO-Werten oder weiterer Blende und reduziert die Schärfentiefe. Der Canon PowerShot V1 zu 999 EUR bietet 5 Blendenstufen IBIS. Der Ricoh GR IV zu 1 499 USD bietet 6 Blendenstufen IBIS. Bei 1 595 USD ist das völlige Fehlen einer Sensorstabilisierung technisch schwer zu rechtfertigen.

  • Canon PowerShot V1: 5 Blendenstufen IBIS zu 999 EUR
  • Ricoh GR IV: 6 Blendenstufen IBIS zu 1 499 USD
  • Ricoh GR III HDF: 4 Blendenstufen IBIS zu 1 070 USD
  • Leica D-Lux 8: 0 Blendenstufen IBIS zu 1 595 USD

Die einzige verfügbare Stabilisierung des D-Lux 8 ist optisch im Objektiv integriert. Ihre tatsächliche Wirksamkeit wird von Leica nicht in gemessenen Blendenstufen angegeben. Sie kompensiert teilweise Verwackeln bei statischen Motiven, wirkt jedoch nicht gegen Bewegungsunschärfe. Für Fotografen, die regelmäßig bei schwachem Umgebungslicht arbeiten, ist das eine wesentliche Einschränkung.

Video: Ein Abschnitt, der Leicas Prioritäten bestätigt

Leica macht Video beim D-Lux 8 nicht zur Priorität. Die Spezifikationen bestätigen dies eindeutig.

Wichtigste Video-Daten
Max. Auflösung4K
Max. Bildrate30 fps
CodecsH.264
Bittiefe8 Bit
Log-ProfilNein
Unbegrenzte AufnahmeNein
Bildstabilisierung (IBIS)Nein
HDMI-AusgangHDMI Micro HDMI
USB-AnschlussUSB-C 3.1 Gen 1

Auflösung, Codec und Farbtiefe

Der D-Lux 8 zeichnet maximal 4K bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Der Codec ist H.264 in 8 Bit. Es gibt kein Log-Profil, keine 10-Bit-Option und keine unbegrenzte Aufnahmedauer. Für einen Reisekompakt, der gelegentlich für Reiseerinnerungen genutzt wird, reicht das aus. Für Content-Creator oder Filmemacher ist es unzureichend. Der Canon PowerShot V1 bietet 4K/120p in 10 Bit zu 999 EUR. Die Sony ZV-1 II bietet 4K/30p in 10 Bit mit Log zu einem günstigeren Preis. Der D-Lux 8 hat gegenüber diesen Alternativen kein Video-Argument.

Video-Aufnahme und Konnektivität

Die Video-Aufnahme ist nicht unbegrenzt. Die genaue Dauer der Begrenzung wird in den offiziellen Leica-Daten nicht angegeben. Der HDMI-Ausgang ist vom Typ Micro-HDMI und ermöglicht den Anschluss eines externen Rekorders, doch Micro-HDMI ist mechanisch anfällig und die Kabel sind weniger verbreitet als Mini-HDMI oder Standard-HDMI. Der USB-C-3.1-Gen-1-Anschluss ermöglicht Dateitransfer und Laden, jedoch keine native Live-Übertragung.

Konnektivität und Akkulaufzeit: Das Notwendige

Der D-Lux 8 deckt die Grundlagen moderner Konnektivität ab, ohne darüber hinauszugehen. Die Akkulaufzeit ist für die Klasse angemessen.

Gehäuse & Anschlüsse
Erscheinungsjahr2024
Gewicht (mit Akku)397 g
Abmessungen130 x 69 x 62
WetterfestigkeitNein
SucherOLED EVF
Sucherauflösung2360000 Pixel
Bildschirm3 Zoll
Bildschirm-Artikulationfixed
TouchscreenJa
Akku (CIPA)390 Bilder
Dual-SD-SteckplatzNein
WLAN / BluetoothJa / Ja

Kabellose Konnektivität und Transfer

Wi-Fi und Bluetooth sind vorhanden. Die Leica-FOTOS-App ermöglicht Bildtransfer zum Smartphone und grundlegende Fernsteuerung. Bluetooth erleichtert passives Geotagging. Der USB-C-3.1-Gen-1-Anschluss sorgt für kabelgebundenen Transfer und Laden. Es handelt sich um eine funktionale Ausstattung ohne besondere Merkmale. Der einzelne Kartenslot akzeptiert SD-UHS-II-Karten. Das Fehlen eines zweiten Slots ist ein Deal-Breaker für Profis, die mit Redundanz arbeiten. Für den privaten oder ambitionierten Amateur ist ein einzelner Slot akzeptabel.

Gemessene CIPA-Akkulaufzeit

Die angegebene Laufzeit beträgt 390 Auslösungen nach CIPA-Norm. Das ist ein angemessener Wert für einen Kompakt mit integriertem EVF. Bei Dauernutzung des EVF sinkt die Praxislaufzeit unter 300 Auslösungen. Mit ausschließlich Display und deaktiviertem Wi-Fi lassen sich die angegebenen 390 Auslösungen übertreffen. Für einen eintägigen Ausflug reicht ein Akku. Für mehrtägige Reisen ohne Stromanschluss empfiehlt sich ein Ersatzakku.

Im Vergleich zur Konkurrenz: Wo der D-Lux 8 wirklich steht

Der D-Lux 8 bewegt sich in einem Segment, in dem mehrere Konkurrenten bessere Spezifikationen zu niedrigeren Preisen bieten. Der Vergleich ist vor jedem Kauf notwendig.

Zahlen-Vergleich
DatenLeica D-Lux 8Hier getestetCanon PowerShot V1Ricoh GR IVSony ZV-1 II
Erscheinung2024202420252023
SensorMFTAPS-C1-inch
Auflösung17 MP22 MP26 MP20.1 MP
Max. native ISO250002560020480012800
AF-Felder49651425759
Serie (elek.)11 fps30 fps30 fps
IBISNein5 stops6 stopsNein
Max. Video4K/30p4K/120p1080p/60p4K/30p
WetterfestNeinNeinNeinNein
Dual-SDNeinNeinNeinNein
Gewicht397 g426 g262 g292 g
Startpreis1595 USD999 EUR1499 USD

Vergleich der wichtigsten Kriterien: Sensor, Stabilisierung, Video, Gewicht und Preis. Der D-Lux 8 wird bei den meisten technischen Daten überholt.

Gegen den Canon PowerShot V1: Der Schock der Daten

Der Canon PowerShot V1 ist der direkteste und vernichtendste Konkurrent des D-Lux 8. Zu 999 EUR, also 596 USD weniger, bietet er einen Stacked-CMOS-Sensor mit 22 MP, 30 fps elektronisch statt 11 fps, 5 Blendenstufen IBIS statt null, 651 AF-Punkte statt 49, 4K/120p in 10 Bit statt 4K/30p in 8 Bit und eine AF-Abdeckung von 100 % des Sensors. Der D-Lux 8 schlägt den V1 bei keinem messbaren technischen Kriterium. Er gewinnt bei Design, Verarbeitung, analoger Ergonomie und Markenimage. Das sind reale Argumente, die jedoch bewusst gewählt und nicht hingenommen werden sollten.

Gegen den Ricoh GR IV: Zwei unterschiedliche Philosophien

Der Ricoh GR IV zu 1 499 USD ist ein weniger direkter Konkurrent, da er eine Festbrennweite von 28 mm äquivalent gegenüber dem Zoom 24-75 mm des D-Lux 8 bietet. Er verfügt jedoch über einen deutlich größeren APS-C-Sensor mit 26 MP, einen nativen ISO-Maximalwert von 204 800 ISO statt 25 000 ISO, 6 Blendenstufen IBIS und ein Gewicht von 262 g statt 397 g. Für Street bei wenig Licht ist der GR IV strukturell überlegen. Bei Brennweitenflexibilität gewinnt der D-Lux 8. Die Wahl hängt vom Einsatz ab, doch der GR IV ist technisch leistungsfähiger für 96 USD weniger.

Der Expertenblick: D-Lux 8 versus gebrauchter D-Lux 7

Kein SERP-Konkurrent behandelt diesen Punkt. Der D-Lux 7 ist gebraucht zwischen 700 und 900 EUR je nach Zustand erhältlich. Er teilt mit dem D-Lux 8 denselben 17-MP-MFT-Sensor, dasselbe Vario-Summilux-Objektiv f/1.7-2.8 und eine sehr ähnliche Ergonomie. Die Unterschiede zwischen den Generationen betreffen die aktualisierte Oberfläche, den USB-C-Anschluss (statt Micro-USB beim D-Lux 7) und einige Software-Anpassungen. Für Käufer, die die Leica-Kompakt-Erfahrung ohne Neupreis wünschen, stellt ein D-Lux 7 in gutem Zustand ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis dar. Der Unterschied von 700 bis 900 USD zwischen beiden wird durch die Bildleistung nicht gerechtfertigt.

Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis: Die zentrale Frage

Zu 1 595 USD ist der D-Lux 8 der teuerste Kompakt seines Segments außerhalb der Leica-Q-Reihe. Das Preis-Leistungs-Verhältnis verdient eine ehrliche Analyse.

Der Einführungspreis von 1 595 USD platziert den D-Lux 8 in einer unbequemen Zone. Er ist zu teuer für den Vergleich mit Consumer-Kompaktkameras und technisch zu limitiert, um seinen Preis gegenüber Einsteiger-Hybridkameras zu rechtfertigen. Eine Sony A6700 mit Kit-Objektiv liegt in derselben Preisklasse und bietet unvergleichlich höhere Leistung. Der D-Lux 8 rechtfertigt sich nur, wenn der Käufer explizit die kompakte Bauform, die analoge Ergonomie und die Leica-Marke schätzt. Diese Kriterien haben einen realen, jedoch subjektiven Wert, der sich nicht in technischen Daten messen lässt.

Auf dem Gebrauchtmarkt ist der D-Lux 8 noch zu neu für eine nennenswerte Wertminderung. Gebrauchte Exemplare werden um 1 200 bis 1 400 USD je nach Zustand gehandelt. Zu diesem Preis verringert sich der Abstand zum gebrauchten D-Lux 7 weiter. Die Empfehlung ist klar: Wenn Sie einen D-Lux 8 möchten, kaufen Sie ihn neu für Garantie und Leica-Service. Wenn Sie die Leica-Kompakt-Erfahrung zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis suchen, achten Sie auf einen D-Lux 7 in ausgezeichnetem Zustand.

Fazit: Für wen und zu welchem Preis?

Der D-Lux 8 ist ein guter Kompakt mit echten Qualitäten. Er ist kein guter Kompakt zu 1 595 USD, wenn Sie technische Leistung priorisieren.

Der Leica D-Lux 8 erfüllt, was er verspricht: einen Expert-Kompakt mit sorgfältiger Ergonomie, lichtstarkem Objektiv und Premium-Verarbeitung. Der OLED-Sucher mit 2 360 000 Punkten, das Display mit 1 843 200 Punkten, die 11-fps-Serie und das f/1.7-Objektiv sind reale Argumente. Die Farbwiedergabe und der Monochrom-Modus entsprechen dem Ruf der Marke.

Doch bei 1 595 USD sind die Abstriche zu zahlreich, um sie zu ignorieren. Kein IBIS. Kein Wetterschutz. Kein Log-Video. Kein zweiter Kartenslot. Nur H.264 in 8 Bit. Ein MFT-Sensor mit 17 MP ohne Weiterentwicklung seit dem D-Lux 7. Gegenüber dem Canon PowerShot V1 zu 999 EUR, der den D-Lux 8 bei jedem messbaren technischen Kriterium übertrifft, rechtfertigt sich der Preisunterschied nur durch nicht-technische Kriterien: Design, Marke, analoge Ergonomie.

  • Kaufen Sie den D-Lux 8, wenn Sie die Leica-Kompakt-Erfahrung wünschen und seine technischen Grenzen bewusst akzeptieren.
  • Wählen Sie den Canon PowerShot V1, wenn Sie technische Leistung und fortgeschrittenes Video für 596 USD weniger priorisieren.
  • Betrachten Sie den Ricoh GR IV, wenn Street bei wenig Licht Ihr Haupteinsatz ist und die Festbrennweite Sie nicht stört.
  • Schauen Sie auf den Gebrauchtmarkt nach einem D-Lux 7, wenn Sie die Leica-Kompakt-Erfahrung zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.

Häufige Fragen

Ist der Leica D-Lux 8 besser als der D-Lux 7?

Technisch ist der Unterschied minimal. Der MFT-Sensor mit 17 MP und das Vario-Summilux-Objektiv f/1.7-2.8 sind identisch. Der D-Lux 8 bringt USB-C, eine aktualisierte Oberfläche und einige Software-Anpassungen. Für Besitzer eines D-Lux 7 lohnt sich der Wechsel nicht. Für Erstkäufer bietet ein gebrauchter D-Lux 7 zwischen 700 und 900 EUR eine sehr ähnliche Erfahrung zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Ist der Leica D-Lux 8 wettergeschützt?

Nein. Der D-Lux 8 verfügt über keinen Schutz gegen Spritzwasser, Staub oder Feuchtigkeit. Das ist ein Deal-Breaker für einen Reisekompakt, der unter schwierigen Bedingungen eingesetzt wird. Bei 1 595 USD ist diese Abwesenheit schwer zu rechtfertigen. Wenn Wetterschutz ein Kriterium ist, schauen Sie in andere Kamerakategorien.

Ist der Leica D-Lux 8 gut für Video?

Nein. Video ist die strukturelle Schwäche des D-Lux 8. Er zeichnet 4K/30p in H.264 8 Bit ohne Log und ohne unbegrenzte Aufnahmedauer auf. Für Video bietet der Canon PowerShot V1 zu 999 EUR 4K/120p in 10 Bit, und die Sony ZV-1 II bietet 10 Bit mit Log zu einem günstigeren Preis. Wenn Video einen signifikanten Anteil Ihrer Nutzung ausmacht, ist der D-Lux 8 nicht geeignet.

Was ist der Unterschied zwischen dem Leica D-Lux 8 und der Leica Q3?

Der Unterschied ist fundamental. Die Leica Q3 ist eine Vollformat-Hybridkamera mit 60,3 MP, festem Summilux-Objektiv 28 mm f/1.7, Wetterschutz, 8K/30p-Video in 10 Bit mit Log, 315 AF-Punkten und 100 % AF-Abdeckung. Sie kostet 5 995 USD. Der D-Lux 8 ist ein MFT-Kompakt mit 17 MP zu 1 595 USD mit Zoom. Die beiden Produkte richten sich an unterschiedliche Käufer. Die Q3 ist ein Profi-Werkzeug; der D-Lux 8 ist ein Expert-Kompakt.

Hat der Leica D-Lux 8 einen Sucher?

Ja. Der D-Lux 8 verfügt über einen elektronischen OLED-Sucher mit 2 360 000 Punkten und einer Vergrößerung von 0,74x. Das ist eine seriöse Spezifikation für einen Kompakt: Die meisten Modelle dieser Klasse bieten keinen Sucher. Der Sucher ist ein reales Argument für Fotografen, die lieber durch den Sucher als über das Display arbeiten.

Sollte man den Leica D-Lux 8 oder den Canon PowerShot V1 kaufen?

Technisch ist der Canon PowerShot V1 zu 999 EUR bei jedem messbaren Kriterium überlegen: Stacked-CMOS-Sensor 22 MP, 30 fps elektronisch, 5 Blendenstufen IBIS, 651 AF-Punkte, 4K/120p in 10 Bit. Der D-Lux 8 zu 1 595 USD schlägt ihn bei keiner technischen Spezifikation. Wenn Sie Leistung priorisieren, wählen Sie den V1. Wenn Sie Design, Verarbeitung und die Leica-Marke priorisieren, wählen Sie den D-Lux 8 – in Kenntnis dessen, was Sie tatsächlich bezahlen.

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