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Test · Ricoh · 2025

Test Ricoh GR IV: Der Straßenkompakt wechselt auf 26 MP

Der Ricoh GR IV ist der ausgereifteste APS-C-Straßenkompakt für alle, die mit 28 mm äquivalent arbeiten und Diskretion über alles stellen. Bei 1499 USD ist er teuer, hat aber keinen direkten Konkurrenten im gleichen Format.

7.0/ 10
Ab 1.349 €
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Ricoh GR IV

Fazit

Der Ricoh GR IV erfüllt seine Mission mit einer Präzision, die wenige Kompaktkameras erreichen. Die 26 MP APS-C, der IBIS mit 6 Blenden und der native ISO-Bereich bis 204 800 bilden ein stimmiges Trio für Straße, Reisen und schwaches Licht. Die Abstriche sind real: keine Wetterschutz, ein RAW-Puffer von 8 Bildern, Video auf 1080p/60p beschränkt, festes Display. Keine dieser Grenzen ist für den Zielnutzen ausschlaggebend. Der wahre Deal-Breaker ist der Preis: 1499 USD für einen Kompakt ohne Sucher, ohne Dual-Slot und nur SD UHS-I. Der GR III HDF war für 1070 USD mit 24 MP und IBIS 4 Blenden erhältlich. Der Fortschritt rechtfertigt den Aufpreis, wenn Sie regelmäßig bei hoher Empfindlichkeit arbeiten oder nachträglich stark zuschneiden. Für alle anderen bleiben GR III HDF oder GR IIIx HDF ernstzunehmende Alternativen.

7.0Note / 10

Stärken

  • APS-C-Sensor mit 26 MP in einem 262 g leichten Gehäuse von 109 × 61 × 33 mm
  • Nativer ISO-Bereich bis 204 800: erweiterter Bereich ohne Boost-Modus
  • IBIS mit 6 Blenden: 2 Blenden mehr als beim GR III HDF (4 Blenden)
  • AF mit Augenerkennung und Auslöseschwelle bei -4 EV
  • 28 mm äquivalent f/2.8: ideale Straßenbrennweite bei maximaler Kompaktheit

Schwächen

  • Kein Wetterschutz: Deal-Breaker bei Regen oder am Meer
  • RAW-Puffer auf 8 Bilder bei 4 fps mechanisch begrenzt
  • Video auf 1080p/60p beschränkt, ohne Log, ohne 4K
  • Festes 3-Zoll-Display: keine Schwenkbarkeit für Aufnahmen von unten
  • Nur SD UHS-I: begrenzte Schreibgeschwindigkeit, langsameres Puffer-Leeren
  • CIPA-Akkulaufzeit von 250 Auslösungen: Ersatzakku einplanen

Für wen?

  • Der Straßenfotograf, der ein APS-C mit 26 MP in der Jackentasche möchte und hauptsächlich mit 28 mm äquivalent arbeitet
  • Der leichte Reisende, der kein Systemgerät tragen will und die beste Bildqualität unter 300 g sucht
  • Der urbane Nachtfotograf, der den nativen ISO 204 800 und den 6-Stufen-IBIS für freihändige Aufnahmen ohne Blitz nutzt
  • Der GR-Nutzer, der vom GR III kommt und einen messbaren Gewinn bei hoher Empfindlichkeit und Stabilisierung sucht

Im Video

Damien Bernal · 9 min 49

test Ricoh GR IV : encore plus compact (v4 d'un best seller)

Vorstellung: Ein Straßenkompakt, kein abgespecktes Systemgerät

Der Ricoh GR IV erscheint 2025 in direkter Fortsetzung der GR-Reihe. Er will keine Systemkameras ersetzen: Er setzt auf eine Festbrennweite, Taschenformat und absolute Diskretion.

Ricoh baut die GR-Reihe seit Jahren unverändert auf: APS-C-Sensor, festes Weitwinkelobjektiv, Gehäuse, das in eine Hosentasche passt. Der GR IV folgt dieser Regel. Er misst 109 × 61 × 33 mm und wiegt 262 g. Das sind 5 g mehr als beim GR III HDF – im Alltag kaum spürbar. Das Ziel des Herstellers ist klar: das diskreteste Werkzeug für Straßenfotografie und Reisen zu schaffen, ohne Kompromisse bei der Sensorqualität.

Die wichtigste Neuerung gegenüber dem GR III HDF ist der Sensor. Der GR IV steigt auf 26 MP gegenüber 24 MP beim Vorgänger. Der IBIS verbessert sich von 4 auf 6 Blenden. Der native ISO-Bereich reicht nun bis 204 800 statt 102 400. Diese drei Fortschritte passen zum Zielnutzen: mehr Auflösung zum Zuschneiden, mehr Stabilisierung für lange Belichtungen aus der Hand, mehr Spielraum bei schwachem Licht.

Leistung nach Anwendung Ricoh GR IV

Nutzungsprofil des Ricoh GR IV: hervorragend für Reisen und Street, begrenzt bei Video und Sport.

Was der GR IV nicht ist: ein Allrounder. Die Serienbildgeschwindigkeit liegt bei 4 fps mechanisch mit einem Puffer von 8 RAW-Bildern. Video endet bei 1080p/60p. Es gibt keinen Sucher, kein schwenkbares Display, keinen Wetterschutz. Diese Abwesenheiten sind keine Versehen, sondern bewusste Designentscheidungen, die das Gehäuse in den Zielmaßen und im Zielgewicht halten. Sie als Mängel zu bewerten wäre fehl am Platz.

Wichtigste Foto-Daten
SensorAPS-C
Sensorgröße23.5 × 15.6 mm
Auflösung26 MP
SensortypCMOS
Native ISO-Bereich100 – 204800
Erweiterte ISObis zu 204800
Bildstabilisierung (IBIS)6 Stufen
AF-Felder425
Augenerkennung (Mensch / Tier)Ja / Nein
Mechanische Serie4 fps
RAW-Puffer8 Bilder
Max. Verschlusszeit1/4000

Ergonomie und Handhabung: Kontinuität als Prinzip

Ricoh erfindet die GR-Ergonomie bei jeder Generation nicht neu. Das ist eine bewusste Entscheidung, die Bestandskunden bindet und die Bedienung für alle, die schon einmal eine GR in der Hand hatten, sofort vertraut macht.

Format und Bedienelemente

Die Maße 109 × 61 × 33 mm ordnen den GR IV den Kompaktkameras zu, die in eine Jackentasche passen, ohne den Stoff zu verformen. Der vordere Griff ist nur schwach ausgeprägt – eine bewusste Konzession an die Kompaktheit. Bei längerer Nutzung bleibt ein Handgelenksriemen empfehlenswert. Die Tastenanordnung folgt dem Erbe der Reihe: Moduswahlrad an der Front, ADJ-Taste für den Daumen, konfigurierbare Funktionstasten.

Das Display misst 3 Zoll bei einer Auflösung von 1 037 000 Punkten. Es ist berührungsempfindlich, was die AF-Punktwahl erleichtert. Es ist jedoch fest: keine Schwenkbarkeit. Für Aufnahmen auf Hüfthöhe, eine klassische Technik in der Street-Fotografie, muss man blind komponieren oder die Bildwinkel auswendig kennen. Das ist eine echte Einschränkung, aber allen GR-Nutzern bekannt.

Snapfocus und Fokussiermodi

Der Snapfocus ist die charakteristische Funktion der GR-Reihe. Er erlaubt es, eine feste Fokussierdistanz (typisch 1 m oder 1,5 m) vorzuwählen und sofort auszulösen, ohne auf die AF-Bestätigung zu warten. Kombiniert mit der natürlichen Schärfentiefe eines 28 mm äquivalent bei f/2.8 macht er die Fokussierung in den meisten Straßen-Situationen bei Tageslicht quasi unsichtbar. Das ist ein radikal anderer Ansatz als die Motivverfolgung: Er setzt Beherrschung der Schärfezone voraus, eliminiert aber jede Auslöseverzögerung.

Der GR IV bietet außerdem einen Kontrast-AF mit 425 Punkten und menschlicher Augenerkennung. Tieraugenerkennung fehlt. Die AF-Auslöseschwelle sinkt auf -4 EV, was die meisten urbanen Nachtsituationen abdeckt. In der Praxis bleibt der Snapfocus die bevorzugte Methode für schnelle Straßenarbeit, während der AF mit Augenerkennung bei gestellten Porträts oder statischen Szenen nützlicher ist.

Bildqualität: Was die 26 MP wirklich verändern

Der Sensor ist das Herz des GR IV. Die 26 MP APS-C sind das zentrale Argument für die Aufwertung gegenüber dem GR III HDF. Hier erfahren Sie, was sich konkret ändert.

Auflösung und Zuschneiden in der Nachbearbeitung

26 MP auf einem APS-C-Sensor von 23,5 × 15,6 mm ergeben eine Pixeldichte von etwa 4,7 MP/cm². Das ist ein moderater Fortschritt gegenüber den 24 MP des GR III HDF. In der Praxis zeigt sich der Gewinn vor allem beim Zuschneiden: Mit 26 MP können Sie auf 50 % der Originalfläche zuschneiden und erhalten noch etwa 6,5 MP nutzbare Auflösung – genug für einen A4-Druck bei 300 dpi. Für die Straßenfotografie, bei der Zuschneiden in der Nachbearbeitung üblich ist (störende Elemente entfernen, Rahmen enger ziehen), ist dieser Gewinn real und nutzbar.

Für Großformatausdrucke ermöglichen 26 MP saubere Prints bis etwa 60 × 40 cm bei 300 dpi. Das reicht für die meisten Anwendungen, einschließlich Ausstellungen. Die feste Brennweite 28 mm äquivalent erzwingt ohnehin eine disziplinierte Bildgestaltung, die massives Zuschneiden begrenzt.

Dynamikumfang und Farbwiedergabe

Ricoh gibt für den GR IV keinen gemessenen Dynamikumfang an. Unabhängige Quellen (DXOMark, Photons to Photos) haben zum Redaktionszeitpunkt noch keine vollständigen Messungen veröffentlicht. Der GR III HDF erreicht 14,1 EV Dynamikumfang nach unserer Datenbank. Bei vergleichbarer Sensorarchitektur mit leicht höherer Dichte ist ein ähnlicher Wert wahrscheinlich, aber ohne unabhängige Messung bestätigen wir das nicht.

Die Farbwiedergabe der GR-Reihe wird traditionell für ihre Neutralität und Natürlichkeit geschätzt. Die integrierten Bildmodi (Vivid, Natural, Monotone usw.) ermöglichen eine JPEG-Verarbeitung direkt in der Kamera. Der Monotone-Modus ist besonders ausgefeilt: Er erzeugt Schwarz-Weiß-JPEGs mit einem Korn- und Kontrastlook, den viele Nutzer direkt ohne Lightroom verwenden.

Hohe Empfindlichkeit: ISO 204 800 in der Praxis

Der maximale native ISO-Wert von 204 800 ist der bedeutendste Fortschritt gegenüber dem GR III HDF (102 400 nativ). Der erweiterte native Bereich bedeutet, dass der Sensor diese Werte ohne zusätzliche Software-Interpolation nutzt. In der Praxis erzeugen hohe ISO-Werte auf APS-C-Sensoren ein Luminanzrauschen, das sich im RAW gut handhaben lässt, und ein problematischeres Farbrauschen. Bei ISO 51 200 liefern die meisten modernen APS-C-Sensoren nutzbare Schwarz-Weiß-Bilder. Bei ISO 102 400 und darüber hängt das Ergebnis stark vom Motiv und der Bearbeitung ab. Ohne veröffentlichte unabhängige Messungen können wir den genauen Gewinn gegenüber dem GR III HDF nicht quantifizieren, aber die Erweiterung des nativen Bereichs ist ein positives Signal.

Autofokus: 425 Punkte und Augenerkennung, aber Snapfocus bleibt König

Der Autofokus des GR IV verbessert sich gegenüber früheren Generationen. Er bleibt jedoch in der Nutzungsphilosophie der Kamera sekundär.

AF-System: Abdeckung und Auslöseschwelle

Der GR IV verfügt über 425 AF-Punkte, die einen großen Teil des Sensors abdecken. Die Auslöseschwelle sinkt auf -4 EV – das entspricht einer von einer Kerze beleuchteten Szene in etwa 1 m Entfernung. Das ist ein ordentlicher Wert für einen Straßenkompakt. Die menschliche Augenerkennung ist vorhanden und erleichtert Porträts im automatischen AF-Modus. Tieraugenerkennung fehlt, was für den Zielnutzen kein Nachteil ist.

Der GR III HDF zeigte eine AF-Schwelle von -2 EV nach unserer Datenbank. Der Sprung auf -4 EV beim GR IV bedeutet einen Gewinn von 2 EV, also die Fähigkeit, bei vierfach schwächerem Licht scharfzustellen. Das ist eine spürbare Verbesserung für urbane Nachtfotografie mit tiefen Schattenbereichen.

Snapfocus: Die Alternative zum AF für schnelle Straßenarbeit

Der Snapfocus stellt die Fokussierung auf eine feste Distanz vor und löst ohne AF-Verzögerung aus. Bei f/2.8 und 28 mm äquivalent deckt die Schärfentiefe bei 1,5 m ungefähr von 1 m bis 3 m ab. Diese Schärfezone reicht für die meisten Straßensituationen auf Gesprächsdistanz. Das Ergebnis ist ein quasi sofortiger Auslösevorgang ohne die AF-Bestätigungsverzögerung, die den entscheidenden Bruchteil einer Sekunde kosten kann.

Der Kontrast-AF bleibt bei gestellten Porträts, statischen Szenen und Situationen mit unvorhersehbarer Motivdistanz nützlich. Die Augenerkennung verbessert die Präzision bei Nahporträts. Für den Straßenfotografen, der in Bewegung arbeitet, bleibt jedoch der Snapfocus in Kombination mit guter Beherrschung der Schärfezone die effizienteste Methode an diesem Gehäuse.

Serienbild, Puffer und Stabilisierung: Zahlen im Kontext

Serienbild und Puffer des GR IV sind konstruktionsbedingt begrenzt. Die Stabilisierung hingegen ist das eigentliche technische Argument dieser Generation.

Serienbild und Puffer: 4 fps, 8 RAW-Bilder

Die mechanische Serienbildgeschwindigkeit liegt bei 4 fps mit einem Puffer von 8 RAW-Bildern. Bei dieser Rate füllt sich der Puffer in 2 Sekunden. Für die Straßenfotografie ist das kein Handicap: Die GR-Technik beruht auf Antizipation und Einzelbildern, nicht auf Dauer-Serien. Ein Sport- oder Tierfotograf wird dagegen sofort blockiert. Das ist nicht der Zielnutzen, und diese Grenze sollte bei der Bewertung für den realen Einsatz nicht ins Gewicht fallen.

Der Puffer von 8 RAW-Bildern ist identisch mit dem des GR III HDF. Das ist eine Konstante der Reihe. Die SD-UHS-I-Karte begrenzt die Schreibgeschwindigkeit und verlangsamt das Leeren des Puffers. Eine schnelle SD-UHS-I-Karte (Klasse 3, 90 MB/s Schreibgeschwindigkeit) verkürzt die Leerzeit, aber das UHS-I-Limit bleibt unter dem, was ein UHS-II- oder CFexpress-Slot ermöglichen würde. Für kurze Serien (2 bis 3 Bilder) stellt der Puffer kein Problem dar.

IBIS mit 6 Blenden: der echte Mehrwert des GR IV

Der IBIS des GR IV kompensiert 6 Blenden Verwacklungsunschärfe. Das sind 2 Blenden mehr als beim GR III HDF (4 Blenden). In der Praxis erlauben 2 zusätzliche Blenden Kompensation, die Verschlusszeit bei gleicher Wahrscheinlichkeit für scharfe Bilder halb so lang zu wählen. Konnten Sie mit dem GR III HDF bei 1/15 s aus der Hand arbeiten, können Sie theoretisch auf 1/4 s heruntergehen. Für urbane Nachtfotografie, dunkle Innenräume und schwaches Umgebungslicht ist das ein konkreter, messbarer Gewinn.

Kombiniert mit dem nativen ISO 204 800 bilden der IBIS 6 Blenden das technische Herzstück des GR IV. Die beiden Spezifikationen ergänzen sich: Der IBIS erlaubt es, das ISO durch längere Belichtung zu senken und so die Bildqualität zu verbessern. Umgekehrt ermöglicht das hohe ISO eine ausreichende Verschlusszeit, um das Motiv zu fixieren, während der IBIS die Verwacklung des Fotografen ausgleicht. Das ist die nützlichste Kombination für nächtliche Straßenfotografie.

  • IBIS 6 Blenden: +2 Blenden gegenüber GR III HDF (4 Blenden)
  • Mechanische Serienbildgeschwindigkeit 4 fps, Puffer 8 RAW-Bilder: identisch mit GR III HDF
  • Nur SD UHS-I: Limit der Schreibgeschwindigkeit, langsameres Puffer-Leeren als bei UHS-II
  • Mechanischer Verschluss max. 1/4000 s: ausreichend für f/2.8 bei Tageslicht mit integriertem ND-Filter, falls vorhanden

Video: Eine Nebenfunktion, keine Priorität

Das Video des GR IV ist funktional, aber bewusst eingeschränkt. Wenn Video für Sie ein wichtiges Kriterium ist, ist dieses Gehäuse nicht die richtige Wahl.

Wichtigste Video-Daten
Max. Auflösung1080p
Max. Bildrate60 fps
CodecsH.264
Log-ProfilNein
Unbegrenzte AufnahmeNein
Bildstabilisierung (IBIS)6 Stufen
HDMI-AusgangHDMI Micro HDMI
USB-AnschlussUSB 3.0(5 GBit/sec)

Auflösung und Codec: 1080p/60p, H.264, ohne Log

Der GR IV zeichnet maximal in 1080p bei 60 Bildern/s auf. Der Codec ist H.264 in 8 Bit. Es gibt keinen Log-Modus, kein 4K, keine unbegrenzte Aufnahmedauer. Diese Einschränkungen passen zur Philosophie des Gehäuses: Video ist eine Zusatzfunktion, um eine Reiseszene oder einen Straßenmoment festzuhalten, kein Werkzeug für professionelle Videoproduktion.

Das 1080p/60p reicht für Social-Media-Veröffentlichungen oder private Nutzung. Für professionelle oder semiprofessionelle Anwendungen (YouTube, Dokumentarfilm, Hochzeit) sind diese Daten in 2026 unzureichend. Der Canon PowerShot V1 bietet 4K/120p in 10 Bit mit Log für 999 EUR: Wenn Video zählt, schauen Sie woanders hin.

Videostabilisierung und praktische Nutzung

Der IBIS 6 Blenden kommt auch dem Video zugute. Die elektronische Stabilisierung kann den IBIS bei bewegten Aufnahmen ergänzen. In 1080p ist der durch die elektronische Stabilisierung entstehende Crop weniger störend als in 4K. Für freihändige Reiseclips in 1080p ist das Ergebnis nutzbar. Das ist kein Kaufargument für Video, aber eine hilfreiche Notfallfunktion.

Konnektivität, Speicher und Akkulaufzeit: Punkte, die Sie beachten sollten

Der GR IV ist eine vernetzte Kompaktkamera, doch einige Anschlussentscheidungen verdienen vor dem Kauf besondere Aufmerksamkeit.

Speicher: SD UHS-I, einzelner Slot

Der GR IV akzeptiert SD-Karten nur im UHS-I-Standard. Es gibt nur einen Slot. Das Fehlen eines Dual-Slots ist bei diesem Format eine verständliche Kompaktheitsentscheidung, eliminiert aber jede Redundanz für Profis, die doppelt sichern. Das UHS-I-Limit begrenzt die Schreibgeschwindigkeit auf etwa 104 MB/s theoretisch und verlangsamt das Leeren des RAW-Puffers gegenüber einem UHS-II-Slot. Für kurze Serien oder Einzelaufnahmen ist das kein tägliches Problem.

Anschlüsse und Übertragung

Der USB-Anschluss ist USB 3.0 (5 Gbit/s) und ermöglicht schnelle Übertragungen zum Computer. Der HDMI-Anschluss ist Micro-HDMI und erfordert bei Bedarf ein passendes Kabel für externe Monitore. WLAN und Bluetooth sind für kabellose Übertragung und Fernsteuerung über die Ricoh Image Sync App vorhanden. Die kabellose Verbindung ist für schnelles Teilen auf dem Smartphone unterwegs nützlich.

Akkulaufzeit: 250 CIPA-Auslösungen

Die CIPA-Akkulaufzeit beträgt 250 Auslösungen. Das ist ein niedriger Wert, selbst für eine Kompaktkamera. Der GR III HDF zeigte 200 Auslösungen: Der GR IV verbessert sich leicht. Bei intensiver Nutzung kann ein ganzer Shooting-Tag den Akku erschöpfen. Die Empfehlung gilt für diese Reihe systematisch: Nehmen Sie mindestens einen Ersatzakku mit. Kompatible Drittanbieter-Akkus sind zu vernünftigen Preisen erhältlich und machen diesen Schwachpunkt zu einem handhabbaren Nachteil.

Gehäuse & Anschlüsse
Erscheinungsjahr2025
Gewicht (mit Akku)262 g
Abmessungen109 × 61 × 33 mm
WetterfestigkeitNein
SucherNone
Bildschirm3 Zoll
Bildschirm-Artikulationfixed
TouchscreenJa
Akku (CIPA)250 Bilder
Dual-SD-SteckplatzNein
WLAN / BluetoothJa / Ja

Im Vergleich zur Konkurrenz: Wer passt zu welchem Nutzen

Der GR IV hat keinen direkten Konkurrenten im APS-C-Format mit Festbrennweite in derselben Preisklasse. Der Vergleich erfolgt daher nach Nutzen und Kompromissen.

Zahlen-Vergleich
DatenRicoh GR IVHier getestetRicoh GR III HDFRicoh GR IV HDFCanon PowerShot V1
Erscheinung2025202420242024
SensorAPS-CAPS-CAPS-C
Auflösung26 MP24 MP26 MP22 MP
Max. native ISO20480010240010240025600
Dynamikumfang14.1 EV14.1 EV10.1 EV
AF-Felder425425651
Serie (elek.)4 fps4 fps30 fps
IBIS6 stops4 stops6 stops5 stops
Max. Video1080p/60p1080p/60p1080p/60p4K/120p
WetterfestNeinNeinNeinNein
Dual-SDNeinNeinNeinNein
Gewicht262 g257 g262 g426 g
Startpreis1499 USD1070 USD999 EUR

GR IV vs GR III HDF vs Canon PowerShot V1: drei Kompakt-Philosophien, drei unterschiedliche Käuferprofile.

GR IV vs GR III HDF: Rechtfertigen die 430 USD den Fortschritt?

Der GR III HDF ist für 1070 USD erhältlich, der GR IV für 1499 USD. Die Differenz von 429 USD finanziert folgende Entwicklungen: +2 MP (26 vs 24), +2 Blenden IBIS (6 vs 4), +2 EV AF-Schwelle (-4 vs -2 EV), doppelter nativer ISO (204 800 vs 102 400). Wenn Sie regelmäßig bei schwachem Licht arbeiten oder stark zuschneiden, sind diese Fortschritte gerechtfertigt. Wenn Sie hauptsächlich bei gutem Licht fotografieren, bietet der GR III HDF 95 % der Qualitäten des GR IV für 430 USD weniger.

Die GR IV HDF (Variante mit Hi-Low-Dispersion-Filter) ist ebenfalls in unserer Datenbank mit ähnlichen Daten zum Standard-GR IV enthalten. Der Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt im optischen Filter, der die Wiedergabe künstlicher Lichtquellen verändert. Wenn Sie viel in nächtlichen urbanen Umgebungen mit punktuellen Lichtquellen (Neon, Straßenlaternen) arbeiten, erzeugt die HDF-Variante weichere Sternchen. Das ist eine ästhetische Entscheidung, keine Unterscheidung in der Rohleistung.

GR IV vs Canon PowerShot V1: Zwei gegensätzliche Philosophien

Der Canon PowerShot V1 bietet einen Stacked-CMOS-Sensor mit 22 MP, eine elektronische Serienbildgeschwindigkeit von 30 fps, Video in 4K/120p in 10 Bit mit Log, IBIS mit 5 Blenden und 651 AF-Punkte für 999 EUR. Er ist schwerer (426 g vs 262 g) und größer. Der GR IV schlägt den V1 bei Kompaktheit, nativem ISO (204 800 vs 25 600) und IBIS (6 Blenden vs 5 Blenden). Der V1 schlägt den GR IV bei Serienbildgeschwindigkeit, Video und Preis. Wenn Video oder Serienbilder zählen, gewinnt der V1. Wenn Kompaktheit und Foto bei schwachem Licht Priorität haben, ist der GR IV überlegen.

GR IV vs Sony RX1R III: Die Vollformat-Debatte

Der Sony RX1R III gehört einer anderen Preisklasse und einem anderen Format an. Er bietet 61 MP in Vollformat BSI-CMOS, 693 AF-Punkte, 5 fps mechanisch und Video in 4K/30p in 10 Bit mit Log. Sein maximaler nativer ISO-Wert liegt bei 32 000, deutlich unter dem des GR IV. Er wiegt 498 g gegenüber 262 g beim GR IV. Der RX1R III ist ein portables Studio- und High-End-Portrait-Werkzeug. Der GR IV ist ein diskretes Straßenwerkzeug. Die beiden Kameras richten sich nicht an denselben Fotografen.

Preis-Leistungs-Verhältnis: 1499 USD – ist das gerechtfertigt?

Der GR IV ist der teuerste APS-C-Kompakt mit Festbrennweite der Ricoh-Reihe. Seine Preispolitik verdient eine sorgfältige Analyse.

Bei einem Einführungspreis von 1499 USD positioniert sich der GR IV im Premium-Kompakt-Segment. Er hat keinen direkten Konkurrenten im APS-C-Format mit Festbrennweite in dieser Preisklasse: Der Markt für APS-C-Kompakte mit Festbrennweite ist im Wesentlichen Eigentum von Ricoh. Diese fehlende direkte Konkurrenz erklärt teilweise den Preis. Der Sony RX1R III ist Vollformat und deutlich teurer. Der Canon PowerShot V1 ist ein Stacked-CMOS mit 22 MP für 999 EUR mit anderem Format und anderer Philosophie.

Auf dem Gebrauchtmarkt liegen GR III und GR III HDF zwischen 600 USD und 900 USD, je nach Zustand. Bei begrenztem Budget bleibt ein gebrauchter GR III in gutem Zustand eine ernstzunehmende Alternative: Die 24 MP, der IBIS mit 4 Blenden und der native ISO 102 400 decken die meisten Straßensituationen ab. Der Unterschied zum GR IV zeigt sich hauptsächlich bei extrem schwachem Licht und intensivem Zuschneiden. Für Gelegenheitsfotografen oder Einsteiger in die GR-Reihe ist der Gebrauchtmarkt ein sinnvoller Einstieg.

Die GR IV HDF (Variante mit Hi-Low-Dispersion-Filter) ist in unserer Datenbank ohne kommunizierten Einführungspreis enthalten. Wenn Sie diese Variante in Betracht ziehen, prüfen Sie die Preisdifferenz zum Kaufzeitpunkt: Der HDF-Filter schlägt bei früheren Generationen in der Regel mit etwa hundert Dollar zu Buche.

Ricoh GR IV

Ricoh GR IV Premium-Kompaktkamera [Brennweite 28 mm] [25,7 MP APS-C-CMOS-Sensor] [~ 0,6 s Schnellstart] [Schneller Autofokus] [ISO 204800] [Die ultimative Schnappschusskamera]

Ricoh GR IV Premium-Kompaktkamera [Brennweite 28 mm] [25,7 MP APS-C-CMOS-Sensor] [~ 0,6 s Schnellstart] [Schneller Autofokus] [ISO 204800] [Die ultimative Schnappschusskamera]

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Fazit: Der beste APS-C-Straßenkompakt – zu einem bewussten Preis

Der GR IV ist ein spezialisiertes Werkzeug, das in seiner Mission exzellent ist. Er behauptet nicht, etwas anderes zu sein.

Der Ricoh GR IV erfüllt mit Präzision genau das, wofür er konzipiert wurde. Die 26 MP APS-C in 262 g, der IBIS mit 6 Blenden, der native ISO 204 800 und die AF-Schwelle bei -4 EV bilden ein stimmiges Gesamtpaket für Straßenfotografie, Reisen und schwaches Licht. Die Abstriche (kein Wetterschutz, Puffer 8 RAW-Bilder, Video 1080p/60p, festes Display, Akkulaufzeit 250 Auslösungen) sind allesamt Designentscheidungen, die das Gehäuse in seinen Zielmaßen halten. Keines davon ist ein Mangel im vorgesehenen Nutzen.

Der einzige Punkt, der echte Überlegung verdient, ist der Preis. 1499 USD für einen Kompakt ohne Sucher, ohne Dual-Slot und ohne 4K ist eine beachtliche Summe. Der GR III HDF zu 1070 USD bietet 95 % der Qualitäten des GR IV für die große Mehrheit der Situationen. Die Entscheidung für den GR IV statt des Vorgängers ist gerechtfertigt, wenn Sie regelmäßig bei extrem schwachem Licht arbeiten oder systematisch zuschneiden. Für alle anderen bleiben GR III HDF oder ein gebrauchter GR III ehrliche Alternativen.

Unsere Bewertung von 7,8/10 spiegelt ein Gerät wider, das in seiner Nische exzellent ist, mit einem einzigen Vorbehalt beim Preis. Hätte Ricoh Wetterschutz und Dual-SD-Slot hinzugefügt, würde die Bewertung ohne Zögern auf 8,5/10 steigen. So wie er ist, ist der GR IV der beste APS-C-Straßenkompakt auf dem Markt, aber er kostet einen hohen Preis für eine Nische ohne direkte Alternative.

  • Kaufen Sie den GR IV, wenn Sie regelmäßig bei schwachem Licht arbeiten und der native ISO 204 800 sowie der IBIS mit 6 Blenden konkrete Argumente für Ihren Nutzen sind.
  • Kaufen Sie den GR III HDF zu 1070 USD, wenn Sie hauptsächlich bei gutem Licht fotografieren und das Budget ein Kriterium ist.
  • Kaufen Sie den Canon PowerShot V1 zu 999 EUR, wenn Video in 4K/120p oder Serienbilder mit 30 fps in Ihrem Nutzen zählen.
  • Schauen Sie auf den Gebrauchtmarkt für GR III, wenn Ihr Budget unter 900 USD liegt und Sie die Reihe entdecken möchten.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen dem Ricoh GR IV und dem GR III HDF?

Der GR IV bringt drei wesentliche Fortschritte gegenüber dem GR III HDF: Der Sensor steigt von 24 MP auf 26 MP, der IBIS verbessert sich von 4 auf 6 Blenden Kompensation, und der maximale native ISO-Wert verdoppelt sich von 102 400 auf 204 800. Die AF-Schwelle bei schwachem Licht verbessert sich ebenfalls von -2 EV auf -4 EV. Das Gewicht bleibt nahezu identisch (262 g vs 257 g). Der Einführungspreis des GR IV liegt bei 1499 USD gegenüber 1070 USD für den GR III HDF. Wenn Sie hauptsächlich bei gutem Licht arbeiten, ist der Unterschied im Alltag schwer zu rechtfertigen. Wenn Sie regelmäßig bei schwachem Licht arbeiten oder intensiv zuschneiden, sind die Fortschritte konkret und nützlich.

Ist der Ricoh GR IV wettergeschützt?

Nein. Der Ricoh GR IV ist nicht wettergeschützt. Das ist ein klarer Deal-Breaker für Fotografen, die bei Regen, am Meer oder in feuchten Umgebungen arbeiten. Ricoh hat in der Standard-GR-Reihe nie eine wettergeschützte Version angeboten. Wenn Wetterfestigkeit ein Kriterium ist, gibt es derzeit keinen wettergeschützten APS-C-Kompakt mit Festbrennweite auf dem Markt. Die einzige wettergeschützte Alternative in unserer Datenbank ist die Pentax WG-1000, aber diese verfügt über einen 1/2,3-Zoll-Sensor mit völlig anderen Daten als der GR IV.

Macht der Ricoh GR IV gute Videos?

Nein. Das Video des GR IV ist funktional, aber begrenzt: 1080p/60p in H.264 8 Bit, ohne Log, ohne 4K, ohne unbegrenzte Aufnahmedauer. Das reicht für Reiseclips oder private Social-Media-Nutzung. Für semiprofessionelle oder professionelle Anwendungen sind diese Daten in 2026 unzureichend. Der Canon PowerShot V1 bietet 4K/120p in 10 Bit mit Log für 999 EUR, also 500 USD weniger. Wenn Video in Ihrem Nutzen zählt, ist der GR IV nicht die richtige Wahl.

Welche Speicherkarte sollte man mit dem Ricoh GR IV verwenden?

Der GR IV akzeptiert SD-, SDHC- und SDXC-Karten im UHS-I-Standard. Es gibt keinen UHS-II- oder CFexpress-Slot. Um das Leeren des RAW-Puffers (8 Bilder) zu optimieren, wählen Sie eine SD-UHS-I-Karte mit mindestens 90 MB/s Schreibgeschwindigkeit (Klasse V30 oder U3). Karten von Sandisk Extreme Pro oder Sony SF-G UHS-I sind geeignete Referenzen. Das UHS-I-Limit begrenzt die theoretische Geschwindigkeit auf etwa 104 MB/s: Eine schnellere Karte bringt auf diesem Gehäuse keinen weiteren Vorteil.

Sollte man den Ricoh GR IV kaufen oder auf eine nächste Version warten?

Der GR IV ist 2025 erschienen. Die Erneuerungsrate der GR-Reihe ist historisch langsam: mehrere Jahre zwischen den Generationen. Es gibt derzeit keine Ankündigung eines Nachfolgers. Wenn Sie einen sofortigen Bedarf haben und die Daten des GR IV zu Ihrem Nutzen passen, ist Warten nicht gerechtfertigt. Bei begrenztem Budget sind der GR III HDF zu 1070 USD oder ein gebrauchter GR III zwischen 600 USD und 900 USD sinnvolle Alternativen ohne Wartezeit.

Hat der Ricoh GR IV einen Sucher?

Nein. Der GR IV hat weder einen optischen noch einen elektronischen Sucher. Die Komposition erfolgt ausschließlich auf dem rückwärtigen 3-Zoll-Display mit 1 037 000 Punkten. Das Display ist berührungsempfindlich, aber fest. Bei hellem Sonnenlicht kann die Lesbarkeit eingeschränkt sein. Ricoh bietet als Zubehör einen externen optischen Sucher an, der auf den Blitzschuh montiert wird, aber er ist nicht im Lieferumfang enthalten. Wenn ein Sucher für Sie unverzichtbar ist, ist der GR IV nicht geeignet.

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