Camera Duel
challenger A
Panasonic Lumix GH7

Panasonic

Lumix GH7

2024

VS
challenger B
Panasonic Lumix S9

Panasonic

Lumix S9

2024

Panasonic Lumix GH7 vs Lumix S9: Welches Modell sollten Sie zwischen professioneller Vielseitigkeit und kompaktem Vollformat wählen?

Visuelle Übersicht

In 5 Sekunden lesbar

7,1/ 10
FotoTrès bon
8,4/ 10
VideoExcellent

Panasonic

Lumix GH7

6,1/ 10
FotoBon
6,9/ 10
VideoBon

Panasonic

Lumix S9

Panasonic Lumix GH7Panasonic Lumix S9

Wo kaufen

Aktueller Händler-Preisvergleich

Panasonic Lumix GH7

Panasonic Lumix DC-GH7 + Leica 12-60mm f2,8-4,0 Kundenretoure

Panasonic Lumix DC-GH7 + Leica 12-60mm f2,8-4,0 Kundenretoure

2 493,13  · Foto-Erhardt DE

Panasonic Lumix S9

Panasonic Lumix DC-S9 Gehäuse silber/schwarz

Panasonic Lumix DC-S9 Gehäuse silber/schwarz

999  · Foto-Erhardt DE

Hier findest du die besten Marktpreise, täglich aktualisiert — und über diese Partnerlinks unterstützt du Camera Duel, ohne einen Cent mehr zu bezahlen.

Das Urteil in Kürze

Der GH7 setzt sich für professionelle Videoaufnahmen und anspruchsvolles Reporting durch; der S9 überzeugt für Reisen und bei wenig Licht, doch seine technischen Kompromisse sind zahlreich.

Panasonic hat diese beiden Gehäuse im selben Jahr, 2024, zu deutlich unterschiedlichen Preisen und für unterschiedliche Zielgruppen herausgebracht. Der Lumix GH7 wurde zu 2 199 USD eingeführt: Er ist das Flaggschiff der Marke im Micro-Four-Thirds-Bereich und für Videografen sowie anspruchsvolle Hybrid-Fotografen konzipiert. Der Lumix S9 wird zu 1 499 USD angeboten: ein ultra-kompaktes Vollformat ohne Sucher, das auf Diskretion und Bildqualität bei schwierigem Licht setzt.

Die beiden Kameras richten sich nicht an denselben Fotografen, landen aber häufig im selben Warenkorb. Der GH7 überzeugt durch seine ProRes-Videofähigkeiten, seine Serienbildrate von 75 fps und seine Wetterfestigkeit. Der S9 besticht durch seinen BSI-CMOS-Vollformatsensor, seine Dynamik von 14,4 EV und sein Gewicht von 486 g. Die Preisdifferenz von 700 USD zum Launch erschwert die Entscheidung: Ist der S9 ein gutes Angebot oder ein zu harter Kompromiss?

Dieser Vergleich bewertet vier konkrete Aspekte: die reine Bildqualität (Sensor, Dynamik, wenig Licht), die Videofähigkeiten (Codecs, Serienbildrate, unbegrenzte Aufnahme), die Robustheit im Gelände (Wetterfestigkeit, Dual-Slot, Ergonomie) und das Preis-Leistungs-Verhältnis 2026, einschließlich des Gebrauchtmarkts. Am Ende finden Sie ein klares Urteil ohne unnötige Nuancen.

Stärken im Vergleich

Wo jede Kamera glänzt

Panasonic

Lumix GH7

Top-Vorteile

  • 75 fpsSerienbild elektronisch2,5× vs Panasonic Lumix S9
  • 300 fpsMax. Bilder/s (Video)2,5× vs Panasonic Lumix S9
  • 800 Mb/sMax. Bitrate4× vs Panasonic Lumix S9
  • 7.5 stopsIBIS-Wirkung1,5× vs Panasonic Lumix S9

Panasonic

Lumix S9

Top-Vorteile

  • 204 800Erweiterte ISO max8× vs Panasonic Lumix GH7
  • 51 200Native ISO max4× vs Panasonic Lumix GH7
  • 14.4 EVDynamikumfang (EV)+41 % vs Panasonic Lumix GH7
  • -6 EVAF Schwachlicht (EV)+2 vs Panasonic Lumix GH7

Detaillierter Vergleich

Runde für Runde, die acht Kategorien

Runde 1

Sensor

Sieger: Panasonic Lumix S9
SpezifikationPanasonic Lumix GH7Panasonic Lumix S9
Sensorformat
MFT
Full Frame
Sensortyp
CMOS
BSI-CMOS
Megapixel
25.2 MP
24.2 MP
Sensorgröße
17.3 × 13 mm
35.6 × 23.8 mm
Native ISO min
100
100
Native ISO max
12 800
51 200
Erweiterte ISO max
25 600
204 800
Dynamikumfang (EV)
10.2 EV
14.4 EV
Runde 2

Autofokus

Sieger: Panasonic Lumix S9
SpezifikationPanasonic Lumix GH7Panasonic Lumix S9
AF-Felder
779
779
AF-Abdeckung
100 %
100 %
Augen-AF (Mensch)
Oui
Oui
Augen-AF (Tier)
Oui
Oui
AF Schwachlicht (EV)
-4 EV
-6 EV
Runde 3

Geschwindigkeit & Serienbild

Sieger: Panasonic Lumix GH7
SpezifikationPanasonic Lumix GH7Panasonic Lumix S9
Serienbild mechanisch
14 fps
Serienbild elektronisch
75 fps
30 fps
RAW-Puffer
160
120
Max. Verschlusszeit
1/32000
1/8000
Runde 4

Video

Sieger: Panasonic Lumix GH7
SpezifikationPanasonic Lumix GH7Panasonic Lumix S9
Max. Videoauflösung
5.8K
6K
Max. Bilder/s (Video)
300 fps
120 fps
Max. Bitrate
800 Mb/s
200 Mb/s
Video-Codecs
ProRes 422 HQ, ProRes 422, ProRes RAW HQ, ProRes RAW, H.265, H.264
H.265, H.264
Aufnahmemodi
All-I, Long-GOP
Long-GOP
Chroma-Subsampling
4:2:0, 4:2:2
4:2:0, 4:2:2
Farbtiefe
10-bit
10-bit
Log-Profil
Oui
Oui
Log-Profile
V-Log, HLG, Cinelike D2, Cinelike V2, Like709
V-Log, V-Gamut, HLG, Cinelike D2, Cinelike V2
Internes RAW
Oui
Non
Externes RAW
ProRes RAW, Blackmagic RAW
Rolling Shutter
5.7 ms
4K-Crop
Oversampling
Oui
Oui
Open Gate
Oui
Oui
Anamorphes Desqueeze
1.3x, 1.5x, 1.8x, 2.0x
1.3x, 1.5x, 1.8x, 2.0x
LUT-Unterstützung
user LUTs, in-camera LUT preview
user LUTs, in-camera LUT preview
Monitoring-Tools
waveform, vectorscope, false color, histogram, zebras
waveform, vectorscope, false color, histogram, zebras
Aktive Kühlung
Non
Non
Unbegrenzte Aufnahme
Oui
Non
Dual Native ISO
Oui
Non
Proxy-Aufnahme
Oui
Oui
XLR-Eingang
Oui
Non
32-Bit-Float-Audio
Oui
Non
Genlock + Timecode
Oui
Non
Runde 5

Bildstabilisierung

Sieger: Panasonic Lumix GH7
SpezifikationPanasonic Lumix GH7Panasonic Lumix S9
Sensor-Bildstabilisator
Oui
Oui
IBIS-Wirkung
7.5 stops
5 stops
Runde 6

Verarbeitung

Sieger: Panasonic Lumix GH7
SpezifikationPanasonic Lumix GH7Panasonic Lumix S9
Wetterschutz
Oui
Non
Zwei Kartenfächer
Oui
Non
Kartentypen
CFexpress Type B, SD UHS-II
SD UHS-II
Runde 7

Ergonomie & Bildschirm

Sieger: Panasonic Lumix GH7
SpezifikationPanasonic Lumix GH7Panasonic Lumix S9
Gewicht
805 g
486 g
Abmessungen
138.4 x 100.3 x 99.6
126 x 73.9 x 46.7
Suchertyp
EVF
None
Sucherauflösung
3.68 M dots
Suchervergrößerung
0.8×
Bildschirmgröße
3″
3″
Bildschirmauflösung
1.84 M dots
1.84 M dots
Bildschirm-Mechanik
tilt + vari-angle
vari-angle
Touchscreen
Oui
Oui
Runde 8

Anschlüsse & Akku

Sieger: Panasonic Lumix S9
SpezifikationPanasonic Lumix GH7Panasonic Lumix S9
Akkulaufzeit (CIPA)
360 clichés
470 clichés
USB-Typ
USB-C 3.2 Gen2 (10 Gbps)
USB-C 3.2 Gen2 (10 Gbps)
HDMI-Typ
Full (Type A)
Micro (Type D)
WLAN
Oui
Oui
Bluetooth
Oui
Oui

Detaillierte Analyse

Stärken, Kompromisse und ideales Profil

Panasonic Lumix GH7: was sie kann, wo sie Abstriche macht

Der GH7 basiert auf einem Micro-Four-Thirds-Sensor mit 25,2 Megapixeln und einer gemessenen Dynamik von 10,2 EV. Das liegt hinter dem Vollformat zurück, reicht jedoch für Reporting und Video aus, bei dem die Dynamik in der Postproduktion über V-Log gesteuert wird. Die native ISO-Obergrenze liegt bei 12 800, erweiterbar auf 25 600: Bei extrem wenig Licht zeigt der MFT-Sensor seine physischen Grenzen gegenüber einem Vollformat. Das ist kein Deal-Breaker für Video in kontrollierten Innenräumen, aber eine echte Einschränkung für nächtliches Reporting.

In der Videoaufnahme hat der GH7 in seiner Preisklasse keinen direkten Konkurrenten. Er zeichnet intern ProRes 422 HQ, ProRes 422, ProRes RAW HQ und ProRes RAW mit einer maximalen Datenrate von 800 Mb/s auf. Die elektronische Serienbildrate erreicht 75 fps mit einem Puffer von 160 RAW-Bildern. Die elektronische Verschlusszeit geht bis 1/32 000 s, nützlich bei hellem Sonnenlicht mit lichtstarker Optik. Die Aufnahme ist unbegrenzt, das Rolling-Shutter von 5,7 ms bleibt für die meisten Motive handhabbar. XLR-Eingänge, 32-Bit-Floating-Audio und Genlock/Timecode runden ein klar produktionsorientiertes Profil ab.

Im Gelände wiegt der GH7 805 g ohne Objektiv, was für ein MFT-Modell beträchtlich ist. Er ist wetterfest, verfügt über einen Dual-Slot für CFexpress Typ B und SD UHS-II und trägt einen EVF mit 3,68 Millionen Punkten bei 0,8x Vergrößerung. Der IBIS kompensiert 7,5 Blenden. Diese drei Punkte bilden einen Block an Geländezuverlässigkeit, den der S9 nicht erreichen kann.

Seine Stärken im Überblick:

  • 75 fps elektronisch, Puffer 160 RAW-Bilder
  • ProRes RAW intern, Datenrate 800 Mb/s, unbegrenzte Aufnahme
  • Wetterfestigkeit, Dual-Slot CFexpress + SD UHS-II
  • IBIS 7,5 Blenden, EVF 3,68 Mio. Punkte

Der größte Kompromiss bleibt die Sensorgröße: Bei wenig Licht ohne Beleuchtungskontrolle ist der GH7 physisch benachteiligt.

Für wen

Der GH7 ist für den Hybrid-Videografen gemacht, der unter realen Bedingungen arbeitet: Hochzeiten, Event-Reporting, leichte Dokumentation. Er eignet sich auch für Porträt- oder Bühnenfotografen, die eine schnelle Serienbildrate und einen großen Puffer benötigen. Wetterfestigkeit und Dual-Slot machen ihn zu einem zuverlässigen Geländewerkzeug. Er ist nicht die Kamera für den minimalistischen Reisenden oder den Nachtfotografen in städtischer Umgebung: Das Gewicht von 805 g und die ISO-Grenzen wirken sich in diesen Kontexten nachteilig aus.

Panasonic Lumix S9: was sie kann, wo sie Abstriche macht

Der S9 verfügt über einen BSI-CMOS-Vollformatsensor mit 24,2 Megapixeln und einer gemessenen Dynamik von 14,4 EV bei ISO 100. Das sind 4,2 EV mehr als beim GH7: In der Praxis bedeutet das eine deutlich bessere Rückgewinnung von Lichtern und Schatten in der Nachbearbeitung. Die native ISO-Obergrenze liegt bei 51 200, erweiterbar auf 204 800. Die AF-Erkennung bei wenig Licht reicht bis -6 EV, also zwei Blenden besser als beim GH7. Für Reisen, Porträts bei natürlichem Licht oder nächtliche Straßenfotografie machen diese Werte einen messbaren Unterschied.

In der Videoaufnahme ist der S9 deutlich eingeschränkter. Er zeichnet nur in H.265 und H.264 auf, ohne ProRes oder internes RAW. Die elektronische Serienbildrate liegt bei maximal 30 fps mit einem Puffer von 120 RAW-Bildern. Die Videoaufnahme ist nicht unbegrenzt: Die genaue thermische Abschaltzeit wird von Panasonic nicht veröffentlicht, was vor dem Kauf zu prüfen ist. Das Fehlen von XLR-Eingang, 32-Bit-Floating-Audio und Genlock disqualifiziert ihn für professionelle Produktionen.

Das Hauptargument des S9 ist sein Format: 486 g, 126 x 73,9 x 46,7 mm, ohne Sucher. Es ist ein Gehäuse, das in einer Reisetasche verschwindet. Diese Kompaktheit hat jedoch ihren Preis: keine Wetterfestigkeit, nur ein SD-UHS-II-Slot, ein Micro-HDMI-Anschluss (Typ D), der bei intensiver Nutzung anfällig ist, und eine IBIS-Stabilisierung von nur 5 Blenden. Die CIPA-Akkulaufzeit beträgt 470 Aufnahmen, etwas besser als beim GH7.

Seine Stärken im Überblick:

  • Dynamik 14,4 EV, native ISO 51 200, AF bei -6 EV
  • Gewicht 486 g, ultra-kompaktes Format ohne Sucher
  • BSI-CMOS-Vollformatsensor, überlegene Leistung bei wenig Licht
  • Akkulaufzeit 470 Aufnahmen CIPA

Die Deal-Breaker sind real: fehlende Wetterfestigkeit, einzelner SD-UHS-II-Slot, kein ProRes, begrenzte Videoaufnahme. Für reinen Fotoeinsatz auf Reisen sind diese Kompromisse akzeptabel. Für intensiven Hybrid-Einsatz sind sie es nicht.

Für wen

Der S9 eignet sich für den Reisefotografen, der Diskretion und Bildqualität bei natürlichem oder schwierigem Licht priorisiert. Er passt zu Porträts bei Umgebungslicht, nächtlicher Straßenfotografie und leichten Reportagen, bei denen das Gewicht zählt. Er eignet sich nicht für professionelle Videografen oder Fotografen, die bei Regen oder extremen Bedingungen arbeiten. Das Fehlen eines Suchers ist ein echtes Hindernis für alle, die regelmäßig bei hellem Sonnenlicht arbeiten.

Unser Fazit

Welche kaufen, und warum

Der algorithmische Score von camera-duel.com fasst die Lage gut zusammen: Foto 7,1 / Video 8,4 für den GH7 gegenüber Foto 6,1 / Video 6,9 für den S9. Der GH7 dominiert fast alle technischen Achsen. Das ist jedoch nicht der richtige Maßstab für die Entscheidung.

Der S9 gewinnt in einer wirklich wichtigen Disziplin: dem Sensor. Eine Dynamik von 14,4 EV gegenüber 10,2 EV, eine native ISO von 51 200 gegenüber 12 800, ein AF bei -6 EV gegenüber -4 EV. Für reine Fotografie bei schwierigem Licht liefert der BSI-CMOS-Vollformatsensor des S9 Dateien, die der GH7 physisch nicht erreichen kann. Wenn Ihre Hauptnutzung Reise-, Straßen- oder Porträtfotografie bei natürlichem Licht ist, ist der S9 die richtige Wahl, trotz seiner Kompromisse.

Diese Kompromisse sind jedoch hart:

  • Keine Wetterfestigkeit bei einem Reisegehäuse: Deal-Breaker für jede feuchte oder staubige Destination.
  • Einzelner SD-UHS-II-Slot: Risiko in der Produktion, keine Redundanz.
  • Begrenzte Videoaufnahme, kein ProRes, kein XLR: Der S9 ist für professionelle Videoaufnahmen die falsche Wahl.
  • Fehlender Sucher: echtes Problem bei hellem Außenlicht.

Für Hochzeiten, Event-Reporting, Videodokumentation oder intensiven Hybrid-Einsatz hat der GH7 in dieser Preisklasse keinen ernsthaften Konkurrenten. Seine 75 fps, das interne ProRes RAW mit 800 Mb/s, die unbegrenzte Aufnahme, die Wetterfestigkeit und der Dual-Slot machen ihn zu einem kompletten Produktionswerkzeug. Der Aufpreis von 700 USD zum Launch ist Zeile für Zeile gerechtfertigt.

2026 finden sich beide Gehäuse auf dem Gebrauchtmarkt zu attraktiven Preisen. Der GH7 wechselt für etwa 1 500 bis 1 700 USD den Besitzer, der S9 für 900 bis 1 100 USD. Auf diesem Niveau wird der S9 zu einem sehr wettbewerbsfähigen Vollformat-Einstieg für den Reisefotografen, der seine Grenzen akzeptiert. Der gebrauchte GH7 bleibt die beste Wahl für den Hybrid-Videografen unter 2 000 USD.

Endgültiges Urteil: Wählen Sie den GH7, wenn Sie Video, Hochzeiten oder Reporting machen. Wählen Sie den S9 nur, wenn Ihre Nutzung hauptsächlich fotografisch, auf leichten Reisen und Sie das Fehlen von Wetterfestigkeit und Sucher akzeptieren.

Häufige Fragen

Vor dem Kauf — was wir oft gefragt werden

  • Welches Modell sollten Sie für Hochzeiten wählen?

    Den GH7 ohne Zögern. Die Serienbildrate von 75 fps mit einem Puffer von 160 RAW-Bildern deckt entscheidende Momente ab. Die unbegrenzte Videoaufnahme in ProRes 422 HQ und das 32-Bit-Floating-Audio ermöglichen es, die Zeremonie ohne Unterbrechung und ohne ständige Lautstärkeüberwachung abzudecken. Die Wetterfestigkeit schützt das Gehäuse bei Außenhochzeiten. Der S9, ohne Sucher, ohne Wetterfestigkeit und mit begrenzter Videoaufnahme, ist für diesen Einsatz nicht ausgelegt.

  • Ist der S9 trotz fehlendem ProRes wirklich für Videoaufnahmen nutzbar?

    Für den privaten oder semi-professionellen Einsatz reicht das 10-Bit-H.265 in 4K des S9 aus. Die maximale Datenrate von 200 Mb/s gegenüber 800 Mb/s beim GH7 verringert jedoch den Spielraum beim Grading. Das Fehlen von internem ProRes RAW, XLR, 32-Bit-Floating-Audio und Genlock/Timecode disqualifiziert den S9 für jede professionelle Produktion. Die begrenzte Aufnahmedauer ist eine zusätzliche, nicht genau dokumentierte Einschränkung von Panasonic. Für ernsthaften Videoeinsatz ist der GH7 die einzige Wahl der beiden.

  • Ist das Fehlen eines Suchers beim S9 im Alltag wirklich störend?

    Ja, in zwei konkreten Situationen. Bei hellem Sonnenlicht wird das Display mit 1,84 Millionen Punkten schwer ablesbar, was Fokus und Belichtungskontrolle zufällig macht. Bei schnellen Aufnahmen zwingt das Fehlen eines Suchers dazu, das Gehäuse auf Armlänge zu halten, was die Stabilität beeinträchtigt und der IBIS mit 5 Blenden nicht vollständig entgegenwirkt. Für den Einsatz in Innenräumen oder bei weichem Licht ist das Fehlen eines Suchers akzeptabel. Für den vielseitigen Außeneinsatz ist es ein echter Kompromiss.

  • Beeinträchtigt das MFT-Format des GH7 die Bildqualität wirklich gegenüber dem Vollformat des S9?

    Anhand der gemessenen Daten ja. Die Dynamik des S9 liegt bei 14,4 EV gegenüber 10,2 EV beim GH7, also 4,2 EV Unterschied. Die native ISO des S9 geht bis 51 200 gegenüber 12 800 beim GH7. In der Praxis bedeutet das eine deutlich bessere Rückgewinnung von Schatten und Lichtern im RAW und weniger Rauschen bei hohen Empfindlichkeiten. Für Video unter kontrollierten Bedingungen oder im Studio ist der Unterschied weniger wahrnehmbar. Für Fotografie bei schwierigem natürlichem Licht liefert der S9 objektiv besser verwertbare Dateien.

  • Rechtfertigt die Preisdifferenz von 700 USD zum Launch den GH7?

    Für professionellen Video- oder Hybrid-Einsatz ja. Das interne ProRes RAW, die unbegrenzte Aufnahme, XLR-Eingänge, 32-Bit-Floating-Audio, der Dual-Slot CFexpress und die Wetterfestigkeit sind Funktionen, die Sie dem S9 nicht mit Zubehör hinzufügen können. Für reinen Fotoeinsatz auf Reisen nein: Der S9 bietet einen Vollformatsensor mit 14,4 EV Dynamik für 700 USD weniger, was in dieser Klasse schwer zu schlagen ist. 2026 verringert der Gebrauchtmarkt die Differenz auf etwa 600 USD, was die Entscheidung grundsätzlich nicht verändert.