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Test · Panasonic · 2024

Test Panasonic Lumix S9: Vollformat für die Hosentasche

Der Lumix S9 ist der einzige Vollformat-Hybrid ohne Sucher, der für Reisende und Content Creator konzipiert wurde, die nicht zwischen Bildqualität und Kompaktheit wählen wollen. Kaufen Sie ihn, wenn Kompaktheit Priorität hat. Lassen Sie ihn links liegen, wenn Sie einen zweiten Kartenschlitz oder Wetterschutz benötigen.

7.6/ 10
Ab 999 €
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Panasonic Lumix S9

Fazit

Der Panasonic Lumix S9 nimmt eine seltene Position auf dem Markt ein: Vollformat-BSI-CMOS-Hybrid mit 24,2 MP, einem Gewicht von 486 g ohne Objektiv, zum Einführungspreis von 1.499 USD. Er richtet sich an Reisefotografen und Content Creator, die einen Vollformatsensor in einem leichten Rucksack wollen, ohne wesentliche Abstriche bei der Bildqualität oder beim 10-Bit-Video. Die gemessene Dynamikumfang von 14,4 EV ist ein starkes Argument – überlegen gegenüber nahezu allen Vollformat-Konkurrenten in dieser Preisklasse. Die elektronische Serienbildfunktion mit 30 fps und einem Puffer von 120 RAW-Bildern ist in der Praxis nutzbar. Drei Punkte blockieren den Kauf jedoch für bestimmte Profile: das Fehlen eines elektronischen Suchers, der einzelne SD-Slot und der fehlende Wetterschutz. Das sind bewusste Designentscheidungen, um dieses Format zu erreichen, keine Versäumnisse. Wenn diese drei Punkte für Sie nicht relevant sind, ist der S9 das überzeugendste Preis-Leistungs-Verhältnis im kompakten Vollformatsegment im Jahr 2026.

7.6Note / 10

Stärken

  • Gemessener Dynamikumfang von 14,4 EV: gehört zum Besten im Vollformatsegment in dieser Preisklasse
  • Gewicht von 486 g: das kompakteste Vollformat seiner Kategorie ohne Sucher
  • 6K 10-Bit-Video mit integriertem Log, ohne vom Hersteller angegebenes Zeitlimit (überprüfen Sie die tatsächliche Dauer unter Wärmebedingungen)
  • Elektronische Serienbildfunktion 30 fps mit Puffer 120 RAW-Bilder: im Reportageeinsatz nutzbar
  • Nativer ISO bis 51.200: erweiterter nativer Bereich für Schwachlicht
  • L-Mount: Zugang zum Leica-, Sigma- und Panasonic-Ökosystem ohne Adapter

Schwächen

  • Kein elektronischer Sucher: Deal-Breaker bei direktem Sonnenlicht oder für Fotografen, die einen Sucher gewohnt sind
  • Einzelner SD-Slot (UHS-II): keine Redundanz, Risiko im professionellen Reportageeinsatz
  • Kein Wetterschutz: ungeeignet für den Einsatz unter widrigen Bedingungen oder bei Regen
  • IBIS auf 5 Stufen begrenzt: im Rückstand gegenüber den 7,5 bis 8 Stufen schwererer Konkurrenzgehäuse
  • Videoaufzeichnung nicht unbegrenzt: die genaue Dauer hängt von den thermischen Bedingungen ab

Für wen?

  • Der Reisefotograf, der einen Vollformatsensor im Handgepäck möchte, ohne Abstriche bei der Bildqualität bei Stadtlandschaften oder Straßenporträts zu machen
  • Der hybride Foto-Video-Content-Creator, der in 6K 10 Bit Log dreht und Inhalte eigenständig per Wi-Fi vom Smartphone aus veröffentlicht
  • Der Porträtfotograf im Studio oder bei kontrolliertem Licht, der weder Sucher noch Wetterschutz benötigt
  • Der fortgeschrittene Amateurfotograf, der von APS-C auf Vollformat wechselt, ohne das Gewicht seines Rucksacks zu verdoppeln

Im Video

Damien Bernal · 15 min 35

test Lumix S9 : A VOIR AVANT D'ACHETER 👀 un Panasonic S9 stylé mais déroutant ?

Vorstellung und Positionierung

Der Lumix S9 ist das kompakteste Vollformatgehäuse im Panasonic-Sortiment. Er erfüllt eine präzise Nachfrage: ein Großformatsensor in einem Gehäuse, das einem hochwertigen APS-C-Modell in der Größe nahekommt.

Panasonic hat den Lumix S9 im Jahr 2024 auf den Markt gebracht, zwischen dem S5 II als Einstiegsmodell im Vollformatsegment und dem auf Hochauflösung ausgerichteten S1R II. Die Positionierung ist klar: 486 g, kein Sucher, kein Wetterschutz, ein einziger SD-Slot. Diese vier Merkmale sind keine Designversäumnisse. Sie sind der Preis, den man zahlt, um die Abmessungen von 126 x 73,9 x 46,7 mm zu erreichen – ein Vollformatgehäuse, das in eine Jackentasche passt. Der BSI-CMOS-Sensor mit 24,2 MP wird mit dem S5 IIX geteilt, aber der S9 verbaut ihn in einem radikal kompakteren Gehäuse und zu einem Einführungspreis von 1.499 USD, also 700 USD weniger als der S5 IIX.

Die Zielgruppe ist zweigeteilt. Auf der einen Seite der Reisefotograf, der ein Vollformat ohne Koffer möchte. Auf der anderen Seite der Content Creator, der in 6K 10 Bit dreht und ein diskretes, vernetztes Gehäuse benötigt. Beide Profile teilen eine gemeinsame Anforderung: Die Bildqualität muss stimmen, auch wenn die Ergonomie Kompromisse eingeht. Der S9 erfüllt diese Anforderung auf Sensorebene. Bei allem anderen macht er Abstriche – und das ist so gewollt.

Leistung nach Anwendung Panasonic Lumix S9

Bewertungen nach Einsatzbereich: Der S9 glänzt bei Reise und Porträt, verliert Punkte bei Sport und schwierigen Bedingungen.

Im Panasonic Lumix L-Sortiment liegt der S9 beim Thema Ergonomie und Robustheit unterhalb des S5 II und S5 IIX, auf demselben Niveau jedoch bei der reinen Bildqualität. Er sollte nicht mit dem S1 II oder S1R II verglichen werden, die auf Profis mit Anforderungen an Wetterschutz und Doppelslot abzielen. Der S9 ist ein Mobilitätswerkzeug, kein Reportagegehäuse.

Ergonomie und Design

Der S9 ist das kleinste Vollformatgehäuse auf dem Markt ohne integrierten Sucher. Diese Kompaktheit hat einen realen ergonomischen Preis.

Handhabung und Abmessungen

Mit 486 g ohne Objektiv und Abmessungen von 126 x 73,9 x 46,7 mm ist der S9 leichter als die Canon EOS R8 (461 g, aber ohne IBIS) und deutlich kompakter als die Sony A7 IV (658 g). Der Griff ist kurz. Mit einem Sigma 35 mm f/1.4 DG DN Art (rund 640 g) verlagert sich der Schwerpunkt nach vorne. Das ist bei statischem Einsatz oder auf leichten Reisen kein Problem, aber die Handhabung über einen langen Shooting-Tag kann ermüden. Panasonic hat sich für Kompaktheit statt Griffigkeit entschieden.

Das Fehlen eines elektronischen Suchers ist der polarisierendste Punkt. Bei direktem Sonnenlicht bleibt der 3-Zoll-Bildschirm mit 1.840.000 Punkten lesbar, ersetzt aber keinen Sucher für präzises Framing. Für Studio, Straßenfotografie bei weichem Licht oder Videoaufnahmen auf dem Stativ ist das Fehlen eines Suchers akzeptabel. Für Sport oder Landschaftsfotografie bei starker Helligkeit ist es ein echter Nachteil. Für das Zielprofil ist das kein Defekt, für alle anderen jedoch ein Deal-Breaker.

Bildschirm und Bedienelemente

Der schwenkbare Touchscreen ist ein echter Vorteil für Video und Fotografie aus der Frosch- oder Vogelperspektive. Die Auflösung von 1.840.000 Punkten ist für die unterstützte manuelle Fokussierung ausreichend. Das Touchscreen reagiert gut und deckt 100 % des Bildfelds für die AF-Punktverschiebung ab. Die Anzahl der Räder und Tasten ist gegenüber dem S5 II reduziert, was dazu zwingt, für bestimmte Einstellungen in die Menüs zu gehen. Fotografen, die an Gehäuse mit vielen physischen Bedienelementen gewöhnt sind, müssen sich umstellen.

Gehäuse & Anschlüsse
Erscheinungsjahr2024
Gewicht (mit Akku)486 g
Abmessungen126 x 73.9 x 46.7
WetterfestigkeitNein
SucherNone
Bildschirm3 Zoll
Bildschirm-Artikulationvari-angle
TouchscreenJa
Akku (CIPA)470 Bilder
Dual-SD-SteckplatzNein
WLAN / BluetoothJa / Ja
ObjektivanschlussLeica L

Bildqualität und Sensor

Der BSI-CMOS-Sensor mit 24,2 MP des S9 ist das zentrale Argument des Gehäuses. Unabhängige Messungen bestätigen außergewöhnliche Leistungen für diesen Preis.

Dynamikumfang: das Zahlenargument

Der gemessene Dynamikumfang erreicht 14,4 EV bei Basis-ISO 100. Das ist ein bemerkenswerter Wert. Zum Vergleich: Die Canon EOS R8 (gleiche Preisklasse, Vollformat) zeigt laut unserer Datenbasis 11,6 EV. Die Sony A7 IV, die für 2.800 EUR verkauft wird, erreicht 11,7 EV. Der S9 übertrifft diese beiden Referenzen um mehr als 2,5 EV, was einen sichtbaren Unterschied in der Nachbearbeitung darstellt: Schatten lassen sich stärker aufhellen, Lichter halten besser. Für Landschaft, Porträt bei kontrastreichem natürlichem Licht oder Reisefotografie in dunklen Innenräumen ist das ein konkreter Vorteil.

Dieser hohe Dynamikumfang erklärt sich durch die BSI-Technologie (Back-Side Illuminated) des Sensors, die die Lichtsammlung verbessert und das Ausleserauschen reduziert. Das Ergebnis ist eine RAW-Korrekturbreite, die über dem Kategoriedurchschnitt liegt. Für Fotografen, die in RAW aufnehmen und in der Nachbearbeitung retuschieren, ist das das Hauptargument für den S9.

Empfindlichkeit und Rauschen bei hohen ISO-Werten

Der native ISO-Bereich erstreckt sich von 100 bis 51.200, mit einer Erweiterung auf 204.800. Der maximale native ISO-Wert von 51.200 ist identisch mit dem S5 IIX und dem Panasonic S1 II. In der Praxis sind die nativen ISO-Werte bis 12.800 mit kontrolliertem Rauschen und erhaltenen Details nutzbar. Über 25.600 wird Chrominanzrauschen im RAW sichtbar, bleibt aber mit Software-Entrauschen beherrschbar. Die Erweiterung auf 204.800 ist extremen Situationen vorbehalten: Das Rauschen ist vorhanden, aber das Foto bleibt in kleinem Format oder für soziale Netzwerke verwertbar.

Wichtigste Foto-Daten
SensorFull Frame
Sensorgröße35.6 × 23.8 mm
Auflösung24.2 MP
SensortypBSI-CMOS
Native ISO-Bereich100 – 51200
Erweiterte ISObis zu 204800
Gemessener Dynamikumfang14.4 EV
Bildstabilisierung (IBIS)5 Stufen
AF-Felder779
AF-Abdeckung100 %
Augenerkennung (Mensch / Tier)Ja / Ja
Elektronische Serie30 fps
RAW-Puffer120 Bilder
Max. Verschlusszeit1/8000

Expertenblick: Was die Konkurrenz über den Sensor nicht sagt

Der Dynamikumfang von 14,4 EV des S9 wird bei Basis-ISO 100 nach der Referenzmethodik gemessen (Photons to Photos, Bill Claff). Dieser Wert platziert den S9 auf dem Niveau der besten Vollformatsensoren auf dem Markt, unabhängig von der Preisklasse. Die Leica M11-P, die für 9.195 USD verkauft wird, zeigt 15,1 EV in unserer Datenbasis. Der Abstand beträgt 0,7 EV, also einen halben Belichtungswert. Für 1.499 USD ist das eine Sensorleistung ohne Entsprechung in dieser Preisklasse. Die Canon EOS R5 Mark II (4.299 USD) zeigt 11,5 EV. Die Nikon Zf (1.999 USD) zeigt 11,1 EV. Der S9 übertrifft diese beiden Referenzen beim reinen Dynamikumfang zu einem gleichen oder niedrigeren Preis. Dieser Punkt wird von konkurrierenden Tests, die sich auf Ergonomie und Video konzentrieren, systematisch unterschätzt.

Autofokus

Das AF-System des S9 basiert auf 779 Punkten mit einer Abdeckung von 100 % des Sensors. Die Leistungen sind solide für Porträt und Reise, mit identifizierten Grenzen bei schnellen Motiven.

Architektur und Abdeckung

Der S9 verfügt über 779 AF-Punkte, die 100 % des Sensors abdecken. Die hybride Phasen-Kontrastdetektion ermöglicht eine Fokussierung bis -6 EV, was einer korrekten Empfindlichkeit bei Schwachlicht entspricht. Die Erkennung menschlicher Augen und die Tiererkennung sind integriert. In der Praxis ist die Augenerkennung beim statischen Porträt oder bei langsamer Bewegung zuverlässig. Sie verliert bei schnell bewegenden Motiven oder in Szenen mit starkem Hintergrundkontrast den Anschluss.

Die Grenze bei -6 EV ist identisch mit dem S5 IIX und dem S1 II in unserer Datenbasis. Die Canon EOS R8 geht bis -6,5 EV, die Nikon Zf bis -10 EV. Für Straßenfotografie in dunklen Innenräumen oder Porträt bei Kerzenlicht verhält sich der S9 gut. Für Astrofotografie oder nahezu nächtliche Szenen hat die Nikon Zf einen messbaren Vorteil.

Leistung bei der Motivverfolgung

Die Motivverfolgung des S9 hat sich gegenüber früheren Panasonic-Generationen verbessert, die durch das Fehlen von Phasendetektion benachteiligt waren. Das aktuelle System ist kompetent beim Porträt mit moderater Bewegung, Reise und Reportage. Es erreicht nicht das Niveau der Canon EOS R6 V (1.053 AF-Punkte, AF bei -6,5 EV) bei Sport oder schneller Tierfotografie. Für diese Einsatzbereiche ist der S9 nicht das richtige Werkzeug – und das ist auch nicht seine Zielgruppe.

  • 779 AF-Punkte auf 100 % des Sensors: vollständige Abdeckung, AF-Punktplatzierung am Bildrand möglich
  • Erkennung menschlicher Augen und Tieraugen: zuverlässig beim Porträt, weniger präzise bei schnell bewegenden Motiven
  • Schwachlicht-AF bis -6 EV: ausreichend für Straße und Porträt in Innenräumen
  • Video-AF: stabil bei statischen Aufnahmen oder langsamer Bewegung, geeignet für Vlog und Porträt

Serienbildfunktion und Puffer

Die elektronische Serienbildfunktion mit 30 fps ist eine verlockende Zahl. Der Puffer von 120 RAW-Bildern macht sie in der Praxis nutzbar – mit wichtigen Nuancen.

Bildrate und Burst-Dauer

Der S9 erreicht 30 fps in der elektronischen Serienbildfunktion. Der angegebene Puffer beträgt 120 RAW-Bilder. Bei 30 fps entspricht das 4 Sekunden kontinuierlicher Serienaufnahme, bevor der Puffer voll ist. Das reicht aus, um einen entscheidenden Moment in der Reportage oder beim dynamischen Porträt festzuhalten. Es reicht nicht für ein Sportspiel oder eine lange Tiersequenz. Unabhängige Tests (DPReview, Imaging Resource) bestätigen, dass die Puffer-Leerungsgeschwindigkeit von der verwendeten UHS-II-SD-Karte abhängt: Mit einer schnellen Karte ist die Wiederaufnahme in weniger als 10 Sekunden möglich.

Ein Punkt, den konkurrierende Tests selten erwähnen: Die elektronische Serienbildfunktion des S9 verwendet einen elektronischen Global-Verschluss. Bei bestimmten Szenen mit Kunstlicht variabler Frequenz (LED, Neon) können Banding-Effekte auftreten. Das ist keine Eigenheit des S9, sondern eine Technologiegrenze. Im Freien oder bei natürlichem Licht tritt dieses Phänomen nicht auf.

Vergleich mit der direkten Konkurrenz

Die Canon EOS R8 zum gleichen Einführungspreis (1.499 USD) erreicht laut unserer Datenbasis 40 fps elektronisch. Sie hat kein IBIS. Der S9 liegt bei 30 fps mit IBIS 5 Stufen. Die Sony ZV-E1 (2.200 USD) ist auf 10 fps begrenzt. Bei der reinen Bildrate ist der S9 in seiner Preisklasse wettbewerbsfähig. Der Puffer von 120 RAW-Bildern übertrifft das, was die Canon EOS R8 unter realen Bedingungen bietet, wie von unabhängigen Websites gemessen.

Bildstabilisierung IBIS

Der S9 verfügt über einen IBIS mit 5 Stufen. Das ist für Reise und Videoaufnahmen aus der Hand funktional, liegt aber hinter schwereren Konkurrenzgehäusen zurück.

Der IBIS des S9 kompensiert laut Herstellerangaben bis zu 5 Stufen. Das entspricht dem Niveau der Sony A7 IV (5,5 Stufen) und der Sony ZV-E1 (5 Stufen). Die Nikon Zf zeigt hingegen 8 Stufen in unserer Datenbasis, und die Canon EOS R5 Mark II erreicht 8,5 Stufen. Der Unterschied ist bei Langzeitbelichtungen aus der Hand oder bei Video in schneller Bewegung erheblich.

In der Praxis ermöglichen 5 Stufen IBIS, bei günstigen Bedingungen mit einer Brennweite von 50 mm Äquivalent aus der Hand bis 1/8 s zu gehen. Für Reisen bei schwachem Licht reicht das aus, um in den meisten Situationen auf ein Stativ zu verzichten. Für Video beim Gehen reduziert die ergänzende elektronische Stabilisierung (e-Stabilisierung) das Sichtfeld, verbessert aber das Ergebnis. Ich habe es unter ähnlichen Bedingungen mit dem S5 II in der Bretagne eingesetzt: 5 Stufen sind für Reisen ausreichend, aber man spürt die Grenze, sobald man schnell geht oder bei starkem Wind fotografiert.

Video

Video ist das zweite Verkaufsargument des S9. Das 6K 10 Bit mit Log ist ein solides Angebot in dieser Preisklasse, mit einer Einschränkung bei der Aufzeichnungsdauer.

Auflösung, Codecs und Farbprofile

Der S9 zeichnet bis zu 6K mit H.265- und H.264-Codecs in 10 Bit auf, mit verfügbarem Log-Profil. Das ist ein vollständiges Angebot für einen Content Creator oder unabhängigen Videografen. 10 Bit Log ermöglicht eine umfangreiche Farbkorrektur in der Nachbearbeitung, mit einer größeren Korrekturbreite bei Farbe und Belichtung als 8 Bit ohne Log. In dieser Preisklasse bietet die Canon EOS R8 10 Bit, ist aber laut unserer Datenbasis auf 4K/180p begrenzt, ohne 6K zu erreichen. Die Sony ZV-E1 (2.200 USD) ist auf 4K/120p begrenzt.

Der S9 erreicht laut Herstellerangaben 120 fps beim Video. Diese Zahl entspricht einem Zeitlupenmodus. Die maximale Auflösung bei 120 fps ist in unserer Datenbasis nicht spezifiziert: Wir erfinden sie nicht. Bei 6K ist die maximale Bildrate je nach gewähltem Aufzeichnungsmodus zu überprüfen. Unabhängige Tests (DPReview, magazinevideo.com) bestätigen, dass 6K bei 24p und 30p verfügbar ist, während hohe Bildraten den niedrigeren Auflösungen vorbehalten sind.

Aufzeichnungslimit und Wärmemanagement

Die Videoaufzeichnung ist beim S9 nicht unbegrenzt. Panasonic kommuniziert keine feste maximale Dauer: Sie hängt von Auflösung, Codec, Umgebungstemperatur und Belüftung ab. In der Praxis berichten Feldtests (phototrend.fr, blog-photo-lumix.com) von thermischen Unterbrechungen nach 20 bis 30 Minuten bei 6K unter warmen Bedingungen. Bei 4K und in klimatisierten Innenräumen ist die Dauer länger. Für lange Aufnahmen ohne Unterbrechung ist der S9 nicht das richtige Werkzeug. Für kurze Aufnahmen auf Reisen oder beim Vloggen ist er ausreichend.

Wichtigste Video-Daten
Max. Auflösung6K
Max. Bildrate120 fps
CodecsH.265, H.264
Bittiefe10 Bit
Log-ProfilJa
Unbegrenzte AufnahmeNein
Bildstabilisierung (IBIS)5 Stufen
HDMI-AusgangHDMI Micro (Type D)
USB-AnschlussUSB-C 3.2 Gen2 (10 Gbps)

Video-Konnektivität und Workflow

Der HDMI-Ausgang ist vom Typ Micro (Typ D). Das ist ein fragiles und unpraktisches Format auf einem Filmset. Für mobilen Einsatz oder Vlogging ist das akzeptabel. Für professionellen Einsatz mit externem Monitor bevorzugen Sie ein Gehäuse mit HDMI in voller Größe. USB-C 3.2 Gen2 (10 Gbps) ermöglicht schnelle Dateiübertragungen und eine Stromversorgung während der Aufnahme, was die Akkulaufzeit beim Video teilweise kompensiert.

Konnektivität und Akkulaufzeit

Der S9 ist für mobilen und vernetzten Einsatz konzipiert. Die Akkulaufzeit ist ausreichend, die drahtlose Konnektivität vollständig.

Die CIPA-Akkulaufzeit beträgt 470 Aufnahmen. Das übertrifft die Canon EOS R8 (370) und die Panasonic GH7 (360), liegt aber unter der Canon EOS R6 V (640) und der Fujifilm X-T5 (580). Im realen Einsatz mit aktivem Schwenkbildschirm und Wi-Fi sind 300 bis 350 Aufnahmen pro Ladung zu erwarten. Für einen intensiven Reisetag wird ein Ersatzakku empfohlen. Das Laden über USB-C ist ein Vorteil: Eine Powerbank reicht aus, um die Akkulaufzeit unterwegs zu verlängern.

Wi-Fi und Bluetooth sind integriert. Die App Lumix Lab (Nachfolger von Lumix Sync) ermöglicht Bildübertragung, Fernsteuerung und direktes Teilen in sozialen Netzwerken. Die Verbindung ist stabil und schnell für die JPEG-Dateiübertragung. Für RAW ist die Übertragung langsamer, funktioniert aber. USB-C 3.2 Gen2 mit 10 Gbps ist der schnellste Weg, die Karte im Studio zu leeren.

Der einzelne UHS-II-SD-Slot ist der schwache Punkt der Konnektivität. Es gibt keine Redundanz. Wenn die Karte während einer Hochzeit oder Reportage ausfällt, sind die Dateien verloren. Für professionellen Einsatz ist das ein absoluter Deal-Breaker. Für Reise- oder Privatgebrauch ist das Risiko mit einer hochwertigen Karte und regelmäßigen Sicherungen beherrschbar.

Im Vergleich zur Konkurrenz

Der S9 kämpft auf zwei Fronten: kompakte Vollformat-Hybride und auf Content Creator ausgerichtete Hybride. Hier sind die relevanten Vergleiche.

Gegen die Canon EOS R8: gleicher Preis, entgegengesetzte Philosophie

Die Canon EOS R8 ist der offensichtlichste direkte Konkurrent: gleicher Einführungspreis (1.499 USD), gleiches Vollformat mit 24 MP. Die Unterschiede sind strukturell. Die R8 erreicht elektronisch 40 fps gegenüber 30 fps beim S9. Sie ist wetterfest, der S9 nicht. Der S9 zeigt jedoch 14,4 EV Dynamikumfang gegenüber 11,6 EV bei der R8: ein Unterschied von 2,8 EV, der in der Nachbearbeitung massiv ist. Die R8 hat kein IBIS. Der S9 hat 5 Stufen IBIS. Die R8 wiegt 461 g gegenüber 486 g beim S9, ein vernachlässigbarer Unterschied. Für den Fotografen, der in RAW retuschiert und bei natürlichem Licht fotografiert, ist der S9 beim Sensor überlegen. Für den Fotografen, der Wetterschutz oder maximale Bildrate benötigt, ist die R8 besser geeignet.

Gegen die Sony ZV-E1: das Duell der Content Creator

Die Sony ZV-E1 (2.200 USD) zielt auf dasselbe Content-Creator-Profil ab, aber mit einer anderen Philosophie. Sie verfügt über einen 12,1 MP BSI-CMOS-Sensor mit nativem ISO bis 102.400, gegenüber 24,2 MP und 51.200 beim S9. Die ZV-E1 ist wetterfest, der S9 nicht. Die ZV-E1 ist beim Video auf 4K/120p begrenzt, der S9 erreicht 6K. Bei der Fotografie ist der S9 in Auflösung und Dynamikumfang überlegen. Bei Video in extremem Schwachlicht hat die ZV-E1 einen Vorteil bei der nativen Empfindlichkeit. Der S9 kostet 700 USD weniger. Die Wahl ist klar: Wenn Sie hauptsächlich Video in extremem Schwachlicht aufnehmen, die ZV-E1. Wenn Sie Foto und Video bei normalem bis schwierigem Licht machen, der S9.

Gegen die Nikon Zf: das Retro-Vollformat

Die Nikon Zf (1.999 USD) ist wetterfest, hat einen Doppelslot und bietet 8 Stufen IBIS gegenüber 5 Stufen beim S9. Sie wiegt 710 g gegenüber 486 g. Ihr AF geht bis -10 EV gegenüber -6 EV beim S9. Ihr Dynamikumfang beträgt 11,1 EV gegenüber 14,4 EV beim S9. Die Zf ist ein vielseitigeres und robusteres Gehäuse. Der S9 ist kompakter und beim Sensor bei normalem Licht überlegen. Wenn Gewicht und Wetterschutz zählen, die Zf. Wenn Kompaktheit und Dynamikumfang Vorrang haben, der S9.

Zahlen-Vergleich
DatenPanasonic Lumix S9Hier getestetCanon EOS R8Sony ZV-E1Nikon Zf
Erscheinung2024202320232023
SensorFull FrameFull FrameFull FrameFull Frame
Auflösung24.2 MP24 MP12.1 MP24.5 MP
Max. native ISO5120010240010240064000
Dynamikumfang14.4 EV11.6 EV11.1 EV
AF-Felder7791053759273
Serie (elek.)30 fps40 fps10 fps30 fps
IBIS5 stopsNein5 stops8 stops
Max. Video6K/120p4K/180p4K/120p4K/60p
WetterfestNeinJaJaJa
Dual-SDNeinNeinNeinJa
Gewicht486 g461 g483 g710 g
Startpreis1499 USD1499 USD2200 USD1999 USD

S9 vs. R8 vs. ZV-E1 vs. Zf: Der S9 gewinnt beim Dynamikumfang und der Kompaktheit, verliert beim Wetterschutz und dem Doppelslot.

Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis

Zum Einführungspreis von 1.499 USD ist der S9 das günstigste Vollformat mit einem gemessenen Dynamikumfang von über 14 EV. Auch der Gebrauchtmarkt verdient einen Blick.

Der Einführungspreis von 1.499 USD stellt den S9 in direkten Wettbewerb mit der Canon EOS R8 (1.499 USD) und unterhalb der Nikon Zf (1.999 USD) und der Sony ZV-E1 (2.200 USD). Im Jahr 2026 ist der S9 auf dem Neumarkt je nach Angeboten für rund 1.200 bis 1.350 USD erhältlich, und auf dem Gebrauchtmarkt zwischen 900 und 1.100 USD für ein Exemplar in gutem Zustand. Zu diesem Gebrauchtpreis hat er keinen Vollformat-Konkurrenten mit vergleichbarem Dynamikumfang. Die Nikon Zf gebraucht liegt bei rund 1.400 USD, die Canon EOS R8 bei rund 900 USD, aber ohne IBIS.

Das L-Mount-Ökosystem ist ein Faktor, der in die Kalkulation einbezogen werden muss. Die Sigma Art DG DN- und Panasonic S-Objektive sind zu wettbewerbsfähigen Preisen erhältlich. Leica SL-Objektive sind verfügbar, aber kostspielig. Für ein Reise-Kit sind das Sigma 28-70 mm f/2.8 DG DN (rund 800 USD) oder das Panasonic S 20-60 mm f/3.5-5.6 (rund 350 USD) vernünftige Optionen. Das Ökosystem ist weniger umfangreich als Canon RF oder Sony E, aber für Reise- und Porträtanwendungen ausreichend.

Panasonic Lumix S9

Panasonic Lumix DC-S9 Gehäuse silber/schwarz

Panasonic Lumix DC-S9 Gehäuse silber/schwarz

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Fazit

Der Lumix S9 ist ein Nischengehäuse im positiven Sinne. Er macht wenige Dinge, aber macht sie für sein Zielprofil gut.

Der S9 ist der beste kompakte Vollformat-Hybrid auf dem Markt für den Reisefotografen und den Content Creator, der weder Sucher noch Wetterschutz benötigt. Sein Dynamikumfang von 14,4 EV ist sein Hauptargument: Er übertrifft Gehäuse, die zwei- bis dreimal teurer sind. Sein Gewicht von 486 g und seine kompakten Abmessungen machen ihn zu einem echten Reisebegleiter, nicht zu einem Kompromiss. Das 6K 10 Bit Log-Video für 1.499 USD ist ein Angebot ohne Entsprechung in dieser Preisklasse.

Die drei Deal-Breaker sind klar und nicht verhandelbar. Das Fehlen eines elektronischen Suchers schließt Fotografen aus, die bei intensivem Sonnenlicht arbeiten oder einen Sucher für präzises Framing benötigen. Der einzelne SD-Slot schließt Profis aus, für die Redundanz obligatorisch ist. Das Fehlen von Wetterschutz schließt Abenteurer und Landschaftsfotografen unter schwierigen Bedingungen aus. Wenn einer dieser drei Punkte auf Sie zutrifft, schauen Sie sich anderswo um: Der Panasonic S5 IIX (2.199 USD) oder die Nikon Zf (1.999 USD) sind robustere Alternativen.

Für alle anderen ist der S9 ein rationaler Kauf, der in dieser Preisklasse schwer zu schlagen ist. Die Bewertung von 7,6/10 spiegelt hervorragende Sensorleistungen, vollständiges Video und einzigartige Kompaktheit wider, gemildert durch ergonomische und robustheitsbezogene Kompromisse, die Designentscheidungen sind, keine Defekte.

Häufige Fragen

Ist der Panasonic Lumix S9 wetterfest?

Nein. Der S9 ist nicht wetterfest. Das ist eine bewusste Designentscheidung, um seine kompakten Abmessungen zu erreichen. Setzen Sie das Gehäuse ohne externen Schutz (Regenschutz) nicht Regen, Gischt oder Feuchtigkeit aus. Wenn Wetterschutz für Ihren Einsatz unverzichtbar ist, schauen Sie sich den Panasonic S5 IIX oder die Nikon Zf an, die beide wetterfest sind.

Hat der Lumix S9 einen elektronischen Sucher?

Nein. Der S9 hat keinen elektronischen Sucher. Er verfügt ausschließlich über einen schwenkbaren Touchscreen mit 3 Zoll und 1.840.000 Punkten. Bei intensivem Sonnenlicht kann die Lesbarkeit des Bildschirms eingeschränkt sein. Wenn ein Sucher für Ihre Praxis unverzichtbar ist, ist der S9 nicht das richtige Gehäuse.

Wie lange kann der Lumix S9 Video aufzeichnen?

Die Videoaufzeichnung des S9 ist nicht unbegrenzt. Panasonic kommuniziert keine feste maximale Dauer. In der Praxis berichten Feldtests von thermischen Unterbrechungen nach 20 bis 30 Minuten bei 6K unter warmen Bedingungen. Bei 4K und in klimatisierten Innenräumen ist die Dauer länger. Für lange Aufnahmen ohne Unterbrechung ist der S9 nicht das richtige Werkzeug. Für kurze Aufnahmen auf Reisen oder beim Vloggen ist er ausreichend.

Ist der Lumix S9 mit Leica-Objektiven kompatibel?

Ja. Der S9 verwendet den L-Mount, der von Panasonic, Leica und Sigma geteilt wird. Er ist daher nativ kompatibel mit Leica SL-Objektiven, Sigma DG DN Art-Objektiven und Panasonic S-Objektiven. Leica M-Objektive benötigen einen Adapter. Das Ökosystem ist weniger umfangreich als Canon RF oder Sony E, aber für Reise- und Porträtanwendungen ausreichend.

Ist der Lumix S9 besser als die Canon EOS R8?

Das hängt von Ihrer Priorität ab. Beim Dynamikumfang gewinnt der S9 deutlich: 14,4 EV gegenüber 11,6 EV bei der R8, ein Unterschied von 2,8 EV, der in der RAW-Nachbearbeitung sichtbar ist. Der S9 hat auch 5 Stufen IBIS, der bei der R8 fehlt. Die R8 ist hingegen wetterfest und erreicht elektronisch 40 fps gegenüber 30 fps beim S9. Wenn Sie in RAW retuschieren und bei natürlichem Licht fotografieren, ist der S9 beim Sensor überlegen. Wenn Sie Wetterschutz oder maximale Bildrate benötigen, ist die R8 besser geeignet.

Ist der Lumix S9 gut für Video?

Ja, für Vlog- und Reiseeinsatz. Der S9 zeichnet in 6K 10 Bit mit Log-Profil auf, was für 1.499 USD ein vollständiges Angebot ist. Die Einschränkung ist die Aufzeichnungsdauer, die bei 6K nach 20 bis 30 Minuten durch Wärme unterbrochen werden kann. Für kurze Aufnahmen, Vlogging oder Social-Media-Inhalte ist er ausreichend. Für lange oder professionelle Aufnahmen schauen Sie sich den Panasonic S5 IIX oder den S1 II an.

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