Camera Duel
challenger A
Panasonic Lumix S1 II

Panasonic

Lumix S1 II

2025

VS
challenger B
Panasonic Lumix S1R II

Panasonic

Lumix S1R II

2024

Panasonic Lumix S1 II vs S1R II: Welches wählen Sie zwischen Video und hoher Auflösung?

Visuelle Übersicht

In 5 Sekunden lesbar

8,3/ 10
FotoExcellent
8,6/ 10
VideoExcellent

Panasonic

Lumix S1 II

8,8/ 10
FotoExcellent
9,0/ 10
VideoExceptionnel

Panasonic

Lumix S1R II

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Panasonic Lumix S1 II

Panasonic Lumix DC-S1 II + Sigma 24mm f1,4 Art L-Mount

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Panasonic Lumix S1R II

Panasonic Lumix DC-S1R II + S Pro 16-35mm f4

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Das Urteil in Kürze

Der S1 II setzt sich für Video und Reportage durch; der S1R II ist die logische Wahl, sobald Auflösung und elektronische Serienbildfunktion im Vordergrund stehen.

Panasonic hat den Lumix S1R II 2024 und anschließend den Lumix S1 II 2025 vorgestellt. Beide Gehäuse teilen denselben Einführungspreis von 3 200 USD, dasselbe wettergeschützte Chassis, denselben EVF-Sucher mit 5,76 Millionen Punkten und dieselbe Leica-L-Bajonett. Auf dem Papier herrscht völlige Verwirrung. In der Praxis richten sich die beiden Kameras an Fotografen mit gegensätzlichen Prioritäten.

Der S1 II ist ein hybrid ausgerichteter Video- und Allrounder. Sein 24,2-Megapixel-Sensor mit einer gemessenen Dynamik von 11,8 EV macht ihn zu einem soliden Werkzeug für Hochzeiten, Porträts und Reportagen. Sein ProRes-RAW-HQ-Codec, der integrierte Genlock/TC und der 4K-Beschneidungsfaktor von positionieren ihn klar als professionelles Aufnahmegerät.

Der S1R II folgt einer anderen Logik. Sein 44-Megapixel-Sensor richtet sich an Fotografen, die großformatig ausgeben oder aggressiv in der Nachbearbeitung zuschneiden. Seine elektronische Serienbildfunktion mit 40 fps und das 8K-Video machen ihn zu einem Gehäuse mit sehr hoher Auflösung, sowohl in der Foto- als auch in der Videofotografie.

Dieser Vergleich entscheidet einen Wettstreit zwischen zwei Philosophien zum gleichen Preis. Sie müssen nicht zwischen Budget und Qualität wählen. Sie müssen zwischen zwei Arbeitsweisen der Fotografie wählen. Es geht darum festzustellen, welche Ihrer tatsächlichen Praxis entspricht, nicht Ihrer Wunschliste.

Stärken im Vergleich

Wo jede Kamera glänzt

Panasonic

Lumix S1 II

Top-Vorteile

  • 4K-Crop1,5× vs Panasonic Lumix S1R II
  • OuiGenlock + TimecodeAbsent sur Panasonic Lumix S1R II
  • 10 fpsSerienbild mechanisch+11 % vs Panasonic Lumix S1R II
  • 11.8 EVDynamikumfang (EV)+6 % vs Panasonic Lumix S1R II

Panasonic

Lumix S1R II

Top-Vorteile

  • 44 MPMegapixel1,8× vs Panasonic Lumix S1 II
  • 40 fpsSerienbild elektronisch+33 % vs Panasonic Lumix S1 II
  • 12-bitFarbtiefe+20 % vs Panasonic Lumix S1 II
  • 8KMax. Videoauflösungvs 6K

Detaillierter Vergleich

Runde für Runde, die acht Kategorien

Runde 1

Sensor

Unentschieden
SpezifikationPanasonic Lumix S1 IIPanasonic Lumix S1R II
Sensorformat
Full Frame
Full Frame
Sensortyp
BSI-CMOS
BSI-CMOS
Megapixel
24.2 MP
44 MP
Sensorgröße
35.8 × 23.9 mm
35.8 × 23.9 mm
Native ISO min
100
100
Native ISO max
51 200
51 200
Erweiterte ISO max
204 800
204 800
Dynamikumfang (EV)
11.8 EV
11.1 EV
Runde 2

Autofokus

Sieger: Panasonic Lumix S1R II
SpezifikationPanasonic Lumix S1 IIPanasonic Lumix S1R II
AF-Felder
779
779
AF-Abdeckung
95 %
100 %
Augen-AF (Mensch)
Oui
Oui
Augen-AF (Tier)
Oui
Oui
AF Schwachlicht (EV)
-6 EV
-6 EV
Runde 3

Geschwindigkeit & Serienbild

Sieger: Panasonic Lumix S1 II
SpezifikationPanasonic Lumix S1 IIPanasonic Lumix S1R II
Serienbild mechanisch
10 fps
9 fps
Serienbild elektronisch
30 fps
40 fps
RAW-Puffer
70
Max. Verschlusszeit
1/8000
1/8000
Runde 4

Video

Sieger: Panasonic Lumix S1 II
SpezifikationPanasonic Lumix S1 IIPanasonic Lumix S1R II
Max. Videoauflösung
6K
8K
Max. Bilder/s (Video)
120 fps
120 fps
Max. Bitrate
800 Mb/s
Video-Codecs
ProRes 422 HQ, ProRes 422, ProRes RAW HQ, ProRes RAW, H.265, H.264
H.264, H.265, ProRes
Aufnahmemodi
All-I, Long-GOP
All-I, Long-GOP
Chroma-Subsampling
4:2:0, 4:2:2
4:2:0, 4:2:2
Farbtiefe
10-bit
12-bit
Log-Profil
Oui
Oui
Log-Profile
V-Log, V-Gamut, ARRI LogC3, HLG, Cinelike A2, Cinelike D2, Cinelike V2, Like709, Like2100
V-Log, HLG, PQ
Internes RAW
Non
Non
Externes RAW
ProRes RAW, Blackmagic RAW
ProRes RAW, Blackmagic RAW
4K-Crop
1.5×
Oversampling
Oui
Oui
Open Gate
Oui
Oui
Anamorphes Desqueeze
1.5x, 1.8x, 2.0x
1.3x, 1.5x, 1.8x, 2.0x
LUT-Unterstützung
user LUTs, in-camera LUT preview
user LUTs, in-camera LUT preview
Monitoring-Tools
waveform, vectorscope, false color, histogram, zebras
waveform, vectorscope, false color, histogram, zebras
Aktive Kühlung
Non
Non
Unbegrenzte Aufnahme
Oui
Oui
Dual Native ISO
Oui
Oui
Proxy-Aufnahme
Oui
Oui
XLR-Eingang
Oui
Oui
32-Bit-Float-Audio
Non
Non
Genlock + Timecode
Oui
Non
Runde 5

Bildstabilisierung

SpezifikationPanasonic Lumix S1 IIPanasonic Lumix S1R II
Sensor-Bildstabilisator
Oui
Oui
IBIS-Wirkung
8 stops
8 stops
Runde 6

Verarbeitung

SpezifikationPanasonic Lumix S1 IIPanasonic Lumix S1R II
Wetterschutz
Oui
Oui
Zwei Kartenfächer
Oui
Oui
Kartentypen
CFexpress Type B, SD UHS-II
CFexpress Type B, XQD, SD UHS-II
Runde 7

Ergonomie & Bildschirm

SpezifikationPanasonic Lumix S1 IIPanasonic Lumix S1R II
Gewicht
795 g
795 g
Abmessungen
134.3 x 102.3 x 91.8
134 × 102 × 92 mm
Suchertyp
EVF
EVF
Sucherauflösung
5.76 M dots
5.76 M dots
Suchervergrößerung
0.78×
0.78×
Bildschirmgröße
3″
3″
Bildschirmauflösung
1.84 M dots
1.84 M dots
Bildschirm-Mechanik
tilt + vari-angle
fully articulated
Touchscreen
Oui
Oui
Runde 8

Anschlüsse & Akku

Sieger: Panasonic Lumix S1 II
SpezifikationPanasonic Lumix S1 IIPanasonic Lumix S1R II
Akkulaufzeit (CIPA)
380 clichés
350 clichés
USB-Typ
USB-C 3.2 Gen2 (10 Gbps)
USB 3.2 Gen 2(10 GBit/sec)
HDMI-Typ
Full (Type A)
Full HDMI
WLAN
Oui
Oui
Bluetooth
Oui
Oui

Detaillierte Analyse

Stärken, Kompromisse und ideales Profil

Panasonic Lumix S1 II: was sie kann, wo sie Abstriche macht

Der Lumix S1 II verfügt über einen BSI-CMOS-Sensor mit 24,2 Megapixeln und einer gemessenen Dynamik von 11,8 EV bei 100 ISO. Das sind 0,7 EV mehr als beim S1R II. In der Praxis bedeutet dieser Unterschied eine etwas bessere Rückgewinnung in den Lichtern und tiefen Schatten – ein konkreter Vorteil bei kontrastreichen Landschaften oder Hochzeiten mit gemischtem Licht. Der Unterschied ist nicht spektakulär, aber messbar und stimmt mit den Photons-to-Photos-Daten zu aktuellen BSI-Sensoren überein.

In der Videoaufnahme zieht der S1 II den Abstand entscheidend. Er zeichnet in ProRes 422 HQ, ProRes RAW HQ und ProRes RAW mit einer angegebenen Datenrate von 800 Mb/s auf. Der S1R II verfügt nicht über ProRes RAW. Der S1 II integriert außerdem Genlock und Timecode, die dem S1R II fehlen. Bei einer Multi-Kamera-Produktion oder einer synchronisierten Aufnahme mit externem Equipment ist das ein Deal-Breaker zugunsten des S1 II. Sein 4K-Beschneidungsfaktor beträgt , gegenüber 1,5× beim S1R II. Konkret behalten Sie den nativen Bildwinkel Ihrer Objektive in 4K bei, was zählt, sobald Sie mit Weitwinkel arbeiten.

Die Abstriche sind real. Der RAW-Puffer wird mit 70 Bildern angegeben, doch Panasonic gibt nicht an, ob dieser Wert für unkomprimiertes RAW oder verlustbehaftet komprimiertes RAW gilt. Die mechanische Serienbildfunktion liegt bei maximal 10 fps, gegenüber 9 fps beim S1R II – ein vernachlässigbarer Unterschied. Die elektronische Serienbildfunktion erreicht 30 fps, also 10 fps weniger als beim S1R II. Für Sport oder Tierfotografie unter anspruchsvollen Bedingungen ist dieses Defizit spürbar.

Stärken des S1 II:

  • 11,8 EV Dynamikumfang, also 0,7 EV mehr Spielraum gegenüber dem S1R II.
  • ProRes RAW HQ intern, integrierter Genlock/TC, Datenrate 800 Mb/s.
  • 4K-Beschneidungsfaktor , gegenüber 1,5× beim S1R II.
  • CIPA-Akkulaufzeit von 380 Aufnahmen, gegenüber 350 beim S1R II.

Der S1 II ist ein Video-Produktionswerkzeug in einem Fotogehäuse.

Für wen

Der S1 II eignet sich für den hybriden Videografen, der in professioneller Produktion arbeitet und sein Gehäuse sowohl für Foto als auch für Video nutzt. Der integrierte Genlock und Timecode richten sich an Multi-Kamera-Teams. Das interne ProRes RAW HQ passt zu Coloristen, die mit Final Cut Pro oder DaVinci Resolve arbeiten. In der Fotografie ist der typische Anwender der Hochzeits- oder Porträtfotograf, der Wert auf die RAW-Entwicklungsdynamik und die 8-Stufen-Stabilisierung legt, um aus der Hand bei natürlichem Licht zu arbeiten. Der S1 II eignet sich auch für den Reisefotografen, der zwischen Foto und Video wechselt, ohne das Gehäuse zu wechseln.

Panasonic Lumix S1R II: was sie kann, wo sie Abstriche macht

Der Lumix S1R II verfügt über einen BSI-CMOS-Sensor mit 44 Megapixeln. Das sind 19,8 Megapixel mehr als beim S1 II, also fast die doppelte Auflösung. In der Praxis ermöglicht dies Ausdrucke bis etwa 100 cm × 67 cm bei 300 dpi ohne Interpolation, gegenüber etwa 67 cm × 45 cm beim S1 II. Für Studiofotografie, großformatige Landschaften oder Reportagen mit aggressivem Zuschneiden in der Nachbearbeitung ist dieser Unterschied entscheidend.

Die elektronische Serienbildfunktion erreicht 40 fps, gegenüber 30 fps beim S1 II. Bei einer Sequenz von einer Sekunde erhalten Sie 10 zusätzliche Bilder. Für Tierfotografie oder Sport erhöht diese höhere Rate die Wahrscheinlichkeit, den Höhepunkt der Aktion einzufangen. Das Video geht bis zur Auflösung 8K mit einer Farbtiefe von 12 Bit gegenüber 10 Bit beim S1 II. Die 12 Bit bieten eine größere Korrekturspielraum in der Nachbearbeitung, insbesondere bei Himmelverläufen und Hauttönen.

Die Abstriche sind spürbar. Die gemessene Dynamik beträgt 11,1 EV, also 0,7 EV weniger als beim S1 II. Bei wenig Licht oder stark kontrastreichen Szenen kann dieser Unterschied eine etwas weniger großzügige Rückgewinnung in den Extremen bedeuten. Der 4K-Beschneidungsfaktor liegt bei 1,5×, was Weitwinkelobjektive beim Filmen benachteiligt. Genlock und Timecode fehlen, was den S1R II für synchronisierte Multi-Kamera-Produktionen ausschließt. Die RAW-Pufferdaten sind in den verfügbaren Quellen nicht angegeben.

Stärken des S1R II:

  • 44 MP für großformatige Ausdrucke und Zuschneiden in der Nachbearbeitung.
  • Elektronische Serienbildfunktion mit 40 fps, also 10 fps mehr als beim S1 II.
  • 8K-Video und 12-Bit-Farbtiefe für maximale Spielräume beim Grading.
  • AF-Abdeckung von 100 % des Bildfelds, gegenüber 95 % beim S1 II.

Der S1R II ist ein hochauflösendes Gehäuse, das fortschrittliche Videofunktionen integriert, ohne diese zum Kern seiner Aufgabe zu machen.

Für wen

Der S1R II richtet sich an Fotografen, für die die Auflösung im Mittelpunkt steht. Studio-, Mode-, großformatige Landschafts- oder Hochzeitsfotografen, die Dateien für sehr große Ausdrucke liefern, finden in den 44 Megapixeln einen Arbeitsspielraum, den der S1 II nicht bieten kann. Die 40-fps-Serienbildfunktion in elektronischer Ausführung eignet sich ebenfalls für Tierfotografie oder Sport bei ausreichendem Licht. In der Videoaufnahme passt der S1R II zu Produktionen, die 8K-Auflösung und 12-Bit-Farbtiefe schätzen, ohne externe Genlock-Synchronisation zu benötigen.

Unser Fazit

Welche kaufen, und warum

Beide Gehäuse haben denselben Einführungspreis (3 200 USD) und teilen dieselbe Grundarchitektur. Die Wahl reduziert sich auf zwei konkrete Fragen: Arbeiten Sie hauptsächlich professionell mit Video, oder ist die Fotoauflösung Ihre absolute Priorität?

Für Video ist der S1 II die einzige vernünftige Wahl. Der integrierte Genlock/TC ist ein Deal-Breaker für jede Multi-Kamera-Produktion. Das interne ProRes RAW HQ, das dem S1R II fehlt, ist ein struktureller Vorteil für Coloristen. Der 4K-Beschneidungsfaktor von erhält den nativen Bildwinkel Ihrer Objektive, während der S1R II einen 1,5×-Beschnitt erzwingt, der kurze Brennweiten benachteiligt. Wenn Sie regelmäßig unter professionellen Bedingungen drehen, ist der S1 II das richtige Werkzeug.

Für hochauflösende Fotografie setzt sich der S1R II eindeutig durch. Seine 44 Megapixel ermöglichen Ausdrucke bei 300 dpi bis etwa 100 cm × 67 cm ohne Interpolation. Die elektronische Serienbildfunktion mit 40 fps übertrifft die des S1 II um 10 Bilder pro Sekunde. Die 12-Bit-Videotiefe bietet einen größeren Grading-Spielraum. Die AF-Abdeckung von 100 % des Bildfelds gegenüber 95 % beim S1 II ist ein kleiner, aber realer Vorteil bei Motiven am Bildrand.

Die Deal-Breaker im Überblick:

  • S1 II: Fehlendes ProRes RAW und Genlock/TC beim S1R II machen diesen für synchronisierte Video-Produktionen ungeeignet.
  • S1R II: 4K-Beschneidungsfaktor 1,5× und Dynamik von 11,1 EV (gegenüber 11,8 EV) sind reale Abstriche für den Videografen und den Fotografen bei schwierigem Licht.

Auf dem Gebrauchtmarkt taucht der 2024 erschienene S1R II bereits zu Preisen unter dem Einführungspreis auf. Wenn Video nicht Ihre Priorität ist, lohnt es sich, diesen Markt im Auge zu behalten.

Mein klares Urteil: Wählen Sie den S1 II, wenn Sie professionelle Video-Produktionen erstellen. Wählen Sie den S1R II, wenn Sie großformatig ausdrucken oder systematisch in der Nachbearbeitung zuschneiden. Bei gleichem Budget gewinnt die Spezialisierung über die Vielseitigkeit.

Häufige Fragen

Vor dem Kauf — was wir oft gefragt werden

  • Welches wählen Sie für Hochzeitsfotografie?

    Der S1 II ist besser geeignet, wenn Sie bei derselben Veranstaltung zwischen Foto und Video wechseln. Sein ProRes RAW HQ, Genlock/TC und der 4K-Beschneidungsfaktor von machen ihn zum umfassenderen Aufnahmegerät. In reiner Fotografie bietet der S1R II 44 Megapixel gegenüber 24,2 MP, was aggressiveres Zuschneiden bei Gruppenporträts oder Details ermöglicht. Wenn Ihr Hauptlieferprodukt Video ist, nehmen Sie den S1 II. Liefern Sie hauptsächlich großformatige Fotodateien, nehmen Sie den S1R II.

  • Ist der Dynamikunterschied zwischen den beiden Gehäusen in der Praxis sichtbar?

    Der Unterschied beträgt 0,7 EV zugunsten des S1 II (11,8 EV gegenüber 11,1 EV). In der Praxis entspricht das etwa zwei Drittel Blende zusätzlicher Spielraum in den Lichtern oder Schatten. Bei einer stark kontrastreichen Szene – hellem Himmel gegen dunkles Interieur – gewinnt der S1 II leicht mehr Details an den Extremen zurück. Der Unterschied ist real, aber nicht spektakulär. Er rechtfertigt für sich allein nicht die Wahl des S1 II, wenn Ihre Anforderungen an Auflösung oder Serienbildgeschwindigkeit eher zum S1R II führen.

  • Sollte man sich von 8K-Video verführen lassen, wenn man hauptsächlich in 4K dreht?

    Nein, es sei denn, Sie liefern Dateien, die zugeschnitten oder auf sehr großen Bildschirmen angezeigt werden. Bei einer Standard-4K-Produktion bringt die 8K-Auflösung des S1R II keinen direkten Vorteil. Allerdings ist der 4K-Beschneidungsfaktor von 1,5× beim S1R II eine konkrete Einschränkung: Ihre Weitwinkelobjektive verlieren ihren nativen Bildwinkel. Der S1 II zeichnet 4K ohne Beschnitt () auf und bietet ProRes RAW HQ, was im Alltag für professionelle 4K-Dreharbeiten nützlicher ist.

  • Reicht der RAW-Puffer des S1 II für Sport oder Tierfotografie?

    Panasonic gibt 70 Bilder im RAW-Puffer für den S1 II an. Für den S1R II liegen keine Daten in den verfügbaren Quellen vor. Beim S1 II entsprechen 70 Bilder bei 10 fps mechanisch 7 Sekunden kontinuierlicher Serienaufnahme, was für die meisten Aktionssequenzen ausreicht. Bei elektronischer Serienbildfunktion mit 30 fps leert sich der Puffer in weniger als 2,5 Sekunden. Bei intensiver Tierfotografie kann diese Grenze einschränkend sein. Panasonic gibt nicht an, ob diese Zahl für unkomprimiertes RAW oder verlustbehaftet komprimiertes RAW gilt – ein wichtiger Vorbehalt gegenüber der angegebenen Angabe.

  • Welches Gehäuse altert im Leica-L-Ökosystem besser?

    Beide Gehäuse teilen die Leica-L-Bajonett, die von Panasonic, Leica und Sigma unterstützt wird. Das Objektiv-Ökosystem ist stabil und wird weiter ausgebaut. Der S1 II, der 2025 erschienen ist, profitiert wahrscheinlich von einem längeren Firmware-Support-Zyklus als der 2024 erschienene S1R II. Auf der Hardware-Seite sind beide Gehäuse wettergeschützt und auf derselben mechanischen Basis aufgebaut. Der S1 II bringt Videofunktionen (Genlock, ProRes RAW HQ) mit, die dauerhaften Produktionsstandards entsprechen. Der S1R II setzt auf die 44-MP-Auflösung, ein Kriterium, das in der Fotografie nicht veraltet. Beide Gehäuse haben eine vergleichbare Nutzungsdauer.