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Test · Canon · 2023

Test Canon EOS R50: Immer noch die richtige Wahl für Einsteiger 2026?

Der Canon EOS R50 richtet sich an Einsteiger und leichte Reisende mit 651 AF-Punkten und 375 g Gewicht. Eine sinnvolle Wahl unter 700 USD, sofern man auf IBIS und einen RAW-Puffer von nur 7 Bildern verzichtet.

6.7/ 10
Canon EOS R50

Fazit

Mit 651 AF-Punkten bei 100 % Abdeckung, Erkennung von Menschen- und Tieraugen sowie 375 g Gewicht erfüllt der Canon EOS R50 seine Aufgabe als erstes RF-System für Street, Porträt und leichte Reisen. Der bewusste Kompromiss liegt beim RAW-Puffer (7 Bilder, also 0,47 Sekunden bei 15 B/s), dem völligen Fehlen von IBIS und der fehlenden Wetterschutzabdichtung. Gegenüber dem Video-Nachfolger R50 V und dem größeren Bruder R10 bleibt der R50 nur für Fotografen attraktiv, die reine Fotografie bei knappem Budget priorisieren.

6.7Note / 10

Stärken

  • 651 AF-Punkte mit 100 % Abdeckung und Erkennung von Menschen- und Tieraugen, selten unter 700 USD
  • Elektronische Serienaufnahmen mit 15 B/s für den entscheidenden Moment auf der Straße und auf Reisen
  • 375 g Gewicht, das leichteste RF-Gehäuse mit Sucher im Canon-Sortiment
  • OLED-Sucher mit 2,36 Mio. Punkten bei 0,95x und dreh- und schwenkbares 3-Zoll-Touchdisplay (1,62 Mio. Punkte)
  • Einführungspreis von 679 USD, günstiger Einstieg in das RF-System

Schwächen

  • RAW-Puffer auf 7 Bilder begrenzt, also nur 0,47 Sekunden volle Serienaufnahme bei 15 B/s
  • Keine IBIS-Stabilisierung, alles hängt von der optischen Stabilisierung des Objektivs ab
  • Nur ein Kartenslot, SD UHS-I, ohne Backup oder hohe Schreibgeschwindigkeit
  • Video auf 4K 30p ohne Log-Profil begrenzt, deutlich hinter dem R50 V
  • Keine Wetterschutzabdichtung, ein Risiko bei feuchter Reise

Für wen?

  • Der Einsteiger, der ohne mehr als 700 USD in das Canon-RF-System einsteigen möchte
  • Der leichte Reisende, der ein 375-g-Gehäuse mit Sucher einem Smartphone vorzieht
  • Der Gelegenheitsporträtist, der die Augenerkennung auf 651 AF-Punkten ohne komplexe Einstellungen nutzt
  • Der Street-Fotograf, der auf IBIS verzichtet für ein kompaktes und unauffälliges Gehäuse

Im Video

Tech Through The Lens · 16 min 38

Canon EOS R50 Tutorial - Complete Beginner Guide

Canon EOS R50: Vorstellung und Positionierung 2026

2013 für 679 USD eingeführt, nimmt der R50 die Einstiegsposition in der APS-C-RF-Reihe ein. Drei Jahre später muss man genau wissen, wofür er gedacht ist, um seine Entscheidungen zu bewerten.

Der Canon EOS R50 ersetzt faktisch den M50 Mark II auf dem RF-S-Bajonett. Seine von Canon erklärte Mission umfasst drei Anwendungen: Street, Porträt und Reisen. Diese Ausrichtung ist wichtig, denn sie bestimmt, was in die abschließende Bewertung einfließen muss. Ein Gehäuse für diese drei Zwecke braucht keinen Wettkampf-Puffer und keine Reporter-Wetterschutzabdichtung. Es braucht einen zuverlässigen Autofokus, ein geringes Gewicht und einen zugänglichen Preis.

Leistung nach Anwendung Canon EOS R50

Nutzungsprofil des Canon EOS R50: Autofokus und Tragbarkeit vorn, anhaltende Serienaufnahmen und Video dahinter.

In der Canon-APS-C-Reihe positioniert sich der R50 zwischen dem R100 (480 USD, 143 AF-Punkte, reduziert) und dem R10 (979 USD bei Einführung, 429 g, höhere Serienaufnahmegeschwindigkeit). Er erbt den 24,2 MP CMOS-Sensor im Format 22,3 × 14,9 mm und eine dichte AF-Fläche von 651 Punkten mit 100 % Abdeckung. Diese letzte Zahl rechtfertigt den Großteil des Preises: Bei 679 USD bieten nur wenige Mitbewerber eine vollständige AF-Abdeckung mit Erkennung von Menschen- und Tieraugen.

  • 24,2 MP auf APS-C-CMOS-Sensor, ausreichende Auflösung für A3-Abzüge ohne aggressive Beschnitt.
  • 375 g Gehäuse ohne Objektiv, das leichteste R-Gehäuse mit integriertem elektronischen Sucher.
  • 651 AF-Punkte mit 100 % Abdeckung und Erkennung von Menschen- und Tieraugen.
  • 679 USD bei Einführung 2023, ein Einstiegspreis, der gegenüber R10 und R7 wettbewerbsfähig blieb.

2026 hat sich die Landschaft verändert: Canon hat den R50 V herausgebracht, ein Video-Ableger, der nun neben dem ursprünglichen R50 existiert. Das klärt die Rolle des klassischen R50. Er bleibt die Wahl für alle, die zuerst Fotografie mit Sucher wollen und fortgeschrittenes Video dem R50 V überlassen. Wir werden diesen Vergleich später mit Zahlen untermauern.

Ergonomie und Handhabung: Ein Gehäuse für Leichtigkeit konzipiert

375 g und eine Jackentaschentaugliche Größe: Der R50 macht Tragbarkeit zu seinem stärksten Argument gegenüber dem Rest der RF-Reihe.

Mit 375 g und Abmessungen von 116,3 × 85,5 × 68,8 mm ist der R50 leichter als der R10 (429 g) und der M50 Mark II (387 g), obwohl beide in derselben APS-C-Klasse liegen. Dieser Unterschied macht sich auf Reisen bei einem ganzen Tag zu Fuß mit Rucksack und Kamera um den Hals bemerkbar. Der erwartete Kompromiss ist ein kleinerer Griff und eine weniger sichere Handhabung bei großen Händen oder schweren Objektiven wie dem RF 70-200 mm.

Gehäuse & Anschlüsse
Erscheinungsjahr2023
Gewicht (mit Akku)375 g
Abmessungen116.3 x 85.5 x 68.8
WetterfestigkeitNein
SucherOLED EVF
Sucherauflösung2360000 Pixel
Bildschirm3 Zoll
Bildschirm-Artikulationfully articulated
TouchscreenJa
Akku (CIPA)440 Bilder
Dual-SD-SteckplatzNein
WLAN / BluetoothJa / Ja
ObjektivanschlussCanon RF

Der OLED-Sucher zeigt 2 360 000 Punkte mit einer Vergrößerung von 0,95x. Das ist ein gutes Niveau für ein Einsteigergehäuse: Die Bildkomposition bleibt scharf und der Augenkomfort bei längerer Nutzung akzeptabel. Das 3-Zoll-Touchdisplay (1 620 000 Punkte) ist vollständig schwenkbar, ein echter Vorteil für Selfies auf Reisen oder tiefe Winkel im Street-Bereich. Die CIPA-Akkulaufzeit von 440 Auslösungen deckt einen halben Tag aktiver Aufnahmen ohne Batteriewechsel ab, was für diese Gewichtsklasse noch akzeptabel ist.

Bildqualität: Sensor, Auflösung und Dynamik

Der Sensor des R50 erfindet nichts Neues, hält aber seinen Platz im allgemeinen APS-C-Standard von 2023–2026.

Wichtigste Foto-Daten
SensorAPS-C
Sensorgröße22.3 × 14.9 mm
Auflösung24.2 MP
SensortypCMOS
Native ISO-Bereich100 – 32000
Erweiterte ISObis zu 51200
Gemessener Dynamikumfang10.6 EV
Bildstabilisierung (IBIS)Nein
AF-Felder651
AF-Abdeckung100 %
Augenerkennung (Mensch / Tier)Ja / Ja
Mechanische Serie12 fps
Elektronische Serie15 fps
RAW-Puffer7 Bilder
Max. Verschlusszeit1/8000

Gemessene Dynamik: 10,6 EV, die wahre Position des Sensors

Die gemessene Dynamik erreicht 10,6 EV bei 100 ISO, der niedrigsten nativen Empfindlichkeit. Das liegt im Normbereich seiner Klasse: Der R10 misst 10,5 EV, die Fujifilm X-T4 10,5 EV, die GH7 10,2 EV. Der R50 fällt also gegenüber seinen direkten APS-C-Konkurrenten nicht zurück, trotz seiner Einstiegsposition. Der Abstand zu einem Vollformatsensor wie dem R8 (11,6 EV) oder vor allem dem Nikon ZR (15 EV) bleibt jedoch deutlich. Bei anspruchsvoller Landschaftsfotografie mit hellen Lichtern bedeutet dieser Unterschied weniger Spielraum bei der Rückgewinnung überbelichteter Himmel in der Nachbearbeitung.

Natives ISO bis 32 000: Ein akzeptables, aber nicht großzügiges Fenster

Das native ISO reicht bis 32 000, erweiterbar auf 51 200. Das liegt hinter Vollformatgehäusen wie dem R8 (102 400 nativ) oder manchen neueren APS-C-Modellen zurück. In der Praxis bedeutet das, dass der R50 im Freien und in gut beleuchteten Innenräumen gut zurechtkommt, bei schwachem Umgebungslicht jedoch ein lichtstarkes Objektiv oder Blitz benötigt wird, typischerweise bei Abendporträts oder Konzertaufnahmen.

Autofokus: Die wahre Stärke des Gehäuses

Hier übertrifft der R50 seinen Preis. 651 AF-Punkte und vollständige Abdeckung sind Spezifikationen, die vielen Konkurrenten in dieser Preisklasse noch fehlen.

Der R50 verfügt über 651 AF-Punkte mit 100 % Sensorabdeckung, Erkennung von Menschen- und Tieraugen sowie eine angegebene Empfindlichkeit bis -4 EV. Für ein 679-USD-Gehäuse ist diese AF-Dichte selten: Sie entspricht der des teureren R10 (300 USD mehr bei Einführung) und übertrifft deutlich die 143 Punkte des R100 oder M50 Mark II.

Augen- und Tiererkennung: Was sich im Alltag ändert

Beim Porträt verriegelt die Augenerkennung automatisch auf das Motiv, sobald es ins Bild kommt, ohne manuelle Zonenwahl. Auf Reisen hilft die Tiererkennung bei Straßenszenen mit Hunden oder Parktieren – ein gelegentlicher, aber häufiger Nutzen für diese Käufergruppe. Es handelt sich nicht um einen professionellen Tier-Autofokus wie beim R7 oder R3, sondern um eine effektive Sicherheitsnetz für Nutzer, die den Fokus nicht manuell steuern möchten.

Grenze bei schwachem Licht: -4 EV im Vergleich zur Konkurrenz

Die Grenze von -4 EV entspricht grob einer kerzenbeleuchteten Szene. Das reicht für die meisten Straßenszenen in der urbanen Abenddämmerung, liegt aber deutlich hinter dem Nikon Zf (-10 EV), dem Nikon Z8 (-9 EV) oder sogar dem R8 (-6,5 EV). Jenseits dieser Grenze zögert oder pumpt der AF, bevor er verriegelt – was den entscheidenden Moment bei nächtlicher Street-Fotografie kosten kann.

Serienaufnahmen und Puffer: Die echte Nutzdauer der elektronischen Serie

15 Bilder pro Sekunde auf dem Papier, aber nur ein RAW-Puffer von 7 Bildern. Hier versteckt die technische Daten das Wesentliche.

Der R50 gibt 15 B/s mit elektronischem Verschluss und 12 B/s mechanisch an. Das sind gute Rohwerte für ein Einsteigermodell. Der RAW-Puffer bleibt jedoch bei 7 Bildern – eine Angabe, die die meisten Marketing-Datenblätter ganz unten platzieren.

Die Rechnung, die der Hersteller nicht hervorhebt: 0,47 Sekunden nutzbare Serie

Bei einem Puffer von 7 Bildern und einer Rate von 15 B/s dauert die volle RAW-Serie 0,47 Sekunden, bevor sie verlangsamt. Mechanisch bei 12 B/s sind es 0,58 Sekunden. Danach fällt das Gehäuse auf die Schreibgeschwindigkeit der UHS-I-SD-Karte zurück, die deutlich unter UHS-II-Karten liegt. In der Praxis reicht das für einen Sprung oder ein flüchtiges Lächeln im Street- oder Porträtbereich, stellt aber ein echtes Hindernis für längere Sport- oder Tieraktionssequenzen dar.

  • 0,47 Sekunden volle RAW-Serie elektronisch (15 B/s, Puffer 7 Bilder).
  • 0,58 Sekunden mechanisch (12 B/s, derselbe Puffer von 7 Bildern).
  • Danach durch die Schreibgeschwindigkeit der SD UHS-I-Karte begrenzt.
  • Ein Profil für den isolierten Moment, nicht für lange Sequenzen.

Stabilisierung und Wetterschutz: Die beiden echten Zugeständnisse

Das sind die beiden Zeilen der technischen Daten, die ein Einsteigergehäuse von einem Mittelklassemodell unterscheiden. Beim R50 bleiben beide Felder leer.

Der R50 verfügt über keine IBIS-Stabilisierung. Die gesamte Stabilisierung hängt daher vom montierten Objektiv ab. Das funktioniert gut mit dem RF-S 18-45 mm oder 18-150 mm mit Stabilisator, lässt den Fotografen jedoch bei ungestabilisierten Festbrennweiten in schwachem Licht oder bei freihändiger Videoaufnahme ohne Sicherheitsnetz.

Das Gehäuse ist zudem nicht wettergeschützt und bietet nur einen einzigen Kartenslot im Format SD UHS-I. Bei Reisen im Nieselregen oder in küstennaher Feuchtigkeit ist besondere Vorsicht geboten: Schutzhaube, regelmäßiges Trocknen, Vermeidung direkter Gischt. Das ist kein Mangel im eigentlichen Sinne, sondern der logische Preis eines 679-USD-Gehäuses, muss aber vor dem Kauf bekannt sein.

  • Keine IBIS-Stabilisierung: Die Stabilisierung hängt vollständig vom Objektiv ab.
  • Keine angegebene Wetterschutzabdichtung: Vorsicht bei feuchter Reise, Regen oder Gischt.
  • Nur ein Kartenslot, SD UHS-I: Kein Backup bei Kartenausfall.

Video: Ein klar sekundärer Baustein

Der R50 wurde nie als fortgeschrittenes Video-Werkzeug gedacht. Die Zahlen bestätigen das eindeutig.

Wichtigste Video-Daten
Max. Auflösung4K
Max. Bildrate30 fps
CodecsH.264, H.265
Bittiefe10 Bit
Log-ProfilNein
Unbegrenzte AufnahmeNein
Bildstabilisierung (IBIS)Nein
HDMI-AusgangHDMI Micro HDMI
USB-AnschlussUSB-C 2.0

4K 30p ohne Log: Was das für kreative Nutzer ausschließt

Das Video ist auf 4K 30 B/s in 10 Bit, H.264- und H.265-Codecs, ohne Log-Profil und ohne unbegrenzte Aufnahmezeit begrenzt. Gegenüber dem R10 (4K 60p), dem R8 (4K 180p) und vor allem dem eigenen Nachfolger R50 V (4K 60p mit Log) hinkt der R50 deutlich hinterher. Die Video-Note unseres Algorithmus von 4,3/10 spiegelt diese bewusste Entscheidung von Canon wider, nicht eine isolierte technische Schwäche.

Micro-HDMI und begrenzte Aufnahme: Die Einschränkungen für Kreative

Die Videoausgabe erfolgt über einen Micro-HDMI-Anschluss, der mechanisch anfälliger ist als ein vollwertiger HDMI bei längeren Rig-Aufnahmen. Kombiniert mit dem Fehlen von Log und IBIS zur Stabilisierung freihändiger Aufnahmen positioniert sich der R50 als Fotogehäuse, das gelegentlich filmt, nicht als eigenständiges Video-Werkzeug.

Konnektivität und Akkulaufzeit: Ausreichend für leichte Reisen

Nichts Außergewöhnliches, aber nichts Blockierendes für den täglichen Reise- oder Street-Einsatz.

Die CIPA-Akkulaufzeit von 440 Auslösungen deckt eine normale Fotoausflucht ohne Ersatzakku ab, vorausgesetzt man begrenzt intensives Video und App-Fernsteuerung. Der USB-C 2.0-Anschluss ermöglicht Laden und Dateitransfer, jedoch ohne die Geschwindigkeit von USB-C 3.2, wie sie bei neueren Gehäusen wie dem R6 V zu finden ist.

Wi-Fi und Bluetooth sind für den Transfer zum Smartphone und die Fernauslösung vorhanden – zwei erwartete Funktionen bei einem reise- und social-media-orientierten Gehäuse. Der bereits erwähnte einzige SD-UHS-I-Slot begrenzt auch die Transfergeschwindigkeit zum Computer nach einem intensiven Shooting-Tag.

  • 440 Auslösungen CIPA, ein halber aktiver Tag ohne Ersatzakku.
  • USB-C 2.0 zum Laden, begrenzte Geschwindigkeit für große RAW-Volumen.
  • Integriertes Wi-Fi und Bluetooth für schnelles Teilen auf dem Smartphone.

Im direkten Vergleich: R10, M50 Mark II und R50 V

Drei Vergleiche beleuchten die wahre Positionierung des R50 2026: sein großer Bruder, sein Vorgänger und sein eigener Video-Nachfolger.

Gegenüber dem Canon EOS R10: schneller, schwerer, teurer

Der R10 teilt die gleichen 651 AF-Punkte mit 100 % Abdeckung, erreicht jedoch elektronisch 23 B/s und wiegt 429 g gegenüber 375 g beim R50, bei einem Einführungspreis von 979 USD gegenüber 679 USD. Der R10 zielt auf Fotografen, die etwas mehr Serienaufnahmenreserve wollen und das Mehrgewicht akzeptieren; der R50 zielt auf diejenigen, die Leichtigkeit und Budget priorisieren.

Gegenüber dem Canon EOS M50 Mark II: der echte Generationssprung

Der M50 Mark II auf EF-M-Bajonett bot nur 143 AF-Punkte mit 88 % Abdeckung und eine elektronische Serie von 7,4 B/s. Der R50 vervierfacht fast die AF-Dichte und verdoppelt die Abdeckung, während er gleichzeitig die Serienaufnahmegeschwindigkeit steigert. Das ist der beste Beweis, dass der Wechsel zum RF-S-Bajonett mehr als nur ein Namenswechsel ist: Es ist ein echter Autofokus-Sprung.

Gegenüber dem Canon EOS R50 V: Der Video-Nachfolger, der 2026 alles verändert

Der R50 V, 2025 für 649 USD eingeführt, übernimmt das Wesentliche des R50 (651 AF-Punkte, 24,2 MP Sensor, 12 B/s mechanisch), fügt jedoch 4K 60p, das Log-Profil, eine AF-Empfindlichkeit bei schwachem Licht von -5 EV und eine CIPA-Akkulaufzeit von 480 Auslösungen hinzu. Er war bei Einführung günstiger als der klassische R50. Das bestätigt, dass der ursprüngliche R50 nur für Käufer relevant bleibt, die strikt Fotografie mit elektronischem Sucher priorisieren – zwei Punkte, bei denen der R50 V nicht wesentlich vorankommt.

Zahlen-Vergleich
DatenCanon EOS R50Hier getestetCanon EOS R10Canon EOS M50 Mark IICanon EOS R50 V
Erscheinung2023202220202025
SensorAPS-CAPS-CAPS-CAPS-C
Auflösung24.2 MP24.2 MP24 MP24.2 MP
Max. native ISO32000320002560032000
Dynamikumfang10.6 EV10.5 EV13.8 EV
AF-Felder651651143651
Serie (elek.)15 fps23 fps7.4 fps15 fps
IBISNeinNeinNeinNein
Max. Video4K/30p4K/60p4K/120p4K/60p
WetterfestNeinNeinNeinNein
Dual-SDNeinNeinNeinNein
Gewicht375 g429 g387 g370 g
Startpreis679 USD979 USD779 USD649 USD

Der R50 bleibt der engste Kompromiss aus Gewicht und Preis in der Reihe, doch der R50 V übertrifft ihn inzwischen bei allen Video-Kriterien.

Preis und Verfügbarkeit 2026: Gebrauchtmarkt und preiswerte Alternativen

Drei Jahre nach der Einführung wird der R50 logischerweise günstiger als seine ursprünglichen 679 USD gehandelt, und der Gebrauchtmarkt lohnt einen Blick.

2023 für 679 USD eingeführt, hat der R50 durch die Ankunft des R50 V zu 649 USD mechanisch an Neupreis verloren. Auf dem Gebrauchtmarkt wird ein R50 in gutem Zustand meist unter dem ursprünglichen Neupreis gehandelt, was ihn zu einem besonders rentablen RF-Einstieg macht, wenn man die Video-Attribute des R50 V nicht benötigt.

Bei noch engerem Budget bleibt der R100 (480 USD, 143 AF-Punkte, 88 % Abdeckung, 6,5 B/s) verfügbar, doch der Autofokus-Abstand zum R50 ist zu groß, um ihn für reaktionsschnelles Porträt oder Street zu empfehlen. Die vernünftige Entscheidung 2026 liegt daher zwischen einem neuen R50 am Ende seines Verkaufszyklus zu reduziertem Preis, einem gebrauchten R50 oder dem R50 V, wenn Video wirklich Teil der geplanten Nutzung ist.

Urteil: Sollte man den Canon EOS R50 2026 kaufen?

Unser allgemeiner Algorithmus vergibt 5,9/10 in der Fotografie und 4,3/10 im Video. Diese Noten messen eine universelle Vielseitigkeit, die der R50 nie angestrebt hat.

Eng auf seine Mission (Street, Porträt, leichte Reisen) beschränkt, verdient der R50 eine günstigere Bewertung als die Roh-Note des Algorithmus. Sein Autofokus mit 651 Punkten und 100 % Abdeckung, sein geringes Gewicht von 375 g und der Einführungspreis von 679 USD machen ihn zu einem kohärenten RF-Einstieg. Seine wirklichen Schwächen – der RAW-Puffer von 7 Bildern (0,47 Sekunden nutzbare Serie), das Fehlen von IBIS und Wetterschutz – sind nur für Nutzer außerhalb der Zielgruppe ein Problem: Sport, Tieraktionen, fortgeschrittenes Video.

Der wahre Konkurrent des R50 2026 ist nicht mehr ein externes Gehäuse, sondern sein eigener Nachfolger, der R50 V. Für reine Fotografie mit elektronischem Sucher behält der R50 den Vorteil. Für Video, auch gelegentliches, ist der R50 V (4K 60p, Log, 649 USD) objektiv besser und bei Einführung günstiger.

Häufige Fragen

Verfügt der Canon EOS R50 über eine IBIS-Stabilisierung?

Nein. Der R50 hat keine sensorbasierte Stabilisierung. Die Stabilisierung hängt vollständig vom montierten Objektiv ab – ein wichtiger Punkt bei schwachem Licht und freihändiger Videoaufnahme.

Was ist der wirkliche Unterschied zwischen dem Canon EOS R50 und dem Canon EOS R10?

Beide teilen 651 AF-Punkte mit 100 % Abdeckung, doch der R10 erreicht elektronisch 23 B/s gegenüber 15 B/s beim R50, wiegt 429 g gegenüber 375 g und kostete bei Einführung 979 USD gegenüber 679 USD.

Ist der Canon EOS R50 wettergeschützt?

Nein, es ist keine Wetterschutzabdichtung angegeben. Bei Reisen im Regen oder feuchtem Klima wird eine Schutzhaube empfohlen.

Eignet sich der Canon EOS R50 für regelmäßige Videoaufnahmen?

Nicht ideal. Das Video ist auf 4K 30 B/s in 10 Bit ohne Log-Profil und ohne unbegrenzte Aufnahmezeit begrenzt. Für regelmäßiges Video ist der Canon EOS R50 V (4K 60p, Log, 649 USD) die objektiv bessere Wahl.

Sollte man den Canon EOS R50 kaufen oder auf den Canon EOS R50 V warten?

Wenn der Hauptzweck Fotografie mit elektronischem Sucher ist, bleibt der R50 relevant, besonders gebraucht. Wenn Video eine Rolle spielt, ist der R50 V (4K 60p, Log, AF bei schwachem Licht bis -5 EV) die bessere Wahl und bei Einführung günstiger.

Verfügt der Canon EOS R50 über zwei SD-Kartenslots?

Nein, nur ein Slot im Format SD UHS-I. Das passt zur Einstiegsposition, schließt jedoch jede sofortige Sicherung bei Kartenausfall aus.

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