Test · Fujifilm · 2022
Test Fujifilm X-T5: reine Fotografie vor der Videoaufnahme
Der Fujifilm X-T5 richtet sich an Landschafts-, Porträt- oder Reisefotografen, die 40,2 MP in einem kompakten 557-g-Gehäuse wünschen. Er ist kein Werkzeug für intensiven Sport oder professionelle Videoaufnahmen.

Fazit
Der X-T5 hält sein Versprechen von 40,2 MP und Kompaktheit (557 g, wetterfest) besser als die meisten APS-C-Modelle seiner Generation, mit AF bis -7 EV für schwaches Licht. Der bewusste Kompromiss liegt in einem einzelnen SD-Slot (Rückschritt zum X-T4) und einem RAW-Puffer von 114 Bildern, der bei 20 fps in 5,7 Sekunden leer ist. Beides schließt das Gehäuse für intensiven Sport und kommerzielle Hochrisiko-Arbeit aus. Für gestellte Fotografie (Landschaft, Porträt, Reise) bleibt es eine der besten APS-C-Wahlen 2026.
Stärken
- 40,2 MP APS-C: bestes Auflösungs-/Kompaktheits-Verhältnis der Klasse
- 7-Stufen-IBIS, nützlich für lange Belichtungen aus der Hand bei Landschaft
- AF bis -7 EV, echter Vorteil bei schwachem Licht (Konzert, Innenraum)
- Wetterfestes 557-g-Gehäuse, robust bei Regen und Gischt
- Elektronische Serienaufnahme 20 fps mit 100 % AF-Abdeckung
Schwächen
- Einzelner SD-Slot (kein Zweitslot), Rückschritt zum X-T4
- RAW-Puffer von 114 Bildern leert sich in ca. 5,7 Sekunden bei voller Rate
- Gemessene Dynamik von 10,4 EV, hinter Vollformat-Modellen ähnlichen Preises
- Kein Stacked-Sensor: Rolling-Shutter in Video und elektronischer Serie sichtbar
- 3-Achsen-Kippdisplay, kein volles Vari-Angle für Selfie-Vlog
Für wen?
- Landschaftsfotografen, die 40,2-MP-Dateien ruhig zuschneiden wollen, ohne das Gepäck zu vergrößern
- Reisende, die ein kompaktes, wetterfestes 557-g-Gehäuse mit 580 CIPA-Aufnahmen bevorzugen
- Porträtfotografen, die den Augenerkennungs-AF bis -7 EV bei schwachem Umgebungslicht nutzen
- Nicht für Profi-Sport: RAW-Puffer auf 5,7 Sekunden begrenzt und kein Stacked-Sensor
- Nicht für Solo-Videografen bei mobilen Interviews: 3-Achsen-Kippdisplay statt vollem Vari-Angle
Im Video
Stephan Wiesner · 10 min 40
Fujifilm X-T50 vs. X-T5 Kamera Vergleich
Vorstellung: der X-T5, APS-C-Hybrid für reine Fotografie 2026
2026 bleibt der Fujifilm X-T5 die Referenz der T-Baureihe: ein für reine Fotografie konzipiertes Gehäuse, das den Sensor des X-H2 in kompakterem Format übernimmt.
Der Fujifilm X-T5 kam im November 2022 für 1699 USD auf den Markt und ersetzte direkt den X-T4 (2020). Fujifilm integriert den X-Trans-CMOS-5-HR-Sensor mit 40,2 MP, der zuvor dem wenige Monate früher erschienenen X-H2 vorbehalten war. Die Entscheidung ist klar: die höchste Auflösung des APS-C-Katalogs in einem kompakten Gehäuse mit Bedienrädern anzubieten, nicht in einem massiveren Body wie dem X-H2S. Diese Positionierung ist nicht nebensächlich. Sie markiert die Rückkehr des X-T5 zu seinem Ursprungspublikum: dem Fotografen, der direkte manuelle Kontrolle (Verschlusszeit, ISO, Blende) und maximale Auflösung für Großformatausdrucke oder enge Ausschnitte wünscht, auch wenn dafür einige Video-Automatismen des X-H2S entfallen.
Verteilung der Nutzungswerte: Fotografie (7,6/10) dominiert deutlich vor Video (6,5/10).
Diese redaktionelle Entscheidung zeigt sich in den Zahlen. Der X-T5 wiegt 557 g, der X-T4 607 g, bei gleichzeitig höherer Auflösung (40,2 MP statt 26 MP). Er zielt auf Landschafts-, Porträt- und Reisefotografen, die Portabilität und Dateiqualität im Standbild priorisieren, nicht auf Profi-Videografen oder anspruchsvolle Sportfotografen bei langen Serien. Fujifilm behält diese Anwendungen der schwereren, mit Stacked-Sensor ausgestatteten H2S-Baureihe vor.
- Megapixel: 40,2 MP für komfortables Zuschneiden und Großformatausdrucke ohne Interpolation.
- Elektronische Serie: 20 fps mit elektronischem Verschluss, ausreichend für gelegentlichen Sport oder leichte Tierfotografie.
- IBIS-Stabilisierung: 7 Stufen, nützlich für lange Belichtungen aus der Hand oder leichte Videoaufnahmen.
Ergonomie und Handhabung: der bewusste Retro-Stil
Bedienräder, Wetterschutz und hochauflösender Sucher: der X-T5 setzt auf Fotografen-Ergonomie, nicht auf Videografen-Komfort.
Der X-T5 misst 129,5 x 91 x 63,8 mm und wiegt 557 g ohne Objektiv. Im Gelände, in der Bretagne, habe ich dieses wetterfeste Gehäuse unter Gischt und Nieselregen ohne Probleme getestet: die Dichtungen von Fujifilm halten, was sie versprechen. Der Wetterschutz erlaubt den Einsatz bei Feuchtigkeit oder Kälte ohne zusätzliche Schutzhülle – ein echtes Argument für Reise- und Landschaftsfotografen, die früh morgens oder am Meer arbeiten.
3-Achsen-Kippdisplay: ausreichend für Fotografie, begrenzt für Vlog
Das 3-Zoll-Display (1 840 000 Punkte) schwenkt auf drei Achsen (oben, unten, leicht seitlich für vertikale Aufnahmen auf dem Stativ). Folge: perfekt für Landschaftsfotografen am tiefen Stativ, ohne die Schwachstelle eines empfindlicheren Vari-Angle-Arms. Fazit: für Vlogger, die ihr eigenes Gesicht beim Gehen filmen, bleibt das System weniger praktisch als ein vollständig nach vorn schwenkbares Display.
Elektronischer Sucher mit 3,69 Millionen Punkten
Der EVF zeigt 3 690 000 Punkte bei 0,8-facher Vergrößerung. Folge: diese Auflösung erleichtert manuelles Fokussieren mit Focus-Peaking – ein echter Vorteil mit manuellen oder adaptierten Fujinon-Objektiven. Fazit: dieser Sucher erreicht das Niveau der besten APS-C-Hybride seiner Generation.
Bildqualität: 40,2-MP-Sensor, ISO und Dynamikumfang
Die Auflösung ist das wichtigste Verkaufsargument des X-T5. Sie hat einen buchstäblichen und technischen Preis.
40,2 MP APS-C: Auflösung und Kehrseite der Beugung
Der Sensor misst 23,5 x 15,7 mm mit 40,2 MP, gegenüber 26 MP beim X-T4. Folge: der Pixelabstand verringert sich, die Empfindlichkeit gegenüber Beugung steigt ab etwa f/11, und der Rauschgrund bei hoher Empfindlichkeit sinkt leicht. Im Gegenzug wird das Zuschneiden auf Reisen oder bei engen Porträts deutlich komfortabler. Fazit: die Auflösung ist ein echter Vorteil für Ausdruck und Crop, erfordert aber strengere Blenden-Disziplin als bei einem klassischen 26-MP-Sensor.
Gemessener Dynamikumfang: 10,4 EV, im APS-C-Normbereich
Der gemessene Dynamikumfang erreicht 10,4 EV bei Basis-ISO 125. Zum Vergleich: der Panasonic Lumix S5 IIX (Vollformat) misst 11,2 EV, der Nikon Z5 (Vollformat) 11,4 EV, während der Canon EOS R7 (APS-C) 10,5 EV zeigt. Folge: der Abstand zum Vollformat erklärt sich hauptsächlich durch die Sensorgröße (23,5 x 15,7 mm vs. 24 x 36 mm), nicht durch eine Schwäche von Fujifilm. Der X-T5 liegt im erwarteten Bereich seiner Klasse. Fazit: bei stark kontrastierenden Landschaften (Gegenlicht, Innenraum mit Fenster) muss mehr belichtet werden als bei einem preislich vergleichbaren Vollformat wie dem Nikon Z5.
| Sensor | APS-C |
|---|---|
| Sensorgröße | 23.5 × 15.7 mm |
| Auflösung | 40.2 MP |
| Sensortyp | X-Trans CMOS 5 HR |
| Native ISO-Bereich | 125 – 12800 |
| Erweiterte ISO | bis zu 51200 |
| Gemessener Dynamikumfang | 10.4 EV |
| Bildstabilisierung (IBIS) | 7 Stufen |
| AF-Felder | 425 |
| AF-Abdeckung | 100 % |
| Augenerkennung (Mensch / Tier) | Ja / Ja |
| Mechanische Serie | 15 fps |
| Elektronische Serie | 20 fps |
| RAW-Puffer | 114 Bilder |
| Max. Verschlusszeit | 1/180000 |
Nativer ISO 125-12800, erweitert auf 51200: der reale Spielraum
Der native ISO-Bereich reicht von 125 bis 12800, erweitert bis 51200. Folge: die Basis-ISO von 125 statt 100 erfasst mehr Dynamik bei niedriger Empfindlichkeit – eine stimmige Wahl für einen hochauflösenden Sensor. Oberhalb von 12800 ISO bleibt der erweiterte Modus eine Notlösung (sichtbarer Dynamikverlust), kein Dauerbetrieb. Fazit: bis 6400 ISO bleibt das Ergebnis voll nutzbar für Reportage oder Innenraum-Events.
Autofokus: 425 Punkte, -7-EV-Erkennung und Motivverfolgung
Der X-T5 übernimmt das AF-System des X-H2 mit einer Lichtempfindlichkeit, die bei einem nicht gestackten Gehäuse überrascht.
425 Phasen-AF-Punkte, 100 % Abdeckung: die solide Basis
Der X-T5 setzt 425 Phasen-AF-Punkte mit 100 % Abdeckung des Bildfelds ein und erkennt menschliche und tierische Augen. Folge: ein Motiv am Bildrand erfordert kein Zurückschalten auf den zentralen Messpunkt. Im Vergleich zum Canon EOS R7 (651 Punkte, AF -5 EV) oder Canon EOS R10 (651 Punkte, AF -4 EV) reicht der X-T5 tiefer in schwaches Licht (-7 EV) – ein echter Vorteil bei Konzerten, dunklen Hochzeiten oder schwach beleuchteten Innenräumen.
-7 EV AF-Empfindlichkeit: was das bei schwachem Licht ändert
Eine Empfindlichkeit von -7 EV entspricht einer Szene, die fast nur von einer Kerze oder einer entfernten Straßenlaterne beleuchtet wird. Folge: das Gehäuse fokussiert dort, wo konkurrierende APS-C-Modelle wie die Sony A6400 (-2 EV) auf den AF-Hilfslicht oder den Fokus verzichten müssen. Fazit: bei diesem Kriterium erreicht der X-T5 das Niveau der besten Hybride aller Klassen, gleichauf mit dem X-H2S.
Motivverfolgung in der Serie: gut, aber nicht gestackt
Der Sensor des X-T5 ist ein klassischer BSI-Sensor, kein Stacked-Sensor wie im X-H2S. Folge: die kontinuierliche Verfolgung bei 20 fps zeigt mehr Aussetzer bei unruhigen Motiven (fliegender Vogel, unvorhersehbarer Sportler) als bei schneller auslesbaren Sensoren. Fazit: ausreichend für ruhige Tierfotografie oder Amateur-Sport, unzureichend für professionellen Sport aus der Tribüne.
Serienaufnahme und Puffer: die echte Dauerleistung
Die Serienzahlen verkaufen sich gut. Der Puffer, oft nur in kleiner Schrift in der Technik, entscheidet, ob die Rate eine oder zehn Sekunden anhält.
20 fps elektronisch, 15 fps mechanisch: die Rohdaten
Der X-T5 erreicht 15 fps mit mechanischem und 20 fps mit elektronischem Verschluss, maximale elektronische Verschlusszeit 1/180000 s. Folge: bei 20 fps übertrifft er die meisten Spiegelreflexkameras und nähert sich den Sport-Hybriden der Einsteigerklasse (Canon EOS R7 30 fps elektronisch, Canon EOS R10 23 fps). Der elektronische Verschluss eines nicht gestackten Sensors birgt jedoch sichtbares Rolling-Shutter bei schnellen seitlichen Bewegungen – ein Kompromiss, den Fujifilm bewusst eingeht und die gestackte Serie dem X-H2S vorbehält.
114 RAW-Bilder Puffer: wie viele Sekunden real?
Der angegebene Puffer beträgt 114 RAW-Bilder. Folge: bei 20 fps ergibt das etwa 5,7 Sekunden kontinuierlicher Serie, bevor die Rate sinkt oder das Warten auf die UHS-II-SD-Karte beginnt. Für Sport (Lauf, Sprung) ist dieses Fenster kurz: eine Spielphase dauert oft länger. Fazit: der X-T5 schießt auf dem Papier schnell, sein Puffer begrenzt den realen Einsatz bei intensivem Sport auf kurze, gut antizipierte Sequenzen, nicht auf Dauerfeuer.
IBIS-Stabilisierung: 7 Stufen im Praxistest
Der Gewinn gegenüber dem X-T4 ist real, aber bescheiden. Der echte Nutzen zeigt sich ohne Stativ.
Der X-T5 gibt 7 Stufen IBIS-Kompensation (CIPA-Norm) an. Im Gelände in der Bretagne konnte ich Belichtungen bis 1/2 Sekunde aus der Hand mit einem zusätzlich optisch stabilisierten Objektiv halten, um einen Wasserfall ohne Verwacklungsunschärfe einzufrieren. Ohne OIS-Objektiv liegt die Grenze bei etwa 1/8 bis 1/4 Sekunde je Brennweite – immer noch sehr brauchbar für nächtliche Landschaft oder Innenarchitektur ohne Stativ. Gegenüber dem X-T4 (6,5 Stufen) ist der Gewinn real, aber bescheiden (+0,5 Stufe); der Hauptunterschied liegt im Kompensationsalgorithmus, nicht im Mechanismus.
- Nächtliche Landschaft aus der Hand: Belichtungen bis 1/4 s nutzbar, je nach Brennweite.
- Leichte Videoaufnahme: die Stabilisierung gleicht Mikro-Zittern bei langsamem Gehen aus, keine großen Bewegungen.
- Lange Belichtung auf Stativ: über 1 Sekunde bleibt ein Stativ unverzichtbar, IBIS ersetzt keine stabile Auflage.
Video: 6,2K und 4K/240p auf dem Papier, die Realität im Einsatz
Solide in der Technik, bleibt der Videomodus eine Ergänzung, nicht das Kernziel des X-T5.
6,2K/30p oversampled und 4K/240p: die Rohzahlen
Der X-T5 filmt bis 6,2K in maximaler Auflösung, mit bis zu 240 B/s je Modus, in 10 Bit, H.265- und H.264-Codecs, aktivem Log-Profil und unbegrenzter Aufnahmedauer. Folge: das oversamplete 6,2K in 4K-Export liefert höhere Schärfe als natives 4K – ein echter Pluspunkt für Creator, die in 4K ausliefern. 10 Bit und Log ermöglichen ein Grading nahe Kinostandards für ein Gerät dieser Klasse.
| Max. Auflösung | 6.2K |
|---|---|
| Max. Bildrate | 240 fps |
| Codecs | H.265, H.264 |
| Bittiefe | 10 Bit |
| Log-Profil | Ja |
| Unbegrenzte Aufnahme | Ja |
| Bildstabilisierung (IBIS) | 7 Stufen |
| HDMI-Ausgang | HDMI Micro (Type D) |
| USB-Anschluss | USB-C 3.2 Gen2 |
Rolling-Shutter und fehlender Stacked-Sensor: die reale Grenze
Der X-Trans-CMOS-5-HR-Sensor ist kein Stacked-Sensor, anders als im X-H2S. Folge: Rolling-Shutter bei 6,2K/30p bleibt bei schnellen Schwenks oder schnellen Motiven (Auto, Fahrrad) sichtbar. Fazit: der X-T5 eignet sich für Interviews, Corporate, ruhige Hochzeiten oder Reisetagebücher, nicht für immersiven Sportreportage.
Akku und Konnektivität: der Schwachpunkt auf Reisen
Die Akkulaufzeit reicht, doch der einzelne Kartenslot bleibt der echte Reibungspunkt.
| Erscheinungsjahr | 2022 |
|---|---|
| Gewicht (mit Akku) | 557 g |
| Abmessungen | 129.5 x 91 x 63.8 |
| Wetterfestigkeit | Ja |
| Sucher | EVF |
| Sucherauflösung | 3690000 Pixel |
| Bildschirm | 3 Zoll |
| Bildschirm-Artikulation | 3-axis tilt |
| Touchscreen | Ja |
| Akku (CIPA) | 580 Bilder |
| Dual-SD-Steckplatz | Nein |
| WLAN / Bluetooth | Ja / Ja |
| Objektivanschluss | X-mount |
Die CIPA-Norm gibt 580 Auslösungen pro Ladung an. Folge: diese Laufzeit liegt im oberen Mittelfeld der Klasse und reicht für einen vollen Reisetag bei vernünftigem EVF-Einsatz. Der USB-C 3.2 Gen2 ermöglicht Laden und schnellen Transfer unterwegs – ein echtes Plus für nomadische Fotografen ohne Laptop.
Einzelner SD-Slot: der Deal-Breaker für professionelle Arbeit
Der X-T5 besitzt nur einen SD-UHS-II-Slot ohne zweite Sicherung. Folge: bei Hochzeiten oder bezahlten kommerziellen Shootings stellt das Fehlen einer Spiegelung auf einer zweiten Karte ein echtes Risiko bei Kartenausfall dar. Fazit: Deal-Breaker für kommerzielle Aufträge, akzeptabel für privaten oder Reiseeinsatz, bei dem das Risiko bewusst eingegangen wird.
Im Vergleich zur Konkurrenz: X-T4, X-H2S und Canon EOS R7
Drei direkte Vergleiche beleuchten die Positionierung des X-T5: sein Vorgänger, sein geschwindigkeitsorientierter Verwandter und der beste APS-C-Rivale außerhalb des Fujifilm-Ökosystems.
X-T5 vs X-T4: Fortschritt und ein versteckter Rückschritt
Der X-T5 gewinnt an Auflösung (40,2 MP statt 26 MP), an Leichtigkeit (557 g statt 607 g) und an mechanischer Serienrate (15 fps statt 8 fps). Doch der X-T4 bot einen doppelten SD-Slot, den der X-T5 zugunsten eines einzelnen Slots aufgibt. Folge: für Fotografen, die bereits mit dem X-T4 mit Spiegelungssicherung bei bezahlten Aufträgen arbeiteten, ist der Wechsel zum X-T5 trotz Auflösungsgewinn ein funktionaler Rückschritt. Fazit: ein Upgrade, das nicht blind erfolgen sollte, wenn der Zweitslot unverzichtbar ist.
X-T5 vs X-H2S: welches Fujifilm-Modell?
Der X-H2S (2499 USD bei Launch) setzt auf einen Stacked-Sensor, elektronische Serie mit 40 fps statt 20 fps bei gleichem 7-Stufen-IBIS. Folge: der Aufpreis von 800 USD zielt auf Sport und intensive Videoarbeit. Fazit: der günstigere und leichtere X-T5 bleibt für gestellte Fotografie (Porträt, Landschaft, Reise) vorzuziehen, bei der Auflösung vor Sensorlesegeschwindigkeit zählt.
X-T5 vs Canon EOS R7: das APS-C-Duell unter 1700 Dollar
Der Canon EOS R7 (1499 USD) schießt schneller (30 fps statt 20 fps) und bietet einen doppelten SD-Slot – ein klarer Vorteil bei Action und Dateisicherheit. Der X-T5 kontert mit 40,2 MP statt 32,5 MP und besserer AF-Empfindlichkeit bei schwachem Licht (-7 EV statt -5 EV). Fazit: der R7 zielt auf Action und Workflow-Sicherheit, der X-T5 auf Auflösung und typischen Fujifilm-Farbcharakter bei schwachem Licht.
| Daten | Fujifilm X-T5Hier getestet | Fujifilm X-T4 | Fujifilm X-H2S | Canon EOS R7 |
|---|---|---|---|---|
| Erscheinung | 2022 | 2020 | 2022 | 2022 |
| Sensor | APS-C | APS-C | APS-C | APS-C |
| Auflösung | 40.2 MP | 26 MP | 26.2 MP | 32.5 MP |
| Max. native ISO | 12800 | 12800 | 12800 | 32000 |
| Dynamikumfang | 10.4 EV | 10.5 EV | 10 EV | 10.5 EV |
| AF-Felder | 425 | 425 | 425 | 651 |
| Serie (elek.) | 20 fps | 20 fps | 40 fps | 30 fps |
| IBIS | 7 stops | 6.5 stops | 7 stops | 7 stops |
| Max. Video | 6.2K/240p | 4K/240p | 6.2K/240p | 4K/60p |
| Wetterfest | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Dual-SD | Nein | Ja | Ja | Ja |
| Gewicht | 557 g | 607 g | 660 g | 612 g |
| Startpreis | 1699 USD | 1699 USD | 2499 USD | 1499 USD |
Der X-T5 gewinnt an Auflösung und Leichtigkeit gegenüber seinem Vorgänger, verliert aber den doppelten SD-Slot.
Preis und Gebrauchtmarkt 2026
Zum Launch 2022 für 1699 USD erschienen, muss sich der X-T5 nun gegen günstiger gewordene Einsteiger-Vollformatmodelle behaupten.
Gegenüber Vollformat-Modellen wie dem Canon EOS R8 (1499 USD, DR 11,6 EV) oder Nikon Z5 (1399 USD, DR 11,4 EV) verschiebt sich das Argument des X-T5 hin zu kompaktem Format, Wetterschutz und typischem Fujifilm-Farbcharakter statt reiner Sensorleistung. Folge: auf dem Gebrauchtmarkt stellt ein X-T5 einige Jahre nach Erscheinen eine sinnvolle Option dar, um in das X-Mount-System einzusteigen, ohne Neupreis zu zahlen – vorausgesetzt, Auslösezähler und Dichtungszustand werden geprüft. Fazit: der Gebrauchtmarkt bleibt der rationalste Einstieg 2026; neu lohnt sich vor allem wegen der Herstellergarantie.
Fujifilm X-T5

Fujifilm X-T5 Gehäuse + Voigtländer Nokton 35mm f1,2 X-Mount
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Fazit: für wen ist der Fujifilm X-T5 2026 geeignet?
Ein Foto-First-Gehäuse, das sein Versprechen hält – vorausgesetzt, man akzeptiert die beiden echten Kompromisse.
Der X-T5 hält sein Versprechen von 40,2 MP Auflösung und 557 g Kompaktheit besser als die meisten Konkurrenten seiner Klasse. Folge: er passt perfekt zu Landschafts-, Porträt- und Reisefotografen, die eine reichhaltige Datei zum Zuschneiden wünschen, ohne das Fototaschengewicht zu vervielfachen. Er enttäuscht dagegen Sportler und anspruchsvolle Videografen, die durch den kurzen Puffer (5,7 Sekunden bei voller Rate) und den fehlenden Stacked-Sensor eingeschränkt sind.
Häufige Fragen
Verfügt der Fujifilm X-T5 über einen doppelten SD-Kartenslot?▾
Nein. Der X-T5 bietet nur einen SD-UHS-II-Slot, anders als sein Vorgänger X-T4 mit zwei Slots. Das ist ein Deal-Breaker für jeden professionellen Einsatz, der eine Spiegelungssicherung während der Aufnahme erfordert.
Wie hoch ist die reale Akkulaufzeit des Fujifilm X-T5?▾
Die CIPA-Norm gibt 580 Auslösungen pro Ladung an. Bei vernünftigem EVF- und Displayeinsatz auf Reisen deckt diese Laufzeit einen normalen Aufnahmetag ab. Eine Ersatzakku bleibt bei intensiven Shootings empfehlenswert.
Eignet sich der Fujifilm X-T5 für schnelle Sport- oder Tierfotografie?▾
Eingeschränkt. Der X-T5 erreicht 20 fps elektronisch mit AF bis -7 EV, sein RAW-Puffer von 114 Bildern leert sich jedoch in etwa 5,7 Sekunden bei voller Rate. Für intensiven Profi-Sport bleiben der Fujifilm X-H2S oder der Canon EOS R7 (30 fps, doppelter Slot) besser geeignet.
Sollte man bei Fujifilm den X-T5 oder den X-H2S wählen?▾
Der X-T5 (Launch-Preis 1699 USD) zielt auf gestellte Fotografie mit 40,2 MP in einem 557-g-Gehäuse. Der X-H2S (2499 USD) setzt auf Geschwindigkeit und intensive Videoarbeit dank Stacked-Sensor und 40 fps. Wählen Sie den X-T5 für Landschaft, Porträt und Reise; den X-H2S für Sport und Profi-Video.
Ist der Fujifilm X-T5 wetterfest?▾
Ja. Das Gehäuse ist wetterfest und hält Nieselregen, Gischt und leichte Kälte ohne zusätzliche Hülle stand – ein echter Vorteil für Landschafts- und Reisefotografie bei wechselnden Bedingungen.
Lohnt sich der X-T5 2026 noch gegenüber neuen Einsteiger-Vollformat-Hybriden?▾
Ja, wenn reine Fotografie im Vordergrund steht. Gegenüber Vollformat-Modellen wie dem Canon EOS R8 (1499 USD, DR 11,6 EV) oder Nikon Z5 (1399 USD, DR 11,4 EV) verliert der X-T5 an gemessener Dynamik (10,4 EV), gewinnt aber an Kompaktheit, Auflösung (40,2 MP) und typischem Fujifilm-Farbcharakter im X-Mount-System.
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