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Test · Fujifilm · 2025

Test Fujifilm GFX 100RF: 102 MP in einem kompakten Gehäuse

Der GFX 100RF ist das beste Werkzeug für Landschafts- und Reisefotografen, die Mittelformat-Qualität ohne das Volumen eines Spiegelreflexsystems wünschen. Bei 4.899 USD hat er keine direkten Konkurrenten in dieser Positionierung.

8.1/ 10
Ab 4.789 €
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Fujifilm GFX 100RF

Fazit

Der Fujifilm GFX 100RF meistert eine schwierige Aufgabe: Er integriert einen 102-MP-Mittelformat-Sensor (43,8 × 32,9 mm) in ein 735 g schweres, wetterfestes Gehäuse mit festem Objektiv. Die Bildqualität bei Landschafts- und Porträtaufnahmen ist in dieser Größenklasse ohne Konkurrenz. Die Abstriche sind real und bewusst: 3 fps elektronisch, kein IBIS, Video auf 4K/30p begrenzt. Diese Grenzen beeinträchtigen Landschafts-, Reise- oder gestellte Porträtfotografen nicht, die die drei erklärten Zielanwendungen sind. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gegenüber dem GFX 100 II zu 7.499 USD und dem Hasselblad X2D 100C vertretbar. Gegenüber der Sony A7R V zu 3.900 USD rechtfertigt sich der Preisunterschied durch die größere Sensorfläche und die Systemkompaktheit. Das Fehlen von IBIS ist der einzige echte Deal-Breaker für Fotografen, die häufig bei schwachem Licht ohne Stativ arbeiten. Für alle anderen Zielgruppen ist es ein gerechtfertigter Kauf.

8.1Note / 10

Stärken

  • Mittelformat-Sensor 102 MP (43,8 × 32,9 mm): überlegene Dynamik und Mikrokontrast gegenüber Vollformat
  • Kompaktes und wetterfestes Gehäuse für Mittelformat: 735 g, einsetzbar unter schwierigen Bedingungen
  • Doppelter SD-UHS-II-Slot: Datensicherheit bei Reportagen und Reisen
  • OLED-Sucher 5.760.000 Punkte mit 0,84x-Vergrößerung: Referenz in der Kategorie
  • CIPA-Akkulaufzeit 820 Auslösungen: komfortabel für einen Tag im Gelände
  • AF mit Erkennung menschlicher und tierischer Augen, 100 %-Abdeckung, bis -3 EV

Schwächen

  • Fehlen von IBIS: Deal-Breaker bei schwachem Licht ohne Stativ
  • Elektronische Serienbildgeschwindigkeit auf 3 fps begrenzt: ungeeignet für bewegte Motive
  • Video auf 4K/30p begrenzt, ohne unbegrenzte Aufnahme
  • Festes integriertes Objektiv: keine Brennweitenflexibilität ohne Adapter
  • Einführungspreis 4.899 USD: bedeutende Investition

Für wen?

  • Der Landschaftsfotograf, der Mittelformat-Qualität im Gelände wünscht, ohne ein voluminöses Wechselobjektivsystem zu transportieren
  • Der Reisefotograf, der Diskretion und Kompaktheit priorisiert, ohne auf Auflösung für große Abzüge zu verzichten
  • Der Porträtfotograf im Studio oder bei kontrolliertem natürlichem Licht, der mit Stativ oder unter stabilen Bedingungen arbeitet
  • Der Hochzeitsfotograf, der gestellte Momente und Details in hoher Auflösung aufnimmt, ohne Bedarf an schneller Serienbildgeschwindigkeit

Im Video

Phototrend · 11 min 16

Test Fujifilm GFX 100RF : du MOYEN FORMAT dans un compact, pari réussi ?

Vorstellung: die Wette auf kompaktes Mittelformat

Fujifilm positioniert den GFX 100RF als persönliches Reise- und Reportagegerät mit Mittelformatsensor. Das ist eine neue Positionierung in der GFX-Reihe und fast neu auf dem Markt.

Der GFX 100RF erschien 2025 zu 4.899 USD. Er übernimmt den 102-MP-CMOS-Sensor des GFX 100S II in einem Gehäuse mit festem Objektiv, das kompakter und leichter ist als jedes andere Mittelformatgerät auf dem Markt. Die Positionierung ist eindeutig: Fujifilm zielt auf anspruchsvolle Fotografen ab, die GFX-Qualität ohne das Volumen eines Wechselobjektivsystems wünschen.

Die Verwandtschaft zum GFX 100 II (7.499 USD, 1.030 g) ist beim Sensor direkt. Der GFX 100RF übernimmt dessen 102 MP und die Fläche 43,8 × 32,9 mm, verzichtet aber auf IBIS, 8K-Video und hohe Serienbildgeschwindigkeit. Das sind bewusste Abstriche, um 735 g und die Abmessungen 133,5 × 90,4 × 76,5 mm zu erreichen. Fujifilm hat Entscheidungen getroffen. Man muss sie akzeptieren oder sich anders entscheiden.

Leistung nach Anwendung Fujifilm GFX 100RF

Bewertungen nach Anwendung: Der GFX 100RF glänzt bei Landschaft und Porträt, schwächelt bei Sport und Video.

Auf dem Markt für kompaktes Mittelformat ist die Konkurrenz rar. Der Hasselblad X2D 100C bietet ebenfalls 100 MP mit IBIS, jedoch in einem voluminöseren Gehäuse und zu höherem Preis. Die Leica SL3 (60,3 MP, Vollformat) ist weniger hochauflösend, aber deutlich vielseitiger. Die Sony A7R V (61 MP, Vollformat, 3.900 USD) ist der indirekteste Konkurrent hinsichtlich Auflösung-Preis-Verhältnis. Keines dieser Geräte kombiniert die Sensorfläche des GFX 100RF mit dessen Baugröße.

Wichtigste Foto-Daten
SensorMedium Format
Sensorgröße43.8 × 32.9 mm
Auflösung102 MP
SensortypCMOS
Native ISO-Bereich80 – 12800
Erweiterte ISObis zu 102400
Bildstabilisierung (IBIS)Nein
AF-Felder425
AF-Abdeckung100 %
Augenerkennung (Mensch / Tier)Ja / Ja
Mechanische Serie6 fps
Elektronische Serie3 fps
RAW-Puffer45 Bilder
Max. Verschlusszeit1/16000

Ergonomie und Handhabung: ein Kompaktgerät, das seine Abmessungen annimmt

Bei 735 g mit integriertem Objektiv ist der GFX 100RF kein Taschengerät. Er bleibt jedoch deutlich unter der Ermüdungsschwelle für einen Tag im Gelände.

Bauweise und Wetterschutz

Der Wetterschutz ist vorhanden. Das ist ein nicht zu vernachlässigender Punkt für ein für Reise und Landschaft bestimmtes Gerät. Ich habe GFX-Gehäuse bei Spritzwasserbedingungen in der Bretagne eingesetzt: Der Fujifilm-Wetterschutz ist seriös, die Dichtungen halten langfristig. Für den GFX 100RF habe ich keine persönlichen Felderfahrungen, aber die Bauweise folgt den Standards der GFX-Reihe, die dokumentiert und zuverlässig sind.

Die Abmessungen 133,5 × 90,4 × 76,5 mm ordnen das Gehäuse in dieselbe Volumenkategorie wie eine kompakte APS-C-Spiegelreflexkamera ein. Die Tiefe von 76,5 mm ergibt sich aus der optischen Konstruktion des integrierten Objektivs. Das ist ein akzeptabler Kompromiss für die erzielte Bildqualität.

Bedienelemente und Sucher

Fujifilm hat seine charakteristischen manuellen Bedienelemente beibehalten: dedizierte Belichtungsräder, direkter Zugriff auf die wichtigsten Parameter ohne Menütauchen. Das passt zum angestrebten Geländeeinsatz. Der Landschaftsfotograf, der langsam und methodisch arbeitet, wird diesen Ansatz schätzen.

Der OLED-Sucher zeigt 5.760.000 Punkte mit einer Vergrößerung von 0,84x. Das ist eine absolute Referenz in der Kategorie. Zum Vergleich: Die Sony A7R V bietet einen OLED-Sucher mit 9.440.000 Punkten, aber nur 0,78x Vergrößerung. Der GFX 100RF liefert ein größeres Bild, was die manuelle Scharfstellung und die Szenenbeurteilung unter schwierigen Bedingungen erleichtert.

Der rückwärtige Monitor misst 3,2 Zoll mit 2.100.000 Punkten, ist touchfähig und vertikal schwenkbar (Tilt). Die Tilt-Gelenkung deckt Landschaftsaufnahmen in niedriger oder erhöhter Position ab. Sie ermöglicht keine Selfie- oder Vlog-Aufnahmen, was zur nicht-videoorientierten Positionierung des Gehäuses passt.

Gehäuse & Anschlüsse
Erscheinungsjahr2025
Gewicht (mit Akku)735 g
Abmessungen133.5 x 90.4 x 76.5
WetterfestigkeitJa
SucherOLED EVF
Sucherauflösung5760000 Pixel
Bildschirm3.2 Zoll
Bildschirm-Artikulationtilt
TouchscreenJa
Akku (CIPA)820 Bilder
Dual-SD-SteckplatzJa
WLAN / BluetoothJa / Ja

Bildqualität: was 102 MP auf Mittelformat wirklich verändern

Das ist der Kern des Themas. Der GFX 100RF rechtfertigt sich oder nicht durch die Qualität seiner Dateien. Die Zahlen sind bekannt. Die praktische Interpretation weniger.

Sensorfläche: der strukturelle Vorteil

Der CMOS-Sensor 43,8 × 32,9 mm des GFX 100RF deckt eine Fläche von etwa 1.440 mm² ab. Ein Vollformatsensor (35 mm) deckt etwa 864 mm² ab. Der Unterschied beträgt 67 % Fläche. Diese Differenz ist nicht kosmetisch. Sie führt zu höherer Lichtausbeute pro Fotosite, einer gemessenen höheren Dynamik und einem anderen Mikrokontrast-Rendering, insbesondere bei Landschaftsaufnahmen mit feinen Texturen (Felsen, Vegetation, Wasser).

Der GFX 100 II, der denselben Sensor teilt, zeigt eine gemessene Dynamik von 12,6 EV gemäß unserer Datenbank. Die Sony A7R V (61 MP, Vollformat) wird von DXOMark mit 11,7 EV gemessen. Der Unterschied von fast einem EV ist in der Nachbearbeitung bei hellen Lichtern und tiefen Schatten wahrnehmbar.

Auflösung und Freistellung: 102 MP in der Praxis

102 MP erzeugen Dateien von etwa 11.648 × 8.736 Pixeln. Ein Ausdruck bei 300 DPI erreicht 98 × 74 cm ohne Interpolation. Für großformatige Landschaften oder Porträts zum Drucken ist das ein erheblicher Spielraum. Auch das Freistellen in der Nachbearbeitung ist großzügig: Ein Schnitt von 50 % der Bildfläche lässt noch 51 MP übrig, mehr als die meisten Vollformat-Hybridkameras auf dem Markt.

Diese Auflösung hat ihren Preis beim Speicherbedarf. Eine unkomprimierte RAW-Datei des GFX 100RF überschreitet 200 MB. Der doppelte SD-UHS-II-Slot ist daher eine Notwendigkeit, kein Luxus. Fujifilm hat gut daran getan, ihn zu integrieren.

ISO-Bereich und Verhalten bei hoher Empfindlichkeit

Der native ISO-Bereich erstreckt sich von 80 bis 12.800, mit Erweiterung bis 102.400. Der native Bereich ist identisch mit dem des GFX 100 II und der Fujifilm X-T5. Er ist enger als der der Sony A7R V (max. nativ ISO 32.000) oder der Leica SL3 (max. nativ ISO 100.000).

In der Praxis ist der GFX 100RF kein Gerät für schwaches Licht. Die Fotositengröße auf einem 102-MP-Mittelformatsensor bleibt günstig, aber das Fehlen von IBIS erschwert lange Belichtungen aus der Hand. Ab ISO 3.200 wird Rauschen auf flächigen Bereichen sichtbar. Das stimmt mit den bekannten Messungen am GFX-100-II-Sensor überein. Für Landschaft bei natürlichem Licht oder im Studio ist der native Bereich weitgehend ausreichend. Für Reportagen in Innenräumen ohne Blitz ist es eine reale Grenze.

Autofokus: kompetent für den Zielgebrauch, nicht universell

Das AF-System des GFX 100RF deckt die Bedürfnisse von Porträt und Landschaft ab. Es erhebt keinen Anspruch, mit Sportgehäusen zu konkurrieren.

Abdeckung und Erkennung

Der GFX 100RF verfügt über 425 AF-Punkte mit 100 %-Abdeckung des Sensors. Sowohl die Erkennung menschlicher als auch tierischer Augen ist vorhanden. Die AF-Empfindlichkeit reicht bis -3 EV, was für abnehmendes natürliches Licht ausreichend ist, aber unter modernen Vollformatsystemen wie dem Canon EOS R8 (-6,5 EV) oder dem Nikon Zf (-10 EV) liegt.

Für Porträt bei natürlichem Licht oder im Studio ist -3 EV ausreichend. Für Hochzeitsreportagen in dunklen Sälen ohne Zusatzblitz ist es eine Grenze, die man antizipieren muss.

Augenerkennung: was funktioniert, wo es schwächelt

Die Erkennung menschlicher Augen bei GFX-Gehäusen hat sich mit den aufeinanderfolgenden Firmware-Updates verbessert. Beim GFX 100 II zeigen unabhängige Rückmeldungen (DPReview, Imaging Resource) eine zuverlässige Erkennung bei gestellten Porträts und bei angemessenen Lichtverhältnissen an. Der GFX 100RF erbt denselben X-Processor 5 und denselben Algorithmus.

Wo das System schwächelt: bei schnell bewegten Motiven, starken Gegenlichtsituationen und Szenen mit geringem Kontrast. Diese Situationen liegen außerhalb des Zielgebrauchs des Gehäuses. Für einen Hochzeitsfotografen, der gestellte Porträts und Details aufnimmt, ist der AF nahezu fehlerfrei. Für einen dynamischen Reportagefotografen ist es nicht das richtige Werkzeug.

  • 425 AF-Punkte, 100 %-Abdeckung des Sensors
  • Erkennung menschlicher und tierischer Augen: funktionsfähig unter normalen Bedingungen
  • AF-Empfindlichkeit bis -3 EV: ausreichend für abnehmendes natürliches Licht
  • Nicht geeignet für schnell bewegte Motive: die 3-fps-Serienbildgeschwindigkeit bestätigt diese Positionierung

Serienbild, Puffer und Stabilisierung: die bewussten Kompromisse

Hier zeigt der GFX 100RF seine Prioritäten am deutlichsten. Die Zahlen sind niedrig. Sie passen zum Zielgebrauch.

Serienbild: 6 fps mechanisch, 3 fps elektronisch

Die mechanische Serienbildgeschwindigkeit erreicht 6 fps, die elektronische 3 fps. Diese Werte gehören zu den niedrigsten auf dem aktuellen Hybridmarkt. Der Canon EOS R6 V erreicht 40 fps elektronisch. Die Fujifilm X-T5 (APS-C, 40,2 MP) erreicht 20 fps elektronisch.

Für Landschaft und gestelltes Porträt spielen diese Zahlen keine Rolle. Für Hochzeiten in Bewegung oder Tierfotografie sind sie ausschlaggebend. Fujifilm verbirgt diese Positionierung nicht: Der GFX 100RF ist kein Sportgehäuse.

Der RAW-Puffer nimmt 45 Bilder in Serie auf. Bei 6 fps mechanisch entspricht das 7,5 Sekunden kontinuierlicher Serienaufnahme. Das reicht für kurze Sequenzen bei Porträt oder Landschaft mit bewegten Motiven (Welle, Wolke, Menschenmenge). Die USB-C-Übertragung mit 10 Gbps beschleunigt das Leeren des Puffers auf den Computer.

Fehlen von IBIS: der wahre Deal-Breaker

Der GFX 100RF verfügt über keine Sensorstabilisierung (IBIS). Das ist die diskutabelste Designentscheidung und die einzige, die den Zielgebrauch wirklich beeinträchtigt.

Bei Landschaft mit Stativ ist das Fehlen von IBIS ohne Folgen. Bei Reiseaufnahmen aus der Hand bei schwachem Licht (Sonnenuntergang, natürliche Innenräume, dichter Wald) zwingt das Fehlen von IBIS dazu, ISO zu erhöhen oder die Verschlusszeit zu verkürzen. Mit 102 MP wird Verwacklungsunschärfe verstärkt: Jedes Pixel deckt eine kleinere Fläche ab und ist daher empfindlicher gegenüber Bewegung. Die 1/Brennweite-Regel gilt mit weniger Spielraum als bei niedriger Auflösung.

Der GFX 100 II integriert einen IBIS mit 8 Stufen. Sein Fehlen beim GFX 100RF ist eine Entscheidung hinsichtlich Baugröße und Kosten. Das ist verständlich. Es ist nicht unbedeutend.

Video: ein vorhandener Modus, keine Priorität

Der GFX 100RF zeichnet Video auf. Das ist nicht seine Berufung. Die technischen Daten bestätigen das.

Wichtigste Video-Daten
Max. Auflösung4K
Max. Bildrate30 fps
CodecsH.264, H.265, ProRes
Bittiefe10 Bit
Log-ProfilJa
Unbegrenzte AufnahmeNein
Bildstabilisierung (IBIS)Nein
HDMI-AusgangHDMI Micro HDMI
USB-AnschlussUSB-C 10Gbps

Was der GFX 100RF bietet

Die maximale Auflösung beträgt 4K bei 30 Bildern pro Sekunde. Verfügbare Codecs sind H.264, H.265 und ProRes. Die Aufnahmetiefe erreicht 10 Bit mit verfügbarem Log-Profil. Diese Daten sind für eine fotorientierte Hybridkamera ehrlich. Die ProRes-Aufnahme ist ein echter Vorteil für die Nachbearbeitung, auch bei 4K/30p.

Die Aufnahmedauer ist begrenzt (nicht unbegrenzt). Der HDMI-Anschluss ist vom Typ Micro-HDMI, was gegenüber einem Full-Size-HDMI eine praktische Abstriche darstellt. Für professionellen Videoeinsatz ist es nicht das richtige Werkzeug. Für in einen Foto-Workflow integrierte Reise-Clips ist es funktional.

Im Vergleich zu Videokonkurrenten

Der Canon EOS R5 Mark II (4.299 USD) zeichnet in 8K/60p mit 12 Bit und IBIS 8,5 Stufen auf. Der Nikon Z8 (4.000 USD) erreicht 8K/30p mit 12 Bit. Die Sony A7R V (3.900 USD) bietet 8K/60p in 10 Bit. Beim Video liegt der GFX 100RF deutlich hinter seinen Vollformat-Konkurrenten derselben Preisklasse zurück.

Diese Feststellung sollte die Kaufentscheidung nicht beeinflussen, wenn der Einsatz fotografisch ist. Sie sollte es, wenn Video mehr als 10 % der Tätigkeit ausmacht.

Konnektivität, Speicher und Akkulaufzeit

Oft unterschätzte Punkte beim Kauf, entscheidend im Gelände.

Speicher: doppelter SD-UHS-II-Slot

Der GFX 100RF verfügt über zwei SD-UHS-II-Slots. Das ist eine professionelle Konfiguration, die Echtzeit-Redundanz (gleichzeitiges Schreiben auf beide Karten) oder automatische Überlauf ermöglicht. Für einen Hochzeits- oder Reisefotografen, dessen Dateien unersetzlich sind, ist das eine grundlegende Sicherheit.

Die RAW-Dateien des GFX 100RF überschreiten 200 MB pro Bild. Eine 256-GB-SD-UHS-II-Karte speichert etwa 1.200 Bilder in unkomprimiertem RAW. Planen Sie Karten mit hoher Kapazität und hoher Schreibgeschwindigkeit, um Verzögerungen bei Serienaufnahmen zu vermeiden.

Konnektivität und Akkulaufzeit

Der USB-C-Port arbeitet mit 10 Gbps, was eine schnelle Übertragung großer Dateien auf einen Computer oder portablen SSD ermöglicht. Die Ladung über USB-C wird ebenfalls unterstützt, nützlich auf Reisen mit einem externen Akku.

Die drahtlose Konnektivität umfasst Wi-Fi und Bluetooth für Übertragung und Fernsteuerung über die Fujifilm-App. Der HDMI-Port ist vom Typ Micro-HDMI, ein weniger robustes Format als Full-Size-HDMI. Das ist eine Kompaktheitsabstriche.

Die CIPA-Akkulaufzeit wird mit 820 Auslösungen angegeben. Das ist ein komfortabler Wert, höher als bei den meisten Vollformat-Hybridkameras (Canon EOS R5 Mark II: 630 Auslösungen CIPA, Sony A7R V: 530 Auslösungen CIPA). Für einen Tag im Gelände bei Landschaft oder Hochzeit reicht in den meisten Fällen ein Akku.

  • Doppelter SD-UHS-II-Slot: Redundanz und Dateisicherheit
  • USB-C 10 Gbps: schnelle Übertragung großer RAW-Dateien
  • CIPA-Akkulaufzeit 820 Auslösungen: eine der besten in der Kategorie
  • Wi-Fi und Bluetooth integriert: drahtlose Übertragung und Fernsteuerung
  • Micro-HDMI: weniger robust als Full-Size-HDMI

Im Vergleich zur Konkurrenz: wo steht der GFX 100RF

Vier Konkurrenten verdienen einen direkten Vergleich. Zwei aus der GFX-Reihe, zwei außerhalb.

Gegenüber dem GFX 100 II: was Sie verlieren und was Sie gewinnen

Der GFX 100 II (7.499 USD, 1.030 g) ist der direkte große Bruder. Er teilt denselben 102-MP-Sensor. Er bietet IBIS 8 Stufen, Video 8K/30p, Serienbildgeschwindigkeit 8,7 fps elektronisch und ein Wechselobjektivsystem. Er kostet 2.600 USD mehr und wiegt 295 g mehr.

Der GFX 100RF ist also ein abgespeckter, vereinfachter GFX 100 II mit festem Objektiv. Wenn Brennweitenflexibilität Priorität hat, ist der GFX 100 II trotz seines Preises die Wahl. Wenn Sie hauptsächlich mit einer festen Brennweite arbeiten und Gewicht zählt, ist der GFX 100RF die rationale Wahl.

Gegenüber der Sony A7R V und der Fujifilm X-T5

Die Sony A7R V (61 MP, Vollformat, 3.900 USD) ist der glaubwürdigste indirekte Konkurrent. Sie bietet 61 MP gegenüber 102 MP, eine gemessene Dynamik von 11,7 EV gegenüber etwa 12,6 EV beim GFX-Sensor, IBIS 8 Stufen (beim GFX 100RF fehlend) und Kompatibilität mit dem Sony-FE-Objektivsystem. Sie ist 1.000 USD günstiger.

Die Wahl zwischen beiden läuft auf eine Frage hinaus: Brauchen Sie die 41 zusätzlichen MP und die Mittelformat-Sensorfläche? Wenn Sie großformatig ausdrucken oder intensiv freistellen, ja. Wenn Sie hauptsächlich fürs Web oder Abzüge unter 50 cm arbeiten, reicht die Sony A7R V aus und ist vielseitiger.

Die Fujifilm X-T5 (40,2 MP, APS-C, 1.699 USD) gehört einer anderen Preisklasse an. Sie bietet 40 MP mit IBIS 7 Stufen und 20 fps elektronisch. Sie konkurriert nicht mit der Rohbildqualität, ist aber 3.200 USD günstiger und deutlich vielseitiger.

Zahlen-Vergleich
DatenFujifilm GFX 100RFHier getestetFujifilm GFX 100 IISony α7R VFujifilm X-T5
Erscheinung2025202320222022
SensorMedium FormatMedium FormatFull FrameAPS-C
Auflösung102 MP102 MP61 MP40.2 MP
Max. native ISO12800128003200012800
Dynamikumfang12.6 EV11.7 EV10.4 EV
AF-Felder425425693425
Serie (elek.)3 fps8.7 fps10 fps20 fps
IBISNein8 stops8 stops7 stops
Max. Video4K/30p8K/30p8K/60p6.2K/240p
WetterfestJaJaJaJa
Dual-SDJaJaJaNein
Gewicht735 g1030 g723 g557 g
Startpreis4899 USD7499 USD3900 USD1699 USD

GFX 100RF vs. GFX 100 II, Sony A7R V und X-T5: Auflösung, Gewicht und Preis sind die drei Entscheidungsachsen.

Der Winkel, den andere Tests nicht haben: die realen Kosten pro Megapixel

Ein selten behandelter Winkel: die Kosten pro nutzbarem Megapixel. Der GFX 100RF zu 4.899 USD für 102 MP entspricht etwa 48 USD pro Megapixel. Die Sony A7R V zu 3.900 USD für 61 MP entspricht 64 USD pro Megapixel. Der GFX 100 II zu 7.499 USD für 102 MP entspricht 73 USD pro Megapixel.

Nach diesem alleinigen Kriterium ist der GFX 100RF das zugänglichste Mittelformat hinsichtlich Kosten pro Megapixel. Diese Rechnung berücksichtigt weder das Objektivsystem (fest vs. wechselbar) noch Zusatzfunktionen (IBIS, Video). Sie zeigt jedoch, dass die Preispolitik von Fujifilm mit dem Ziel, hochauflösendes Mittelformat zu demokratisieren, kohärent ist.

Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis

Bei 4.899 USD ist der GFX 100RF eine Investition. Die Frage ist, ob sie gegenüber den Alternativen gerechtfertigt ist.

Der Einführungspreis beträgt 4.899 USD. Das sind 900 USD mehr als der Canon EOS R5 Mark II (4.299 USD) und 999 USD mehr als die Sony A7R V (3.900 USD). Gegenüber diesen beiden Vollformat-Gehäusen rechtfertigt der GFX 100RF seinen Aufpreis durch die größere Sensorfläche und die höhere Auflösung. Er rechtfertigt ihn nicht bei Vielseitigkeit, Video oder Geschwindigkeit.

Auf dem Gebrauchtmarkt tauchen erste GFX 100RF auf. GFX-Gehäuse haben historisch einen guten Wiederverkaufswert, getragen von der Seltenheit von Mittelformatangeboten. Ein GFX 100RF in gutem Zustand wird je nach Quelle des Sekundärmarkts zwischen 3.800 und 4.200 USD gehandelt, was den Abstand zur neuen Sony A7R V verringert.

Fujifilm GFX 100RF

Fujifilm GFX 100RF Schwarz Kundenretoure

Fujifilm GFX 100RF Schwarz Kundenretoure

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Urteil: für wen und warum

Der GFX 100RF ist ein Spezialistengerät. Er verdient eine hohe Note, weil er genau das hält, was er verspricht.

Die Foto-Bewertung von 8,1/10 spiegelt ein Gehäuse wider, das in seiner Mission exzelliert: Mittelformat-Bildqualität in einem kompakten und wetterfesten Format zu liefern. Die Qualität der 102-MP-Dateien auf dem 43,8 × 32,9 mm-Sensor ist in dieser Baugröße und zu diesem Preis ohne Konkurrenz. Der OLED-Sucher mit 5.760.000 Punkten, die Akkulaufzeit von 820 Auslösungen und der doppelte SD-UHS-II-Slot ergänzen ein seriöses Paket für den Einsatz im Gelände.

Die Abstriche sind real: Fehlen von IBIS, 3 fps elektronisch, Video 4K/30p ohne unbegrenzte Aufnahme, festes Objektiv. Keine dieser Abstriche beeinträchtigt den Landschafts-, Reise- oder gestellten Porträtfotografen bei kontrolliertem Licht. Alle beeinträchtigen den Sport-, dynamischen Reportage- oder Videofotografen.

Der einzige universelle Deal-Breaker ist das Fehlen von IBIS. Bei 102 MP wird Verwacklungsunschärfe verstärkt. Wenn Sie regelmäßig aus der Hand bei unzureichendem Licht arbeiten, zwingt Sie der GFX 100RF dazu, ISO zu erhöhen oder das Stativ herauszuholen. Das ist eine Designentscheidung. Es ist kein Fertigungsfehler. Aber es ist eine Grenze, die man vor dem Kauf berücksichtigen muss.

Für die Zielgruppen (Landschaft, Reise, gestelltes Porträt, Hochzeitsdetails) ist der GFX 100RF das beste verfügbare Werkzeug in dieser Baugröße. Er hat keinen direkten Konkurrenten, der seine Sensorfläche, sein Gewicht und seinen Preis kombiniert. Das reicht aus, um ihn diesen Gruppen vorbehaltlos zu empfehlen.

Häufige Fragen

Verfügt der Fujifilm GFX 100RF über optische oder sensorbasierte Stabilisierung?

Nein. Der GFX 100RF verfügt weder über IBIS (Sensorstabilisierung) noch über optische Stabilisierung im festen Objektiv. Das ist der bedeutendste Kompromiss seiner Konstruktion. Bei 102 MP wird Verwacklungsunschärfe gegenüber einem niedriger auflösenden Gehäuse verstärkt. In der Praxis planen Sie ein Stativ für Belichtungen unter 1/250 s bei schwachem Licht ein. Der GFX 100 II zu 7.499 USD integriert einen IBIS mit 8 Stufen, falls dieser Punkt für Sie Priorität hat.

Was ist der Unterschied zwischen dem GFX 100RF und dem GFX 100 II?

Beide Gehäuse teilen denselben CMOS-Sensor 102 MP (43,8 × 32,9 mm). Der GFX 100 II (7.499 USD, 1.030 g) fügt IBIS 8 Stufen, Video 8K/30p, Serienbildgeschwindigkeit 8,7 fps elektronisch und ein Wechselobjektivsystem hinzu. Der GFX 100RF (4.899 USD, 735 g) ist kompakter, leichter und günstiger, jedoch mit festem Objektiv, ohne IBIS und auf 4K/30p im Video begrenzt. Die Wahl hängt davon ab, wie hoch Flexibilität der Optik und Stabilisierung priorisiert werden.

Ist der GFX 100RF für Hochzeitsfotografie geeignet?

Teilweise. Für gestellte Porträts, Details (Ringe, Dekoration, Kleider) und Szenen bei angemessenem natürlichem Licht ist der GFX 100RF hervorragend. Die Auflösung 102 MP und die Qualität des Mittelformatsensors erzeugen Dateien von außergewöhnlicher Qualität. Die elektronische Serienbildgeschwindigkeit von 3 fps und das Fehlen von IBIS machen ihn jedoch für dynamische Sequenzen (Zeremonie in Bewegung, Tanz, Kirchenausgänge bei schwachem Licht) ungeeignet. Ein Hochzeitsfotograf, der beide Aspekte abdeckt, benötigt ein zweites Gehäuse.

Kann man das Objektiv des GFX 100RF wechseln?

Nein. Der GFX 100RF ist ein Gerät mit festem integriertem Objektiv. Es ist nicht möglich, andere GFX-Objektive direkt anzubringen. Drittanbieter-Adapter existieren für bestimmte Optiken, aber das ist nicht der von Fujifilm vorgesehene Einsatz. Wenn Brennweitenflexibilität Priorität hat, ist der GFX 100 II mit dem GFX-Wechselobjektivsystem die richtige Alternative.

Ist der GFX 100RF sein Preis gegenüber der Sony A7R V wert?

Das hängt vom Einsatz ab. Die Sony A7R V (3.900 USD, 61 MP, Vollformat) ist 1.000 USD günstiger, integriert IBIS 8 Stufen, bietet Kompatibilität mit dem Sony-FE-Objektivsystem und Video 8K/60p. Der GFX 100RF bringt 41 zusätzliche MP, eine um 67 % größere Sensorfläche und eine höhere gemessene Dynamik. Für große Abzüge und intensives Freistellen rechtfertigt sich der GFX 100RF. Für gemischten Foto-Video- oder vielseitigen Einsatz ist die Sony A7R V rationaler.

Welche Speicherkarte sollte man mit dem GFX 100RF verwenden?

Der GFX 100RF verfügt über zwei SD-UHS-II-Slots. Unkomprimierte RAW-Dateien überschreiten 200 MB pro Bild. Wählen Sie SD-UHS-II-Karten mit einer Schreibgeschwindigkeit von mindestens 250 MB/s, um Verzögerungen bei Serienaufnahmen zu vermeiden. Kapazitäten von 256 GB oder 512 GB werden für einen intensiven Tag im Gelände empfohlen. Der doppelte Slot ermöglicht Echtzeit-Redundanz, eine essenzielle Sicherheit für unersetzliche Dateien.

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