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Test · Nikon · 2025

Test Nikon Z5 II: Das zugängliche Vollformat, das seine Versprechen hält

Der Z5 II ist das am besten ausgewogene Vollformat-Einstiegsmodell auf dem Markt für vielseitige Fotografen, die eine seriöse Stabilisierung, echte Wetterfestigkeit und solide Bildqualität wünschen, ohne den Preis eines Z6 III zu zahlen.

8.0/ 10
Ab 1.900 €
Preis anzeigen
Nikon Z5 II

Fazit

Der Nikon Z5 II richtet sich an Fotografen, die vom DSLR- oder APS-C-System auf Vollformat umsteigen möchten, ohne mehr als 1 700 USD auszugeben. Er verfügt über einen BSI-CMOS-Sensor mit 24,5 MP und einer gemessenen Dynamik von 11,2 EV, einen IBIS mit 7,5 Stufen sowie eine vollständige Wetterfestigkeit. Das sind genau die drei Säulen, die ein Reise- oder Porträtfotograf täglich benötigt. Die Abstriche sind real: nur 273 AF-Punkte gegenüber 779 beim Panasonic Lumix S5 II zum gleichen Preis, eine mechanische Serienbildrate von maximal 7,8 fps und eine CIPA-Akkulaufzeit von 330 Auslösungen, die eine Ersatzbatterie auf Reisen erfordert. Das 4K/60p-Video mit 12-Bit-RAW-Codec ist eine echte Überraschung in dieser Preisklasse, doch fehlende aktive Kühlung kann lange Aufnahmen einschränken. Insgesamt erfüllt der Z5 II seine Mission ehrlich: Nikon-Z-Vollformat für Nutzer ohne Budget für einen Z6 III, mit den richtigen Kompromissen an den richtigen Stellen.

8.0Note / 10

Stärken

  • IBIS mit 7,5 Stufen Kompensation, effektiv aus der Hand bei wenig Licht
  • Gemessene Dynamik 11,2 EV bei ISO 100, gute Lichterrettung
  • Maximales natives ISO 64 000, erweiterter nativer Bereich ohne erweiterten Modus
  • Dual-SD-Slot UHS-II, vollständige Wetterfestigkeit: zuverlässig unter schwierigen Bedingungen
  • 4K/60p-Video mit 12-Bit-RAW-Codec und unbegrenzter Aufnahmedauer in dieser Preisklasse
  • Vollständig schwenkbarer 3,2-Zoll / 2 100 000-Punkt-Touchscreen

Schwächen

  • Nur 273 AF-Punkte: 100 % Abdeckung, aber geringe Dichte im Vergleich zur Konkurrenz
  • Mechanische Serienbildrate auf 7,8 fps begrenzt: ungeeignet für Sport oder schnelle Tierfotografie
  • CIPA-Akkulaufzeit 330 Auslösungen: Ersatzakku auf Reisen unverzichtbar
  • Micro-HDMI-Anschluss: anfällig und unpraktisch für Video-Rigs
  • Z-Bajonett: natives Objektivangebot noch kleiner als Sony FE oder Canon RF

Für wen?

  • Reisefotografen, die ein wetterfestes Vollformat mit starkem IBIS unter 1 800 USD suchen
  • Amateur- oder Semi-Pro-Porträtfotografen, die von Dynamikumfang und Augen-AF profitieren
  • Einsteiger- oder Fortgeschrittenen-Videografen, die 4K/60p RAW 12 Bit zu einem fairen Preis mit unbegrenzter Aufnahmedauer wollen
  • Fotografen, die von einer Nikon-DSLR auf ein günstiges Z-Vollformat umsteigen möchten
  • Landschaftsfotografen, die unter schwierigen Bedingungen arbeiten und Wetterfestigkeit sowie stabilisierte Langzeitbelichtung benötigen

Im Video

Damien Bernal · 10 min 34

Nikon Z5 II : Meilleur hybride Plein format a CE prix ! (test terrain)

Vorstellung: Ein Vollformat-Einstiegsmodell, das seine Entscheidungen verantwortet

Der Z5 II löst das 2020 erschienene Original-Z5 ab. Nikon positioniert ihn als Einstieg in die Z-Vollformatreihe unterhalb des Z6 III und Zf. Das Ziel ist klar: die Grundlagen des Vollformats ohne die gravierenden Kompromisse früherer Generationen bieten.

Der Z5 II erschien 2025 zum Einführungspreis von 1 696 USD (Gehäuse). Er konkurriert direkt mit dem Panasonic Lumix S5 II (1 999 USD) und der Sony A7 IV. Nikon setzt auf einen BSI-CMOS-Sensor mit 24,5 MP, einen IBIS mit 7,5 Stufen, vollständige Wetterfestigkeit und Dual-SD-Slot UHS-II. Diese bewussten Entscheidungen zielen auf vielseitige Fotografen ab, die erstmals auf Vollformat umsteigen.

Gegenüber dem Original-Z5 sind die Fortschritte deutlich. Das AF-System erhält eine KI-gestützte Motivdetektion mit 100 % Sensorabdeckung. Video steigt auf 4K/60p mit 12-Bit-RAW und unbegrenzter Aufnahmedauer. Auch der IBIS wurde verbessert. Es handelt sich nicht um ein kosmetisches Update, sondern um eine funktionale Überarbeitung, die die größten Kritikpunkte des Vorgängers behebt.

Leistung nach Anwendung Nikon Z5 II

Nutzungsprofil des Nikon Z5 II: Stark bei Reise, Porträt und wenig Licht, eingeschränkt bei Sport und schneller Tierfotografie.

Der Z5 II nimmt eine klare Position in der Nikon-Z-Reihe ein. Darunter liegt der Z50 II (906 USD) im APS-C-Bereich ohne IBIS. Darüber bietet das Zf (1 999 USD) denselben 24,5-MP-Sensor mit 8 Stufen IBIS und Retro-Design, jedoch ohne vollständig schwenkbaren Bildschirm. Der Z6 III ist höher positioniert mit teilweise gestapeltem Sensor und höherer Serienbildrate. Der Z5 II ist daher kein peinlicher Kompromiss, sondern ein für einen definierten Einsatz und ein bestimmtes Budget konzipiertes Produkt.

Ergonomie und Handhabung: Ein Gehäuse, das positiv überrascht

Mit 700 g und 134 x 100,5 x 72 mm liegt der Z5 II im oberen Mittelfeld der Vollformat-Hybridkameras. Er ist nicht kompakt, aber ausgewogen mit Z-Objektiven.

Verarbeitung und Wetterfestigkeit

Die Wetterfestigkeit ist vollständig. Nikon gibt keine offizielle IP-Schutzart an, doch Dichtungen schützen Bedienelemente, Klappen und Bajonett. In der Praxis hält das Gehäuse Regen, Spritzwasser und Staub ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen stand. Ich habe es unter vergleichbaren Bedingungen mit anderen wetterfesten Nikon-Z-Modellen genutzt: Die Zuverlässigkeit bei Feuchtigkeit ist real und konsistent in der Baureihe.

Der Dual-SD-Slot UHS-II ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil in dieser Preisklasse. Die direkte Konkurrenz, etwa die Canon EOS R8 (1 499 USD), bietet nur einen Slot. Zwei Slots ermöglichen Spiegelung oder RAW/JPEG-Trennung – gängige Praxis bei Profi- und Semi-Profi-Fotografen.

Sucher und Monitor: stimmige Entscheidungen

Der OLED-Sucher zeigt 3 690 000 Punkte bei 0,8facher Vergrößerung. Das ist ein solider Wert für die Klasse, identisch mit dem Nikon Zf. Die Ablesbarkeit bei hellem Sonnenlicht ist zufriedenstellend. Der rückwärtige 3,2-Zoll-Monitor mit 2 100 000 Punkten ist vollständig schwenkbar und touchbedienbar. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber dem Zf mit seinem einachsig kippbaren Monitor.

Bei der Anschlussvielfalt gibt es einen Vorbehalt: Der HDMI-Anschluss ist im Micro-Format, was den Stecker anfälliger macht und die Nutzung in Video-Rigs erschwert. Zum Preis von 1 696 USD hätte man sich HDMI Full-Size oder zumindest Mini gewünscht. Der USB-C-Anschluss ist hingegen vorhanden und ermöglicht Laden während des Betriebs, was die schwache CIPA-Akkulaufzeit von 330 Auslösungen teilweise kompensiert.

Gehäuse & Anschlüsse
Erscheinungsjahr2025
Gewicht (mit Akku)700 g
Abmessungen134 x 100.5 x 72
WetterfestigkeitJa
SucherOLED EVF
Sucherauflösung3690000 Pixel
Bildschirm3.2 Zoll
Bildschirm-Artikulationfully articulated
TouchscreenJa
Akku (CIPA)330 Bilder
Dual-SD-SteckplatzJa
WLAN / BluetoothJa / Ja
ObjektivanschlussNikon Z

Bildqualität: Was der BSI-Sensor wirklich bringt

Der 24,5-MP-BSI-CMOS-Sensor ist derselbe wie im Nikon Zf. Unabhängige Messungen ermöglichen eine präzise Einordnung der tatsächlichen Leistung jenseits von Marketing-Argumenten.

Wichtigste Foto-Daten
SensorFull Frame
Sensorgröße35.9 × 23.9 mm
Auflösung24.5 MP
SensortypCMOS
Native ISO-Bereich100 – 64000
Erweiterte ISObis zu 204800
Gemessener Dynamikumfang11.2 EV
Bildstabilisierung (IBIS)7.5 Stufen
AF-Felder273
AF-Abdeckung100 %
Augenerkennung (Mensch / Tier)Ja / Ja
Mechanische Serie7.8 fps
Elektronische Serie30 fps
Max. Verschlusszeit1/8000

Gemessene Dynamik und Lichterrettung

Die gemessene Dynamik beträgt 11,2 EV bei Basis-ISO 100. Dieser Wert stammt aus unabhängigen Messungen (Photons to Photos, DXOMark) und stimmt mit dem Verhalten des Sensors im Zf überein. Zum Vergleich: Der Panasonic Lumix S5 II erreicht ebenfalls 11,2 EV, die Canon EOS R8 11,6 EV. Der Z5 II führt seine Klasse also nicht an, liegt aber im Spitzenfeld. Praktisch bedeutet das eine gute Lichterrettung im RAW und ausreichende Belichtungsspielräume für Landschaft und Porträt bei kontrastreichem natürlichem Licht.

Die rückwärtige Beleuchtung des Sensors verbessert die Lichtausbeute. Der Effekt ist bei hoher Empfindlichkeit messbar: Das Rauschen bleibt bis ISO 6 400 im Alltag beherrschbar, der native Bereich reicht bis 64 000 ISO ohne Wechsel in den erweiterten Modus. Darüber hinaus geht es bis 204 800 ISO im erweiterten Modus, doch die Dateien verlieren an Rettbarkeit. Der native Bereich bis 64 000 ISO ist ein Vorteil gegenüber dem Panasonic Lumix S5 II (max. 51 200 ISO nativ).

Farbwiedergabe und JPEG-Verarbeitung

Nikon übernimmt seine Picture Controls in den Z5 II. Die Profile Flat und Neutral eignen sich gut für die Nachbearbeitung. Das Profil Vivid liefert direkt nutzbare JPEGs für soziale Medien. Die Hauttöne gehören traditionell zu den Stärken von Nikon, und der Z5 II hält diese Reputation. Dieser Punkt ist schwer zu quantifizieren, wird aber regelmäßig von unabhängigen Tests von DPReview und Imaging Resource bestätigt.

Expertenmeinung: Z5 II vs. Zf – gleicher Sensor, reale Unterschiede

Der Nikon Zf (1 999 USD) teilt denselben 24,5-MP-Sensor und die gleiche gemessene Dynamik von 11,1 EV. Der Unterschied liegt nicht im Sensor, sondern im IBIS (8 Stufen beim Zf vs. 7,5 Stufen beim Z5 II), im Design (retro vs. modern) und beim Monitor (vollständig schwenkbar vs. kippbar). Bei reiner Bildqualität sind beide Modelle gleichwertig. Für Vlogging oder ungewöhnliche Aufnahmewinkel gewinnt der Z5 II durch den Monitor. Für Freihand-Langzeitbelichtung gewinnt das Zf 0,5 Stufe IBIS. Die Wahl entscheidet sich an diesen Details, nicht am Sensor.

Autofokus: Effektiv im Zielbereich, begrenzt bei Sport

Das AF-System des Z5 II basiert auf 273 Punkten mit Kontrast- und Phasendetektion. Die Abdeckung erreicht 100 % des Sensors. Die Motivdetektion umfasst menschliche und tierische Augen. Die Auslöseschwelle liegt bei -10 EV – bemerkenswert für diese Klasse.

Motivdetektion und Leistung bei wenig Licht

Die AF-Schwelle von -10 EV gehört zu den stärksten Punkten des Z5 II. Zum Vergleich: Der Panasonic Lumix S5 II erreicht -6 EV, die Canon EOS R8 -6,5 EV. Dieser Unterschied von 3,5–4 EV ist in der Praxis spürbar: Der Z5 II erfasst Motive bei fast völliger Dunkelheit, wo direkte Konkurrenten versagen. Für Porträts in dunklen Innenräumen, nächtliche Straßenfotografie oder Hochzeiten am späten Abend ist dieser Vorteil real.

Die Erkennung menschlicher Augen funktioniert unter normalen Lichtverhältnissen zuverlässig. Die Tieraugen-Erkennung deckt Hunde, Katzen und Vögel ab. Diese Funktionen sind inzwischen Standard, ihre Umsetzung variiert jedoch. Beim Z5 II stammen sie aus dem Firmware des Z6 III und verhalten sich konsistent mit den Ergebnissen unabhängiger Tests von DPReview.

Die Grenze der 273 Punkte: Was das wirklich bedeutet

273 AF-Punkte sind der umstrittene Wert. Der Panasonic Lumix S5 II bietet 779 Punkte, die Canon EOS R8 1 053. Die Punktdichte beeinflusst die Präzision der Verfolgung bei schnellen, unvorhersehbaren Bewegungen. Für statische oder leicht bewegte Porträts reichen 273 Punkte mit 100 % Abdeckung völlig aus. Für fliegende Tiere oder Sport mit schnellen Richtungswechseln zeigt die Dichte ihre Grenzen. Der Z5 II ist für diese Einsätze nicht konzipiert – seine mechanische Serienbildrate von 7,8 fps bestätigt das. Es ist kein Konstruktionsfehler, sondern eine bewusste Entscheidung, die Budget für IBIS und Wetterfestigkeit freisetzt.

  • AF-Schwelle -10 EV: Beste ihrer Klasse bei wenig Licht
  • 100 % Sensorabdeckung: Keine toten Zonen
  • Erkennung menschlicher und tierischer Augen: Zuverlässig unter normalen Bedingungen
  • 273 Punkte: Dichte unzureichend für Sport und schnelle Tierfotografie
  • Mechanische Serienbildrate 7,8 fps: Passt zur nicht-sportlichen Positionierung

Elektronische Serienbildfunktion: 30 fps mit Einschränkungen

Die elektronische Serienbildrate erreicht 30 fps. Das klingt attraktiv, doch es gibt reale Einschränkungen. Bei einem normalen CMOS-Sensor (nicht gestapelt) entsteht bei hoher Geschwindigkeit ein Rolling-Shutter-Effekt bei schnellen Bewegungen. Nikon nennt keinen gemessenen Wert für den Z5 II. Unabhängige Tests von DPReview an vergleichbaren Sensoren zeigen, dass der Effekt vorhanden ist und die Nutzung der 30 fps bei sehr dynamischen Motiven einschränken kann. Für Porträt- oder Reisefotografie sind die 30 fps elektronisch ohne Einschränkung nutzbar.

IBIS-Stabilisierung: 7,5 Stufen – das stärkste Argument des Z5 II

Der IBIS mit 7,5 Stufen Kompensation ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal des Z5 II gegenüber direkten Konkurrenten. Er gehört zu den höchsten Werten in der Einstiegsklasse Vollformat.

7,5 Stufen IBIS-Kompensation – der von Nikon nach CIPA-Norm angegebene Wert. Zum Einordnen: Der Panasonic Lumix S5 II bietet 5 Stufen, die Canon EOS R8 gar keine. Das Nikon Zf erreicht 8 Stufen, kostet aber 303 USD mehr. Der Z5 II liegt damit preislich sehr günstig: Er bietet fast High-End-Stabilisierung zum Einstiegspreis.

In der Praxis ermöglichen 7,5 Stufen sehr lange Belichtungszeiten aus der Hand. Bei einem 50-mm-Objektiv (Vollformat) liegt die kritische Verschlusszeit ohne Stabilisierung bei etwa 1/50 s. Mit 7,5 Stufen theoretisch bei ca. 1/0,5 s, also einer halben Sekunde. Realistisch sind je nach Technik und Motiv oft 1/4 s bei 50 mm erreichbar. Für Landschaft bei abnehmendem Licht, Innenarchitektur oder stimmungsvolle Porträts ist das ein entscheidender Vorteil.

Ich fotografiere regelmäßig bei wenig Licht auf Reisen, oft in Innenräumen, wo ein Stativ verboten ist. Bei Kameras mit 5 Stufen oder weniger muss ich Kompromisse bei Verschlusszeit oder ISO eingehen. Mit 7,5 Stufen ist der Spielraum deutlich größer. Es ist einer der seltenen Fälle, in denen der CIPA-Wert direkt in einen spürbaren Praxisvorteil übersetzt wird.

Video: Eine Überraschung in dieser Preisklasse mit bekannten Grenzen

Der Z5 II bietet 4K/60p mit 12-Bit-RAW-Codec und unbegrenzter Aufnahmedauer. Das ist ein ernstzunehmendes Angebot für 1 696 USD, doch einige Punkte müssen differenziert betrachtet werden.

Wichtigste Video-Daten
Max. Auflösung4K
Max. Bildrate60 fps
CodecsH.264, H.265, RAW
Bittiefe12 Bit
Log-ProfilJa
Unbegrenzte AufnahmeJa
Bildstabilisierung (IBIS)7.5 Stufen
HDMI-AusgangHDMI Micro HDMI
USB-AnschlussUSB-C

Codecs und Auflösung: Was der Z5 II wirklich bietet

Der Z5 II zeichnet in H.264, H.265 und 12-Bit-RAW auf. Die maximale Auflösung ist 4K bei 60 fps. Log ist verfügbar. Die Aufnahmedauer ist unbegrenzt – ein Vorteil für lange Interviews oder Events. Zum Vergleich: Der Panasonic Lumix S5 II erreicht 6K/120p mit 10 Bit, kostet aber 1 999 USD. Die Canon EOS R8 bietet 4K/180p für 1 499 USD, jedoch ohne IBIS. Der Z5 II liegt damit in einer stimmigen Mittelposition.

Die in den technischen Daten erwähnte „4K bei 120 fps“ bedarf einer Klarstellung. Die offizielle Nikon-Dokumentation nennt 4K bei 60 fps als maximale Videoauflösung. Die Angabe von 120 fps bezieht sich vermutlich auf Zeitlupe in reduzierter Auflösung (1080p). Wer 4K/120p nativ benötigt, findet hier keine Lösung. Die Canon EOS R8 erreicht 4K/180p, der Panasonic Lumix S5 II 6K/120p. An diesem Punkt liegt der Z5 II zurück.

IBIS im Video und elektronische Stabilisierung

Der 7,5-Stufen-IBIS ist im Video aktiv. Nikon bietet zusätzlich eine elektronische Stabilisierung, die das Bildfeld leicht beschneidet. Die Kombination ermöglicht flüssige Handheld-Aufnahmen für Vlog oder leichte Reportage. Sie ersetzt keinen Gimbal bei sehr dynamischen Szenen, reicht aber für Alltags- und Reisecontent aus.

Video-Anschlüsse: Der Schwachpunkt

Der Micro-HDMI-Anschluss ist der größte Kritikpunkt für den Einsatz in einem Video-Rig. Micro-HDMI-Stecker sind anfällig, Adapterkabel eine weitere Fehlerquelle. Für Studio- oder strukturierte Drehs mit externem Monitor ist das eine echte Einschränkung. Für Vlog oder leichte Aufnahmen ohne externen Monitor spielt es keine Rolle. USB-C ermöglicht Laden und PC-Verbindung, ersetzt aber nicht HDMI für externe Recorder.

Im Vergleich zur Konkurrenz: Drei entscheidende Duelle

Der Z5 II bewegt sich in einem hart umkämpften Segment. Drei Konkurrenten verdienen einen direkten, zahlenbasierten Vergleich: Panasonic Lumix S5 II, Canon EOS R8 und Nikon Zf.

Zahlen-Vergleich
DatenNikon Z5 IIHier getestetPanasonic Lumix S5 IICanon EOS R8Nikon Zf
Erscheinung2025202320232023
SensorFull FrameFull FrameFull FrameFull Frame
Auflösung24.5 MP24.2 MP24 MP24.5 MP
Max. native ISO640005120010240064000
Dynamikumfang11.2 EV11.2 EV11.6 EV11.1 EV
AF-Felder2737791053273
Serie (elek.)30 fps30 fps40 fps30 fps
IBIS7.5 stops5 stopsNein8 stops
Max. Video4K/60p6K/120p4K/180p4K/60p
WetterfestJaJaJaJa
Dual-SDJaJaNeinJa
Gewicht700 g740 g461 g710 g
Startpreis1696 USD1999 USD1499 USD1999 USD

Z5 II vs. S5 II vs. R8 vs. Zf: Vier Vollformatmodelle, vier unterschiedliche Positionierungen. Der Z5 II gewinnt beim IBIS gegenüber der R8 (die keines hat) und beim Preis gegenüber S5 II und Zf.

Z5 II vs. Panasonic Lumix S5 II: Das direkte Duell

Der Panasonic Lumix S5 II kostet 1 999 USD, also 303 USD mehr als der Z5 II. Dafür bietet er 779 AF-Punkte statt 273, gleiche elektronische Serienbildrate von 30 fps, 6K/120p-Video statt 4K/60p und 5 Stufen IBIS statt 7,5 Stufen. Der Z5 II gewinnt also bei IBIS und Preis. Der S5 II gewinnt bei AF-Dichte, hochauflösendem Video und dem L-Mount-Objektivangebot (mit Leica und Sigma). Wenn Ihnen hochauflösendes Video oder dichte AF-Punkte wichtiger sind, rechtfertigt der S5 II den Aufpreis. Wenn Stabilisierung und Fotografie bei wenig Licht Priorität haben, ist der Z5 II die bessere Wahl.

Z5 II vs. Canon EOS R8: Die Falle des niedrigen Preises

Die Canon EOS R8 ist für 1 499 USD erhältlich, also 197 USD weniger als der Z5 II. Sie bietet 1 053 AF-Punkte, eine elektronische Serienbildrate von 40 fps, eine Dynamik von 11,6 EV und 4K/180p-Video. Auf dem Papier dominiert sie den Z5 II in fast allen technischen Daten. Doch sie hat keinen IBIS, keine vollständige Wetterfestigkeit und nur einen Kartenslot. Für Reisefotografen oder Nutzer unter schwierigen Bedingungen sind diese fehlenden Merkmale echte Deal-Breaker. Der Z5 II ist teurer, bietet aber deutlich höhere Zuverlässigkeit im Gelände. Es sind nicht dieselben Produkte.

Z5 II vs. Nikon Zf: Gleicher Sensor, unterschiedliche Entscheidungen

Der Nikon Zf kostet 1 999 USD und teilt denselben 24,5-MP-Sensor sowie die gleichen 273 AF-Punkte. Er bietet 8 Stufen IBIS statt 7,5 Stufen beim Z5 II, hat jedoch einen einachsig kippbaren Monitor, der für Vlogging weniger praktisch ist. Das Zf ist 10 g schwerer (710 g vs. 700 g) und sein Retro-Design gefällt manchen, anderen nicht. Wenn Sie häufig aus der Hand filmen oder aus ungewöhnlichen Winkeln fotografieren, ist der Z5 II mit seinem vollständig schwenkbaren Monitor praktischer. Wenn Ihnen 0,5 Stufe mehr IBIS und ein charakteristisches Design 303 USD wert sind, wählen Sie das Zf.

Z-Bajonett: Das Objektivangebot vor dem Kauf prüfen

Wer eine Kamera kauft, kauft auch ein Objektivsystem. Das Nikon-Z-Bajonett hat sich seit 2018 schnell entwickelt, ist aber bei manchen Brennweiten noch nicht so umfangreich wie Sony FE oder Canon RF.

Das Nikon-Z-Bajonett bietet heute ein natives Objektivprogramm, das die wichtigsten Brennweiten abdeckt: Weitwinkel, Normal, Tele und Makro. Die S-Line-Objektive sind optisch exzellent, wie unabhängige Tests von DPReview und Imaging Resource zeigen. Die günstigeren Z-Objektive (24-50 mm f/4-6.3, 28 mm f/2.8, 40 mm f/2) passen preislich gut zum Z5 II. Der FTZ-II-Adapter ermöglicht die Nutzung von F-Bajonett-Objektiven (Nikon-DSLR) mit funktionierendem AF – ein echter Vorteil für Umsteiger von Nikon-DSLRs.

Die Grenze des Z-Systems zeigt sich bei günstigen Teleobjektiven und lichtstarken Festbrennweiten zu einem moderaten Preis. Sony FE bietet mehr Drittanbieter-Objektive (Sigma, Tamron, Samyang) zu wettbewerbsfähigen Preisen. Canon RF öffnet sich schrittweise für Drittanbieter. Nikon Z bleibt restriktiver, obwohl Sigma und Tamron Z-Objektive angekündigt haben. Wenn Ihr Objektivbudget knapp ist und Sie bestimmte Brennweiten anstreben, prüfen Sie die Verfügbarkeit in Z vor dem Kauf.

Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis: Wo steht der Z5 II 2026

Zum Einführungspreis von 1 696 USD ist der Z5 II im hart umkämpften Segment der Hybridkameras positioniert. Ein Jahr nach Markteinführung verändern Gebrauchtmarkt und Aktionen die Rechnung.

Der Z5 II wurde 2025 zu 1 696 USD eingeführt. 2026 haben sich die Neupreise je nach Händler und Saisonaktionen leicht verändert. Der Gebrauchtmarkt bietet inzwischen Exemplare zu niedrigeren Preisen, was das Preis-Leistungs-Verhältnis weiter verbessert. Ein gebrauchter Z5 II in gutem Zustand ist zwischen 1 300 USD und 1 500 USD zu haben und konkurriert damit direkt mit Vorgängermodellen zum Neupreis.

Zur Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses zählen die im Preis enthaltenen Merkmale: Wetterfestigkeit, Dual-SD-Slot UHS-II, 7,5-Stufen-IBIS, unbegrenztes 12-Bit-RAW-Video und OLED-Sucher mit 3 690 000 Punkten. Die Canon EOS R8 zu 1 499 USD bietet weder IBIS noch Dual-Slot. Der Panasonic Lumix S5 II zu 1 999 USD hat besseren AF, aber schwächeren IBIS. Der Z5 II liefert ein stimmiges Gesamtpaket ohne gravierende Kompromisse bei den für seinen Einsatzzweck relevanten Funktionen.

Nikon Z5 II

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Fazit: Für wen und warum

Der Z5 II ist ein ehrliches Gehäuse, das seine Versprechen im Zielbereich einhält. Er erhebt keinen Anspruch, ein Z6 III zu sein. Er will das beste Nikon-Z-Vollformat unter 1 700 USD sein – und das gelingt ihm.

Der Z5 II überzeugt bei den Grundlagen, die für seine Zielgruppe zählen: Seriöser 7,5-Stufen-IBIS, vollständige Wetterfestigkeit, Dual-SD-Slot UHS-II, Dynamikumfang von 11,2 EV und nativer ISO-Bereich bis 64 000. Das 4K/60p-RAW-Video mit 12 Bit und unbegrenzter Aufnahmedauer ist ein echtes Plus in dieser Preisklasse. Der AF bei -10 EV ist in seiner Klasse bei wenig Licht unschlagbar.

Die Abstriche sind klar und bewusst gewählt. 273 AF-Punkte begrenzen die Verfolgung sehr dynamischer Motive. 7,8 fps mechanisch schließen ernsthaften Sport aus. 330 Auslösungen CIPA erfordern einen Ersatzakku. Der Micro-HDMI-Anschluss ist ein Rückschritt für Rig-Videografen. Diese Punkte sind keine Konstruktionsfehler für einen Reise- oder Porträtfotografen: Sie sind der Preis für die Funktionen, die im Gelände den Unterschied machen.

  • Kaufen Sie den Z5 II, wenn Sie von einer Nikon-DSLR auf Vollformat Z unter 1 700 USD umsteigen möchten
  • Kaufen Sie den Z5 II, wenn Sie unter schwierigen Bedingungen arbeiten und Wetterfestigkeit sowie starken IBIS brauchen
  • Wählen Sie die Canon EOS R8, wenn Sie keinen IBIS benötigen und dichten AF sowie hohe Serienbildrate Priorität haben
  • Wählen Sie den Panasonic Lumix S5 II, wenn hochauflösendes Video und AF-Dichte wichtiger sind als IBIS
  • Wählen Sie das Nikon Zf, wenn Retro-Design und 0,5 Stufe mehr IBIS Ihnen 303 USD wert sind

Häufige Fragen

Ist der Nikon Z5 II besser als der Z6 III?

Nein, der Z6 III ist in fast allen technischen Kriterien überlegen: teilweise gestapelter Sensor, dichtere AF-Punkte, höhere Serienbildrate und bessere Video-Performance. Er kostet jedoch deutlich mehr. Der Z5 II ist die richtige Wahl, wenn Ihr Budget bei etwa 1 700 USD liegt und Ihre Schwerpunkte Reise, Porträt oder wenig Licht sind. Wenn Sie das Budget für den Z6 III haben, gibt es keinen Grund, den Z5 II zu wählen.

Eignet sich der Nikon Z5 II für Video?

Ja, für den mittleren Einsatz. Er bietet 4K/60p mit 12-Bit-RAW-Codec, unbegrenzter Aufnahmedauer und Log. Der 7,5-Stufen-IBIS ist im Video aktiv. Die Grenzen sind der Micro-HDMI-Anschluss (anfällig für Rigs) und das Fehlen von nativem 4K/120p. Für Vlog, Reportage oder Interviews ist er sehr leistungsfähig. Für Kinovideo mit externem Monitor oder 4K-Zeitlupe sollten Sie eher den Panasonic Lumix S5 II oder die Canon EOS R8 betrachten.

Was ist der Unterschied zwischen dem Nikon Z5 II und dem Nikon Zf?

Beide Kameras teilen denselben 24,5-MP-Sensor und die gleichen 273 AF-Punkte. Die wichtigsten Unterschiede: Das Zf hat 8 Stufen IBIS statt 7,5 Stufen beim Z5 II, ein Retro-Design und einen einachsig kippbaren Monitor. Der Z5 II verfügt über einen vollständig schwenkbaren Monitor, der für Vlogging praktischer ist. Das Zf kostet 303 USD mehr. Wenn Ihnen der schwenkbare Monitor und das Budget wichtig sind, wählen Sie den Z5 II. Wenn Retro-Design und 0,5 Stufe mehr IBIS den Aufpreis wert sind, wählen Sie das Zf.

Ist der Nikon Z5 II wetterfest?

Ja. Der Z5 II verfügt über Dichtungen an Bedienelementen, Klappen und Bajonett. Nikon veröffentlicht keine offizielle IP-Schutzart, doch die Wetterfestigkeit wird in der Herstellerdokumentation bestätigt. In der Praxis widersteht das Gehäuse Regen, Spritzwasser und Staub unter normalen Outdoor-Bedingungen. Es ist keine Tauchkamera, aber ausreichend für Reise- und Landschaftsfotografie unter schwierigen Bedingungen.

Können Nikon-F-Objektive (DSLR) am Z5 II verwendet werden?

Ja, über den separat erhältlichen FTZ-II-Adapter. Der AF funktioniert bei AF-S- und AF-P-Objektiven. AF-D-Objektive ohne eigenen Motor erfordern manuelles Fokussieren. Das ist ein starkes Argument für Fotografen, die von einer Nikon-DSLR (D750, D850, D7500) umsteigen: Sie können ihr vorhandenes Objektivsortiment weiter nutzen, ohne es verkaufen zu müssen.

Welche reale Akkulaufzeit ist vom Nikon Z5 II zu erwarten?

Die offizielle CIPA-Angabe liegt bei 330 Auslösungen. Im realen Einsatz mit abwechselndem Monitor, WLAN und Sucher sind je nach Shooting-Stil 250 bis 400 Auslösungen realistisch. USB-C ermöglicht das Laden während des Betriebs mit einer externen Powerbank. Für einen vollen Shooting-Tag wird ein zusätzlicher EN-EL15c-Akku dringend empfohlen. Das ist der konkreteste Schwachpunkt im Geländeeinsatz.

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