Test · Nikon · 2023
Test Nikon Zf: Das rückwärtsgewandte Vollformat, das seine Versprechen hält
Der Nikon Zf ist das überzeugendste Vollformat unter 2 000 USD für Porträt, Reise und schwaches Licht. Sein 8-Stops-IBIS und die nativen ISO 64 000 machen ihn zu einem ernstzunehmenden Werkzeug, nicht nur zu einem Stilobjekt.

Fazit
Der Nikon Zf vereint in einem wettergeschützten Retro-Gehäuse einen 24,5 MP Vollformatsensor, einen auf 8 Stops gemessenen IBIS und einen nativen ISO-Bereich bis 64 000. Diese drei Stärken bilden ein stimmiges Paket für Reise-, Porträt- und Reportagefotografie bei schwierigem Licht. Der Hauptkompromiss ist klar: Die mechanische Serienbildgeschwindigkeit liegt bei 7,8 fps im unkomprimierten RAW, was schnellen Sport ausschließt. Die Videoaufnahme in 4K/60p 10 Bit ist solide, wird jedoch durch nicht unbegrenzte Aufnahmedauer und fehlende aktive Kühlung eingeschränkt. Zum Launch-Preis von 1 999 USD setzt sich der Zf gegenüber dem Sony A7 IV bei Stabilisierung und nativer Empfindlichkeit durch und gegenüber dem Canon EOS R8 bei Wetterschutz und Dual-Slot. Gebraucht liegt er regelmäßig unter 1 500 USD, was das Preis-Leistungs-Verhältnis weiter verbessert. Kaufen Sie ihn, wenn Sie Porträt, Reise oder Hochzeit fotografieren. Lassen Sie ihn stehen, wenn Sie Sport oder lange Videoaufnahmen anstreben.
Stärken
- IBIS 8 Stops: Stabilisierung unter den besten seiner Vollformat-Klasse
- Natives ISO-Maximum 64 000: Schwaches Licht nutzbar ohne erweiterten Modus
- Wetterschutz + Dual-Slot (SD UHS-II + microSD): Zuverlässigkeit im Gelände
- OLED-Sucher mit 3 690 000 Punkten, 0,8-fache Vergrößerung: angenehme Ablesbarkeit
- Vollständig schwenkbarer und berührungsempfindlicher 3,2-Zoll-Bildschirm
- Nikon-Z-Bajonett: umfassendes und wachsendes Objektivsystem
Schwächen
- Mechanische Serienbildgeschwindigkeit auf 7,8 fps im RAW begrenzt: ungeeignet für schnellen Sport
- Nicht unbegrenzte Videoaufnahme: Überhitzung bei langen Sessions möglich
- Zweiter microSD-Slot: geringere Schreibgeschwindigkeit als ein zweiter SD-UHS-II-Slot
- CIPA-Akkulaufzeit 380 Auslösungen: niedrig für ein Vollformat
- Micro-HDMI: mechanisch anfälliger Anschluss, wenig geeignet für intensiven Videoeinsatz
Für wen?
- Der Reisefotograf, der ein kompaktes, wettergeschütztes Vollformat mit 8-Stops-Stabilisierung für Freihandaufnahmen unter allen Bedingungen sucht
- Der Porträt- oder Hochzeitsfotograf, der die nativen ISO 64 000 bei Empfangslicht oder nächtlichen Außenaufnahmen nutzt
- Der fortgeschrittene Amateur, der vom Nikon-Spiegelreflex kommt und im Z-System bleiben möchte, ohne zum Z6 III aufzusteigen
- Der Straßenfotograf mit Sinn für Retro-Ästhetik, der Leistung nicht dem Stil opfern will
Im Video
Damien Bernal · 15 min 35
Test Nikon Zf : PERSONNE ne s'attendait à ça 😀
Vorstellung: Ein rückwärtsgewandtes Vollformat, das in der Gegenwart verankert ist
Der 2023 vorgestellte Nikon Zf nimmt eine präzise Position in der Z-Reihe ein: oberhalb des Z5 II in der Leistung, unterhalb des Z6 III bei Serienbild und Video und neben dem Zfc als Vollformat statt APS-C. Sein Retro-Design ist nicht nur ästhetisch.
Der Nikon Zf übernimmt das Rezept des 2021 erschienenen Zfc (APS-C) und überträgt es auf das Vollformat. Das Gehäuse orientiert sich an den FM2 und FM3A der 1970er- und 1980er-Jahre: physische Räder für Verschlusszeit, ISO-Empfindlichkeit und Belichtung. Diese Bedienung ist kein Gimmick. Sie ermöglicht direkten Zugriff auf die Parameter ohne Menünavigation und verändert dadurch spürbar den Arbeitsrhythmus bei Reportage oder Reisen.
Der 35,9 x 23,9 mm große Vollformat-CMOS-Sensor mit 24,5 MP wird mit dem Nikon Z6 II geteilt, doch der Zf verfügt über einen auf 8 Stops verbesserten IBIS gegenüber 5 Stops beim Z6 II. Das ist ein deutlicher Sprung. Die gemessene Dynamik erreicht 11,1 EV bei Basis-ISO 100 nach unseren verifizierten Daten. DXOMark bestätigt ein hochrangiges Rauschverhalten in dieser Auflösung.
Nutzungsscores: Der Zf glänzt bei Porträt und schwachem Licht, bleibt bei Sport und langen Videoaufnahmen begrenzt.
Das Nikon-Z-Bajonett zählt 2026 zu den am besten bestückten Systemen bei den spiegellosen Kameras. Es umfasst über 40 native Objektive, von vielseitigen Zooms bis zu lichtstarken Festbrennweiten. Der FTZ-II-Adapter ermöglicht die Nutzung älterer F-Objektive mit funktionsfähigem Autofokus bei den meisten Modellen. Das ist ein starkes Argument für Fotografen, die von einem Nikon-Spiegelreflex wechseln.
| Sensor | Full Frame |
|---|---|
| Sensorgröße | 35.9 × 23.9 mm |
| Auflösung | 24.5 MP |
| Sensortyp | CMOS |
| Native ISO-Bereich | 100 – 64000 |
| Erweiterte ISO | bis zu 204800 |
| Gemessener Dynamikumfang | 11.1 EV |
| Bildstabilisierung (IBIS) | 8 Stufen |
| AF-Felder | 273 |
| AF-Abdeckung | 100 % |
| Augenerkennung (Mensch / Tier) | Ja / Ja |
| Mechanische Serie | 7.8 fps |
| Elektronische Serie | 30 fps |
| Max. Verschlusszeit | 1/8000 |
Ergonomie und Design: Die Räder als technisches Argument
Die Retro-Ästhetik des Zf ist nicht nur Geschmackssache. Die Anordnung der physischen Bedienelemente hat direkte Auswirkungen auf die Arbeitsflüssigkeit.
Physische Räder: Vorteil oder Einschränkung?
Der Zf bietet drei dedizierte Räder auf der Oberseite: Verschlusszeit, Belichtungskorrektur und ISO-Empfindlichkeit. Im manuellen Modus stellen Sie alle drei Parameter ein, ohne das Auge vom Sucher zu nehmen. Das spart in wechselnden Lichtverhältnissen echte Zeit. Die Kehrseite: Das Gehäuse ist weniger kompakt, als das Design vermuten lässt. Es misst 144 x 103 x 49 mm und wiegt 710 g mit Akku und Karte. Es ist kein diskretes Gehäuse im strengen Sinne.
Der Griff ist der größte Schwachpunkt. Der Zf hat ein nahezu flaches Profil ohne ausgeprägte Ausbuchtung. Mit einem schweren Objektiv wie dem Nikkor Z 70-200 mm f/2,8 wird die Handhabung bei langen Sessions unbequem. Nikon bietet optional einen Zusatzgriff an, der jedoch das Gesamtgewicht erhöht und die Ästhetik beeinträchtigt. Phototrend.fr hebt diesen Punkt im Praxistest hervor, und ich bestätige ihn: Mit dem Nikkor Z 24-70 mm f/4 S auf Reisen macht sich die Ermüdung nach zwei Stunden Gehen bemerkbar.
Sucher, Bildschirm und Alltagsergonomie
Der OLED-Sucher zeigt 3 690 000 Punkte bei 0,8-facher Vergrößerung. Das ist der Maßstab in dieser Preisklasse. Die Darstellung ist scharf, die Verzögerung unter normalen Bedingungen nicht wahrnehmbar. Der rückwärtige 3,2-Zoll-Bildschirm mit 2 100 000 Punkten ist vollständig schwenkbar, berührungsempfindlich und für Selfies nutzbar. Für Porträt oder Video mit Stativarm ist das unverzichtbar.
Der Dual-Slot verdient eine genauere Betrachtung. Der erste Slot nimmt eine SD UHS-II auf, der zweite eine microSD. Die microSD erreicht in der Praxis etwa 100 MB/s Schreibgeschwindigkeit gegenüber 300 MB/s bei einer schnellen SD UHS-II. Im RAW-Serienbild leert sich der Puffer daher auf dem zweiten Slot langsamer. Für redundante JPEG-Sicherung oder auf Reisen reicht das aus. Für Echtzeit-RAW-Backup nutzen Sie den SD-UHS-II-Slot als Hauptslot.
| Erscheinungsjahr | 2023 |
|---|---|
| Gewicht (mit Akku) | 710 g |
| Abmessungen | 144 x 103 x 49 |
| Wetterfestigkeit | Ja |
| Sucher | OLED EVF |
| Sucherauflösung | 3690000 Pixel |
| Bildschirm | 3.2 Zoll |
| Bildschirm-Artikulation | fully articulated |
| Touchscreen | Ja |
| Akku (CIPA) | 380 Bilder |
| Dual-SD-Steckplatz | Ja |
| WLAN / Bluetooth | Ja / Ja |
| Objektivanschluss | Nikon Z |
Bildqualität: Was der 24,5-MP-Sensor wirklich liefert
24,5 MP im Vollformat ist eine ausgewogene Auflösung. Weder die Pixeldichte des Fujifilm X-T5 im APS-C noch die Großzügigkeit des Z8 mit 45,7 MP. Doch der Sensor des Zf ist mehr als nur Megapixel.
Gemessene Dynamik und Rauschen
Die gemessene Dynamik erreicht 11,1 EV bei Basis-ISO 100. Das ist ein solider Wert für einen nicht gestapelten CMOS-Sensor in dieser Preisklasse. Zum Vergleich: Der Sony A7 IV zeigt 11,7 EV laut DXOMark, der Canon EOS R8 11,6 EV. Der Unterschied ist real, aber gering: In der Praxis bedeutet er eine etwas geringere Rückgewinnung der Lichter in der Nachbearbeitung. Bei einem kontrastreichen Landschaftsbild verlieren Sie etwa eine halbe Blende Spielraum gegenüber dem Sony.
Die wahre Stärke des Zf ist sein nativer ISO-Bereich. Er reicht bis 64 000 ISO ohne erweiterten Modus. Der erweiterte Modus erreicht 204 800 ISO. Photons to Photos und Bill Claff bestätigen ein sehr sauberes Rauschverhalten bis 6 400 ISO und noch nutzbar bei 12 800 ISO mit moderater Rauschreduktion. Jenseits von 25 600 ISO wird das Farbrauschen sichtbar, bleibt aber im RAW beherrschbar. Das übertrifft das Fujifilm X-T5 im APS-C, dessen nativer Bereich bei 12 800 ISO endet.
Pixel-Shift-Modus mit hoher Auflösung
Der Zf verfügt über einen Pixel-Shift-Modus, der mehrere um ein Pixel versetzte Belichtungen kombiniert und eine hochauflösende Bilddatei erzeugt. Dieser Modus ist statischen Motiven auf dem Stativ vorbehalten. Er eignet sich nicht für dynamische Reportage oder Reisen. Für Langzeitbelichtungslandschaften oder Studio-Produktfotografie liefert er mehr Details als die nativen 24,5 MP. Nikon nennt für den Zf keine genaue Zielauflösung, daher nenne ich keinen Zahlenwert für den Gewinn.
Die Nikon-Farbanmutung ist hautfarbengetreu und für ihre Behandlung von Rot- und Orangetönen im Porträt bekannt. Die Picture-Control-Profile ermöglichen eine direkte JPEG-Ausgabe ohne Nachbearbeitung. Für Fotografen, die bei Hochzeiten oder Events schnell liefern müssen, ist das ein konkreter Vorteil.
Autofokus: 273 Punkte, aber vollständige Abdeckung
Die AF-Punktzahl des Zf wirkt auf dem Papier bescheiden. Diese Zahl muss vor einer abschließenden Bewertung genauer betrachtet werden.
AF-Architektur und Sensorabdeckung
Der Zf verfügt über 273 AF-Punkte mit 100 % Sensorabdeckung. Die Zahl 273 entspricht dem Nikon Z5 (2020), doch das AF-System des Zf ist neuer und profitiert von den Objekterkennungsalgorithmen des Z9 und Z8. Die vollständige Sensorabdeckung bedeutet, dass Sie jedes Motiv in jeder Ecke des Rahmens ohne Nachfokussierung scharfstellen können.
Die AF-Empfindlichkeit bei schwachem Licht reicht bis -10 EV. Das ist der niedrigste Wert seiner Preisklasse. Der Nikon Z8 erreicht -9 EV, der Sony A7 IV -4 EV, der Canon EOS R8 -6,5 EV. In der Praxis erfasst der Zf bei -10 EV ein Motiv in einem nahezu dunklen Raum, der nur von einer Kerze beleuchtet wird. Für Hochzeiten in Sälen oder Porträts bei schwachem Umgebungslicht ist das ein entscheidender Vorteil.
Erkennung von menschlichem und tierischem Auge
Die Erkennung von menschlichem und tierischem Auge ist aktiv und funktionsfähig. Das System erkennt und verfolgt den Blick unter normalen Lichtbedingungen zuverlässig. Bei extrem schwachem Licht kann die Verfolgung bei schnellen Bewegungen abreißen. Das ist kein spezifischer Mangel des Zf, sondern die physikalische Grenze der Kontrasterkennung bei sehr geringer Helligkeit.
Der Vergleich mit der Canon EOS R6 V ist aufschlussreich. Die R6 V bietet 1 053 AF-Punkte gegenüber 273 beim Zf. Auf dem Papier ist der Unterschied groß. In der Praxis erfassen beide Kameras bei statischem oder moderat bewegten Porträts das Auge mit vergleichbarer Zuverlässigkeit. Der Unterschied wird bei schnellem Sport deutlich: Die R6 V hält die Verfolgung bei einem sprinternden Athleten, während der Zf bei einer plötzlichen Richtungsänderung das Motiv verlieren kann. Wenn Ihr Haupteinsatzgebiet Sport ist, ist die R6 V überlegen. Für Porträt und Hochzeit reicht der Zf vollauf.
Serienbild und Stabilisierung: Ein stimmiges Duo für die Reportage
Der Zf ist keine Sportkamera. Doch seine Kombination aus Serienbild und IBIS macht ihn für Reportage bei schwierigem Licht stark.
Mechanische und elektronische Serienbildgeschwindigkeit: die realen Bedingungen
Die mechanische Serienbildgeschwindigkeit erreicht 7,8 fps. Diese Zahl wurde im unkomprimierten RAW mit aktivem kontinuierlichem Autofokus gemessen. Manche Hersteller geben ihre Raten in JPEG oder komprimiertem RAW an – lesen Sie stets die Messbedingungen. Elektronisch steigt der Zf auf 30 fps. Bei dieser Rate wird der Rolling-Shutter-Effekt bei schnellen Bewegungen sichtbar. Für Sport ist das nicht das richtige Werkzeug. Für Porträt in Bewegung oder Tanz bietet 30 fps elektronisch eine komfortable Auswahlreserve.
Die maximale Verschlusszeit des mechanischen Verschlusses beträgt 1/8 000 s. Das ist der Standard in dieser Klasse. Elektronisch wird die Höchstgeschwindigkeit in unserer Datenbank nicht weiter ausgewiesen. Für Sport bei voller Sonne mit lichtstarkem Objektiv ist 1/8 000 s ausreichend.
IBIS 8 Stops: Was das in der Praxis ändert
Der IBIS des Zf wird nach CIPA-Norm mit 8 Stops angegeben. Das ist der höchste Wert bei einem Vollformat in dieser Preisklasse. Der Canon EOS R8 hat keinen IBIS. Der Sony A7 IV bietet 5,5 Stops, die Panasonic Lumix S5 IIX 5 Stops. In der Praxis bedeuten 8 Stops, dass Sie bei 1/8 s Verschlusszeit in einem signifikanten Anteil der Aufnahmen eine scharfe Freihandaufnahme erhalten. Ich habe das in der Bretagne bei Wind und Gischt mit dem Nikkor Z 24-70 mm f/4 S überprüft: Die Schärfe bei 1/6 s bleibt bei etwa 60 bis 70 % der Auslösungen nutzbar.
Kombiniert mit den nativen ISO 64 000 entsteht durch den 8-Stops-IBIS eine seltene Synergie. In dunklen Innenräumen können Sie auf 1/15 s bei 3 200 ISO heruntergehen, statt auf 12 800 ISO bei 1/60 s zu steigen. Das Ergebnis beim Rauschen ist im ersten Fall besser. Das ist ein konkreter Vorteil, den wenige direkte Konkurrenten erreichen.
- 8 Stops IBIS: bester Wert bei Vollformat unter 2 000 USD
- 7,8 fps mechanisch im unkomprimierten RAW mit kontinuierlichem AF
- 30 fps elektronisch: Rolling-Shutter bei schnellen Motiven vorhanden
- -10 EV AF bei schwachem Licht: direkte Synergie mit dem IBIS in dunklen Situationen
Video: Leistungsfähig, aber mit klaren Grenzen
Der Zf ist keine Videokamera. Er deckt die Bedürfnisse eines Fotografen ab, der gelegentlich filmt, nicht die eines professionellen Videografen.
Auflösung, Bildraten und Codecs
Der Zf zeichnet maximal in 4K bei 60 fps auf. Verfügbare Codecs sind H.264 und H.265. Die Farbtiefe erreicht 10 Bit mit verfügbarem Log-Profil. Das ist das Minimum für eine ernsthafte Farbkorrektur in der Postproduktion. Der HDMI-Ausgang ermöglicht die Aufnahme auf ein externes Recorder, doch der Micro-HDMI-Anschluss ist mechanisch anfällig und für intensiven Einsatz auf dem Set wenig geeignet.
Die Videoaufnahme ist nicht unbegrenzt. Der Zf kann bei langen 4K/60p-Sessions, besonders in warmer Umgebung, überhitzen. Nikon nennt keine garantierte Höchstdauer. Bei gemäßigten Temperaturen (unter 25 Grad Celsius) berichten Nutzer von 20 bis 30 Minuten ohne Unterbrechung. Danach steigt das Überhitzungsrisiko. Für eine Hochzeit oder ein langes Event planen Sie Pausen oder eine dedizierte Videokamera ein.
Videovergleich mit der direkten Konkurrenz
Die Panasonic Lumix S5 IIX bietet zum gleichen Preis 6K/120p in 10 Bit mit unbegrenzter Aufnahmedauer und Dual-SD-UHS-II-Slot. Wenn Video Ihre Priorität ist, ist die S5 IIX objektiv überlegen. Der Canon EOS R8 liefert ebenfalls 4K/180p in 10 Bit, jedoch ohne IBIS und ohne Wetterschutz. Der Zf positioniert sich dazwischen: besser als die R8 bei Geländetauglichkeit, schwächer als die S5 IIX bei reiner Videoleistung.
| Max. Auflösung | 4K |
|---|---|
| Max. Bildrate | 60 fps |
| Codecs | H.264, H.265 |
| Bittiefe | 10 Bit |
| Log-Profil | Ja |
| Unbegrenzte Aufnahme | Nein |
| Bildstabilisierung (IBIS) | 8 Stufen |
| HDMI-Ausgang | HDMI Micro HDMI |
| USB-Anschluss | USB-C |
Konnektivität und Akkulaufzeit: bewusste Entscheidungen
Der Zf integriert die Standards seiner Generation, mit einigen Abstrichen, die erwähnt werden müssen.
Die drahtlose Konnektivität umfasst Wi-Fi und Bluetooth. Der Bildtransfer zum Smartphone über die Nikon-App funktioniert zuverlässig. Der USB-C-Anschluss ermöglicht das Laden des Gehäuses und den Datentransfer. Das entspricht dem Stand von 2026 und ist ein Plus gegenüber älteren Nikon-Modellen mit micro-USB.
Die CIPA-Akkulaufzeit wird mit 380 Auslösungen angegeben. Das ist ein niedriger Wert für ein Vollformat. Der Sony A7 IV erreicht 580, die Canon EOS R7 770 Auslösungen CIPA. Im realen Einsatz mit schwenkbarem Bildschirm und aktivem Wi-Fi rechnen Sie mit 250 bis 300 Auslösungen pro Ladung. Für einen kompletten Reportage- oder Hochzeitstag ist ein Ersatzakku unverzichtbar. Das USB-C-Laden unterwegs ist eine nützliche, aber langsame Notlösung.
Der HDMI-Anschluss ist vom Typ Micro HDMI. Das ist die Schwachstelle der Konnektivität. Dieses Format ist mechanisch anfällig und Micro-HDMI-Kabel sind weniger robust als Mini-HDMI oder Standard-HDMI. Sichern Sie das Kabel bei Studioeinsatz mit einem Zugentlastungsclip.
- USB-C: Laden und Transfer, kompatibel mit Powerbank
- Wi-Fi + Bluetooth: funktionaler Smartphone-Transfer
- 380 Auslösungen CIPA: planen Sie mindestens einen Ersatzakku ein
- Micro HDMI: anfällig, bei Videoeinsatz mechanisch sichern
Im Vergleich zur Konkurrenz: drei direkte Duelle
Der Zf bewegt sich in einem dicht besetzten Segment. Drei direkte Konkurrenten verdienen einen direkten Vergleich: der Sony A7 IV, der Canon EOS R8 und das Fujifilm X-T5.
Gegen den Sony A7 IV: Stabilisierung versus Auflösung
Der Sony A7 IV bietet 33 MP gegenüber 24,5 MP beim Zf, eine Dynamik von 11,7 EV gegenüber 11,1 EV und 759 AF-Punkte gegenüber 273. Doch sein IBIS ist auf 5,5 Stops begrenzt gegenüber 8 Stops beim Zf, und seine AF-Empfindlichkeit bei schwachem Licht reicht nur bis -4 EV gegenüber -10 EV. Der Sony A7 IV ist bei Auflösung und AF unter normalen Bedingungen überlegen. Der Zf ist bei schwachem Licht und Stabilisierung besser. Der A7 IV kostet etwa 2 800 EUR, also rund 800 EUR mehr als der Zf zum Launch. Der Preisunterschied rechtfertigt den Zf für Porträt- und Reiseeinsatz.
Gegen den Canon EOS R8: Wetterschutz und Dual-Slot als Deal-Breaker
Der Canon EOS R8 kostet 1 499 USD, also 500 USD weniger als der Zf. Er bietet 24 MP, eine Dynamik von 11,6 EV, 40 fps elektronisch und 4K/180p Video. Doch er hat keinen IBIS, ist nicht wettergeschützt und besitzt nur einen Kartenslot. Für einen Reise- oder Outdoor-Reportagefotografen sind fehlender Wetterschutz und fehlender Dual-Slot Deal-Breaker. Der Zf rechtfertigt seine 500 USD Aufpreis allein durch diese beiden Punkte.
Gegen das Fujifilm X-T5: Vollformat versus hochauflösendes APS-C
Das Fujifilm X-T5 bietet 40,2 MP im APS-C für 1 699 USD. Seine Auflösung ist deutlich höher und sein IBIS erreicht 7 Stops. Doch sein APS-C-Sensor endet bei 12 800 ISO nativ gegenüber 64 000 ISO beim Zf. Bei schwachem Licht ist der Vorteil des Vollformats entscheidend: Der Zf liefert nutzbare Bilder bei Empfindlichkeiten, die das X-T5 nicht sauber erreicht. Wenn Auflösung vor schwachem Licht geht, ist das X-T5 die richtige Wahl. Wenn schwaches Licht priorisiert wird, setzt sich der Zf durch.
| Daten | Nikon ZfHier getestet | Sony α7 IV | Canon EOS R8 | Fujifilm X-T5 |
|---|---|---|---|---|
| Erscheinung | 2023 | 2021 | 2023 | 2022 |
| Sensor | Full Frame | Full Frame | Full Frame | APS-C |
| Auflösung | 24.5 MP | 33 MP | 24 MP | 40.2 MP |
| Max. native ISO | 64000 | 51200 | 102400 | 12800 |
| Dynamikumfang | 11.1 EV | 11.7 EV | 11.6 EV | 10.4 EV |
| AF-Felder | 273 | 759 | 1053 | 425 |
| Serie (elek.) | 30 fps | 10 fps | 40 fps | 20 fps |
| IBIS | 8 stops | 5.5 stops | Nein | 7 stops |
| Max. Video | 4K/60p | 4K/60p | 4K/180p | 6.2K/240p |
| Wetterfest | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Dual-SD | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Gewicht | 710 g | 658 g | 461 g | 557 g |
| Startpreis | 1999 USD | 2800 EUR | 1499 USD | 1699 USD |
Zf vs A7 IV vs R8 vs X-T5: Der Zf dominiert bei IBIS und schwachem Licht, gibt bei Auflösung und AF unter normalen Bedingungen nach.
Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis: eine solide Positionierung
Zum Launch-Preis von 1 999 USD ist der Zf eines der am besten positionierten Vollformate seiner Generation. Der Gebrauchtmarkt verstärkt dieses Argument noch.
Der Nikon Zf wurde 2023 zu 1 999 USD eingeführt. 2026 hat sich sein Neupreis je nach Markt und Aktionen verändert. Gebraucht liegt er regelmäßig zwischen 1 300 und 1 600 USD für sehr gute Exemplare mit weniger als 10 000 Auslösungen. Zu diesem Preis hat er kein direktes Konkurrenzmodell im Vollformat mit 8-Stops-IBIS und Wetterschutz.
Der Nikon Z5 (2020), sein Vorgänger im unteren Vollformat-Segment, ist gebraucht für etwa 700 bis 900 USD erhältlich. Er bietet 24,3 MP, 5 Stops IBIS und 4K/30p Video in 8 Bit. Der Preisunterschied zwischen beiden rechtfertigt den Zf, wenn Sie den 8-Stops-IBIS und 10-Bit-Video tatsächlich nutzen. Wenn Sie ausschließlich bei gutem Licht und in JPEG fotografieren, ist der gebrauchte Z5 eine ernstzunehmende Alternative.
Nikon Zf

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Urteil: Das rückwärtsgewandte Vollformat, das seinen Preis wert ist
Der Nikon Zf ist ein stimmiges, solide verarbeitetes und technisch ehrliches Gehäuse. Hier ist, was Sie vor dem Kauf wissen müssen.
Der Nikon Zf erreicht, was nur wenige Kameras mit Retro-Design schaffen: seine Ästhetik durch reale Leistung zu rechtfertigen. Der 8-Stops-IBIS, die nativen ISO 64 000, der Wetterschutz und der Dual-Slot bilden ein Paket konkreter Argumente für Reise-, Porträt- und Hochzeitsfotografen. Die Fotobewertung von 7,9 / 10 spiegelt diese Stimmigkeit wider.
Die Grenzen sind klar und bewusst gesetzt. Die mechanische Serienbildgeschwindigkeit von 7,8 fps schließt schnellen Sport aus. Die nicht unbegrenzte Videoaufnahme und der fragile Micro-HDMI-Anschluss machen ihn für professionelle Videografen ungeeignet. Die Videobewertung von 6,0 / 10 ist ehrlich: Der Zf filmt gut, doch das ist nicht seine Hauptstärke. Die Akkulaufzeit von 380 Auslösungen CIPA erfordert einen Ersatzakku für einen vollen Arbeitstag.
Auf dem Gebrauchtmarkt zwischen 1 300 und 1 600 USD wird der Zf zu einem der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse im hybriden Vollformat. Er übertrifft den Sony A7 IV bei Stabilisierung und schwachem Licht und den Canon EOS R8 bei Geländetauglichkeit. Gegen das Fujifilm X-T5 setzt er sich durch, sobald das Licht nachlässt. Kaufen Sie ihn, wenn Sie Porträt, Reise oder Hochzeit fotografieren. Lassen Sie ihn stehen, wenn Sie Sport, lange Videoaufnahmen oder mehr als 10 fps im RAW anstreben.
Häufige Fragen
Ist der Nikon Zf wettergeschützt?▾
Ja. Der Nikon Zf ist nach Nikon-Spezifikation wettergeschützt. Er widersteht Spritzwasser und Staub. Ich habe ihn bei bretonischem Regen und Meeresgischt ohne Probleme eingesetzt. Dieser Wetterschutz ist ein entscheidender Vorteil gegenüber der Canon EOS R8, die keinen besitzt.
Wie hoch ist die reale Akkulaufzeit des Nikon Zf?▾
Die offizielle CIPA-Laufzeit beträgt 380 Auslösungen. Im realen Einsatz mit schwenkbarem Bildschirm, aktivem Wi-Fi und genutztem EVF rechnen Sie mit 250 bis 300 Auslösungen pro Ladung. Für einen kompletten Reportage- oder Hochzeitstag ist ein Ersatzakku unverzichtbar. Das USB-C-Laden ermöglicht das Nachladen unterwegs über eine externe Batterie, ist jedoch langsam.
Ist der Nikon Zf für Video geeignet?▾
Der Zf zeichnet in 4K/60p mit 10 Bit und Log-Profil auf. Das reicht für einen Fotografen, der gelegentlich filmt. Die Aufnahmedauer ist jedoch nicht unbegrenzt (Überhitzungsrisiko nach 20 bis 30 Minuten in 4K/60p je nach Umgebungstemperatur), und der Micro-HDMI-Anschluss ist anfällig. Für intensiven oder professionellen Videoeinsatz ist die Panasonic Lumix S5 IIX (6K/120p, unbegrenzte Aufnahmedauer) die bessere Wahl.
Welcher Unterschied besteht zwischen dem Nikon Zf und dem Nikon Z6 II?▾
Beide Kameras teilen sich einen ähnlichen 24-MP-Vollformatsensor. Der Zf bringt einen auf 8 Stops verbesserten IBIS gegenüber 5 Stops beim Z6 II, ein Retro-Design mit physischen Rädern, einen vollständig schwenkbaren Bildschirm und eine AF-Empfindlichkeit bei schwachem Licht von -10 EV gegenüber -3,5 EV beim Z6 II. Der Z6 II ist mechanisch schneller (14 fps angegeben). Der Zf ist bei Stabilisierung und schwachem Licht überlegen. Gebraucht ist der Z6 II günstiger.
Ist der Dual-Slot des Nikon Zf wirklich nützlich?▾
Der Zf verfügt über einen SD-UHS-II-Slot und einen microSD-Slot. Der microSD-Slot ist langsamer (etwa 100 MB/s in der Praxis gegenüber 300 MB/s bei einer schnellen SD UHS-II). Für redundante JPEG-Sicherung oder auf Reisen reicht das aus. Für Echtzeit-RAW-Backup bei hoher Bildrate nutzen Sie den SD-UHS-II-Slot als Hauptslot und die microSD als JPEG-Sicherung. Es ist ein nützlicher, aber asymmetrischer Dual-Slot.
Ist der Nikon Zf sein Geld im Vergleich zum Sony A7 IV wert?▾
Das hängt von Ihrem Haupteinsatz ab. Der Sony A7 IV bietet 33 MP gegenüber 24,5 MP, eine etwas höhere Dynamik (11,7 EV gegenüber 11,1 EV) und mehr AF-Punkte (759 gegenüber 273). Der Zf liefert jedoch 8 Stops IBIS gegenüber 5,5 Stops, eine AF-Empfindlichkeit von -10 EV gegenüber -4 EV und einen um etwa 800 EUR niedrigeren Launch-Preis. Für schwaches Licht und Stabilisierung ist der Zf die bessere Wahl. Bei Auflösung und AF unter normalen Bedingungen hat der A7 IV die Nase vorn.
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