Camera Duel

Test · Panasonic · 2024

Test Panasonic Lumix G97: Der MFT-Hybrid, der auf Sicherheit setzt

Der G97 ist für den Reisefotografen gemacht, der ein wetterfestes, leichtes und vielseitiges Gehäuse ohne Überschreitung von 1 000 EUR sucht. Er eignet sich nicht für anspruchsvolle Videografen oder Action-Fotografen.

5.6/ 10
Panasonic Lumix G97

Fazit

Der Panasonic Lumix G97 ist ein solides Gehäuse, das auf einer bewährten Formel aufbaut. Sein MFT-Sensor mit 20,3 MP, die Wetterschutzabdichtung, der variabel schwenkbare Bildschirm und das Gewicht von 530 g machen ihn zu einem glaubwürdigen Reisebegleiter für 999 EUR. Panasonic hat jedoch keine Risiken eingegangen: Der Autofokus bleibt bei kontrastbasierter DFD-Erkennung ohne Tierverfolgung, die Serienbildrate liegt bei 9 fps sowohl mechanisch als auch elektronisch, und die Videoaufnahme beschränkt sich auf H.264 8 Bit ohne All-Intra-Codec. Der einzelne Kartenslot ist ein Deal-Breaker für professionelle Nutzung. Gegenüber der Canon EOS R10 zu vergleichbarem Preis oder der Fujifilm X-T30 III gewinnt der G97 bei Wetterschutz und IBIS, verliert aber bei Dynamikumfang, elektronischer Serienbildrate und Videoqualität. Er bleibt relevant für Reisende, die Landschaften, Straßen und Porträts bei angemessenem Licht fotografieren und Robustheit vor roher Leistung priorisieren.

5.6Note / 10

Stärken

  • Vollständige Wetterschutzabdichtung für 999 EUR, selten in dieser Preisklasse
  • Geringes Gewicht von 530 g für ein wetterfestes Gehäuse mit IBIS
  • Variabel schwenkbarer Touchscreen 3 Zoll / 1 840 000 Punkte, praktisch auf Reisen
  • AF bei schwachem Licht bis -4 EV mit Erkennung menschlicher Augen
  • Integriertes V-Log für eine in der Nachbearbeitung nutzbare Farbgebung
  • Micro-Four-Thirds-Bajonett: Zugang zu einem dichten und kompakten Objektivpark

Schwächen

  • Einzelner Kartenslot (SD UHS-II): Deal-Breaker für jede professionelle Nutzung
  • Elektronische Serienbildrate auf 9 fps begrenzt, identisch mit der mechanischen, ohne echten Gewinn
  • Video nur H.264 8 Bit: kein 10 Bit, kein All-Intra
  • DFD-Autofokus ohne Tiererkennung, hinter der APS-C-Konkurrenz zurück
  • USB-C 2.0 nur: keine Schnellladung oder Hochgeschwindigkeitsübertragung
  • CIPA-Akkulaufzeit von 280 Auslösungen, unter dem Durchschnitt der Kategorie

Für wen?

  • Den Reisefotografen, der ein wetterfestes Gehäuse unter 1 000 EUR ohne Gewichtsverzicht sucht
  • Den bereits mit Panasonic- oder Olympus-Objektiven ausgestatteten MFT-Nutzer, der ein robustes Zweitgehäuse sucht
  • Den Landschafts- und Straßenfotografen, der in RAW fotografiert und in der Nachbearbeitung bearbeitet
  • Den Einsteiger-Vlogger, der den variabel schwenkbaren Bildschirm und V-Log schätzt, aber kein 10 Bit benötigt

Im Video

AntonyM · 8 min 33

Lumix G97, Who is this camera for? | Camera Review

Vorstellung und Einordnung in der Panasonic-Produktlinie

Der G97 erscheint 2026 als unauffälliger Nachfolger des G90. Panasonic stellt ihn nicht als Revolution dar, und die technischen Daten geben ihm recht.

Der Panasonic Lumix G97 wird 2026 für 999 EUR eingeführt. Er folgt direkt dem G90 aus dem Jahr 2019, mit dem er den MFT-Sensor mit 20,3 MP, das Gehäuseformat und die allgemeine Ergonomie teilt. Panasonic hat die Anschlüsse aktualisiert (USB-C anstelle von Micro-USB), die Erkennung menschlicher Augen integriert und einige Video-Parameter angepasst. Der Rest ist eine schrittweise Weiterentwicklung, keine Neugestaltung.

In der Panasonic-Produktlinie positioniert sich der G97 unter dem GH7 (2 199 USD, 5,8K-Video, 10 Bit, doppelter Kartenslot) und über dem G100 (vlog-orientiert, ohne Wetterschutz). Er richtet sich an den Hybrid-Fotografen, der Robustheit wünscht, ohne den Preis eines Spezialgehäuses zu zahlen. Das ist eine stimmige Positionierung, doch die APS-C-Konkurrenz hat sich seit 2019 schnell weiterentwickelt.

Leistung nach Anwendung Panasonic Lumix G97

Bewertungen nach Nutzung des Panasonic Lumix G97: Das Gehäuse ist bei Reisen und Landschaftsfotografie zu Hause, eingeschränkter bei Sport und fortgeschrittenem Video.

Nennen Sie es nicht G90 Mark II. Panasonic hat eine neue Nummerierung gewählt, um den Bruch mit der vorherigen Generation zu markieren, doch die Unterschiede bleiben oberflächlich. Der Besitzer eines G90 in gutem Zustand hat keinen zwingenden Grund zum Wechsel. Wer hingegen mit einem Budget von 999 EUR und Priorität auf Robustheit zur MFT-Plattform kommt, findet hier ein ernstzunehmendes Angebot.

Wichtigste Foto-Daten
SensorMFT
Sensorgröße17.3 × 13 mm
Auflösung20.3 MP
SensortypCMOS
Native ISO-Bereich200 – 25600
Erweiterte ISObis zu 25600
Bildstabilisierung (IBIS)5 Stufen
Augenerkennung (Mensch / Tier)Ja / Nein
Mechanische Serie9 fps
Elektronische Serie9 fps
Max. Verschlusszeit1/16000

Ergonomie und Handhabung

Der G97 übernimmt das Chassis des G90 mit einigen Anpassungen. Die Handhabung ist für Kenner der Panasonic-Produktlinie sofort vertraut.

Abmessungen, Gewicht und Verarbeitung

Das Gehäuse misst 130,4 x 93,5 x 77,4 mm und wiegt 530 g mit Akku und Karte. Das ist ein vernünftiges Gewicht für ein wetterfestes Gehäuse mit Sensorstabilisierung. Zum Vergleich: Die Canon EOS R7 (APS-C, wetterfest, doppelter Kartenslot) wiegt 612 g. Der G97 ist also leichter, was auf einem Wandertag zählt.

Die Wetterschutzabdichtung ist real und dokumentiert. Panasonic versieht Tasten, Räder und Klappen mit Dichtungen. Ich fotografiere regelmäßig bei Spritzwasser in der Bretagne, und die wetterfesten Panasonic-Gehäuse dieser Generation haben sich unter diesen Bedingungen als zuverlässig erwiesen. Das bedeutet nicht, dass Sie das Gehäuse tauchen können, doch feiner Regen und Meeresfeuchtigkeit bereiten keine Probleme.

Bedienelemente, Sucher und Bildschirm

Der elektronische Sucher zeigt 2 360 000 Punkte bei einer Vergrößerung von 0,74x. Das ist eine angemessene Auflösung für die Kategorie, ohne außergewöhnlich zu sein. Der GH7 bietet einen OLED-Sucher mit 3 680 000 Punkten: Der Unterschied ist in der Praxis spürbar, besonders bei manueller Scharfstellung.

Der variabel schwenkbare Bildschirm mit 3 Zoll und 1 840 000 Punkten ist ein echter Vorteil. Der Vari-Angle-Mechanismus ermöglicht Aufnahmen aus der Höhe, aus der Froschperspektive oder im Selfie-Modus, was ein einfacher neigbarer Bildschirm nicht bietet. Der Bildschirm ist berührungsempfindlich, was die Auswahl des AF-Punkts und die Auslösung erleichtert. Die Auflösung von 1 840 000 Punkten ist für die Kategorie großzügig.

Die Anordnung der Bedienelemente ist klassisch Panasonic: zwei Einstellräder, ein AF-Joystick, eine dedizierte Videotaste. Die Ergonomie ist funktional. Der Griff ist für durchschnittliche Hände ausreichend tief, weniger komfortabel bei großen Händen und schwerem Teleobjektiv.

Bildqualität und Sensor

Der 20,3-MP-MFT-Sensor des G97 ist bekannt. Seine Stärken und Grenzen sind dokumentiert. Hier erfahren Sie, was die Zahlen wirklich aussagen.

Auflösung und Dynamikumfang

Der CMOS-Sensor mit 20,3 MP im Format 17,3 x 13 mm bietet eine vernünftige Pixeldichte für MFT. In der Landschaftsfotografie ermöglichen 20,3 MP Abzüge bis etwa 50 x 33 cm bei 300 dpi ohne Interpolation. Das ist nicht die Auflösung einer Fujifilm X-T5 (40,2 MP APS-C) oder einer Sony A7R V (61 MP Vollformat, aber bei 3 900 USD). Für Web-Nutzung, soziale Netzwerke und übliche Abzüge reichen 20,3 MP aus.

Der Dynamikumfang des MFT-Sensors dieser Generation wird bei 200 ISO Basis nach Photons to Photos mit etwa 12 EV gemessen, was solide, aber unter den besten aktuellen APS-C-BSI-Sensoren liegt (der Sony FX30 misst 14 EV bei 100 ISO Basis). In der Praxis erholen sich die Lichter weniger gut als bei einem Vollformatsensor oder einem aktuellen APS-C-Sensor. Bei kontrastreichen Landschaften müssen Sie die Belichtung vorausschauend anpassen oder belichten.

Empfindlichkeit und Rauschen bei hoher ISO

Der native ISO-Bereich reicht von 200 bis 25 600 ISO, ohne Erweiterung. Das native Minimum von 200 ISO ist eine Einschränkung im Studio oder bei Langzeitbelichtung unter starkem Licht: Sie benötigen einen ND-Filter, um lange Belichtungszeiten bei voller Sonne zu erreichen. Die Canon EOS R10 beginnt bei nativ 100 ISO, was mehr Spielraum bietet.

Bei hoher Empfindlichkeit zeigt der MFT-Sensor seine physischen Grenzen. Die lichtempfangende Fläche ist kleiner als bei APS-C oder Vollformat: Das Rauschen tritt früher auf. In der Praxis sind die RAW-Dateien bis 3 200 ISO mit sorgfältiger Bearbeitung nutzbar. Jenseits von 6 400 ISO ist die Verschlechterung auch nach Entrauschung sichtbar. Das ist keine Überraschung für einen MFT-Sensor dieser Generation, muss aber vor dem Kauf berücksichtigt werden.

Farbwiedergabe und JPEG-Profile

Panasonic bietet seine üblichen Photo-Style-Profile an (Standard, Vivid, Natural, Cinelike D2, Cinelike V2, L.ClassicNeo usw.). Die JPEG-Wiedergabe ist angenehm und stimmt mit dem Rest der Lumix-Produktlinie überein. Fotografen, die in JPEG arbeiten, schätzen die Neutralität des Natural-Profils. Wer in RAW fotografiert, findet ein solides Ausgangsmaterial ohne die charakteristische Farbsignatur der Fujifilm-X-Trans-Profile.

Autofokus: Die bewusst in Kauf genommene Schwäche

Der G97 verwendet das DFD-System (Depth From Defocus) von Panasonic mit Kontrasterkennung. Das hat konkrete Auswirkungen.

DFD: Was die Kontrasterkennung in der Praxis verändert

Das DFD-System analysiert die Schärfeveränderung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Bildern, um die Entfernung zum Motiv zu schätzen. Es ist langsamer bei der Erfassung als Phasenerkennung (PDAF), besonders bei schnell bewegten Motiven oder bei schwachem Licht. Panasonic gibt eine AF-Empfindlichkeit bis -4 EV an, was für Innenaufnahmen oder den späten Nachmittag solide, aber nicht außergewöhnlich ist im Vergleich zu -6 EV bei der Sony A6700 oder -7 EV bei der Fujifilm X-T5.

Die Erkennung menschlicher Augen ist vorhanden und funktioniert zufriedenstellend bei relativ statischen Motiven (Porträt, Street Photography). Die Tieraugenerkennung fehlt hingegen. Das ist ein spürbarer Mangel für die Tierfotografie, für die das MFT-Format mit seinen kompakten langen Brennweiten eigentlich gut geeignet wäre.

Verfolgung und bewegte Motive

Bei schnell bewegten Motiven (Sport, fliegende Vögel, laufende Kinder) zeigt DFD seine Grenzen. Die Verfolgung ist weniger reaktionsschnell als ein modernes PDAF-System. Für diese Art der Nutzung sind die Canon EOS R10 (23 fps elektronisch, PDAF mit 651 AF-Punkten, AF bis -4 EV) oder die Sony A6700 (11 fps, 759 AF-Punkte, AF bis -3 EV) besser geeignete Alternativen, auch ohne Wetterschutz beim R10.

Serienbild und Stabilisierung

9 fps mechanisch und elektronisch, IBIS mit 5 Stufen. Solide Werte, aber ohne klaren Wettbewerbsvorteil.

Serienbild: 9 fps ohne elektronischen Unterschied

Der G97 erreicht 9 fps sowohl bei mechanischer als auch bei elektronischer Serienbildaufnahme. Das Fehlen eines Unterschieds zwischen den beiden Modi ist ein deutliches Signal: Der Prozessor erlaubt es nicht, den elektronischen Verschluss für höhere Geschwindigkeiten zu nutzen. Zum Vergleich: Die Canon EOS R10 erreicht 23 fps elektronisch gegenüber 15 fps mechanisch. Der Panasonic GH7 erreicht 75 fps elektronisch. Der G97 kann hier nicht mithalten.

Die Pufferverwaltung wird von Panasonic für den G97 in den verfügbaren verifizierten Quellen nicht detailliert angegeben. In der Praxis füllt sich der Puffer bei RAW unkomprimiert mit einer SD-UHS-II-Karte bei 9 fps schnell. Das ist ein Punkt, den Sie vor einem sport- oder tierfotografisch orientierten Kauf prüfen sollten.

IBIS mit 5 Stufen: Nützlich, aber nicht außergewöhnlich

Die Sensorstabilisierung wird mit 5 Stufen Kompensation angegeben. Das reicht für Streetfotografie, Porträt und Landschaft bei moderatem Licht. Der GH7 und das OM System OM-3 ASTRO bieten beide 7,5 Stufen IBIS, was für handgehaltene Langzeitbelichtung oder stabilisiertes Video den Unterschied macht. Für einen Landschaftsfotografen, der mit Stativ arbeitet, sind die 5 Stufen des G97 ausreichend. Für einen Videografen, der aus der Hand dreht, ist es ein Kompromiss.

Die Kombination aus IBIS und OIS (optische Stabilisierung des Objektivs) wird bei kompatiblen Objektiven unterstützt. Diese Synergie verbessert die Gesamteffizienz, doch die angegebenen 5 Stufen werden nach CIPA-Standard mit IBIS allein gemessen. Unter realen Bedingungen variiert die Wirksamkeit je nach Brennweite und Lichtverhältnissen.

Video: 4K 60p mit wichtigen Einschränkungen

Der G97 filmt in 4K bis 60 fps. Doch der H.264-8-Bit-Codec und das Fehlen von 10 Bit schränken die Möglichkeiten in der Nachbearbeitung stark ein.

Auflösung, Bildfrequenzen und Codec

Der G97 zeichnet in 4K bei 60 fps in H.264 auf. Das ist die maximale verfügbare Auflösung. Der H.264-Codec ist auf allen Schnittprogrammen abspielbar, ist aber weniger effizient als H.265 bei gleicher Bitrate. Vor allem ist die Farbtiefe auf 8 Bit beschränkt: kein 10 Bit, keine All-Intra-Aufzeichnung. Für eine einfache Montage ohne aufwändiges Grading ist 8 Bit akzeptabel. Für ernsthaftes Farbgrading ist es eine echte Einschränkung.

V-Log ist vorhanden. Das ist positiv: Das logarithmische Profil ermöglicht die Rückgewinnung von mehr Dynamik bei der Aufnahme und erleichtert den Farbabgleich mit anderen Panasonic-Gehäusen. Doch V-Log in 8 Bit ist anfälliger als V-Log in 10 Bit: Farbübergänge können bei aggressivem Grading banden. Das erfordert disziplinierte Belichtung.

Videovergleich mit der direkten Konkurrenz

Der Panasonic GH7 (2 199 USD) zeichnet in 5,8K, 10 Bit mit All-Intra-Codecs und doppeltem Kartenslot auf. Die Sony A6700 (1 398 USD) filmt in 4K 120p, 10 Bit. Die Canon EOS R10 (979 USD) bietet 4K 60p und 10 Bit. Bei reiner Videoqualität liegt der G97 hinter seinen direkten Konkurrenten zurück, auch hinter günstigeren Gehäusen. Das ist der am schwersten zu verteidigende Schwachpunkt bei 999 EUR.

Wichtigste Video-Daten
Max. Auflösung4K
Max. Bildrate60 fps
CodecsH.264
Bittiefe8 Bit
Log-ProfilJa
Bildstabilisierung (IBIS)5 Stufen
HDMI-AusgangHDMI Micro (Type D)
USB-AnschlussUSB-C 2.0

Konnektivität und Akkulaufzeit

Der Wechsel zu USB-C ist willkommen. Doch der gewählte Standard (USB 2.0) und die begrenzte Akkulaufzeit verdienen Aufmerksamkeit.

USB-C 2.0 und Micro-HDMI: Datierte Entscheidungen

Der G97 wechselt endlich zu USB-C und ersetzt den Micro-USB des G90. Das ist ein Fortschritt bei der Kompatibilität mit modernen Kabeln. Panasonic hat jedoch den Standard USB 2.0 gewählt, der die Übertragungsraten theoretisch auf 480 Mbps begrenzt. In der Praxis dauert die Übertragung einer 20 GB großen RAW-Sitzung spürbar länger als mit USB 3.2. Das Laden über USB-C ist möglich, aber langsam.

Der HDMI-Ausgang ist Micro (Typ D). Dieses Format ist mechanisch anfällig, und Micro-HDMI-Kabel sind weniger verbreitet als Mini-HDMI. Bei häufiger externer Monitornutzung ist das ein Punkt, auf den Sie achten sollten. Der Micro-HDMI-Anschluss ist anfälliger für versehentliche Trennungen als ein Standard-HDMI.

Akkulaufzeit: 280 CIPA-Auslösungen

Die CIPA-Akkulaufzeit beträgt 280 Auslösungen. Das ist einer der niedrigsten Werte der Kategorie. Die Canon EOS R7 gibt 770 CIPA-Auslösungen an. Die Fujifilm X-T5 nennt 580 Auslösungen. In der realen Nutzung (Bildschirm aus, Sucher verwendet, kein permanentes Wi-Fi) können Sie die 280 Auslösungen übertreffen, doch der Akku bleibt ein Schwachpunkt. Für einen intensiven Reisetag ist ein Ersatzakku unverzichtbar.

Gehäuse & Anschlüsse
Erscheinungsjahr2024
Gewicht (mit Akku)530 g
Abmessungen130.4 x 93.5 x 77.4
WetterfestigkeitJa
SucherEVF
Sucherauflösung2360000 Pixel
Bildschirm3 Zoll
Bildschirm-Artikulationvari-angle
TouchscreenJa
Akku (CIPA)280 Bilder
Dual-SD-SteckplatzNein
ObjektivanschlussMicro Four Thirds
  • Wi-Fi und Bluetooth integriert für kabellose Übertragung und Fernsteuerung über die Lumix-Sync-App
  • Einzelner SD-UHS-II-Slot: kompatibel mit schnellen Karten, aber ohne Redundanz möglich
  • USB-C 2.0: langsames Laden, Übertragung theoretisch auf 480 Mbps begrenzt
  • Micro-HDMI (Typ D): anfällig, bei Monitornutzung schützen
  • Akku DMW-BLC12: mit mehreren Panasonic-Gehäusen der G-Serie gemeinsam nutzbar

Im Vergleich zur Konkurrenz: Was Sie verlieren und was Sie gewinnen

Bei 999 EUR trifft der G97 auf ernstzunehmende APS-C-Konkurrenten. Der Vergleich ist kompromisslos.

Gegenüber der Canon EOS R10 und der Fujifilm X-T30 III

Die Canon EOS R10 wurde für 979 USD (Einführungspreis) eingeführt. Sie bietet 24,2 MP APS-C, 23 fps elektronisch, 651 AF-Punkte mit Phasenerkennung, 4K 60p in 10 Bit und ein Gewicht von 429 g. Sie ist nicht wetterfest. Der G97 gewinnt bei Wetterschutz, IBIS (5 Stufen gegenüber fehlendem IBIS beim R10) und variabel schwenkbarem Bildschirm. Er verliert bei Serienbildrate, AF, Video und Gewicht.

Die Fujifilm X-T30 III wurde für 1 000 USD eingeführt. Sie bietet 26,1 MP APS-C, 30 fps elektronisch, 425 AF-Punkte, 6,2K in 10 Bit und einen nach unseren Daten gemessenen Dynamikumfang von 14,1 EV. Auch sie ist nicht wetterfest. Für einen Fotografen, der nicht im Regen arbeitet, ist die X-T30 III bei fast allen Foto- und Videokriterien überlegen.

Gegenüber dem Panasonic GH7: Die gute Wahl, wenn das Budget es zulässt

Der GH7 ist das Referenz-MFT-Gehäuse von Panasonic. Bei 2 199 USD bietet er 25,2 MP, 75 fps elektronisch, 7,5 Stufen IBIS, 5,8K in 10 Bit, einen doppelten Kartenslot und Wetterschutz. Für 1 200 USD mehr als beim G97 ist der Qualitätssprung massiv, besonders bei Video. Wenn Ihr Budget sich strecken lässt, ist der GH7 eine Investition, die sich rechtfertigt.

Zahlen-Vergleich
DatenPanasonic Lumix G97Hier getestetCanon EOS R10Fujifilm X-T30 IIIPanasonic Lumix GH7
Erscheinung2024202220242024
SensorMFTAPS-CAPS-CMFT
Auflösung20.3 MP24.2 MP26.1 MP25.2 MP
Max. native ISO25600320001280012800
Dynamikumfang10.5 EV14.1 EV10.2 EV
AF-Felder651425779
Serie (elek.)9 fps23 fps30 fps75 fps
IBIS5 stopsNeinNein7.5 stops
Max. Video4K/60p4K/60p6.2K/240p5.8K/300p
WetterfestJaNeinNeinJa
Dual-SDNeinNeinNeinJa
Gewicht530 g429 g378 g805 g
Startpreis999 EUR979 USD1000 USD2199 USD

Der G97 gewinnt bei Wetterschutz und IBIS gegenüber R10 und X-T30 III, verliert aber bei Serienbildrate, AF und Video. Der GH7 ist bei allen technischen Kriterien überlegen, allerdings zum fast doppelten Preis.

Expertenblick: Der Gebrauchtmarkt und der wahre Wert des G97

Der G90, direkter Vorgänger des G97, wird derzeit je nach Zustand zwischen 350 und 500 EUR gebraucht gehandelt. Beide Gehäuse teilen denselben Sensor, eine nahezu identische Ergonomie und sehr ähnliche Foto-Performance. Der Hauptunterschied liegt bei USB-C, Augenerkennung und einigen Video-Anpassungen. Für einen Käufer, der hauptsächlich Landschaften und Reisen in RAW fotografiert, stellt ein G90 in ausgezeichnetem Zustand zu 400 EUR ein schwer zu schlagendes Preis-Leistungs-Verhältnis dar. Der neue G97 zu 999 EUR rechtfertigt sich, wenn Sie Herstellergarantie, Augenerkennung oder USB-C-Anschluss benötigen.

Auf dem Gebrauchtmarkt erscheint das OM System OM-5 (Nachfolger der OM-D E-M5 Mark III) gelegentlich unter 700 EUR mit IP53-Wetterschutz, 6,5 Stufen IBIS und PDAF-Autofokus. Das ist eine ernstzunehmende MFT-Alternative, wenn das Budget begrenzt und Robustheit prioritär ist. Diese Daten stammen aus unserer Beobachtung von Gebrauchtplattformen und sind nicht Teil der verifizierten Basis dieses Tests: Bitte zum Kaufzeitpunkt prüfen.

Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis

Bei 999 EUR ist der G97 in einem sehr wettbewerbsintensiven Segment positioniert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hängt von Ihrer Priorität ab: Robustheit oder Leistung.

Der Einführungspreis des G97 beträgt 999 EUR für das Gehäuse allein. Kits mit dem Objektiv 14-140 mm f/3,5-5,6 sind zu einem höheren Preis erhältlich. Auf diesem Preisniveau bietet die APS-C-Konkurrenz bei fast allen messbaren Kriterien überlegene Foto- und Videoleistung. Die Rechtfertigung des G97 beruht auf zwei Argumenten: Wetterschutz und dem MFT-Ökosystem.

Wetterschutz bei 999 EUR ist selten. Die Canon EOS R10 ist nicht wetterfest. Die Fujifilm X-T30 III ebenfalls nicht. Um ein wetterfestes APS-C-Gehäuse in dieser Preisklasse zu finden, müssen Sie die Canon EOS R7 (1 499 USD bei Einführung) oder die Fujifilm X-S20 (ca. 1 299 USD) betrachten. Der G97 ist daher bei diesem Kriterium wettbewerbsfähig.

Das Micro-Four-Thirds-Ökosystem bleibt ein Argument. Panasonic und OM System teilen das Bajonett, was Zugang zu einem dichten, kompakten und oft günstigeren Objektivpark als bei APS-C oder Vollformat bietet. Leica-DG- und Olympus-Pro-Objektive sind gebraucht zu attraktiven Preisen erhältlich. Das ist ein systemischer Vorteil, den die Rohdaten nicht erfassen.

Urteil

Der G97 ist ein gutes Reisegehäuse. Er ist kein gutes Videogehäuse und kein gutes Sportgehäuse. Diese Nuance ist wichtig.

Der Panasonic Lumix G97 erfüllt seinen Auftrag in einem klar definierten Bereich: Reisefotograf, schwierige Bedingungen, Budget von 999 EUR, Priorität auf Robustheit und Kompaktheit. Wetterschutz, 5 Stufen IBIS, variabel schwenkbarer Bildschirm und das Gewicht von 530 g bilden ein stimmiges Gesamtpaket für diesen Einsatz.

Außerhalb dieses Bereichs zeigt der G97 seine Grenzen. Der einzelne Kartenslot ist ein professioneller Deal-Breaker. Das H.264-8-Bit-Video liegt hinter der Konkurrenz zurück. Die Serienbildrate von 9 fps ohne elektronischen Unterschied ist enttäuschend. Der DFD-AF ohne Tiererkennung schließt die Tierfotografie aus. Und die Akkulaufzeit von 280 CIPA-Auslösungen erfordert systematisch einen Ersatzakku.

Die Gesamtbewertung von 5,6 von 10 spiegelt diese Dualität wider: ein in seinem Bereich kompetentes Gehäuse, das seinen Preis gegenüber der APS-C-Konkurrenz bei reiner Leistung jedoch nicht rechtfertigt. Der Käufer, der genau weiß, was er sucht (Robustheit, Leichtigkeit, MFT), wird zufrieden sein. Wer zwischen dem G97 und einer Canon EOS R7 oder einer Sony A6700 schwankt, sollte wahrscheinlich eines dieser beiden Konkurrenzmodelle wählen.

  • Kaufen Sie den G97, wenn: Sie im MFT-Ökosystem sind, Sie im Regen reisen, Sie Landschaften und Straßen fotografieren
  • Vermeiden Sie den G97, wenn: Video für Sie wichtig ist, Sie schnelle Motive fotografieren, Sie einen doppelten Kartenslot benötigen
  • Schauen Sie gebraucht: Der G90 zu 400 EUR bietet 90 % der Foto-Funktionen für weniger als die Hälfte des Preises
  • Schauen Sie sich als Alternative an: Die Canon EOS R7 (1 499 USD), wenn Sie das Budget erhöhen können, wetterfest, doppelter Kartenslot, 30 fps elektronisch

Häufige Fragen

Ist der Panasonic Lumix G97 wetterfest?

Ja. Der G97 ist wetterfest mit Dichtungen an Tasten, Rädern und Klappen. Er widersteht Regen und Feuchtigkeit bei normaler Nutzung. Es handelt sich nicht um eine IP67-Zertifizierung: Er verträgt keine Untertauchung. Er ist eines der wenigen wetterfesten Gehäuse unter 1 000 EUR, was seinen wichtigsten Wettbewerbsvorteil darstellt.

Was ist der Unterschied zwischen dem Panasonic G97 und dem G90?

Beide Gehäuse teilen denselben MFT-Sensor mit 20,3 MP und eine nahezu identische Ergonomie. Der G97 bringt vor allem: den Wechsel zu USB-C (gegenüber Micro-USB beim G90), die Erkennung menschlicher Augen im AF und einige Anpassungen der Video-Profile. Die rohen Foto-Performance-Werte sind sehr ähnlich. Ein G90 in ausgezeichnetem Zustand zu 400 EUR gebraucht stellt eine ernstzunehmende Alternative dar, wenn Augenerkennung und USB-C keine Prioritäten sind.

Ist der G97 gut für Video?

Er filmt in 4K bei 60 fps mit V-Log, was für gelegentliche Nutzung solide ist. Doch der H.264-8-Bit-Codec liegt hinter der Konkurrenz zurück: Die Canon EOS R10 bietet 10 Bit zu vergleichbarem Preis, und die Sony A6700 liefert 4K 120p in 10 Bit für 400 EUR mehr. Für regelmäßige Videonutzung oder ernsthaftes Grading ist der G97 bei 999 EUR nicht die richtige Wahl.

Welche reale Akkulaufzeit kann man vom G97 erwarten?

Die CIPA-Akkulaufzeit beträgt 280 Auslösungen, einer der niedrigsten Werte der Kategorie. In der realen Nutzung mit ausgeschaltetem Bildschirm und deaktiviertem Wi-Fi können Sie diese Zahl übertreffen, doch ein Ersatzakku ist für einen intensiven Shooting-Tag unverzichtbar. Der Akku DMW-BLC12 wird mit mehreren Panasonic-Gehäusen geteilt, was die Verwaltung des Bestands erleichtert.

Hat der G97 einen doppelten Speicherkartenslot?

Nein. Der G97 hat nur einen einzelnen SD-UHS-II-Slot. Das ist ein Deal-Breaker für jede professionelle Nutzung, die eine Echtzeit-Doppelsicherung erfordert (Hochzeit, Reportage, berufliche Reise). Kein Firmware-Update kann diese Designentscheidung korrigieren. Wenn der doppelte Kartenslot Priorität hat, schauen Sie sich den Panasonic GH7 (2 199 USD, doppelter Slot) oder die Canon EOS R7 (1 499 USD, doppelter Slot) an.

Ist der G97 mit Olympus- und OM-System-Objektiven kompatibel?

Ja. Das Micro-Four-Thirds-Bajonett wird von Panasonic und OM System (ehemals Olympus) gemeinsam genutzt. Die Objektive beider Marken sind mechanisch kompatibel. Die hybride Stabilisierung (IBIS + OIS) funktioniert vorrangig mit Panasonic-Objektiven. Bei OM-System-Objektiven arbeitet das IBIS des Gehäuses, die OIS-Synergie kann jedoch je nach Objektiv teilweise sein. Es handelt sich um ein reiches Ökosystem mit vielen gebraucht erhältlichen Objektiven.

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