Test · Sony · 2024
Test Sony ZV-E10 II: Der APS-C-Vlogger, der ins Schwarze trifft
Der Sony ZV-E10 II ist der beste APS-C-Hybrid unter 1000 USD für Content-Creator, die ernsthaftes 4K-10-Bit-Video wollen, ohne den Preis eines A6700 zu zahlen. Reine Fotografen gehen besser weiter.
Fazit
Der Sony ZV-E10 II erfüllt seine Mission mit Konsequenz. Er richtet sich an Content-Creator, die von einem Smartphone oder dem ersten ZV-E10 aufsteigen möchten, ohne die 1400 USD des A6700 zu überschreiten. Der 26-MP-BSI-CMOS-Sensor vom FX30 liefert 4K-10-Bit-Video in S-Log3 mit unbegrenzter Aufnahmezeit, ein integriertes 3-Kapsel-Mikrofon und einen AF mit 759 Punkten, der 94 % des Sensors abdeckt: ein stimmiges Paket für Vlog und leichte Reisen. Die Abstriche sind real und bewusst: kein IBIS, keine Wetterschutz, nur ein SD-UHS-II-Slot und kein Sucher. Diese Fehlstellen stören den Vlogger im Innenraum oder im mobilen Studio nicht, schließen das Gehäuse aber für Außenreportagen oder Sportfotografie aus. Zum Launch-Preis von 999 USD liegt es 400 USD unter dem A6700 mit einem anderen Nutzungsprofil, nicht einem schlechteren. Es ist ein ehrliches Werkzeug, gut auf seine Zielgruppe abgestimmt.
Stärken
- 4K-10-Bit-S-Log3-Video mit unbegrenzter Aufnahmezeit für 999 USD
- AF mit 759 Punkten, 94 % Abdeckung, Erkennung von Mensch- und Tieraugen
- Integriertes 3-Kapsel-Mikrofon mit Richtzoom und Rauschunterdrückung
- Akku-Laufzeit 610 Auslösungen CIPA, über dem Segment
- Gewicht 292 g, kompaktes Format ideal für Reisen und mobiles Vloggen
- E-Mount: Zugang zu einem der reichhaltigsten APS-C-Objektiv-Ökosysteme
Schwächen
- Kein IBIS: nur softwarebasierte Stabilisierung (Active SteadyShot mit Crop)
- Keine Wetterschutz: bei Regen ohne externe Schutzhülle unbrauchbar
- Einzelner SD-UHS-II-Slot: keine Redundanz, Datenverlustrisiko
- Kein Sucher: Bildgestaltung nur über Display, problematisch bei hellem Sonnenlicht
- Fotobewertung 4,1/10: Das Gerät ist nicht für Sport- oder Reportagefotografie konzipiert
Für wen?
- Content-Creator auf YouTube/Instagram, die vom Smartphone auf 4K-10-Bit-Video unter 1000 USD umsteigen wollen
- Leicht reisende Nutzer, die hauptsächlich Video aufnehmen und ein Gehäuse unter 300 g mit guter Akkulaufzeit suchen
- Anfänger- bis Fortgeschrittenen-Vlogger, die ein leistungsstarkes integriertes Mikrofon und ein variabel schwenkbares Display für Solo-Aufnahmen brauchen
- Portrait- und Street-Fotografen, die ein zweites kompaktes E-Mount-Gehäuse mit bestehenden Objektiven suchen
Im Video
Damien Bernal · 10 min 11
test Sony ZV-E10 II ✅ Performance élevée 💰 budget limité
Vorstellung und Positionierung
Der ZV-E10 II ist kein abgespeckter A6700. Es ist ein Werkzeug für Content-Creator, dessen Designentscheidungen nur in diesem Kontext Sinn ergeben.
Sony bringt den ZV-E10 II 2024 für 999 USD auf den Markt, drei Jahre nach dem originalen ZV-E10 zum Preis von 700 USD. Der Preisunterschied ist deutlich, aber das Upgrade ist real. Der Vorgänger bot einen klassischen 24-MP-CMOS-Sensor, 4K-Video in 8 Bit auf 30 fps begrenzt und einen AF mit 425 Punkten, der 84 % des Sensors abdeckte. Der Nachfolger wechselt bei den drei für Vlogger entscheidenden Punkten die Generation: Sensor, Video, Autofokus.
Die Verwandtschaft mit dem Sony FX30 (1800 USD) und dem Sony A6700 (1398 USD) ist offensichtlich. Alle drei Gehäuse teilen denselben 26-MP-BSI-CMOS-Sensor und denselben AF-Motor mit 759 Punkten. Was der ZV-E10 II opfert, um auf 999 USD zu kommen: den IBIS des A6700 (5 Blenden), den Wetterschutz, den doppelten Kartenslot und den Sucher. Das sind bewusste Abstriche, keine Versehen. Die Zielgruppe ist der Content-Creator im Innenraum oder in kontrollierter Umgebung, nicht der Außenreporter.
Nutzungsprofil des Sony ZV-E10 II: stark bei Video und Portrait, begrenzt bei Sport und schwierigen Bedingungen
In der Sony-Palette nimmt der ZV-E10 II die Position des einsteigenden APS-C-Hybrids mit Videoausrichtung ein. Er steht neben dem ZV-E1 (2200 USD, Vollformat, IBIS 5 Blenden), der Profi-Creator anspricht, und dem A6700 für hybride Fotografen. Der ZV-E10 II versucht nicht, beides zu sein: Er ist der günstigste Einstieg in 10-Bit-Video auf E-Mount.
Design und Ergonomie
Mit 292 g und 114,8 x 67,5 x 54,2 mm ist der ZV-E10 II eines der kompaktesten APS-C-Hybride auf dem Markt. Das geringe Gewicht ist eine Funktion, kein Kompromiss.
Abmessungen und Handhabung
Das Gehäuse wiegt 292 g ohne Objektiv. Das sind 201 g weniger als der Sony A6700 (493 g) und 54 g weniger als die Canon EOS R50 (375 g nach unserer Datenbank). Für einen Vlogger, der das Gehäuse stundenlang ausgestreckt hält, ist dieser Unterschied spürbar. Der Griff ist vorhanden, aber flach: Mit einem schweren Objektiv wird die Handhabung instabil. Der ZV-E10 II ist für Kit-Objektive oder leichte Brennweiten ausgelegt.
Das Fehlen eines Suchers ist eine konsequente Designentscheidung für den Vlog-Einsatz. Das 3-Zoll-Vari-Angle-Display mit 1 036 800 Punkten lässt sich zur Objektivseite drehen. Das Touch-Display ermöglicht Touch-Fokus, nützlich bei Solo-Aufnahmen. Bei hellem Sonnenlicht wird das Fehlen eines Suchers zum echten Problem für die Fotografie: Die Display-Helligkeit reicht nicht immer aus. Das ist ein Deal-Breaker für Street-Fotografen im Freien, nicht für Studio-Vlogger.
Bedienelemente und Creator-Tasten
Sony hat mehrere physische Tasten für Creator integriert. Eine Hintergrundunschärfe-Taste (Bokeh) aktiviert direkt die maximale Blende. Eine Product-Showcase-Taste schaltet den Fokus auf nahe Objekte. Diese Shortcuts ersparen Menütauchen während Live-Aufnahmen. Das ist ein ergonomisches Detail, das gegenüber Canon EOS R50 V oder Fujifilm X-M5 den Unterschied macht.
| Erscheinungsjahr | 2024 |
|---|---|
| Gewicht (mit Akku) | 292 g |
| Abmessungen | 114.8 x 67.5 x 54.2 |
| Wetterfestigkeit | Nein |
| Sucher | None |
| Bildschirm | 3 Zoll |
| Bildschirm-Artikulation | vari-angle |
| Touchscreen | Ja |
| Akku (CIPA) | 610 Bilder |
| Dual-SD-Steckplatz | Nein |
| WLAN / Bluetooth | Ja / Ja |
| Objektivanschluss | E |
Bildqualität und Sensor
Der 26-MP-BSI-CMOS-Sensor ist das Herzstück des ZV-E10 II. Er wird mit dem FX30 und dem A6700 geteilt und ermöglicht solide unabhängige Messungen.
Auflösung und Dynamikumfang
Der 26-MP-Sensor im APS-C-Format (23,3 x 15,5 mm) bietet eine vernünftige Pixeldichte für Nachbeschnitt. Bei 100 ISO nativ erreicht der Dynamikumfang (gemessen am identischen FX30-Sensor durch Photons to Photos) etwa 14 EV. Das ist eine solide Leistung für dieses Preissegment. Zum Vergleich: Die Canon EOS R50 zeigt 10,6 EV. Der Vorteil des BSI-CMOS zeigt sich vor allem bei wenig Licht: Die Hinterbeleuchtung verbessert die Lichtausbeute pro Pixel.
Die native ISO-Empfindlichkeit reicht bis 32 000 ISO, erweiterbar auf 102 400 ISO. Der erweiterte ISO-Bereich erzeugt sichtbares, aber in 4K-Video mit Software-Rauschunterdrückung beherrschbares Rauschen. In der Fotografie bleiben RAW-Dateien bei 6400 ISO mit moderater Bearbeitung nutzbar. Ab 12 800 ISO wird der Detailverlust spürbar – passend zur APS-C-Sensorgröße.
Farbwiedergabe: S-Cinetone, LUTs und kreative Profile
Der ZV-E10 II erbt Sonys S-Cinetone-Profil, ursprünglich für Kinokameras entwickelt. Es liefert weiche Hauttöne und dezent gesättigte Farben mit reduzierter Kontrastkurve – ideal für die Nachbearbeitung. Es steht neben S-Log3 für Nutzer, die ein sofort einsatzbereites Bild ohne Grading wünschen. Die klassischen kreativen Profile (Vivid, Portrait, Landscape) sind ebenfalls verfügbar.
Benutzerdefinierte LUTs werden unterstützt und ermöglichen eine hauseigene Farbgebung direkt im Gehäuse. Für Creator, die ein konsistentes Look ohne DaVinci Resolve brauchen, ist das ein praktischer Vorteil. Das Fujifilm X-M5 bietet erkennbare Film-Simulationen, unterstützt aber keine benutzerdefinierten LUTs im gleichen Umfang.
| Sensor | APS-C |
|---|---|
| Sensorgröße | 23.3 × 15.5 mm |
| Auflösung | 26 MP |
| Sensortyp | CMOS |
| Native ISO-Bereich | 100 – 32000 |
| Erweiterte ISO | bis zu 102400 |
| Bildstabilisierung (IBIS) | Nein |
| AF-Felder | 759 |
| AF-Abdeckung | 94 % |
| Augenerkennung (Mensch / Tier) | Ja / Ja |
| Elektronische Serie | 11 fps |
| Max. Verschlusszeit | 1/8000 |
Expertenblick: BSI-CMOS versus klassischer CMOS des originalen ZV-E10
Der originale ZV-E10 nutzte einen klassischen 24-MP-CMOS-Sensor mit einem gemessenen Dynamikumfang von etwa 10,5 EV. Der Wechsel zum 26-MP-BSI-CMOS des ZV-E10 II bringt einen echten Gewinn. Die Hinterbeleuchtung verkürzt den Abstand zwischen Photodiode und Mikrolinse, verbessert die Low-Light-Empfindlichkeit und reduziert das Lese-Rauschen. Praktisch ergibt das etwa 1 bis 1,5 EV mehr Dynamikumfang bei hohen ISO-Werten und bessere Video-Performance bei schwachem Licht. Das ist dieselbe Entwicklung, die Sony zwischen A6400 (klassischer CMOS) und A6700 (BSI-CMOS) vollzogen hat.
Autofokus
Der AF ist der Punkt, an dem der ZV-E10 II den größten Abstand zu seinem Vorgänger markiert. 759 statt 425 Punkte: Die Zahl ist klar, der Praxiseinfluss muss aber differenziert betrachtet werden.
AF-Architektur: Dichte und Abdeckung
Das AF-System mit 759 Punkten deckt 94 % des Sensors ab. Der originale ZV-E10 blieb bei 425 Punkten und 84 % Abdeckung. Diese Entwicklung ist nicht trivial: 94 % Abdeckung bedeutet, dass das Motiv sehr nah am Bildrand platziert werden kann, ohne dass der AF verliert. Für einen Vlogger, der sich allein mit umgedrehtem Display filmt, ist das entscheidend: Das Gesicht kann seitlich verschoben sein, ohne dass das Tracking abbricht.
Mensch- und Tieraugenerkennung sind beide aktiv. Die Menschenaugenerkennung funktioniert bis -3 EV und deckt die meisten Innenraumsituationen mit minimaler Beleuchtung ab. Darunter schaltet der AF auf Zonen- oder Mittelpunktautomatik. Dieser Wert ist identisch mit FX30 und A6700 und bestätigt den gemeinsamen AF-Motor.
AF-Grenzen: Was die 759 Punkte nicht leisten
Dem ZV-E10 II fehlt der dedizierte KI-Chip mancher Konkurrenten. Sony verbaut den doppelten Bionz-XR-Prozessor, jedoch ohne die spezialisierte KI-Einheit, die Canon EOS R6 V (1053 AF-Punkte, -6,5 EV) oder Sony A7 IV besitzen. In der Praxis bedeutet das ein weniger robustes Tracking bei schnellen, unvorhersehbaren Bewegungen. Für Vlog und Portrait ist der AF exzellent. Für Sport oder actionstarkes Tierfotografie zeigt er seine Grenzen.
Serienbild und Geschwindigkeit
Die elektronische Serienbildgeschwindigkeit erreicht 11 Bilder pro Sekunde. Das entspricht dem Sony A6700 (11 fps nach unserer Datenbank) und dem originalen ZV-E10 (11 fps). Die kürzeste Verschlusszeit beträgt 1/8000 s. Diese Werte sind für Portrait und Alltag korrekt, für Hochleistungssport jedoch unzureichend. Die Canon EOS R50 V bietet 15 fps elektronisch, das Fujifilm X-M5 sogar 30 fps. Der ZV-E10 II ist auf diesem Terrain nicht positioniert.
Die Pufferkapazität bei Serienaufnahmen wird von Sony nicht offiziell angegeben. Unabhängige Tests an vergleichbaren Sensoren (FX30, A6700) zeigen, dass der Puffer bei unkomprimiertem RAW und hoher Kadenz schnell voll ist. Für Vlog oder Portrait ist die 11-fps-Serie mit vernünftigem Puffer ausreichend. Für Reportage mit langen Serien ist es eine echte Grenze.
Stabilisierung: Der bewusste Schwachpunkt
Das Fehlen eines IBIS ist der sichtbarste Kompromiss des ZV-E10 II. Sony hat eine Entscheidung getroffen, keinen Fehler gemacht.
Der ZV-E10 II besitzt keine mechanische Sensorstabilisierung (IBIS). Das ist der größte Unterschied zum Sony A6700 mit IBIS 5 Blenden. Sony kompensiert mit Active SteadyShot, einer elektronischen Stabilisierung, die das Bildfeld beschneidet. Der Crop durch Active SteadyShot in 4K-Video beträgt real etwa 10 bis 15 % je nach unabhängigen Quellen. Mit dem Kit-Objektiv 16-50 mm verschiebt sich der effektive Weitwinkel auf etwa 18-19 mm Kleinbildäquivalent statt 24 mm – spürbar.
Für einen Vlogger, der auf Stativ, im Studio oder mit stabilisierter Stange arbeitet, ist das Fehlen von IBIS kein Problem. Für einen Vlogger, der gehend freihändig filmt, ist es eine konkrete Einschränkung. Active SteadyShot macht gehende Einstellungen für YouTube akzeptabel, nicht aber für kinematografische Produktionen. Wenn freihändige Stabilisierung oberste Priorität hat, ist der Sony A6700 (1398 USD, IBIS 5 Blenden) die Antwort – mit einem Aufpreis von 399 USD.
Video: Das Herzstück des Angebots
Video ist der Daseinsgrund des ZV-E10 II. Jede Designentscheidung zielt auf diesen Einsatz.
Auflösungen, Bildraten und Codecs
Der ZV-E10 II zeichnet in 4K bis 120 Bilder pro Sekunde in 10 Bit Farbtiefe auf. Das ist die Spezifikation, die den Sprung vom originalen ZV-E10 rechtfertigt, der auf 4K 30 fps in 8 Bit beschränkt war. 10 Bit eröffnet ernsthaftes Grading in der Postproduktion: Farbverläufe und Lichterrettung sind deutlich flexibler als in 8 Bit. Für einen Creator, der Inhalte für YouTube oder soziale Netzwerke liefert, ist 10 Bit keine Luxusausstattung, sondern die Basis für professionelles Aussehen.
Verfügbare Codecs decken ein breites Spektrum ab: XAVC HS (H.265, Long-GOP, hohe Effizienz), XAVC S (H.264, Long-GOP, maximale Kompatibilität) und XAVC S-I (All-Intra, hohe Datenraten für den Schnitt). XAVC S-I in All-Intra ist besonders nützlich für Cutter mit leistungsschwachen Rechnern: Jeder Frame wird unabhängig kodiert, was die Prozessorlast beim Dekodieren senkt. H.265 (XAVC HS) bietet die besten Datenraten bei gegebener Dateigröße, erfordert aber mehr Rechenleistung beim Export.
Unbegrenzte Aufnahmezeit und Wärmemanagement
Die Videoaufnahme ist offiziell unbegrenzt. Sony hat das Überhitzungsproblem früherer Hybrid-Generationen bei langen Videoaufnahmen gelöst. Unabhängige Tests bestätigen, dass der ZV-E10 II in 4K 60 fps unter normalen Bedingungen (Raumtemperatur 20-25 °C) kontinuierlich ohne thermische Unterbrechung läuft. Das ist eine Grundvoraussetzung für Vlogger und Streamer: Eine Unterbrechung während der Aufnahme ist inakzeptabel.
S-Log3 steht für professionelles Grading zur Verfügung. Der Dynamikumfang in S-Log3 auf diesem BSI-CMOS-Sensor wird auf etwa 14 EV geschätzt (Referenz FX30, identischer Sensor). Das ist eine solide Leistung für dieses Preissegment. S-Cinetone bietet eine Alternative für ein kinematografisches Look ohne Grading.
3-Kapsel-Mikrofon: Das differenzierende Argument
Das integrierte 3-Kapsel-Mikrofon ist eines der konkretesten Argumente des ZV-E10 II gegenüber der Konkurrenz. Es bietet drei Modi: omnidirektional (Raumklang), vorderseitig gerichtet (Motiv vor der Kamera) und Windgeräuschreduktion. Der vorderseitig gerichtete Modus ist besonders nützlich für Vlog: Er dämpft seitliche und hintere Geräusche und konzentriert sich auf die Stimme des Creators. Ein weicher Windschutz liegt bei. Dieses Niveau integrierter Audioqualität ist in dieser Preisklasse selten: Weder Canon EOS R50 V noch Fujifilm X-M5 bieten ein vergleichbares System.
| Max. Auflösung | 4K |
|---|---|
| Max. Bildrate | 120 fps |
| Codecs | XAVC HS, XAVC S, XAVC S-I, H.265, H.264 |
| Bittiefe | 10 Bit |
| Log-Profil | Ja |
| Unbegrenzte Aufnahme | Ja |
| Bildstabilisierung (IBIS) | Nein |
| HDMI-Ausgang | HDMI Micro (Type D) |
| USB-Anschluss | USB-C 3.2 Gen1 (5 Gbps) |
Konnektivität und Akkulaufzeit
Physische Anschlüsse
Der ZV-E10 II verfügt über einen USB-C-Port 3.2 Gen1 (5 Gbps), einen Micro-HDMI-Ausgang (Typ D), eine 3,5-mm-Klinke für externes Mikrofon und eine 3,5-mm-Klinke für Kopfhörer-Monitoring. USB-C ermöglicht das Laden während der Nutzung – essenziell für Streaming oder lange Aufnahmen. Die USB-Geschwindigkeit von 5 Gbps reicht für schnelle Dateiübertragungen, erlaubt aber kein RAW-Video-Streaming über USB (nicht von Sony kommuniziert).
Der Micro-HDMI-Ausgang (Typ D) ist ein Punkt der Aufmerksamkeit. Dieser Anschluss ist empfindlich und Micro-HDMI-Kabel sind weniger verbreitet als Mini-HDMI. Für die Nutzung mit externem Monitor oder Recorder prüfen Sie bitte die Kabelverfügbarkeit vor der Aufnahme. Wi-Fi und Bluetooth sind für die kabellose Übertragung zum Smartphone und die Fernsteuerung über die Sony Creators' App vorhanden.
Akkulaufzeit: Eine starke, messbare Eigenschaft
Die CIPA-Akkulaufzeit wird mit 610 Auslösungen angegeben. Das ist eine bemerkenswerte Leistung in dieser Kategorie. Die Canon EOS R50 V zeigt 480 Auslösungen nach unserer Datenbank, das Fujifilm X-M5 nur 330 Auslösungen. Bei intensiver Video-Nutzung liegt die reale Laufzeit unter den CIPA-Werten (die Fotografie messen), aber der NP-FZ100-Akku, der mit A6700 und FX30 geteilt wird, ermöglicht die Nutzung derselben Ersatzakkus. Das ist ein konkreter logistischer Vorteil für Creator, die bereits Sony-Akkus besitzen.
Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz
Vier Konkurrenten verdienen einen zahlenbasierten Vergleich: Sony A6700, Fujifilm X-M5, Canon EOS R50 V und Sony FX30.
ZV-E10 II vs A6700: 399 USD Unterschied – welche Abstriche?
Der Sony A6700 (1398 USD) ist der direkteste interne Konkurrent. Beide teilen denselben 26-MP-BSI-CMOS-Sensor, denselben AF mit 759 Punkten und dasselbe 4K-10-Bit-Video. Die Unterschiede sind präzise: Der A6700 ergänzt IBIS 5 Blenden, Wetterschutz und elektronischen Sucher. Der ZV-E10 II antwortet mit geringerem Gewicht (292 g vs. 493 g) und einem um 399 USD niedrigeren Preis. Filmen Sie hauptsächlich im Innenraum oder auf Stativ, ist der ZV-E10 II die rationale Wahl. Filmen Sie freihändig im Freien oder bei Regen, rechtfertigt der A6700 seinen Aufpreis.
ZV-E10 II vs Fujifilm X-M5 und Canon EOS R50 V
Das Fujifilm X-M5 (799 USD) ist 200 USD günstiger und bietet 6,2K 240 fps in 10 Bit – technisch überlegen in der maximalen Videoauflösung. Doch der AF des X-M5 bleibt bei 425 Punkten und 92 % Abdeckung (nach unserer Datenbank), gegenüber 759 Punkten und 94 % beim ZV-E10 II. Die Akkulaufzeit des X-M5 beträgt 330 CIPA-Auslösungen, also 280 weniger als beim ZV-E10 II. Und das integrierte Mikrofon des X-M5 ist ein einfaches Stereomikrofon ohne die drei richtungsabhängigen Kapseln des Sony. Für einen Vlogger, der sich allein filmt, ist der ZV-E10 II trotz geringerer Videoauflösung vollständiger.
Die Canon EOS R50 V (649 USD) ist 350 USD günstiger. Sie bietet 4K 60 fps in 10 Bit und einen AF mit 651 Punkten, der 100 % des Sensors abdeckt. Sie wiegt 370 g, also 78 g mehr als der ZV-E10 II. Das Fehlen eines 3-Kapsel-Mikrofons und die Begrenzung auf 4K 60 fps (gegenüber 4K 120 fps beim ZV-E10 II) positionieren sie eine Stufe darunter für anspruchsvolle Video-Content-Creator. Für Einsteiger mit knappem Budget ist die R50 V eine ernsthafte Alternative.
| Daten | Sony ZV-E10 IIHier getestet | Sony α6700 | Fujifilm X-M5 | Canon EOS R50 V |
|---|---|---|---|---|
| Erscheinung | 2024 | 2023 | 2024 | 2025 |
| Sensor | APS-C | APS-C | APS-C | APS-C |
| Auflösung | 26 MP | 26 MP | 26.1 MP | 24.2 MP |
| Max. native ISO | 32000 | 32000 | 12800 | 32000 |
| AF-Felder | 759 | 759 | 425 | 651 |
| Serie (elek.) | 11 fps | 11 fps | 30 fps | 15 fps |
| IBIS | Nein | 5 stops | Nein | Nein |
| Max. Video | 4K/120p | 4K/120p | 6.2K/240p | 4K/60p |
| Wetterfest | Nein | Ja | Nein | Nein |
| Dual-SD | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Gewicht | 292 g | 493 g | 355 g | 370 g |
| Startpreis | 999 USD | 1398 USD | 799 USD | 649 USD |
ZV-E10 II vs. seinen drei direkten Konkurrenten: Sony führt bei AF und Akkulaufzeit, Fujifilm bei Videoauflösung, Canon beim Preis.
Gelegenheitswinkel: Der Sony FX30 im Blick behalten
Der Sony FX30 (1800 USD neu, 1100–1300 USD gebraucht) teilt denselben 26-MP-BSI-CMOS-Sensor und denselben AF mit 759 Punkten. Er ergänzt IBIS 5,5 Blenden, Wetterschutz, doppelten Kartenslot und optionalen XLR-Ausgang über Griff. Gebraucht reduziert sich der Preisabstand zum neuen ZV-E10 II auf 100–300 USD. Bei flexiblem Budget und wenn Stabilisierung wichtig ist, lohnt sich ein gebrauchter FX30. Der neue ZV-E10 II bleibt für Nutzer relevant, die Herstellergarantie, ultra-kompaktes Format und integriertes 3-Kapsel-Mikrofon wollen.
Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis
Der ZV-E10 II wurde 2024 für 999 USD eingeführt. 2026 liegt der übliche Verkaufspreis meist unter 900 USD bei den meisten Händlern. Das Gehäuse ist allein oder im Kit mit dem Objektiv E PZ 16-50 mm f/3,5-5,6 OSS II erhältlich. Das Kit-Objektiv wurde für diese Generation überarbeitet: Es integriert einen motorisierten Zoom (Power Zoom), besonders nützlich für flüssige Videozooms – eine Funktion, die manuell schwer nachzubilden ist.
Zu diesem Preis ist der ZV-E10 II die einzige Option unter 1000 USD, die gleichzeitig 4K-10-Bit-Video, einen AF mit 759 Punkten und Augenerkennung sowie unbegrenzte Aufnahmezeit auf E-Mount bietet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in seiner Kategorie schwer zu schlagen. Der einzige Konkurrent, der nahekommt, ist die Canon EOS R50 V zu 649 USD, jedoch mit messbaren Video-Abstrichen.
Sony ZV-E10 II

Sony ZV-E10 II + Sigma 16-300mm f3,5-6,7 DC (C) Sony E
1 549 € · Foto-Erhardt DE
Hier findest du die besten Marktpreise, täglich aktualisiert — und über diese Partnerlinks unterstützt du Camera Duel, ohne einen Cent mehr zu bezahlen.
Urteil
Der Sony ZV-E10 II erfüllt seine Mission. Er ist der kohärenteste Einstieg in 4K-10-Bit-Video auf E-Mount unter 1000 USD. Der 26-MP-BSI-CMOS-Sensor vom FX30, der AF mit 759 Punkten und Augenerkennung, die unbegrenzte Aufnahmezeit, das 3-Kapsel-Mikrofon und die Akkulaufzeit von 610 Auslösungen bilden ein Paket ohne direkte Entsprechung in diesem Preissegment.
Die Abstriche sind real und müssen ehrlich bewertet werden. Kein IBIS: Filmen Sie freihändig im Freien, planen Sie externe Stabilisierung ein oder wählen Sie den A6700. Kein Wetterschutz: Bei Regen ohne Schutz unbrauchbar. Einzelner Kartenslot: Keine Redundanz, Datenverlustrisiko bei professionellen Drehs. Kein Sucher: Bildgestaltung nur über Display, bei hellem Sonnenlicht problematisch für die Fotografie.
Die Gesamtbewertung von 7,2/10 spiegelt ein Gerät wider, das in seinem Zielbereich (Vlog, Portrait, leichte Reisen) exzellent ist und seine Grenzen außerhalb dieses Bereichs (Sport, Reportage, schwierige Bedingungen) bewusst akzeptiert. Es ist kein Allround-Gehäuse. Es ist ein spezialisiertes, gut abgestimmtes Werkzeug zum richtigen Preis.
Häufige Fragen
Verfügt der Sony ZV-E10 II über optische Stabilisierung?▾
Nein. Der ZV-E10 II besitzt kein IBIS (mechanische Sensorstabilisierung). Er bietet nur Active SteadyShot, eine elektronische Kompensation, die das Bildfeld in 4K-Video um etwa 10 bis 15 % beschneidet. Um das Fehlen teilweise auszugleichen, empfiehlt Sony Objektive mit OSS (Optical SteadyShot). Das Kit-Objektiv E PZ 16-50 mm f/3,5-5,6 OSS II ist damit ausgestattet. Wenn IBIS für Ihren Einsatz unverzichtbar ist, ist der Sony A6700 (5 Blenden IBIS, 1398 USD) die direkte Antwort in der Sony-Palette.
Was ist der Unterschied zwischen dem ZV-E10 II und dem Sony A6700?▾
Beide Gehäuse teilen denselben 26-MP-BSI-CMOS-Sensor, denselben AF mit 759 Punkten und dasselbe 4K-10-Bit-Video. Der A6700 ergänzt IBIS 5 Blenden, Wetterschutz, elektronischen Sucher und doppelten Kartenslot. Der ZV-E10 II antwortet mit einem Gewicht von 292 g (gegenüber 493 g) und einem um 399 USD niedrigeren Launch-Preis. Der ZV-E10 II ist die Wahl für den Innenraum-Vlogger, der Leichtigkeit sucht. Der A6700 ist die Wahl für den hybriden Foto-Videografen, der im Freien arbeitet.
Kann der Sony ZV-E10 II kontinuierlich ohne Überhitzung filmen?▾
Ja. Sony gibt unbegrenzte Videoaufnahmezeit an, und unabhängige Tests bestätigen das Fehlen thermischer Unterbrechungen in 4K 60 fps unter normalen Bedingungen (Raumtemperatur 20–25 °C). Das ist eine Grundvoraussetzung für Live-Streaming und lange Drehs. Bei starker Hitze (über 35 °C) liegen keine offiziellen Daten von Sony zu thermischen Grenzen vor.
Ist der ZV-E10 II mit Sony-A-Mount-Objektiven kompatibel?▾
Nicht direkt. Der ZV-E10 II verwendet den Sony-E-Mount. A-Mount-Objektive (alte Sony/Minolta-Spiegelreflex-Bajonette) erfordern einen Adapter LA-EA3 oder LA-EA5. Fortgeschrittene AF-Funktionen (Augenerkennung, Tracking) können je nach Adapter und Objektiv eingeschränkt sein. Der native E-Mount wird empfohlen, um das AF-System des Gehäuses voll auszunutzen.
Sollte man den ZV-E10 II neu oder einen gebrauchten Sony FX30 kaufen?▾
Die Frage ist ernst zu nehmen. Der Sony FX30 (1800 USD neu) ist gebraucht zwischen 1100 und 1300 USD erhältlich. Er teilt denselben 26-MP-BSI-CMOS-Sensor und denselben AF mit 759 Punkten, ergänzt aber IBIS 5,5 Blenden, Wetterschutz, doppelten Kartenslot und XLR-Kompatibilität über Griff. Bei einem Budget, das 200 bis 400 USD mehr als ein neuer ZV-E10 II verkraftet, ist ein gebrauchter FX30 eine ernsthafte Option für professionelle Creator. Der neue ZV-E10 II bleibt für Nutzer relevant, die Herstellergarantie, ultra-kompaktes Format (292 g) und integriertes 3-Kapsel-Mikrofon wollen.
Ist der Sony ZV-E10 II für Fotografie geeignet oder nur für Video?▾
Er ist für Fotografie nutzbar, aber das ist nicht seine Hauptmission. Der 26-MP-BSI-CMOS-Sensor liefert gute RAW-Dateien bei Portrait und Reisen. Der AF mit 759 Punkten und Augenerkennung ist für statisches Portrait effektiv. Die Grenzen sind klar: kein Sucher (Bildgestaltung nur über Display), kein IBIS (Verwacklungsrisiko bei wenig Licht), 11 fps Serie ohne angegebenen Puffer und kein Wetterschutz. Unsere Fotobewertung von 4,1/10 spiegelt diese Grenzen gegenüber dem Ziel-Einsatz des Gehäuses wider. Bei fotodominiertem Einsatz sind Sony A6700 oder Fujifilm X-T30 III besser geeignete Alternativen.
Ähnliche Tests

Test Canon EOS R50 V: Der Vlog-Hybrid, der seine Entscheidungen annimmt
Der Canon EOS R50 V ist für Content-Creator und Vlogger konzipiert, die einen kompakten, leichten Hybrid mit 4K-10-Bit-Video wünschen. Bei 649 USD erfüllt er diese Ansprüche, sofern Sie auf IBIS und einen RAW-Puffer von nur 7 Bildern verzichten.
Test lesen
Test Nikon Z5 II: Das zugängliche Vollformat, das seine Versprechen hält
Der Z5 II ist das am besten ausgewogene Vollformat-Einstiegsmodell auf dem Markt für vielseitige Fotografen, die eine seriöse Stabilisierung, echte Wetterfestigkeit und solide Bildqualität wünschen, ohne den Preis eines Z6 III zu zahlen.
Test lesen
Test Fujifilm GFX 100RF: 102 MP in einem kompakten Gehäuse
Der GFX 100RF ist das beste Werkzeug für Landschafts- und Reisefotografen, die Mittelformat-Qualität ohne das Volumen eines Spiegelreflexsystems wünschen. Bei 4.899 USD hat er keine direkten Konkurrenten in dieser Positionierung.
Test lesen