Test · Fujifilm · 2020
Test Fujifilm X-T4: Der APS-C-Hybrid, der alles eines Großen hat
Der X-T4 bleibt die APS-C-Referenz für den hybriden Videografen-Fotografen, der ein wetterfestes, stabilisiertes Gehäuse mit 4K 10 Bit ohne Aufnahmelimit sucht.

Fazit
Sechs Jahre nach dem Launch hält der Fujifilm X-T4 bei hybriden Foto-Video-Anwendungen noch stand. Sein BSI-Sensor mit 26 Megapixeln liefert 10,5 EV Dynamikumfang gemessen und sein IBIS mit 6,5 Stufen zählt zu den effektivsten in der APS-C-Klasse. Die elektronische Serie mit 20 fps und einem Buffer von 83 RAW-Bildern macht ihn glaubwürdig für Reportage und Hochzeit. Der Hauptabstrich ist der Autofokus: 425 AF-Punkte mit Erkennung von menschlichem und tierischem Auge, aber Tracking-Leistungen, die gegenüber dem Sony α6700 oder Fujifilm X-T5 altern sind. Gebraucht unter 700 EUR bietet er eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse im APS-C-Markt für Reisefotografen oder unabhängige Videografen, die keinen Hochgeschwindigkeitssport jagen.
Stärken
- IBIS 6,5 Stufen: Stabilisierung unter den effektivsten in APS-C
- 4K-Video 10 Bit H.265 mit unbegrenztem Aufnehmen und nativem Log
- Elektronische Serie 20 fps, Buffer 83 RAW-Bilder
- Wetterfestigkeit + dualer SD-UHS-II-Slot: echte Feldzuverlässigkeit
- Gemessener Dynamikumfang 10,5 EV bei nativem ISO 160
- Vollständig ausklappbarer Touchscreen in alle Richtungen
Schwächen
- Autofokus-Tracking überholt gegenüber Konkurrenz von 2023-2026
- Gewicht 607 g: schwer für APS-C, besonders beim leichten Reisen
- Micro-HDMI-Anschluss (Type D): fragil bei intensivem Videoeinsatz
- Natives ISO-Maximum 12 800: niedrige Decke gegenüber Vollformat
- Gehäuse von 2020: keine großen Firmware-Updates zu erwarten
Für wen?
- Der unabhängige Videograf, der 4K 10 Bit ohne Aufnahmelimit in einem wetterfesten Gehäuse unter 1 000 EUR gebraucht sucht
- Der Reisefotograf, der zwischen Foto und Video wechselt und effektives IBIS für Szenen bei schlechten Lichtverhältnissen braucht
- Der Hochzeitsfotograf, der mit 20 fps serienweise arbeitet und die Sicherheit des dualen SD-UHS-II-Slots möchte
- Der Landschaftsfotograf, der den Dynamikumfang von 10,5 EV und Fujifilms Film-Simulationen in JPEG nutzt
Im Video
Kai W · 11 min 06
Fujifilm X-T4: Ultimate APS-C Camera (but 5 Reasons Why You Wouldn't Get One)
Präsentation und Kontext: Ein Gehäuse von 2020 noch relevant in 2026
Der X-T4 kam im April 2020 für 1 699 USD heraus. Er folgte auf den X-T3 und brachte zwei fehlende Elemente mit: IBIS und einen voll ausklappbaren Bildschirm. Sechs Jahre später koexistiert er mit dem X-T5 (2022) in der Fujifilm-Gamme.
Der X-T4 nimmt in der Fujifilm X-Gamme 2026 eine einzigartige Position ein. Der X-T5 hat ihn als APS-C-Topmodell mit 40-Megapixel-Sensor ersetzt, aber ohne voll ausklappbaren Bildschirm und mit stärkerer Foto-Orientierung. Der X-T4 bleibt daher die Referenz für hybride Foto-Video-Anwendungen im Fujifilm-Ökosystem, insbesondere dank unbegrenzter 4K-Aufnahme und voll ausklappbarem Bildschirm – zwei Merkmale, die der X-T5 geopfert hat.
Der Sensor ist ein BSI-CMOS 26 Megapixel im APS-C-Format (23,5 x 15,6 mm). Die native Empfindlichkeit reicht von ISO 160 bis ISO 12 800, erweiterbar auf ISO 51 200. Der gemessene Dynamikumfang erreicht 10,5 EV nach DXOMark- und Photons-to-Photos-Daten. Diese Werte platzieren den X-T4 im oberen Mittelfeld der APS-C-Klasse, ohne die Vollformate seiner Zeit zu erreichen.
Scores nach Einsatz: Der X-T4 glänzt bei Video und Reisen, limitiert bei Sport und Wildlife.
Auf dem Gebrauchtmarkt liegt der X-T4 2026 bei 600 bis 800 EUR in gutem Zustand. Das ist ein entscheidender Vorteil. Zu diesem Preis bietet kein APS-C-Konkurrent gleichzeitig Wetterfestigkeit, dualen Slot, IBIS 6,5 Stufen und 4K 10 Bit mit unbegrenzter Aufnahme.
Ergonomie und Design: Fujifilms Philosophie auf Maximum getrieben
Der X-T4 greift das Retro-Design der X-T-Serie mit mechanischen Rädern für jeden Parameter auf. Das ist eine starke Entscheidung, die Analog-Fotografen begeistert und Menü-Gewohnte irritiert.
Mechanische Räder und Handhabung
Das Gehäuse misst 135 x 93 x 84 mm und wiegt 607 g mit Akku und Karte. Das ist deutlich schwerer als der X-T30 II (383 g) oder Sony α6600 (503 g). Beim Reisen macht sich das Gewicht auf langen Märschen bemerkbar. Der Griff ist tiefer als beim X-T3 und verbessert die Handhabung mit schweren Objektiven wie dem XF 100-400mm.
Die mechanischen Räder decken Verschlusszeit, ISO und Belichtungskorrektur ab. Sie sind unabhängig von den Menüs. So können Sie Einstellungen auf einen Blick ablesen, ohne das Gerät einzuschalten. Praktisch spart das Zeit im Feld, besonders bei Reportage oder Reisen mit wechselnden Bedingungen.
Ausklappbarer Bildschirm und OLED-Sucher
Der 3-Zoll-Bildschirm mit 1 620 000 Punkten ist voll ausklappbar: Er dreht sich in alle Richtungen, inklusive nach vorn für Selfies oder Vlogs. Das ist ein direkter Vorteil gegenüber dem X-T5 mit einfachem Klappbildschirm. Für Solo-Video oder Unteraufnahmen ist dieser Bildschirm ein echter Pluspunkt.
Der OLED-Sucher bietet 3 690 000 Punkte bei 0,75x Vergrößerung. Das ist der Standard für High-End-APS-C-Sucher dieser Generation. Die Ablesbarkeit in praller Sonne ist gut. Die Anzeigeverzögerung ist bei sehr schwachem Licht spürbar – ein typisches Merkmal aller EVF dieser Ära.
Wetterfestigkeit und dualer Slot
Das Gehäuse ist wetterfest. Fujifilm gibt Staub-, Feuchtigkeits- und Kälteschutz bis -10 °C an. Ich habe den X-T4 mehrmals im bretonischen Regen bei Küstenlandschaften genutzt: Kein Problem in zwei Jahren mit wetterfesten XF-Objektiven. Die Dichtung ist real, nicht nur Kosmetik.
Der duale SD-UHS-II-Slot ist ein entscheidender Pluspunkt für Reportage und Hochzeit. Redundanz in Echtzeit oder RAW/JPEG-Trennung ist konfigurierbar. In einem APS-C-Gehäuse zu diesem Preis ist das eine Profi-Funktion, die Canon EOS R10 oder Sony α6400 nicht bieten.
| Erscheinungsjahr | 2020 |
|---|---|
| Gewicht (mit Akku) | 607 g |
| Abmessungen | 135 × 93 × 84 mm |
| Wetterfestigkeit | Ja |
| Sucher | OLED EVF |
| Sucherauflösung | 3690000 Pixel |
| Bildschirm | 3 Zoll |
| Bildschirm-Artikulation | fully articulated |
| Touchscreen | Ja |
| Akku (CIPA) | 500 Bilder |
| Dual-SD-Steckplatz | Ja |
| WLAN / Bluetooth | Ja / Ja |
| Objektivanschluss | Fujifilm X |
Bildqualität: Was der BSI-26-MP-Sensor wirklich leistet
Der BSI-CMOS 26-Megapixel-Sensor des X-T4 teilt er sich mit X-T3 und X-Pro3. Er ist gut dokumentiert. Unabhängige Messungen orten ihn präzise im APS-C-Feld.
Gemessener Dynamikumfang und Rauschen bei hoher Empfindlichkeit
Der Dynamikumfang beträgt 10,5 EV bei nativem ISO 160 nach DXOMark und Photons to Photos. Solides Ergebnis für APS-C. Zum Vergleich: Sony α6600 mit 24 Megapixeln liegt ähnlich. Das Vollformat Canon EOS R6 der gleichen Zeit erreicht ca. 13 EV – ein Unterschied von 2,5 EV, relevant für Hochlichtrettung in kontrastreichen Landschaften.
Das minimale native ISO ist 160, etwas höher als die ISO 100 vieler Konkurrenten. Praktisch ist der X-T4 bei Langzeitbelichtungen am Tag ohne ND-Filter weniger flexibel als Vollformate. Kein Dealbreaker, aber für Landschaftsfotografen ohne Filter zu beachten.
Die ISO-Steigerung ist bis ISO 3 200 gut, nutzbar bis ISO 6 400 in RAW mit Pflege. Darüber wird Chromarauschen problematisch. Maximales natives ISO 12 800: Niedrigste Decke unter High-End-APS-C. Sony α6700 geht auf ISO 32 000 nativ – messbarer Vorteil bei schwachem Licht.
Film-Simulationen: Fujifilms Expertenwinkel
Der X-T4 bietet Fujifilms Film-Simulationen: Provia, Velvia, Astia, Classic Chrome, Eterna u. a. Kein reines Marketing. Diese JPEG-Profile sind auf Fujifilms Analog-Emulsionen kalibriert und liefern postproduktionsreife Rendern. Für Reisefotografen oder Reporter mit JPEG-Lieferung spart das Zeit. Kein Canon, Sony oder Nikon dieser Zeit hat ein vergleichbar ausgereiftes natives JPEG-Angebot.
Die Auflösung von 26 Megapixeln erlaubt Drucke bis 50 x 75 cm bei 300 dpi ohne Interpolation. Reicht für die meisten Fotoanwendungen, inklusive Galerieausstellungen im Standardformat. Wer mehr Pixel für starkes Recadrieren oder Großformat braucht, greift zum X-T5 (40 Megapixel) oder GFX 100S.
| Sensor | APS-C |
|---|---|
| Sensorgröße | 23.5 × 15.6 mm |
| Auflösung | 26 MP |
| Sensortyp | BSI-CMOS |
| Native ISO-Bereich | 160 – 12800 |
| Erweiterte ISO | bis zu 51200 |
| Gemessener Dynamikumfang | 10.5 EV |
| Bildstabilisierung (IBIS) | 6.5 Stufen |
| AF-Felder | 425 |
| AF-Abdeckung | 100 % |
| Augenerkennung (Mensch / Tier) | Ja / Ja |
| Mechanische Serie | 8 fps |
| Elektronische Serie | 20 fps |
| RAW-Puffer | 83 Bilder |
| Max. Verschlusszeit | 1/8000 |
Autofocus: Solide beim Menschen, limitiert beim Sport
Das AF-System des X-T4 deckt 425 Punkte auf 100 % der Sensorfläche ab. Es erkennt menschliche und tierische Augen. Gute Zahlen auf dem Papier. Die Praxis ist nuancierter.
Augenerkennung Mensch: Was funktioniert, was hakt
Die Augenerkennung beim Menschen ist bei statischen Porträts oder langsamer Bewegung zuverlässig. Bei Hochzeiten meistert sie Gruppenszenen und normale Bewegungen der Brautpaare. Die Grenze zeigt sich bei schnellen, unvorhersehbaren Bewegungen: laufendes Kind, drehender Tänzer. Das Tracking verliert öfter als bei 2023-Systemen wie Sony α6700 oder Fujifilm X-T5.
Die Tieraugenerkennung ist vorhanden, aber auf gängige Haustiere beschränkt. Sie erreicht nicht die Leistung breiter trainierter Systeme wie Sony α6700 oder Nikon Z8. Für anspruchsvolles Wildlife ist der X-T4 nicht das richtige Werkzeug.
Schwaches Licht: Die -6-EV-Grenze
Fujifilm gibt AF bis -6 EV an. Bei Launch 2020 die niedrigste Wert in der Klasse. Praktisch ist Fokussieren bei fast völliger Dunkelheit möglich, aber langsam. Das Gerät sucht länger als Nachfolger bei Kerzenlicht oder unbeleuchteten Nachtszenen. Für dunkle Hochzeitsräume empfiehlt sich Zusatzbeleuchtung.
Serie und Stabilisierung: Die zwei Meisterstärken des X-T4
Der X-T4 ist das erste X-T-Gehäuse mit IBIS. Es pusht auch die elektronische Serie auf 20 fps in der Gamme. Diese Merkmale definieren seine Position.
IBIS 6,5 Stufen: Was das praktisch ändert
Das IBIS kompensiert 6,5 Stufen nach Fujifilm-Messung. Herstellerwert unter Idealbedingungen (statisches Motiv, kompatibles Objektiv). Im Feld erziele ich regelmäßig scharfe Handaufnahmen bei 1/15 s mit XF 23mm f/2 im Abendlicht. Bei 1/8 s sinkt die Trefferquote, bleibt aber nutzbar. Reicht, um Stativ in den meisten Reise- und Stadtlage-Situationen zu vermeiden.
IBIS ist besonders bei Video hilfreich. Mit digitaler Stabilisierung ergeben sich gimballose Handaufnahmen für kurze Sequenzen. Für lange oder bewegte Takes bleibt ein Gimbal nötig. Für reisende Videografen reduziert das IBIS des X-T4 den Gepäckumfang erheblich.
Elektronische Serie 20 fps und Buffer 83 RAW-Bilder
Die elektronische Serie erreicht 20 fps. Der Buffer fasst 83 RAW-Bilder vor Verlangsamung. Ernstzunehmende Kapazität für APS-C. 20 fps und 83 RAW-Bilder sind ca. 4 Sekunden Dauerfeuer. Für Hochzeitszeremonien oder entscheidende Reportage-Momente ausreichend. Mechanische Serie limitiert auf 8 fps, bescheidener, aber ohne Rolling Shutter.
Elektronische 20 fps birgt Rolling-Shutter-Risiko bei schnellen Motiven mit Vertikallinien. Fujifilm gibt keine genauen Werte. Unabhängige Tests (DPReview, Imaging Resource) melden moderaten Rolling Shutter, vergleichbar mit anderen BSI-APS-C dieser Generation. Für Hochgeschwindigkeitssport mit Elektronik: Mechanik bei 8 fps bevorzugen.
- Mechanische Serie: 8 fps, ohne Rolling Shutter
- Elektronische Serie: 20 fps, moderater Rolling Shutter
- RAW-Buffer: 83 Bilder vor Verlangsamung
- Max. Verschlusszeit: 1/8 000 s mechanisch
- IBIS: 6,5 Stufen Herstellerangabe
Video: Der starke Punkt, der den X-T4 2026 noch rechtfertigt
Video ist der solideste Argument des X-T4 gegenüber Nachfolgern. Der X-T5 opfert unbegrenzte Aufnahme und voll ausklappbaren Bildschirm für Fotoauflösung. Der X-T4 bleibt Fujifilms Referenz für hybride Videografen.
4K 10 Bit, Codecs und Log-Profile
Der X-T4 nimmt intern 4K bis 30 fps in 10 Bit mit H.264 und H.265 auf. Natives F-Log für vollständigen Color-Grading in der Postproduktion. 10 Bit-Tiefe übertrifft 2020-Konkurrenten mit oft 8 Bit intern (Canon EOS R6 Gen1, Sony α6600).
Unbegrenzte Aufnahme ohne thermische Abschaltung unter Normalbedingungen. Entscheidend für lange Interviews oder Events. Fujifilm löst Überhitzungsprobleme früherer Konkurrenten. Bei Außendrehs über 25 °C wird es warm, aber es stoppt nicht.
Slow Motion und Video-Anschlüsse
Bis 240 fps in Full HD für Slow Motion bis 10x bei 24 fps Wiedergabe. Nützlich für Reisende oder Content-Creator. Full-HD-Qualität solide, aber nicht top: Leichte Schärfeverluste gegenüber 4K.
Video-Anschlüsse: Micro HDMI (Type D). Schwachpunkt des X-T4. Der Stecker ist mechanisch fragil bei intensivem Einsatz mit externem Monitor. Kabelschutz oder Rig-Arm dringend empfohlen, um Portbruch zu vermeiden. Dealbreaker für Videografen mit häufigem Stecken/Ziehen.
| Max. Auflösung | 4K |
|---|---|
| Max. Bildrate | 240 fps |
| Codecs | H.264, H.265 |
| Bittiefe | 10 Bit |
| Log-Profil | Ja |
| Unbegrenzte Aufnahme | Ja |
| Bildstabilisierung (IBIS) | 6.5 Stufen |
| HDMI-Ausgang | HDMI Micro HDMI |
| USB-Anschluss | USB 3.2 Gen 1(5 GBit/sec) |
Konnektivität und Akkulaufzeit: Das Wesentliche ohne Überflüssiges
Der X-T4 deckt moderne Basics ab, ohne fortschrittliche Transfer- oder Fernsteuerungsfunktionen.
CIPA-Akkulaufzeit: 500 Auslöser pro Ladung. Akzeptabel für APS-C mit EVF. Im Foto-Video-Mix: 300 bis 350 reale Auslöser mit ausklappbarem Bildschirm und Video. NP-W235-Akku kompatibel mit X-T5 und X-H2 – erleichtert Batteriemanagement bei Mehrfach-Fujis.
USB-Laden über USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s). Port auch für schnellen Dateitransfer. Wi-Fi und Bluetooth für drahtlosen Transfer und Fernsteuerung via Fujifilm Camera Remote App. App funktional, aber weniger poliert als Sony- oder Canon-Lösungen in UI und Stabilität.
- CIPA-Akkulaufzeit: 500 Auslöser (ca. 300-350 im realen Mix)
- USB: 3.2 Gen 1, 5 Gbit/s, Laden und Transfer
- HDMI: Micro HDMI Type D (fragil bei Intensivnutzung)
- Wi-Fi + Bluetooth: vorhanden, Fujifilm Camera Remote App
- Doppelter SD UHS-II-Slot: Redundanz oder RAW/JPEG-Trennung
Gegen die Konkurrenz: Wo steht der X-T4 2026
Der X-T4 vergleicht sich mit APS-C-Direktkonkurrenten: Sony α6700 (2023), Canon EOS R10 (2022) und seinem Fujifilm-Nachfolger X-T5 (2022).
Gegen Sony α6700: Autofocus entscheidet
Der Sony α6700 (2023) ist der direkteste Konkurrent im High-End-APS-C. Ähnlicher 26-Megapixel-Sensor, aber überlegenes AF mit KI-Erkennung von Insekten, Vögeln, Fahrzeugen, nativ bis ISO 32 000 vs. 12 800 beim X-T4. Dafür nur ein Slot beim α6700 und IBIS 5 Stufen vs. 6,5. X-T4 führt bei Feldzuverlässigkeit (Doppel-Slot, besseres IBIS), α6700 bei AF und ISO.
Gegen X-T5: Was Sie wirklich verlieren
Der X-T5 (2022) folgt direkt auf den X-T4 bei Fujifilm. 40 Megapixel, verbessertes KI-AF. Opfert aber voll ausklappbaren Bildschirm (nur einfacher Klapp) und unbegrenzte Videoaufnahme. Für reinen Fotografen überlegen. Für hybride Videografen polyvalenter X-T4. X-T5 neu ca. 1 400 EUR 2026, X-T4 gebraucht 600-800 EUR: Preisunterschied rechtfertigt X-T4 bei knappen Budgets.
| Daten | Fujifilm X-T4Hier getestet | Sony α6700 | Canon EOS R10 | OM System OM-5 |
|---|---|---|---|---|
| Erscheinung | 2020 | 2023 | 2022 | 2022 |
| Sensor | APS-C | APS-C | APS-C | MFT |
| Auflösung | 26 MP | 26 MP | 24.2 MP | 20.4 MP |
| Max. native ISO | 12800 | 32000 | 32000 | 25600 |
| Dynamikumfang | 10.5 EV | 11 EV | 10.5 EV | 9.8 EV |
| AF-Felder | 425 | 759 | 651 | 121 |
| Serie (elek.) | 20 fps | 11 fps | 23 fps | 30 fps |
| IBIS | 6.5 stops | 5 stops | Nein | 7.5 stops |
| Max. Video | 4K/240p | 4K/120p | 4K/60p | C4K/120p |
| Wetterfest | Ja | Ja | Nein | Ja |
| Dual-SD | Ja | Nein | Nein | Nein |
| Gewicht | 607 g | 493 g | 429 g | 414 g |
| Startpreis | 1699 USD | 1398 USD | 979 USD | 1199 USD |
X-T4 dominiert bei IBIS und Doppel-Slot. Sony α6700 führt bei AF und ISO. Canon EOS R10 leichter, aber ohne Wetterfestigkeit oder Doppel-Slot.
Preis und Preis-Leistung: Gebrauchtmarkt ändert alles
2020 für 1 699 USD lanciert, verkauft Fujifilm den X-T4 neu nicht mehr. Gebrauchtmarkt ist sein Revier.
2026 gebraucht 600 bis 800 EUR je nach Zustand und Zubehör. Zu dem Preis keine APS-C-Kombi: Wetterfestigkeit, Doppel-SD-UHS-II, IBIS 6,5 Stufen, 4K 10 Bit unbegrenzt mit nativem Log. Canon EOS R10 neu 750 EUR ohne Wetterfestigkeit, Doppel-Slot oder IBIS. Sony α6600 gebraucht 700 EUR mit nur einem Slot und keinem voll ausklappbaren Bildschirm.
Fujifilm X-Ökosystem reif mit über 30 nativen XF-Objektiven für alle Einsätze, wetterfeste für Reportage/Reisen. Günstige XC erweitern Budget-Kits. Vorteil gegenüber neueren RF-S oder E-Mounts mit weniger High-End-APS-C-Natives.
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Fazit: Lohnt sich der Fujifilm X-T4 2026 noch?
Der X-T4 von 2020 hat an manchen Punkten gut, an anderen schlecht gealtert. Das Urteil hängt von Ihrem Haupt-Einsatz ab.
Für hybride Videografen und Reisefotografen ist gebrauchter X-T4 2026 einer der besten APS-C-Käufe. Kombi IBIS 6,5 Stufen, 4K 10 Bit unbegrenzt, Wetterfestigkeit und Doppel-SD-UHS-II gibt's konkurenzlos zu dem Preis. 10,5 EV Dynamikumfang und Film-Simulationen runden ab.
Für Sport-, Wildlife- oder anspruchsvolle Naturfotografen nicht mehr ideal. AF-Tracking altert gegenüber 2023-2026-Systemen. Natives ISO-Max 12 800 niedrig. Hier passen Sony α6700 oder Fujifilm X-H2S besser, teurer.
7,2 / 10 spiegelt das wider: Exzellent bei hybriden Foto-Video und Reisen, limitiert bei Sport/Wildlife. Gebraucht 600-800 EUR wird daraus 8,5 / 10 Preis-Leistung in der Klasse.
Häufige Fragen
Ist der Fujifilm X-T4 2026 noch ein guter Kauf?▾
Ja, für hybride Foto-Video und Reisen. Gebraucht 600 bis 800 EUR, einzigartige Kombi: IBIS 6,5 Stufen, 4K 10 Bit unbegrenzt, Wetterfestigkeit und Doppel-SD-UHS-II. AF-Tracking überholt von 2023-2026-Modellen, aber für Porträt, Hochzeit und Reisen voll wettbewerbsfähig.
Was ist der Unterschied zwischen Fujifilm X-T4 und X-T5?▾
X-T5 mit 40 Megapixeln (vs. 26 MP X-T4) und verbessertem KI-AF. Opfert voll ausklappbaren Bildschirm (nur Klapp) und unbegrenzte Video. X-T4 besser für hybrides Video/Vlog. X-T5 für hochauflösendes Foto. 2026 X-T5 neu ca. 1 400 EUR, X-T4 gebraucht 600-800 EUR.
Eignet sich der Fujifilm X-T4 für Profi-Video?▾
Teilweise. 4K 10 Bit H.265 mit F-Log und ohne Zeitlimit. Profi-Niveau für Indie-Produktion, leichte Dokus, Online-Content. Hauptlimit: Micro-HDMI-Port (Type D), fragil bei intensivem externem Monitor. Bei permanentem Monitoring: Starres HDMI-Kabelsystem planen.
Welches Objektiv zum Einstieg mit Fujifilm X-T4?▾
Fujifilm X mit über 30 nativen XF-Objektiven. Zum Start: XF 18-55mm f/2.8-4 OIS wetterfest und polyvalent. Leichtes Reisen: XF 23mm f/2 WR kompakt und wetterfest. Video: XF 16-80mm f/4 OIS WR mit guter Brennweite und optischer Stabilisierung zum IBIS. Vermeiden Sie nicht wetterfeste XC bei anspruchsvollen Bedingungen.
Ist der Fujifilm X-T4 wetterfest?▾
Ja. Fujifilm gibt Staub-, Feuchtigkeits- und Kälteschutz bis -10 °C an. Effektiv mit wetterfesten XF-Objektiven (WR). Mit nicht wetterfestem Objektiv unvollständiger Schutz an Gehäuse-Bajonett.
Wie ist die reale Akkulaufzeit des Fujifilm X-T4?▾
Fujifilm gibt 500 Auslöser CIPA an. Im Foto-Video-Mix mit ausklappbarem Bildschirm und Wi-Fi: 300 bis 350 reale Auslöser pro Ladung. NP-W235 kompatibel mit X-T5/X-H2 – gut für Multi-Fuji-Reisen. Reserveakku für volle Drehtag planen.
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