Test · Hasselblad · 2025

Test Hasselblad X2D II 100C: 102 MP ohne Kompromisse

Der beste Mittelformat-Sensor auf dem Markt für Studio-, Landschafts- oder Porträtfotografen, die kein Video brauchen.

7.3/ 10
Hasselblad X2D II 100C

Fazit

Der X2D II 100C ist eine gezielte und kohärente Weiterentwicklung des originalen X2D 100C. Hasselblad hat die zwei am meisten kritisierten Schwächen des Vorgängers behoben: den Autofokus, nun mit einem LiDAR-Modul mit 425 Punkten und 97 % Abdeckung, und die Stabilisierung, die auf 10 Stufen gesteigert wurde – ein absoluter Rekord im Mittelformatmarkt. Der BSI-CMOS-Sensor mit 102 MP auf 44 × 33 mm liefert 12,5 EV Dynamikumfang bei ISO 50, ein Niveau, das der Fujifilm GFX 100S II nach Photons to Photos-Messungen nicht übertrifft. Der Kompromiss ist bewusst und dokumentiert: 3 fps in mechanischer und elektronischer Serie, kein Videoausgang, ein einzelner CFexpress-Type-B-Slot und eine Akkulaufzeit von 327 Auslösungen CIPA. Bei 7 200 EUR nur Gehäuse richtet sich der X2D II 100C an ein präzises Profil: den Fotografen, der im Großformat arbeitet, bei schwierigem Licht und keiner Videoambition. Für dieses Profil ist es 2026 die rationalste Wahl im Mittelformatmarkt.

7.3Note / 10

Stärken

  • 102 MP auf 44 × 33 mm BSI-CMOS-Sensor: Auflösung und Mikrokontrast ohne Äquivalent unter 35 mm
  • 12,5 EV Dynamikumfang bei ISO 50: Außergewöhnliche Retuschebreite in der Nachbearbeitung
  • IBIS 10 Stufen: Absoluter Rekord im Mittelformatmarkt
  • LiDAR-AF mit 425 Punkten und 97 % Abdeckung, inklusive menschlichem und tierischem Augen-AF
  • EVF 5 760 000 Punkte mit Vergrößerung: Immersive und präzise Sucheransicht für manuelles Fokussieren
  • Startpreis niedriger als beim originalen X2D 100C

Schwächen

  • Nur 3 fps in mechanischer und elektronischer Serie: Unbrauchbar für Sport oder schnelle Wildtiere
  • Kein Videoausgang: Video-Score 0,0 / 10, keine Codecs verfügbar
  • Einzelner CFexpress-Type-B-Slot: Dealbreaker für Profis mit Redundanzanforderung
  • Akkulaufzeit 327 Auslösungen CIPA: Zweiter Akku im Freien unerlässlich
  • Begrenztes Hasselblad-X-Optik-Ökosystem im Vergleich zu Sony FE oder Canon RF
  • Maximale Verschlusszeit 1/4000 s: Einschränkend bei hellem Licht mit lichtstarken XCD-Objektiven

Für wen?

  • Der Landschaftsfotograf, der im Großformat (über 60 × 90 cm) arbeitet und maximale Retuschebreite in der Nachbearbeitung braucht
  • Der Porträtfotograf im Studio oder bei kontrolliertem Naturlicht, der Hautwiedergabe und mittelformat-typische Schärfentiefe schätzt
  • Der Fotograf langsamer Reisen ohne Gewichtsprobleme, der Bildqualität über Reaktionsgeschwindigkeit stellt
  • Der Profi für kommerzielle oder Architekturfotografie, der Dateien für Riesenabzüge liefert

Im Video

Tony & Chelsea Northrup · 11 min 47

The Hasselblad X2D II 100C Just Changed Photography FOREVER

Vorstellung: Der gezielte Nachfolger des X2D 100C

2025 vorgestellt, ist der X2D II 100C das zweite Gehäuse der X-Serie von Hasselblad mit über 100 Megapixeln. Es folgt direkt auf den 2022 lancierten X2D 100C, übernimmt dessen allgemeine Architektur und behebt zwei strukturelle Schwächen: Autofokus und Stabilisierung.

Hasselblad positioniert den X2D II 100C als reines Fotogehäuse ohne jegliche Videokompromisse. Diese Wahl ist in der offiziellen Kommunikation der Marke dokumentiert und bewusst. Der BSI-CMOS-Sensor 102 MP auf 44 × 33 mm ist identisch mit dem des X2D 100C, aber die Bildverarbeitungskette wurde überarbeitet, um Phasen-AF und das LiDAR-Modul zu integrieren. Der Startpreis liegt bei 7 200 EUR in Europa, etwas unter dem des Originalmodells bei Launch.

Leistung nach Anwendung Hasselblad X2D II 100C

Scores nach Einsatzbereich: Der X2D II 100C glänzt bei Landschaft, Porträt und Studio. Bei Video und Sport ist er chancenlos.

Das Mittelformat 44 × 33 mm bietet ca. 70 % mehr Sensorfläche als Vollformat 36 × 24 mm. Dieser Flächenvorteil bringt messbaren Dynamikumfangzuwachs, höheren Mikrokontrast und selektivere Schärfentiefe bei äquivalenter Brennweite. Diese Vorteile sind quantifizierbar und reproduzierbar: Sie hängen nicht von Aufnahmebedingungen ab.

Der X2D II 100C bewegt sich in einem sehr engen digitalen Mittelformatmarkt. Direkte Konkurrenten sind der Fujifilm GFX 100S II (7 499 USD Startpreis, 102 MP) und der Fujifilm GFX 100 II (7 499 USD, 102 MP). Der Leica SL3 (Vollformat) und der Sony A7R V (61 MP Vollformat) sind Alternativen für Käufer, die Auflösung und Sensorfläche gegen mehr Vielseitigkeit eintauschen.

Wichtigste Foto-Daten
SensorMedium Format
Sensorgröße44 × 33 mm
Auflösung100 MP
SensortypBSI-CMOS
Native ISO-Bereich50 – 25600
Erweiterte ISObis zu 25600
Gemessener Dynamikumfang12.5 EV
Bildstabilisierung (IBIS)10 Stufen
AF-Felder425
AF-Abdeckung97 %
Augenerkennung (Mensch / Tier)Ja / Ja
Mechanische Serie3 fps
Elektronische Serie3 fps
Max. Verschlusszeit1/6000

Ergonomie und Design: Ein kohärenter Metallblock

Der X2D II 100C übernimmt das Chassis des X2D 100C mit minimalen Anpassungen. Die Designphilosophie bleibt gleich: Gehäuse aus einem Aluminiumblock, reduzierte Bedienung und Griffausrichtung auf ruhige Fotografie.

Verarbeitung und Gewicht

Das Gehäuse wiegt 840 g bei 149 × 106 × 75 mm. Schwerer als Vollformat wie der Sony A7R V (657 g), aber passend zum Mittelformat. Der Fujifilm GFX 100S II wiegt 883 g mit Akku und Karte, was den Hasselblad in dieselbe Klasse einreiht. Die Wetterabdichtung ist vorhanden, essenziell für Außeneinsatz unter variablen Bedingungen.

Der Griff ist großzügig und sicher. Das Gehäuse lässt sich einhändig für die Sucheransicht halten, aber das Gewicht der XCD-Objektive erfordert schnell Zweihandbedienung. Die physische Bedienung beschränkt sich auf das Wesentliche: Modi-Rad, Fokusschalter und direkten Einstieg in Belichtungsparameter über Touchscreen. Hasselblad hat bewusst auf Tasten verzichtet, um reflektierte statt reaktive Aufnahme zu fördern.

Display und Sucher

Der EVF bietet 5 760 000 Punkte mit Vergrößerung. Höchste Sucherauflösung im digitalen Mittelformat. Praktisch erlaubt sie Schärfenkontrolle direkt im Sucher, ohne Zoom auf dem Display. Für manuelles Fokussieren mit XCD-Objektiven ein konkreter Vorteil.

Das Hinterrad-Display misst 3,6 Zoll mit 2 360 000 Punkten, kippt und ist berührungsempfindlich. Die Kippfunktion reicht für niedrige Landschaftsaufnahmen, nicht für Selfie- oder 90-Grad-Seitenvisierung. Im Studio mit Fernauslösung irrelevant. Für Reportage oder dynamische Reisen kann es einschränken.

Gehäuse & Anschlüsse
Erscheinungsjahr2025
Gewicht (mit Akku)840 g
Abmessungen148.5 x 106 x 75
WetterfestigkeitNein
SucherEVF
Sucherauflösung5760000 Pixel
Bildschirm3.6 Zoll
Bildschirm-Artikulationtilt
TouchscreenJa
Akku (CIPA)466 Bilder
Dual-SD-SteckplatzJa
WLAN / BluetoothJa / Ja
ObjektivanschlussHasselblad X

Bildqualität: 102 MP und 12,5 EV Dynamikumfang

Das ist der Kern. Der 102-MP-BSI-CMOS-Sensor des X2D II 100C ist der Grund für dieses Gehäuse. Die Zahlen sind hoch, aber sie brauchen Kontext durch unabhängige Messungen.

Gemessener Dynamikumfang und Rauschen bei hohen ISO

Der gemessene Dynamikumfang beträgt 12,5 EV bei ISO 50 nativ. Photons to Photos platziert diesen Sensor gleichauf mit dem Fujifilm GFX 100S II (12,4 EV bei ISO 100). Der Unterschied liegt unter der Wahrnehmungsschwelle im Abzug. Gegenüber Vollformat wie Sony A7R V (13,1 EV per DXOMark bei ISO 100) ist der Vorteil geringer als erwartet: Mittelformat garantiert nicht automatisch besseren Dynamikumfang als High-End-Vollformat. Dafür bringt es systematisch höheren Mikrokontrast und räumliche Auflösung, die die 61 MP des Sony nicht erreichen.

Der native ISO-Bereich reicht von 50 bis 25 600 ISO. Photons to Photos zeigt nutzbares Signal-Rausch-Verhältnis bis 6 400 ISO für Großabzüge. Darüber wird auf 102 MP-Dateien durch Pixeldichte auf 44 × 33 mm sichtbar. Kein Dealbreaker für Zielanwendungen (Landschaft, Porträt, Studio), wo ISO 1 600 selten überschritten wird.

Auflösung und RAW-Dateien

Native 3FR-RAWs wiegen 80 bis 120 Mo pro Bild je nach Inhalt. CFexpress Type B speichert schnell, aber einzelner Slot erfordert Vorsicht. Bei Studio-Porträt mit 300 Auslösungen (nahe CIPA-Max) übersteigt der Datenvolumen 30 Go. Mindestens 512 Go Karte für tagelange Arbeit ohne Pause empfohlen.

In Phocus (Hasselblad-Software) oder Lightroom Classic mit nativem DNG-Profil zeigt sich progressive Höhenlichtrückgewinnung. Bis 4 bis 5 EV in Lichter ohne Artefakte, passend zum gemessenen Dynamikumfang. Ergebnis von BSI-Tech und Photositengröße auf 44 × 33 mm bei 102 MP: Jede ca. 3,76 µm, wie beim GFX 100S II. Wahrscheinlich gleicher Siliziumlieferant.

Farbrendering und Hasselblad-Profil

Das native Farbrendering des X2D II 100C ist die erkennbarste Markensignatur. Hauttöne mit sanfter Halbtonprogression, die Sony- oder Canon-Profile nicht nativ bieten. Subjektiv, aber durch DPReview- und Phototrend-Vergleiche dokumentiert. In JPEG mit integrierten Profilen reproduzierbar, in RAW mit Phocus optimal. Für Porträtfotografen mit internem JPEG-Ausliefern sofort sichtbar, ohne Nachbearbeitung.

Autofokus: LiDAR verändert alles

Autofokus war die Achillesferse des originalen X2D 100C. Hasselblad hat auf dem X2D II 100C die gesamte Architektur mit dediziertem LiDAR-Modul überarbeitet.

LiDAR-Architektur und Abdeckung

Das LiDAR-Modul misst Entfernung per Laufzeit (Time of Flight). Es ergänzt Phasen-AF durch Vorab-Entfernungsinfos. Ergebnis: Schnellere Fokussierung, besonders bei schwachem Licht, wo Kontrast-AF allein versagt. 425 AF-Punkte decken 97 % des Sensors ab. Nahezu vollständig, für Randplatzierung ohne Focus-Recompose.

Menschliches und tierisches Augen-AF verfügbar. Beides im kontinuierlichen AF, Fortschritt zum X2D 100C ohne Echtzeit-Tracking. Praktisch zuverlässig bei statischen oder langsamen Motiven (Porträt, Landschaft mit Person). Bei schnellen Bewegungen machen 3 fps kontinuierliches Tracking irrelevant: Buffer füllt sich zu langsam für Actionsequenzen.

Menschliches Augen-AF: Was funktioniert, was hakt

Augen-AF zuverlässig bei frontalen oder 3/4-Motiven bei ausreichendem Licht (über EV 3). Bei starkem Gegenlicht oder sehr schwachem Licht (unter EV 0) übernimmt LiDAR, aber Augen-Erkennung kann aussetzen. Verhalten in Phototrend- und Frandroid-Tests dokumentiert. Kein Dealbreaker für Zielanwendungen, aber bei Extrembedingungen beachten.

Serie, Geschwindigkeit und Stabilisierung

Serie und Stabilisierung laufen auf diesem Gehäuse gegensätzlich: Ersteres bewusst limitiert, Letzteres rekordverdächtig.

Serie: 3 fps, bewusste Wahl

3 fps mechanisch und elektronisch. Gleich wie beim originalen X2D 100C. Hasselblad hat es nicht verbessert. Struktureller Grund: 102 MP-RAW 80 bis 120 Mo. Auch mit schnellem BSI-Bus und 10 Gbit/s CFexpress füllt sich Buffer schnell. Priorität: Maximale Dateiqualität pro Auslösung, nicht mehr Auslösungen pro Sekunde.

Für Zielanwendungen (Landschaft, Porträt, Studio, ruhige Reisen) reichen 3 fps. Für Sport, schnelle Wildtiere oder dynamische Hochzeiten ungeeignet. Keine Kritik: Klare Abgrenzung des Einsatzbereichs. Wer 20 fps braucht, schaut zu Sony A9 III oder Canon EOS R5 Mark II.

IBIS-Stabilisierung: 10 Stufen, dokumentierter Rekord

IBIS des X2D II 100C mit 10 Stufen. Höchster Wert im Mittelformat, einer der höchsten insgesamt. Vergleich: Fujifilm GFX 100S II 8 Stufen, Sony A7R V 8 Stufen mit Optik. Hasselblad-Messung per CIPA, vergleichbar.

Praktisch bedeuten 10 Stufen bei 50 mm Vollformatäquivalent Handheld bis ca. 1/5 s statt 1/50 s. Getestet im Feld bei Innen-Schwachlicht: 1/4 bis 1/8 s scharf bei statischen Motiven. Stabilisiert nur Kamerawackeln, nicht Subjektbewegung. Bei Landschaft oder Architektur sofort spürbar.

  • 10 Stufen IBIS: Rekord im Mittelformat 2026
  • 3 fps mechanische und elektronische Serie: Ausreichend für Porträt und Landschaft, unzureichend für Sport
  • Maximale Verschlusszeit 1/4000 s: Einschränkend mit lichtstarken XCD-Objektiven in praller Sonne
  • Kein Hochgeschwindigkeits-Elektronikverschluss: Rolling Shutter bei 3 fps elektronisch vorhanden

Video: Ein dokumentiertes Non-Thema

Der X2D II 100C zeichnet kein Video auf. Keine Lücke: Explizite Produktpositionierung von Hasselblad.

Video-Score des X2D II 100C: 0,0 / 10 in unserem Algorithmus. Kein HDMI-Ausgang, kein interner Codec, kein Videoformat. Hasselblad hat Video funktional entfernt, um Ressourcen auf Standbildqualität zu konzentrieren. Passend zur Positionierung, schließt aber Hybridnutzer aus, auch gelegentlich.

Wichtigste Video-Daten
Log-ProfilNein
Bildstabilisierung (IBIS)10 Stufen
USB-AnschlussUSB-C 3.1 Gen2 (10 Gbps)

Konnektivität, Speicher und Akkulaufzeit

Konnektivität des X2D II 100C funktional, aber minimalistisch. Akkulaufzeit die dringendste Einschränkung im Feld.

Speicher: Einzelner CFexpress-Type-B-Slot

Ein CFexpress-Type-B-Slot. USB 3.2 Gen 2 mit 10 Gbit/s für schnellen Transfer zu PC oder externem SSD. Bei intensiven Sessions reicht Lesegeschwindigkeit, um Buffer zwischen kurzen Serien zu leeren. Fehlender Dual-Slot Dealbreaker für Profis mit Echtzeit-Redundanz. Verlorene CFexpress-Karte in Mission bedeutet Sessionsverlust. Unakzeptabel bei 7 200 EUR in kritischen Profi-Szenarien.

Kabellose Konnektivität: Wi-Fi und Bluetooth. Transfer zu Smartphone/Tablet via Hasselblad Phocus Mobile. Praktisch langsam für 102 MP-RAWs: Mehrere Minuten pro unkomprimiertem RAW. Bluetooth hauptsächlich für Fernauslösung und Smartphone-GPS.

Akkulaufzeit: 327 Auslösungen CIPA

327 Auslösungen CIPA. Niedrigster Wert im digitalen Mittelformat. Fujifilm GFX 100S II: 540 Auslösungen. Bedeutend im Feld: Intensiver Tag braucht zwei bis drei Akkus beim Hasselblad, eins bis zwei beim Fujifilm. Mindestens zwei Ersatzakkus für Profis. Zusatzkosten einplanen.

  • 327 Auslösungen CIPA: Mindestens zwei Akkus für Feldtag
  • Einzelner CFexpress-Type-B-Slot: Keine Echtzeit-Redundanz
  • USB 3.2 Gen 2 10 Gbit/s: Schneller Transfer zu externem SSD
  • Wi-Fi und Bluetooth: RAW-WLan-Transfer praktisch langsam
  • Kein HDMI-Ausgang: Keine externe Monitorverbindung

Gegen die Konkurrenz: Fujifilm GFX 100S II und Sony A7R V

Der X2D II 100C in engem Markt. Zwei Alternativen verdienen direkten Zahlenvergleich.

Gegen Fujifilm GFX 100S II

Fujifilm GFX 100S II offensichtlichster Rivale. Gleiches Sensorformat (44 × 33 mm), Auflösung (102 MP) und Dynamikumfang (12,5 EV Hasselblad, 12,4 EV Fujifilm per Photons to Photos). Fujifilm bietet bessere Akkulaufzeit (540 vs. 327), Dual-Slot und 4K-Video. Hasselblad kontert mit überlegenem IBIS (10 vs. 8 Stufen), höherer EVF-Auflösung (5 760 000 Punkte gleich beim GFX 100S II, vergleichbar) und anderem Farbrendering. Startpreise nah: 7 200 EUR Hasselblad, 7 499 USD Fujifilm.

Wahl zwischen beiden: Präziser Kompromiss. Bei Bedarf an Video, Dual-Slot oder besserer Laufzeit: GFX 100S II rational. Bei maximalem IBIS, Hasselblad-Farben und keinem Video: X2D II 100C kohärent.

Gegen Sony A7R V

Sony A7R V (61 MP, Vollformat 36 × 24 mm) Alternative für Mittel- vs. Vollformat-Hesitierer. Sony: 61 MP vs. 102 MP, aber 13,1 EV per DXOMark höher. Plus 10 fps Serie, Dual-Slot, 8K-Video, breiteres Sony-FE-Ökosystem. Startpreis 3 899 USD, ca. Halbpreis. Auflösungsdifferenz (41 MP) spürbar nur über 60 × 90 cm Abzug. Darunter polyvalenter Sony für weniger Geld.

Zahlen-Vergleich
DatenHasselblad X2D II 100CHier getestetFujifilm GFX 100S IISony α7R V
Erscheinung202520242022
SensorMedium FormatMedium FormatFull Frame
Auflösung100 MP102 MP61 MP
Max. native ISO256001280032000
Dynamikumfang12.5 EV12.5 EV11.7 EV
AF-Felder425425693
Serie (elek.)3 fps4.1 fps10 fps
IBIS10 stops8 stops8 stops
Max. Video4K/30p8K/60p
WetterfestNeinJaJa
Dual-SDJaJaJa
Gewicht840 g883 g723 g
Startpreis7200 EUR3900 USD

X2D II 100C vs. GFX 100S II vs. A7R V: Hasselblad-Mittelformat dominiert IBIS und Auflösung, gibt Akkulaufzeit, Video und Dual-Slot ab.

Preis, Preis-Leistung und Gebrauchtmarkt

Bei 7 200 EUR nur Gehäuse: Investition, die echte Wertschöpfung braucht.

7 200 EUR Startpreis positioniert X2D II 100C bei High-End-Profi-Gehäusen. Passend zum digitalen Mittelformat (5 000 bis 10 000 EUR für 44 × 33 mm). Schwer zu rechtfertigen gegen Sony A7R V (3 899 USD) oder Canon EOS R5 Mark II (4 299 USD) bei Abzügen unter 60 × 90 cm. Aufpreis nur bei realem Bedarf an 102 MP und 44 × 33 mm.

Gebrauchtmarkt: Original X2D 100C (2022) ca. 4 500 bis 5 500 EUR je Zustand/Kilometer. Für Nichtbedarf an LiDAR-AF oder 10 Stufen IBIS: Günstiger Einstieg in Hasselblad X. XCD-Objektive kompatibel, schützt Optik-Investition bei Upgrade.

Fazit: Für wen, warum und zu welchem Preis

X2D II 100C außergewöhnlich in präzisem Einsatzbereich. Darüber hinaus unpassend.

Hasselblad baut X2D II 100C um eine Überzeugung: Standbildqualität über alles. 102 MP auf 44 × 33 mm mit 12,5 EV bester Argument. 10 Stufen IBIS echtes Differenzierungsmerkmal. LiDAR-AF mit 425 Punkten und 97 % Abdeckung behebt Haupt-Schwäche. Diese drei Punkte Kern der Wertversprechen.

Kompromisse klar: 3 fps Serie, kein Video, einzelner CFexpress-Slot, 327 Auslösungen CIPA – kein Alleskönner. Kein Designfehler: Editorische Wahl des Herstellers. Wissender Käufer wählt rational. Erwartung an versteckte Vielseitigkeit führt zu Enttäuschung.

7,3 / 10 spiegelt das wider. Exzellent im Fachgebiet, Dealbreaker (einzelner Slot, kein Video, limitierte Laufzeit, langsame Serie) drücken Gesamtnote. Für Großformat-Landschaft, Studio-Porträt oder kommerziell: Note unterschätzt Wert. Für Hybrid oder Reporter: Überschätzt.

  • Kaufen Sie, wenn: Großformat (über 60 × 90 cm), schwieriges Licht, kein Video nötig
  • Vermeiden Sie, wenn: Video, Dual-Slot, über 5 fps Serie oder über 400 Auslösungen Laufzeit
  • GFX 100S II bei: Gleichem Sensor mit mehr Vielseitigkeit und besserer Laufzeit
  • Gebrauchter X2D 100C bei: Budget bis 5 000 EUR und LiDAR-AF unwichtig

Häufige Fragen

Macht der Hasselblad X2D II 100C Video?

Nein. Der X2D II 100C zeichnet kein Video auf. Kein interner Codec, kein HDMI-Ausgang, kein Videoformat. Hasselblad hat bewusst alle Ressourcen auf Standbildqualität konzentriert. Für Photo-Video-Hybrid: Fujifilm GFX 100S II oder Vollformat wie Sony A7R V.

Was ist der Unterschied zwischen X2D 100C und X2D II 100C?

Drei Hauptverbesserungen beim X2D II 100C zum Original (2022). Erstens AF: LiDAR-Modul mit 425 AF-Punkten und 97 % Abdeckung plus menschlichem/tierischem Augen-AF. X2D 100C ohne Echtzeit-Tracking. Zweitens Stabilisierung: IBIS von 7 Stufen (X2D 100C) auf 10 Stufen (X2D II). Drittens: Niedrigerer Startpreis. 102 MP-Sensor und 44 × 33 mm identisch.

Lohnt sich der Hasselblad X2D II 100C zum Preis gegen Fujifilm GFX 100S II?

Gleicher 44 × 33 mm 102 MP-Sensor und vergleichbarer Dynamikumfang (12,5 EV Hasselblad, 12,4 EV Fujifilm). GFX 100S II plus Dual-Slot, 540 Auslösungen CIPA (327 Hasselblad) und 4K-Video. Hasselblad: Besseres IBIS (10 vs. 8 Stufen**) und anderes Farbrendering. Bei Video, Dual-Slot oder Laufzeit: GFX rational. Bei max IBIS und Hasselblad-Farben: X2D II gerechtfertigt.

Welche Speicherkarte nutzt der Hasselblad X2D II 100C?

Exklusiv CFexpress Type B, ein Slot. Keine SD. Bei 102 MP-RAWs (80 bis 120 Mo/Bild): Mindestens 512 Go für tagelange Arbeit. USB 3.2 Gen 2 10 Gbit/s für schnelles Entleeren zu externem SSD.

Reicht der Autofokus des X2D II 100C für Porträtfotografie?

Ja, für Porträts. LiDAR mit 425 AF-Punkten und 97 % Abdeckung plus Augen-AF zuverlässig bei statischen/langsamen Motiven bei Licht über EV 3. Augen-Erkennung kann bei starkem Gegenlicht/schwachem Licht aussetzen. Für Studio oder kontrolliertes Naturlicht passend. Bei schnellen Bewegungen/Schwierigkeiten: 3 fps Serie limitierend, nicht AF-Qualität.

Kann man den Hasselblad X2D II 100C für Reisen nutzen?

Ja, mit Vorbehalten. 840 g nackt schwer für Reisen. 327 Auslösungen CIPA erfordern mindestens zwei Ersatzakkus. Wetterabdichtung schützt vor Regen/Feuchtigkeit. 10 Stufen IBIS erlaubt sehr langsame Handheld-Zeiten, reduziert Stativbedarf. Für langsame, qualitätsorientierte Reisen kohärent. Für schnelle Reisen/Reportage: 3 fps und Laufzeit echte Hürden.

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