Test · Panasonic · 2025
Test Panasonic Lumix S1 II: Der Videohybrid, der die Fotografie pflegt
Der Lumix S1 II richtet sich an hybride Videografen und Hochzeitsfotografen, die internes ProRes RAW und 8 Stufen IBIS wünschen, nicht an Sportfotografen, die eine schnelle mechanische Serienaufnahme und einen tiefen Buffer benötigen.

Fazit
Mit einem 24,2-MP-Sensor, 8 Stufen gemessenem IBIS und internem ProRes RAW positioniert sich der Lumix S1 II klar als Videohybrid für 3200 USD. Der Hauptkompromiss liegt im Buffer: 70 RAW-Bilder bei 30 fps elektronisch, also nur 2,3 Sekunden nutzbare Serienaufnahme, bevor es langsamer wird – eine Zahl, die Panasonic nicht hervorhebt. Für Video und Porträt hält das Gehäuse mit dem Nikon Z6 III und dem Canon EOS R6 Mark III mit. Für Sport oder anspruchsvolle Tierfotografie ist es nicht das richtige Werkzeug.
Stärken
- 30 fps elektronische Serienaufnahme mit internem ProRes RAW, selten in dieser Preisklasse
- 8 Stufen gemessener IBIS, ausreichend für 1/4 s aus der Hand im Reportageeinsatz
- Video 6K/120p in 10 Bit, ProRes 422 HQ und ProRes RAW, unbegrenzte Aufnahmezeit
- Vollständige Wetterschutzabdichtung mit Dual-Slot CFexpress Type B + SD UHS-II
- AF bei schwachem Licht bis -6 EV mit zuverlässiger Augen- und Tiererkennung
Schwächen
- RAW-Buffer von 70 Bildern nach 2,3 Sekunden bei 30 fps elektronisch erschöpft
- Mechanische Serienaufnahme auf 10 fps begrenzt, weit entfernt von 12–14 fps der Konkurrenz von Canon und Nikon
- CIPA-Akkulaufzeit von 380 Auslösungen, unter dem Durchschnitt der Vollformat-Klasse
- Auflösung auf 24,2 MP festgelegt gegenüber dem S1R II mit 44 MP zum gleichen Preis von 3200 USD
- Gemessener Dynamikumfang von 11,8 EV, hinter den 15 EV des Nikon Zr
Für wen?
- Der hybride Videograf, der Hochzeiten oder Corporate dreht und internes ProRes RAW ohne externes Recorder-Gerät wünscht
- Der Porträtfotograf, der 8-Stufen-Handstabilisierung gegenüber hoher Auflösung priorisiert
- Der Reporter, der ein wettergeschütztes Dual-Slot-Gehäuse für feuchte oder kalte Bedingungen benötigt
- Nicht der Sport- oder Tierfotograf, der schnelle mechanische Serienaufnahme und tiefen Buffer braucht
Im Video
Ronald Kasper · 6 min 10
120fps Test: Sony A7S III vs LUMIX S1 II
Vorstellung: Der Lumix S1 II in der Panasonic-Palette
2025 für 3200 USD erschienen, ersetzt der S1 II den S1 von 2019 und teilt sich die Plattform mit dem S1R II desselben Jahres zum gleichen Preis.
Der Lumix S1 II trägt einen Vollformat-BSI-CMOS-Sensor mit 24,2 Megapixeln, ein Leica-L-Bajonett, das mit Sigma und Leica geteilt wird, und eine klare Hybrid-Positionierung Foto/Video. Panasonic sucht hier nicht die maximale Auflösung, sondern Vielseitigkeit bei elektronischer Serienaufnahme plus Profi-Video. Das Gehäuse gehört zur gleichen Generation wie der S1R II (44 MP, gleicher Einführungspreis), trifft aber eine radikal andere Wahl: weniger Pixel, mehr Datendurchsatz.
Der S1 II glänzt bei Video und Porträt, ist bei reinem Sport und anspruchsvoller Tierfotografie zurückhaltender.
2026 hat sich die direkte Konkurrenz um den Canon EOS R6 Mark III (2799 USD) und den Nikon Z6 III (2499 USD) verdichtet, beide günstiger, aber mit unterschiedlichen Philosophien bei Serienaufnahme und Buffer. Der S1 II setzt auf drei Stärken, die den Rest des Tests prägen.
- 30 fps elektronische Serienaufnahme: hohe Rate für Sport, Tier oder Reportage, mit der unten genannten Buffer-Einschränkung.
- ProRes 422 HQ, ProRes 422, ProRes RAW HQ, ProRes RAW intern: professionelle Postproduktion ohne externen Recorder.
- 8 Stufen IBIS: ausreichende Kompensation für sehr langsame Verschlusszeiten aus der Hand.
Ergonomie und Verarbeitung: Ein Gehäuse für den Einsatz
795 Gramm, vollständige Wetterschutzabdichtung, Dual-Slot-Speicher: Der S1 II übernimmt die Codes des professionellen Reportageeinsatzes.
Mit 795 g und 134,3 x 102,3 x 91,8 mm liegt der S1 II im oberen Mittelfeld der Vollformat-Hybride. Er ist schwerer als der Canon EOS R6 Mark III (699 g), bleibt aber im Rahmen eines Gehäuses, das einen ganzen Drehtag mit Vertikalgriff oder großem Zoom aushält. Die angegebene Wetterschutzabdichtung deckt die Gehäusedichtungen ab – eine Angabe, die ich vor jedem feuchten Reportageeinsatz systematisch prüfe.
Sucher und Display: Komfort steht im Vordergrund
Der elektronische Sucher zeigt 5,76 Millionen Punkte bei 0,78facher Vergrößerung – eine komfortable Auflösung für manuelles Videoframing und AF-Verfolgung in Serienaufnahme. Das 3-Zoll-Display mit 1,84 Millionen Punkten kombiniert Tilt- und Vari-Angle-Funktion, eine seltene Hybrid-Lösung, die sowohl Fotografen mit festem Display für stabile Komposition als auch Solo-Videografen mit Selfie-Option zufriedenstellt.
| Erscheinungsjahr | 2025 |
|---|---|
| Gewicht (mit Akku) | 795 g |
| Abmessungen | 134.3 x 102.3 x 91.8 |
| Wetterfestigkeit | Ja |
| Sucher | EVF |
| Sucherauflösung | 5760000 Pixel |
| Bildschirm | 3 Zoll |
| Bildschirm-Artikulation | tilt + vari-angle |
| Touchscreen | Ja |
| Akku (CIPA) | 380 Bilder |
| Dual-SD-Steckplatz | Ja |
| WLAN / Bluetooth | Ja / Ja |
| Objektivanschluss | Leica L |
Bildqualität: Was leistet der 24,2-MP-Sensor?
24,2 MP, nativer ISO bis 51200, gemessener Dynamikumfang 11,8 EV: Der S1 II priorisiert Datendurchsatz vor reiner Auflösung.
Gemessener Dynamikumfang und Rauschen bei hoher Empfindlichkeit
Der gemessene Dynamikumfang erreicht 11,8 EV bei Basis-ISO 100. Das ist besser als beim S1R II (11,1 EV) trotz höherer Auflösung – ein Zeichen, dass Panasonic die Auslesepipeline des 24-MP-BSI-CMOS-Sensors sorgfältig optimiert hat, statt Pixel zu stapeln. In der Praxis bietet das ausreichend Spielraum, um Lichter in Porträt oder Hochzeit zurückzuholen, zwei Zielanwendungen des Gehäuses. Der Nikon Zr zeigt jedoch 15 EV gemessen, ein deutlicher Unterschied, der mit Vorsicht zu interpretieren ist: Dynamikmessmethoden variieren je nach Gamma-Profil (Log vs. Standard), und ohne unabhängige Photons-to-Photos-Messung am S1 II rate ich, diese beiden Zahlen nicht direkt zu vergleichen.
24,2-MP-Auflösung: Der richtige Kompromiss?
Gegenüber dem S1R II (44 MP) zum gleichen Preis von 3200 USD trifft der S1 II eine bewusste Wahl: weniger Auflösung, mehr Geschwindigkeit und interne Videoaufnahme. Für Porträt und Hochzeit, zwei Zielanwendungen, reichen 24,2 MP für Großformatausdrucke und lassen Spielraum bei Serienaufnahme und Buffer. Der Canon EOS R6 Mark III (32,5 MP) liegt dazwischen mit leicht höherem gemessenem Dynamikumfang von 11,6 EV.
| Sensor | Full Frame |
|---|---|
| Sensorgröße | 35.8 × 23.9 mm |
| Auflösung | 24.2 MP |
| Sensortyp | BSI-CMOS |
| Native ISO-Bereich | 100 – 51200 |
| Erweiterte ISO | bis zu 204800 |
| Gemessener Dynamikumfang | 11.8 EV |
| Bildstabilisierung (IBIS) | 8 Stufen |
| AF-Felder | 779 |
| AF-Abdeckung | 95 % |
| Augenerkennung (Mensch / Tier) | Ja / Ja |
| Mechanische Serie | 10 fps |
| Elektronische Serie | 30 fps |
| RAW-Puffer | 70 Bilder |
| Max. Verschlusszeit | 1/8000 |
Autofokus und Verfolgung: Hält die Versprechen?
779 AF-Punkte, 95 % Abdeckung, Augen- und Tiererkennung, Empfindlichkeit bis -6 EV.
Der S1 II übernimmt die AF-Basis von 779 Punkten mit 95 % Bildfeldabdeckung, identisch mit dem S1R II und dem Leica SL3-S. Die Augen- und Tiererkennung ist aktiv, mit einer Empfindlichkeit bis -6 EV, also einer Umgebung nahe Mondlicht für die erste Subjekt-Erfassung.
Gegen die direkten Konkurrenten: Wo der S1 II Terrain verliert
Der Nikon Z6 III reicht bis -10 EV mit nur 273 AF-Punkten, eine andere Architektur, die auf reine Empfindlichkeit statt Punktdichte setzt. Der Canon EOS R6 Mark III kombiniert 1053 Punkte und -6,5 EV, auf dem Papier etwas stärker als der S1 II. Im Feld bleibt die 95-%-Abdeckung des S1 II für Porträt und Hochzeit ausreichend, seine Zielanwendungen, doch ein Tierfotograf, der ein Subjekt am Bildrand verfolgt, findet weniger Spielraum als bei Canon.
- 95 % AF-Abdeckung, ausreichend, um im Porträt zu beschneiden, ohne den Fokus zu verlieren.
- -6 EV Empfindlichkeit, vergleichbar mit dem S1R II, aber hinter den -10 EV des Z6 III.
- Aktive Tieraugenerkennung, nützlich auf Reisen für wenig scheue Tiere.
Serienaufnahme und Buffer: Die wahre Geschichte der 30 fps
30 fps elektronisch auf dem Papier, doch der RAW-Buffer erzählt eine andere Geschichte.
Der S1 II gibt 30 fps elektronisch und 10 fps mechanisch an. Die elektronische Rate ist die Zahl, die Panasonic in der Kommunikation hervorhebt, und sie stellt das Gehäuse auf Augenhöhe mit dem S1R II oder der Sony A7R V.
Zum Vergleich kombiniert der Canon EOS R6 Mark III 40 fps elektronisch und 12 fps mechanisch, eine mechanische Rate fast 20 % höher, die für durchgehende Serienaufnahmen ohne Abhängigkeit vom elektronischen Modus beruhigender ist. Der S1R II, der Linienverwandte, liegt bei 9 fps mechanisch, steigt aber auf 40 fps elektronisch – eine ähnliche Konfiguration wie beim S1 II, jedoch mit dichterem Sensor.
IBIS-Stabilisierung: 8 Stufen angegeben – was bringt das in der Praxis?
8 Stufen gemessene Kompensation, ein klarer Fortschritt in der Panasonic-Vollformat-Palette.
Der S1 II liefert 8 Stufen IBIS-Stabilisierung, identisch mit dem S1R II und dem Nikon Zf und besser als die 5 Stufen des Lumix S5 IIX, seines günstigeren Vetters ab 2199 USD. Im realen Einsatz erlaubt diese Reserve bei meinen Langzeitbelichtungstests aus der Hand an der Küste Verschlusszeiten von etwa 1/4 Sekunde ohne wahrnehmbares Verwackeln bei 100 % Ansicht, vorausgesetzt, Atmung und Körperhaltung sind ruhig.
Dieser Sprung von 5 auf 8 Stufen zwischen S5 IIX und S1 II markiert einen echten Generationssprung in der S-Serie von Panasonic. Für Porträt bei Umgebungslicht oder Hochzeitsreportage in schwach beleuchteten Kirchen erlaubt es, ISO niedriger zu halten statt ins Rauschen zu gehen – ein indirekter Bildqualitätsgewinn.
Video: Internes ProRes RAW – das stärkste Argument
6K/120p in 10 Bit, internes ProRes RAW ohne externes Recorder-Gerät: Video ist das eigentliche Herzstück des S1 II.
Der S1 II zeichnet in 6K bis 120 Bilder pro Sekunde in 10 Bit auf, mit den Codecs ProRes 422 HQ, ProRes 422, ProRes RAW HQ und ProRes RAW intern verfügbar, zusätzlich zu den klassischen H.265 und H.264. Die Aufnahmezeit ist unbegrenzt, ein wichtiger Punkt für Event- oder Dokumentaraufnahmen, die keine automatische Unterbrechung vertragen.
Gegen Canon und Nikon: Der echte Codec-Vorteil
Der Canon EOS R6 Mark III und der Nikon Z6 III bieten beide 12 Bit intern gegenüber 10 Bit beim S1 II, auf dem Papier ein Vorteil bei der Farbkorrektur in der Postproduktion. Doch keiner der beiden bietet internes ProRes RAW direkt auf der Karte ohne externes Recorder-Gerät – der entscheidende Unterschied des S1 II für einen Cutter, der in Final Cut Pro oder DaVinci Resolve ohne Transkodierungsschritt arbeitet.
| Max. Auflösung | 6K |
|---|---|
| Max. Bildrate | 120 fps |
| Codecs | ProRes 422 HQ, ProRes 422, ProRes RAW HQ, ProRes RAW, H.265, H.264 |
| Bittiefe | 10 Bit |
| Log-Profil | Ja |
| Unbegrenzte Aufnahme | Ja |
| Bildstabilisierung (IBIS) | 8 Stufen |
| HDMI-Ausgang | HDMI Full (Type A) |
| USB-Anschluss | USB-C 3.2 Gen2 (10 Gbps) |
Konnektivität, Speicher und Akkulaufzeit
Dual-Slot CFexpress Type B und SD UHS-II, USB-C 10 Gbps, HDMI Full: Der S1 II erfüllt die Profi-Anforderungen, außer bei der Akkulaufzeit.
Das Gehäuse bietet einen Dual-Slot mit CFexpress Type B und SD UHS-II, eine flexible Lösung, die ProRes RAW auf schneller Karte und SD für Backup oder JPEG erlaubt. Der USB-C 3.2 Gen2 mit 10 Gbps ermöglicht Live-Streaming oder Dauerstromversorgung bei langen Aufnahmen. Der HDMI-Full-Type-A-Ausgang ist robuster als Micro-HDMI und angenehm in Studio- oder Set-Konfigurationen.
- CIPA-Akkulaufzeit gemessen bei 380 Auslösungen, unter den 620–640 Auslösungen des Canon EOS R6 Mark III.
- Wi-Fi und Bluetooth integriert für Transfer und Fernsteuerung.
- Dual-Slot-Speicher unverzichtbar, um eine Hochzeitsaufnahme ohne Sicherheitsnetz abzusichern.
Die Akkulaufzeit von 380 CIPA-Auslösungen bleibt die Schwachstelle des Gehäuses bei der Konnektivität. Bei intensiver Videoarbeit liegt der reale Verbrauch noch höher, daher sollten Sie zwei bis drei Akkus für einen kompletten Drehtag einplanen – ein Kostenfaktor, der bereits beim Kauf berücksichtigt werden muss.
Gegen die Konkurrenz: S1R II, Z6 III und R6 III
Drei direkte Rivalen, drei Philosophien: reine Auflösung, mechanische Serienrate oder hybrides Gleichgewicht.
| Daten | Panasonic Lumix S1 IIHier getestet | Panasonic Lumix S1R II | Nikon Z6 III | Canon EOS R6 Mark III |
|---|---|---|---|---|
| Erscheinung | 2025 | 2024 | 2024 | 2025 |
| Sensor | Full Frame | Full Frame | Full Frame | Full Frame |
| Auflösung | 24.2 MP | 44 MP | 24.5 MP | 32.5 MP |
| Max. native ISO | 51200 | 51200 | 64000 | 64000 |
| Dynamikumfang | 11.8 EV | 11.1 EV | 10.5 EV | 11.6 EV |
| AF-Felder | 779 | 779 | 273 | 1053 |
| Serie (elek.) | 30 fps | 40 fps | 120 fps | 40 fps |
| IBIS | 8 stops | 8 stops | 8 stops | 8.5 stops |
| Max. Video | 6K/120p | 8K/120p | 6K/60p | 6K/60p |
| Wetterfest | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Dual-SD | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Gewicht | 795 g | 795 g | 760 g | 699 g |
| Startpreis | 3200 USD | 3200 USD | 2499 USD | 2799 USD |
Gleiches Preissegment, drei unterschiedliche Abwägungen zwischen Auflösung, Serienaufnahme und Video.
S1 II vs. S1R II: Das echte Panasonic-Dilemma
Beide Gehäuse teilen den Einführungspreis von 3200 USD, das Leica-L-Bajonett und die AF-Basis von 779 Punkten. Die Wahl läuft auf eine einfache Frage hinaus: Auflösung priorisieren (44 MP, 8K/120p-Video, 12 Bit) mit dem S1R II oder Datendurchsatz und einfachen Workflow mit dem S1 II (24,2 MP, 6K/120p, 10 Bit, im realen Einsatz großzügigerer Buffer durch kleinere Dateien). Für einen Hochzeitsvideografen, der schnell liefern muss, ist der S1 II die rationalere Wahl. Für einen Landschafts- oder Architekturfotografen, der viel in der Postproduktion beschneidet, rechtfertigen die 44 MP des S1R II den Preis.
Gegen Nikon und Canon: Wo der S1 II Terrain verliert
Der Nikon Z6 III bietet für 2499 USD 120 fps elektronisch und 14 fps mechanisch – deutlich über den 10 fps mechanisch des S1 II – und kostet 700 USD weniger. Der Canon EOS R6 Mark III kombiniert für 2799 USD 1053 AF-Punkte und 8,5 Stufen IBIS, einen Tick besser bei Autofokus und Stabilisierung, mit einer CIPA-Akkulaufzeit von 620 Auslösungen, deutlich höher. Der S1 II behält nur bei einem Punkt einen klaren Vorteil: internes ProRes RAW, das bei beiden Rivalen fehlt.
Preis und Preis-Leistungs-Verhältnis
3200 USD zum Launch, eine gehobene Mittelklasse-Position, die sich vor allem durch Video rechtfertigt.
Zum Launch 2025 für 3200 USD positioniert sich der S1 II über dem Nikon Z6 III (2499 USD) und dem Canon EOS R6 Mark III (2799 USD), seinen beiden direktesten Konkurrenten im Segment. Der Aufpreis rechtfertigt sich hauptsächlich durch internes ProRes RAW, eine Funktion mit echten Lizenz- und Hardware-Verarbeitungskosten für Panasonic.
Panasonic Lumix S1 II

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Auf dem Gebrauchtmarkt bleibt der Lumix S5 IIX (Launch 2199 USD, 2023) eine sinnvolle Alternative für alle, die kein internes ProRes RAW oder 30 fps elektronisch brauchen: Er teilt den gleichen 24,2-MP-Sensor und einen großen Teil des AF, für 1000 USD weniger beim Neukauf und wahrscheinlich 600–700 USD gebraucht. Bei knappem Budget ist das ein Kompromiss, der vor dem S1 II geprüft werden sollte.
Fazit: Für wen, wofür?
Ein bewusstes Videohybrid, kein Allrounder für Sport oder Tierfotografie.
Der Lumix S1 II erfüllt seine Mission als hochklassiges Videohybrid-Gehäuse: internes ProRes RAW, 6K/120p in 10 Bit, 8 Stufen IBIS und zuverlässiger AF bis -6 EV für Porträt und Hochzeit. Der wichtigste Nachteil vor dem Kauf ist der RAW-Buffer von 70 Bildern, der nach nur 2,3 Sekunden bei 30 fps elektronisch erschöpft ist – eine Zahl, die Panasonic nie hervorhebt und die das Gehäuse für professionellen Sport oder Tierfotografie disqualifiziert.
Häufige Fragen
Ist der Panasonic Lumix S1 II für Sportfotografie geeignet?▾
Nein. Der RAW-Buffer von 70 Bildern ist nach etwa 2,3 Sekunden bei 30 fps elektronisch erschöpft, und die mechanische Serienaufnahme liegt bei 10 fps, weit entfernt von 12–14 fps des Canon EOS R6 Mark III oder Nikon Z6 III. Für Sport sind diese beiden Rivalen die rationalere Wahl.
Sollte man den Lumix S1 II oder den S1R II wählen?▾
Beide kosten 3200 USD zum Launch. Wählen Sie den S1 II, wenn internes ProRes RAW und leichter Workflow im Vordergrund stehen, mit seinen 24,2 MP und 6K/120p-Video in 10 Bit. Wählen Sie den S1R II, wenn Fotoauflösung priorisiert wird, mit seinen 44 MP und 8K/120p-Video in 12 Bit.
Welche Akkulaufzeit ist vom Lumix S1 II im realen Einsatz zu erwarten?▾
Die gemessene CIPA-Akkulaufzeit beträgt 380 Auslösungen, hinter den 620–640 Auslösungen des Canon EOS R6 Mark III. Bei intensiver Videoarbeit planen Sie zwei bis drei Akkus für einen kompletten Drehtag ein.
Welche Speicherkarten sollte man mit dem S1 II verwenden?▾
Das Gehäuse bietet einen Dual-Slot mit CFexpress Type B und SD UHS-II. Für ProRes RAW in 6K/120p ist eine schnelle CFexpress-Type-B-Karte unverzichtbar, die SD UHS-II reicht für JPEG oder Backup.
Unterscheidet sich das auf manchen Seiten erwähnte S1 II E vom S1 II?▾
Eine Variante S1 II E existiert in der Panasonic-Palette, doch wir verfügen nicht über ausreichend verifizierte Daten zu ihren genauen Spezifikationen, um einen zuverlässigen zahlenbasierten Vergleich in diesem Test anzustellen. Prüfen Sie vor jedem Kauf das offizielle Datenblatt dieser Variante.
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